Alocasien fallen mit ihren großen, oft stark gezeichneten Blättern sofort auf – bei der Pflege reagieren sie aber empfindlicher auf Fehler als viele robuste Zimmerpflanzen. Besonders wichtig ist das Zusammenspiel aus viel Licht ohne plötzliche intensive Mittagssonne, Wärme, einem luftigen Wurzelraum und bedarfsgerechtem Gießen. Zu nasse Erde gehört zu den häufigsten Problemen, gleichzeitig sollte eine aktiv wachsende Alocasia nicht ständig vollständig austrocknen. Auch trockene Heizungsluft, kalte Zugluft und Lichtmangel können Blätter schnell unansehnlich werden lassen. Einzelne gelbe ältere Blätter sind dabei noch kein Grund zur Sorge. Werden dagegen mehrere Blätter gleichzeitig gelb, hängen die Stiele oder bleibt der Topf ungewöhnlich lange nass, solltest du zuerst Standort und Wurzeln prüfen.
Stelle deine Alocasia hell und warm, aber geschützt vor plötzlich intensiver direkter Sonne. Gieße erst wieder, wenn die obere Substratschicht etwas abgetrocknet ist, und lasse überschüssiges Wasser vollständig ablaufen. Ein lockeres, strukturstabiles Substrat und eine mäßig bis höhere Luftfeuchtigkeit helfen zusätzlich, gesunde Wurzeln und kräftige Blätter zu erhalten.

Inhalt
- Alocasia Pflege auf einen Blick
- Der richtige Standort für Alocasia
- Alocasia richtig gießen
- Substrat, Topf und Umtopfen
- Luftfeuchtigkeit und Temperatur
- Alocasia düngen und gesund wachsen lassen
- Alocasia im Winter: Ruhephase oder Pflegeproblem?
- Gelbe, braune oder hängende Blätter richtig diagnostizieren
- Spinnmilben und andere Schädlinge an Alocasia
- Alocasia-Arten und Sorten: Die Grundpflege bleibt ähnlich
Alocasia Pflege auf einen Blick
Alocasia gehört zur Familie der Aronstabgewächse. Im Handel werden die Pflanzen häufig als Pfeilblatt oder Elefantenohr bezeichnet. Letzterer Name ist allerdings nicht eindeutig, denn auch andere Pflanzengattungen wie Colocasia werden als Elefantenohr angeboten.
Die verschiedenen Alocasia-Arten und -Sorten unterscheiden sich deutlich in Größe, Blattfarbe und Wuchsform. Die grundlegenden Ansprüche ähneln sich aber stark.
| Pflegefaktor | Alocasia braucht |
|---|---|
| Licht | hell bis sehr hell, meist indirekt |
| Temperatur | warm, möglichst ohne starke Schwankungen |
| Gießen | gleichmäßig, aber nicht dauerhaft nass |
| Substrat | locker, luftreich und zugleich etwas wasserspeichernd |
| Luftfeuchtigkeit | mäßig bis höher |
| Düngung | während aktiven Wachstums |
| Winter | Pflege an Licht und tatsächliches Wachstum anpassen |
| typische Probleme | Staunässe, Wurzelfäule, Lichtmangel, trockene Luft, Spinnmilben |
Alocasien wachsen aus einem verdickten unterirdischen beziehungsweise bodennahen Speicherorgan. Selbst nach starkem Blattverlust kann eine Pflanze deshalb erneut austreiben, sofern Rhizom beziehungsweise Knolle und Wurzeln noch fest und gesund sind.
Der richtige Standort für Alocasia
Ein heller Standort ist für dauerhaft kräftige Blätter besonders wichtig.
Alocasien stammen überwiegend aus tropischen und subtropischen Regionen Asiens bis in den westpazifischen Raum. Viele Arten wachsen dort unter gefiltertem Licht.
