Zimmerpflanzen brauchen im Winter meist keine völlig andere Pflege, aber eine deutlich besser an die veränderten Bedingungen angepasste. Kurze Tage und schwächeres Tageslicht bremsen bei vielen Arten das Wachstum, während geheizte Räume gleichzeitig warm und trocken bleiben. Dadurch entsteht eine widersprüchliche Situation: Die Blätter können unter trockener Luft leiden, obwohl der Wurzelballen langsamer austrocknet und weniger Wasser benötigt. Genau hier entstehen viele Winterprobleme. Häufiges Gießen, Düngen nach dem Sommerrhythmus oder ein dunkler Platz mehrere Meter vom Fenster entfernt helfen dann nicht. Kontrolliere stattdessen Licht, Substratfeuchte, Temperatur und Luftfeuchtigkeit gemeinsam. Auch Schädlinge verdienen mehr Aufmerksamkeit, weil warme, trockene Standorte insbesondere Spinnmilben begünstigen können.
Im Winter ist für viele Zimmerpflanzen vor allem mehr nutzbares Licht bei gleichzeitig angepasstem Gießen entscheidend. Dünge nur entsprechend dem tatsächlichen Wachstum, halte empfindliche Pflanzen von Heizkörpern und kalter Zugluft fern und kontrolliere regelmäßig Blattunterseiten. Eine starre Regel wie „im Winter einmal pro Woche gießen und niemals düngen“ ist dagegen zu pauschal.

Inhalt
- Warum Zimmerpflanzen im Winter andere Pflege brauchen
- Licht ist im Winter häufig der begrenzende Faktor
- Zimmerpflanzen im Winter richtig gießen
- Düngen im Winter: reduzieren oder pausieren?
- Heizung, Zugluft und kalte Fenster richtig einschätzen
- Luftfeuchtigkeit: trockene Heizungsluft richtig behandeln
- Schädlinge im Winter früher erkennen
- Winterprobleme richtig diagnostizieren
- Muss man Zimmerpflanzen im Winter umtopfen?
- Nicht jede Zimmerpflanze überwintert gleich
Warum Zimmerpflanzen im Winter andere Pflege brauchen
Für eine Pflanze beginnt der Winter im Wohnzimmer nicht einfach deshalb, weil draußen Dezember ist. Entscheidend sind die Bedingungen, die tatsächlich an ihrem Standort herrschen.
Der größte Unterschied zum Sommer ist in Deutschland meist das Licht. Die Tage werden erheblich kürzer, die Sonne steht tiefer und trübe Wetterphasen reduzieren die verfügbare Strahlung zusätzlich. Eine Pflanze, die im Juli an ihrem Platz kräftig wächst, kann dort im Dezember nur noch einen Bruchteil der sommerlichen Lichtmenge erhalten.
Gleichzeitig werden Wohnungen beheizt. Dadurch bleibt es für viele tropische Zimmerpflanzen warm genug, obwohl die Energie für kräftiges Wachstum fehlt.
Das verändert mehrere Pflegefaktoren gleichzeitig:
- Wachstum verlangsamt sich häufig,
- Wasserverbrauch kann sinken,
- Substrat bleibt länger feucht,
- Nährstoffbedarf fällt oft geringer aus,
- trockene Raumluft belastet empfindliche Blätter,
- Heizungsnähe erhöht die Verdunstung,
- bestimmte Schädlinge finden günstige Bedingungen.
Deshalb funktioniert es nicht, einfach den Sommerpflegeplan bis März unverändert fortzusetzen.
➡️ Standort und Licht bei Zimmerpflanzen richtig einschätzen
Licht ist im Winter häufig der begrenzende Faktor
Viele Winterprobleme beginnen mit zu wenig Licht.
Ein Raum kann für unsere Augen hell erscheinen und für eine Zimmerpflanze trotzdem ungünstig dunkel sein. Die menschliche Wahrnehmung passt sich an unterschiedliche Helligkeiten an. Pflanzen können fehlende Strahlung dagegen nicht durch Gewöhnung ersetzen.
Besonders kritisch sind:
- Plätze mehrere Meter vom Fenster entfernt,
- Nordfenster für lichtbedürftige Arten,
- tiefe Fensterlaibungen,
- Balkone oder Vordächer vor dem Fenster,
- Bäume und Nachbargebäude,
- geschlossene Vorhänge,
- Pflanzen hinter anderen großen Pflanzen.
Im Winter näher ans Fenster
Ein Platz in Fensternähe kann während der dunklen Monate deutlich günstiger sein als der sommerliche Standort tief im Raum.
Das bedeutet nicht, dass jede Pflanze direkt auf eine kalte Fensterbank gestellt werden sollte. Zwischen ausreichendem Licht und einer für die Art passenden Temperatur muss ein vernünftiger Kompromiss gefunden werden.
Achte besonders darauf, dass Blätter empfindlicher tropischer Arten keine sehr kalte Fensterscheibe berühren.
Staub auf großen Blättern entfernen
Eine deutliche Staubschicht reduziert zusätzlich das Licht, das die Blattoberfläche erreicht.
Große glatte Blätter lassen sich vorsichtig mit einem feuchten weichen Tuch reinigen. Kleinere robuste Pflanzen können je nach Art auch gelegentlich abgebraust werden.
Stark behaarte oder sehr empfindliche Blätter sollten nicht nach demselben Schema behandelt werden.