In der Wohnung bedeutet das meist:
- viel Tageslicht,
- keine dauerhaft dunkle Zimmerecke,
- Schutz vor plötzlich intensiver Mittagssonne,
- warme Temperaturen,
- keine kalte Zugluft.
Wie viel Licht braucht eine Alocasia?
„Halbschatten“ wird bei Alocasia häufig missverstanden. Ein Platz, der draußen als halbschattig gelten würde, ist nicht mit einer dunklen Ecke im Wohnzimmer vergleichbar.
Direkt am hellen Ost- oder Westfenster sind die Bedingungen häufig günstig. Auch an einem Südfenster kann eine Alocasia gut wachsen, wenn intensive Sommersonne bei Bedarf gefiltert beziehungsweise die Pflanze langsam daran gewöhnt wird.
Steht sie mehrere Meter vom Fenster entfernt, kann es selbst in einem für Menschen hell wirkenden Raum bereits deutlich zu dunkel sein.
Mögliche Zeichen für Lichtmangel sind:
- sehr lange Blattstiele,
- deutliches Wachstum zum Fenster,
- immer kleinere neue Blätter,
- schwacher Neuaustrieb,
- ungewöhnlich lange feuchtes Substrat.
➡️ Licht und Standort bei Zimmerpflanzen richtig einschätzen
Fehlt im Winter oder an einem ungünstigen Fenster dauerhaft Licht, kann eine Pflanzenbeleuchtung sinnvoller sein, als Gießen oder Düngen zu erhöhen.
➡️ Pflanzenlampen für Zimmerpflanzen richtig auswählen
Direkte Sonne ist nicht automatisch verboten
Auch die pauschale Regel „Alocasia darf niemals Sonne bekommen“ ist zu einfach.
Sanfte Morgen- oder Abendsonne kann je nach Art und Gewöhnung vertragen werden. Problematisch ist vor allem ein abrupter Wechsel von schwachem Licht in intensive Sommersonne.
Sonnenbrand zeigt sich eher als aufgehelltes, später trocken braunes Gewebe auf besonders stark bestrahlten Blattbereichen.
Bereits verbrannte Blattflächen werden nicht wieder grün.
Alocasia richtig gießen
Beim Gießen entsteht ein scheinbarer Widerspruch: Alocasia mag keine dauerhafte Trockenheit, reagiert aber gleichzeitig empfindlich auf einen ständig nassen Wurzelraum.
Die Lösung ist nicht „immer feucht halten“, sondern den Feuchteverlauf beobachten.
Gieße gründlich, wenn die obere Substratschicht merklich abgetrocknet ist. Anschließend muss überschüssiges Wasser aus dem Kulturtopf ablaufen können.
Vor der nächsten Wassergabe prüfst du erneut.
Wie schnell die Erde trocknet, hängt unter anderem ab von:
- Topfgröße,
- Wurzelmasse,
- Substrat,
- Temperatur,
- Licht,
- Jahreszeit,
- Größe der Pflanze.
Ein fester Rhythmus wie „alle drei Tage“ oder „einmal wöchentlich“ ist deshalb unnötig riskant.
➡️ Zimmerpflanzen richtig gießen statt nach Kalender
Zu trocken oder zu nass?
Bei zu trockener Erde können Blätter und Blattstiele erschlaffen. Der Topf fühlt sich leicht an und das Substrat ist auch unterhalb der Oberfläche trocken.
Bei zu nasser Erde können die Blätter ebenfalls hängen. Der entscheidende Unterschied: Der Topf ist weiterhin schwer und feucht.
Welke Blätter bei nassem Substrat sind deshalb kein Grund, noch einmal zu gießen.
➡️ Staunässe bei Zimmerpflanzen erkennen
Alocasia „weint“ – sind Tropfen an den Blättern normal?
An Blattspitzen können besonders nach dem Gießen Wassertropfen erscheinen. Dabei kann es sich um Guttation handeln: Die Pflanze gibt über spezielle Strukturen Flüssigkeit ab, wenn der Wasserdruck im Pflanzengewebe entsprechend hoch ist.
Gelegentliche Guttation ist nicht automatisch ein Schaden.
Tritt sie sehr häufig auf und bleibt das Substrat gleichzeitig ständig nass, solltest du jedoch deinen Gießrhythmus überprüfen.
Substrat, Topf und Umtopfen
Die Wurzeln einer Alocasia brauchen gleichzeitig Feuchtigkeit und Sauerstoff.
Ein geeignetes Substrat sollte daher:
- Wasser aufnehmen können,
- überschüssige Feuchtigkeit abgeben,
- grobe Luftporen behalten,
- nicht schnell zu einer dichten Masse zusammensacken.
Eine normale hochwertige Zimmerpflanzenerde kann als Basis funktionieren, wenn ihre Struktur ausreichend locker ist. Je nach Mischung können mineralische oder gröbere strukturgebende Bestandteile sinnvoll sein.
Ein extrem grobes Substrat ist aber nicht automatisch besser. Trocknet eine Mischung zu schnell aus, wird die gleichmäßige Wasserversorgung schwieriger.
➡️ Zimmerpflanzen-Substrat richtig beurteilen und verbessern
Der Topf darf nicht unnötig groß sein
Ein häufiger Pflegefehler besteht darin, eine kleine Alocasia direkt in ein sehr großes Gefäß zu setzen.
Rund um den kleinen Wurzelballen befindet sich dann viel nasses, noch nicht durchwurzeltes Substrat. Dieses trocknet langsam und erhöht das Risiko für Wurzelschäden.
Beim Umtopfen reicht meist eine moderate Vergrößerung.
Ein neuer Topf wird vor allem sinnvoll, wenn:
- der Ballen stark durchwurzelt ist,
- Wurzeln den Topf deutlich ausfüllen,
- die Erde strukturell verbraucht ist,
- ein Wurzelproblem einen Substratwechsel erforderlich macht.
➡️ Zimmerpflanzen richtig umtopfen
Luftfeuchtigkeit und Temperatur
Alocasien profitieren von einer höheren Luftfeuchtigkeit als trockenheitsangepasste Zimmerpflanzen.
Sehr trockene Heizungsluft kann insbesondere empfindlichere Arten und Sorten belasten. Mögliche Folgen sind trockene Blattspitzen und ein höheres Risiko für Spinnmilben.
Eine bestimmte Prozentzahl garantiert trotzdem keine gesunde Pflanze.
Wichtiger ist die Kombination aus:
- Luftfeuchtigkeit,
- Temperatur,
- Licht,
- Wasserversorgung der Wurzeln,
- Luftbewegung.
Steht eine Alocasia direkt über einem Heizkörper, hilft gelegentliches Besprühen nur begrenzt.
Besser kann es sein, zunächst den Standort zu verändern.
➡️ Luftfeuchtigkeit bei Zimmerpflanzen richtig einordnen
Muss man Alocasia täglich besprühen?
Nein.
Besprühen erhöht die Luftfeuchtigkeit um das Blatt nur kurzfristig. Soll die Raumluft dauerhaft feuchter werden, ist ein gemessener und kontrollierter Ansatz sinnvoller.
Zudem sollten Blätter nach einer Benetzung wieder abtrocknen können.
Eine dauerhaft nasse Blattoberfläche ist kein Ersatz für passende Luftfeuchtigkeit.
Wärme ja – aber keine kalte Zugluft
Alocasien sind wärmeliebend. Besonders ungünstig sind abrupte Temperaturabfälle und kalte Zugluft.
Im Winter sollten empfindliche Pflanzen deshalb:
- nicht direkt an sehr kalten Fensterscheiben stehen,
- beim Lüften nicht im kalten Luftstrom bleiben,
- nicht in kaltem, dauerhaft nassem Substrat stehen.
Alocasia düngen und gesund wachsen lassen
Während aktiven Wachstums bildet eine Alocasia regelmäßig große neue Blätter und benötigt dafür Nährstoffe.
Ein ausgewogener Zimmerpflanzendünger kann während dieser Phase sinnvoll sein.
Halte dich bei Menge und Abstand grundsätzlich an die Angaben des verwendeten Düngers und berücksichtige, ob das Substrat bereits vorgedüngt ist.
Mehr Dünger erzeugt nicht automatisch größere Blätter.
Übermäßige Düngung kann die Salzkonzentration im Wurzelraum erhöhen und Wurzeln sowie Blattränder schädigen.
➡️ Zimmerpflanzen richtig düngen
Im Winter nicht nach Kalender düngen
Entscheidend ist das tatsächliche Wachstum.
Steht die Alocasia sehr hell und warm und bildet weiterhin neue Blätter, verhält sie sich anders als eine Pflanze, deren Wachstum wegen des Winterlichts nahezu zum Stillstand gekommen ist.
Bei kaum vorhandenem Wachstum sollte die Düngung entsprechend reduziert oder pausiert werden.
Alocasia im Winter: Ruhephase oder Pflegeproblem?
Eine besonders häufige Fehlinterpretation lautet: Jede Alocasia müsse im Winter zwangsläufig vollständig einziehen.
So pauschal stimmt das für Zimmerpflanzen nicht.
Unter wenig Licht und kühleren Bedingungen kann das Wachstum stark zurückgehen. Manche Pflanzen verlieren dabei mehrere oder sogar sämtliche Blätter.
Andere Alocasien wachsen bei ausreichend Licht und Wärme auch im Winter weiter.
Wichtiger als der Kalender ist deshalb der Zustand der Pflanze.
Wahrscheinliche Wachstumspause
- Wachstum wird langsam,
- einzelne ältere Blätter vergilben,
- Rhizom und Blattbasen bleiben fest,
- Erde riecht normal,
- keine matschigen Wurzeln.
Dann wird weniger gegossen, weil die Pflanze weniger Wasser verbraucht.
Verdacht auf Wurzelfäule
- Blätter brechen schnell zusammen,
- Erde bleibt sehr lange nass,
- Blatt- oder Stielbasis wird weich,
- unangenehmer Geruch entsteht,
- Wurzeln sind braun, weich oder schleimig.
Das ist keine normale Winterruhe.
➡️ Wurzelfäule bei Zimmerpflanzen richtig erkennen
➡️ Zimmerpflanzen sicher durch den Winter bringen
Gelbe, braune oder hängende Blätter richtig diagnostizieren
Alocasien reagieren sichtbar auf Pflegefehler. Genau deshalb wird jedoch schnell zu viel in ein einzelnes Blatt hineininterpretiert.
Ein einzelnes älteres Blatt wird gelb
Das kann normale Blattalterung sein, insbesondere wenn gleichzeitig ein kräftiges neues Blatt entsteht.
Bei kleineren Pflanzen kommt es häufiger vor, dass ein altes Blatt abgestoßen wird, während ein neues aufgebaut wird.
Problematisch wird es eher, wenn mehrere Blätter gleichzeitig vergilben.
Mehrere Blätter werden gelb
Prüfe zuerst:
- Ist das Substrat dauerhaft nass?
- Ist der Topf zu groß?
- Steht Wasser im Übertopf?
- Erhält die Pflanze genügend Licht?
- Sind die Wurzeln gesund?
- Wurde zuletzt stark gedüngt?
Gelbe Blätter sind kein sicherer Beweis für Nährstoffmangel.
➡️ Gelbe Blätter bei Zimmerpflanzen richtig diagnostizieren
Braune trockene Spitzen
Hier kommen unter anderem infrage:
- sehr trockene Raumluft,
- unregelmäßige Wasserversorgung,
- Salzansammlungen,
- vorgeschädigte Wurzeln.
➡️ Braune Blattspitzen richtig einordnen
Braune Flecken
Braune Flecken können durch intensive Sonne, Kälte, Wurzelschäden oder Erkrankungen entstehen.
Entscheidend ist das Muster.
Trockene helle Flecken auf der Sonnenseite sprechen eher für einen Strahlungsschaden. Dunkles, weiches Gewebe nach Kälteeinwirkung verlangt eine andere Bewertung.
➡️ Braune Flecken an Zimmerpflanzen unterscheiden
Die gesamte Alocasia hängt
Hängende Blätter bedeuten nicht automatisch Wassermangel.
Prüfe zuerst den Topf.
Ist er leicht und trocken, kann tatsächlich Wasser fehlen.
Ist er schwer und nass, sind zusätzliches Gießen und ein größerer Untersetzer genau die falsche Reaktion.
➡️ Hängende Blätter bei Zimmerpflanzen richtig beurteilen
Spinnmilben und andere Schädlinge an Alocasia
Alocasien gehören zu den Zimmerpflanzen, die insbesondere unter warmer, trockener Luft regelmäßig von Spinnmilben befallen werden können.
Kontrolliere deshalb auch gesund wirkende Pflanzen gelegentlich auf den Blattunterseiten.
Spinnmilben erkennen
Achte auf:
- sehr feine helle Sprenkel,
- zunehmend fahles Blattgewebe,
- winzige bewegliche Punkte,
- feine Gespinste bei stärkerem Befall.
Gerade der frühe Befall wird häufig mit trockener Luft oder allgemeinen Pflegeproblemen verwechselt.
➡️ Spinnmilben sicher erkennen
Außerdem können unter anderem Wollläuse, Schildläuse oder Blattläuse auftreten.
Neu gekaufte Pflanzen sollten deshalb zunächst besonders sorgfältig kontrolliert werden.
➡️ Schädlinge an Zimmerpflanzen bestimmen
Alocasia-Arten und Sorten: Die Grundpflege bleibt ähnlich
Alocasia umfasst zahlreiche Arten und eine große Zahl gärtnerischer Sorten und Hybriden.
Häufig angeboten werden beispielsweise:
- Alocasia zebrina,
- Alocasia micholitziana ‚Frydek‘,
- Alocasia ‚Polly‘,
- Alocasia ‚Jacklyn‘,
- Alocasia reginula ‚Black Velvet‘,
- Alocasia baginda ‚Dragon Scale‘,
- Alocasia ‚Silver Dragon‘,
- Alocasia wentii,
- Alocasia cucullata,
- Alocasia macrorrhizos.
Die Unterschiede liegen unter anderem in Größe, Blattstruktur, Zeichnung und Wuchsgeschwindigkeit.
Eine Macrorrhizos kann erheblich größer werden als kompakte Jewel-Alocasien wie Black Velvet. Dadurch unterscheiden sich später Platzbedarf, Topfgröße und Wasserverbrauch.
Trotzdem braucht nicht jede Sorte eine völlig eigene Pflegemethode.
Die Grundregeln bleiben:
viel geeignetes Licht + Wärme + luftiger Wurzelraum + keine Staunässe + passende Luftfeuchtigkeit.
Wer erst eine Alocasia auswählen möchte, sollte deshalb nicht nur nach der Blattfarbe entscheiden, sondern auch nach Endgröße, Platzbedarf und den Bedingungen in der eigenen Wohnung.
➡️ Alocasia-Arten vergleichen und die passende Pflanze auswählen
Alocasia vermehren und Giftigkeit beachten
Die ausführliche Vermehrung sollte von der normalen Pflege getrennt betrachtet werden.
Alocasien können je nach Art beziehungsweise Wuchsform über Teilung, Tochterpflanzen und unterirdisch gebildete Rhizom- oder Knollenstrukturen vermehrt werden.
Nicht jede kleine Knolle besitzt beim Auffinden bereits Wurzeln oder sichtbaren Austrieb. Entscheidend ist deshalb ein sauberer Umgang mit dem Vermehrungsmaterial und eine kontrollierte Feuchtigkeit während der Bewurzelung.
➡️ Alocasia über Rhizome und Tochterpflanzen vermehren
Ist Alocasia giftig?
Ja. Alocasia enthält in ihren Pflanzenteilen Calciumoxalat-Kristalle.
Werden Pflanzenteile zerkaut, können sie Mund und Schleimhäute stark reizen. Auch der Pflanzensaft kann empfindliche Haut beziehungsweise Augen reizen.
Beim Schneiden, Teilen oder Umtopfen sind deshalb Handschuhe sinnvoll. Pflanze und abgeschnittene Teile sollten außerdem außerhalb der Reichweite kleiner Kinder und Tiere stehen.
Für Katzen ist die Pflanze nicht als geeignete Knabberpflanze anzusehen.
➡️ Alocasia und Katzen: Giftigkeit und sichere Aufstellung
Die häufigsten Pflegefehler bei Alocasia
Die Erde ständig nass halten
Feuchtigkeitsliebend bedeutet nicht staunässeverträglich. Wurzeln benötigen Sauerstoff.
Nach einem festen Kalender gießen
Im Sommer kann der Topf schnell trocknen, im Winter erheblich langsamer.
Die Pflanze weit vom Fenster entfernen, um direkte Sonne zu vermeiden
Aus Sonnenschutz wird schnell Lichtmangel.
Eine kleine Pflanze direkt in einen riesigen Topf setzen
Das zusätzliche Substrat hält lange Wasser und wird nur langsam durchwurzelt.
Gelbe Blätter sofort düngen
Mehrere gelbe Blätter entstehen häufig durch ein Wasser- oder Wurzelproblem.
Welke Blätter automatisch gießen
Welke bei nasser Erde kann gerade auf geschädigte Wurzeln hinweisen.
Sehr trockene Luft ignorieren
Sie kann braune Spitzen fördern und Spinnmilben begünstigen.
Im Winter jede Alocasia zwangsläufig trockenlegen
Nicht jede Pflanze geht in eine vollständige Ruhephase. Licht, Wärme und tatsächliches Wachstum entscheiden.
Ein einzelnes gelbes Altblatt als Notfall ansehen
Blätter besitzen eine begrenzte Lebensdauer. Entscheidend ist das Gesamtbild.
Häufige Fragen zur Alocasia Pflege
Wie pflegt man eine Alocasia richtig?
Stelle sie hell und warm, gieße nach Bedarf und halte den Wurzelraum luftig. Das Substrat darf nicht dauerhaft nass bleiben. Eine mäßig bis höhere Luftfeuchtigkeit unterstützt gesunde Blätter.
Wie oft muss man eine Alocasia gießen?
Nicht nach einem festen Zeitplan. Gieße, wenn die obere Substratschicht etwas abgetrocknet ist, und kontrolliere vor jeder neuen Wassergabe die tatsächliche Feuchtigkeit.
Muss eine Alocasia immer feuchte Erde haben?
Nein. Das Substrat sollte während aktiven Wachstums nicht ständig vollständig austrocknen, aber ebenso wenig permanent nass bleiben.
Welchen Standort braucht eine Alocasia?
Ein heller bis sehr heller, warmer Standort mit überwiegend indirektem Licht ist für viele Alocasien günstig. Kalte Zugluft und abrupte intensive Mittagssonne sollten vermieden werden.
Verträgt Alocasia direkte Sonne?
Sanfte Morgen- oder Abendsonne kann je nach Pflanze und Gewöhnung vertragen werden. Plötzliche intensive Sommersonne kann dagegen Blattverbrennungen verursachen.
Welche Erde braucht eine Alocasia?
Eine lockere, strukturstabile Mischung, die Feuchtigkeit speichert und gleichzeitig genügend Luft an die Wurzeln lässt. Sehr schwere, dauerhaft nasse Erde ist ungünstig.
Warum werden die Blätter meiner Alocasia gelb?
Ein einzelnes altes Blatt kann natürlicherweise absterben. Werden mehrere Blätter gleichzeitig gelb, solltest du vor allem Gießen, Wurzeln, Licht und Düngung kontrollieren.
Warum hängt meine Alocasia?
Sowohl Wassermangel als auch ein geschädigtes Wurzelsystem können hängende Blätter verursachen. Deshalb vor dem Gießen immer prüfen, ob der Ballen trocken oder noch nass ist.
Warum bekommt meine Alocasia braune Blattspitzen?
Mögliche Ursachen sind trockene Luft, unregelmäßige Wasserversorgung, Salzbelastung oder Wurzelschäden. Braune Spitzen allein reichen nicht für eine eindeutige Diagnose.
Warum tropft Wasser von meiner Alocasia?
Dabei kann es sich um Guttation handeln. Die Pflanze gibt überschüssige Flüssigkeit über spezielle Strukturen an den Blatträndern ab. Gelegentlich ist das normal; bei ständig nasser Erde sollte das Gießverhalten überprüft werden.
Braucht eine Alocasia hohe Luftfeuchtigkeit?
Alocasien bevorzugen im Allgemeinen eine mäßig bis höhere Luftfeuchtigkeit. Sehr trockene Heizungsluft ist ungünstig, ein künstliches Tropenklima im gesamten Wohnraum ist jedoch nicht erforderlich.
Soll man Alocasia besprühen?
Man kann die Blätter gelegentlich benetzen, wenn sie anschließend wieder abtrocknen. Eine dauerhaft niedrige Raumluftfeuchtigkeit lässt sich damit jedoch nur kurzfristig beeinflussen.
Wie oft muss eine Alocasia gedüngt werden?
Düngung richtet sich nach aktivem Wachstum und dem verwendeten Dünger. Während starker Wachstumsphasen ist eine regelmäßige Versorgung sinnvoll; bei Wachstumspause entsprechend weniger oder gar nicht düngen.
Verliert Alocasia im Winter ihre Blätter?
Das kann passieren, muss aber nicht. Weniger Licht und niedrigere Temperaturen können eine starke Wachstumspause auslösen. Eine warm und hell gehaltene Alocasia kann dagegen weiterwachsen.
Kommt eine Alocasia ohne Blätter wieder?
Ja, sofern ihr Rhizom beziehungsweise ihre Knolle und Wurzeln gesund geblieben sind. Festes Gewebe spricht deutlich eher für eine Wachstumspause als weiches, faulendes Gewebe.
Welche Schädlinge sind bei Alocasia häufig?
Besonders Spinnmilben treten unter warmer und trockener Raumluft regelmäßig auf. Auch Wollläuse, Schildläuse und Blattläuse sind möglich.
Ist Alocasia für Katzen giftig?
Ja. Alocasia enthält reizende Calciumoxalat-Kristalle und sollte so aufgestellt werden, dass Katzen keine Pflanzenteile anknabbern können.
Kann man Alocasia vermehren?
Ja. Je nach Pflanze sind Teilung, Tochterpflanzen sowie Rhizom- beziehungsweise Knollenvermehrung möglich. Die Vermehrung wird am besten getrennt von der normalen Pflege durchgeführt.
Ist Alocasia schwierig zu pflegen?
Sie reagiert empfindlicher auf falsches Gießen, Kälte und Lichtmangel als viele robuste Zimmerpflanzen. Wer Feuchtigkeit, Licht und Wurzelzustand regelmäßig kontrolliert, kann die häufigsten Probleme jedoch vermeiden.