Wann eine Pflanzenlampe sinnvoll wird
Fehlt ein ausreichend heller Fensterplatz, kann zusätzliche Beleuchtung eine echte Verbesserung darstellen. Sie ist besonders interessant für Pflanzenregale, dunkle Wohnungen und lichtbedürftige Arten.
Entscheidend ist die Lichtmenge, die tatsächlich an den Blättern ankommt. Wattzahl oder der subjektive Eindruck einer hellen Lampe reichen zur Beurteilung nicht aus.
➡️ Pflanzenlampen für Zimmerpflanzen passend auswählen
Zimmerpflanzen im Winter richtig gießen
„Im Winter einmal pro Woche“ ist keine zuverlässige Gießregel.
Der Wasserverbrauch hängt weiterhin von Pflanzenart, Licht, Temperatur, Topfgröße, Substrat und Wurzelmasse ab. Weil viele Pflanzen im Winter langsamer wachsen, trocknen ihre Töpfe häufig deutlich langsamer als im Sommer.
Vor jedem Gießen die Erde prüfen
Kontrolliere den Wurzelballen statt den Kalender.
Hilfreich sind:
- Fingerprobe,
- Gewicht des Topfes,
- Feuchtigkeit einige Zentimeter unter der Oberfläche,
- bisherige Trocknungsdauer.
Gerade im Winter kann die Oberfläche bereits trocken aussehen, während das Substrat weiter unten noch deutlich feucht ist.
Wer jetzt automatisch nachgießt, hält den Wurzelbereich dauerhaft nass.
➡️ Zimmerpflanzen richtig gießen statt nach festem Rhythmus
Heizung kann den Wasserbedarf trotzdem erhöhen
Eine Pflanze unmittelbar über oder neben einem Heizkörper kann schneller Wasser verlieren als dieselbe Art an einem kühleren Platz.
Deshalb wäre auch die umgekehrte Regel „im Winter immer viel weniger gießen“ zu einfach.
Der tatsächliche Feuchtezustand entscheidet.
Kein Wasser im Übertopf stehen lassen
Langsamer Wasserverbrauch und dauerhaft gefüllte Übertöpfe sind eine besonders ungünstige Kombination.
Nach dem Gießen muss überschüssiges Wasser ablaufen können. Kontrolliere geschlossene Übertöpfe und leere Wasserreste aus.
➡️ Staunässe bei Zimmerpflanzen erkennen und beheben
Düngen im Winter: reduzieren oder pausieren?
Die oft wiederholte Regel „von Oktober bis März niemals düngen“ trifft nicht auf jede Zimmerpflanze und jede Wohnung zu.
Ausschlaggebend ist vor allem das tatsächliche Wachstum.
Bildet eine Pflanze wegen geringer Lichtmenge kaum neue Blätter oder Triebe, sinkt auch ihr zusätzlicher Nährstoffbedarf. Eine Düngung im gewohnten Sommerrhythmus bringt dann keinen Vorteil und kann unnötig Salze im Substrat anreichern.
Anders kann die Situation aussehen, wenn eine Pflanze:
- unter kräftiger Zusatzbeleuchtung wächst,
- sehr hell steht,
- sichtbar neue Blätter bildet,
- zu einer Art mit abweichendem Wachstumsrhythmus gehört.
Dann kann eine angepasste Nährstoffversorgung auch während des Winters sinnvoll sein.
Prüfe also Wachstum statt Kalender.
Eine dunkel stehende Pflanze lässt sich nicht durch mehr Dünger zu gesundem Wachstum zwingen.
➡️ Zimmerpflanzen richtig und bedarfsgerecht düngen
Heizung, Zugluft und kalte Fenster richtig einschätzen
Der hellste Platz befindet sich im Winter häufig direkt am Fenster. Genau dort treffen jedoch mehrere Gegensätze aufeinander.
Auf der einen Seite können Heizkörper warme, trockene Luft nach oben führen. Auf der anderen Seite sind Fensterscheiben und Fensterbereiche deutlich kühler als der restliche Raum.
Direkt über dem Heizkörper
Empfindliche Pflanzen können dort schnell trockene Blattspitzen entwickeln. Der Wasserverlust über die Blätter steigt, während der Wurzelballen je nach Topfposition trotzdem unterschiedlich schnell trocknet.
Wenn möglich, vergrößere den Abstand zur direkten Heizluft, ohne die Pflanze dafür tief in den dunklen Raum zu stellen.
➡️ Luftfeuchtigkeit für Zimmerpflanzen richtig beurteilen
Kalte Zugluft beim Lüften
Kurzes Lüften ist für die Wohnung sinnvoll, doch tropische Pflanzen sollten nicht unmittelbar im kalten Luftstrom stehen.
Besonders problematisch wird es, wenn sehr kalte Außenluft über längere Zeit direkt auf Blätter und nasse Wurzelballen trifft.
Empfindliche Pflanzen auf der Fensterbank können während des Lüftens etwas zurückgestellt werden.
Kalter Boden
Große Pflanzgefäße stehen häufig direkt auf Fliesen oder anderen kalten Bodenflächen.
Ein stark ausgekühlter Wurzelballen kann für wärmeliebende Arten ungünstig sein. Eine isolierende Unterlage oder ein Pflanzenroller kann den direkten Kontakt mit sehr kalten Flächen reduzieren.
Luftfeuchtigkeit: trockene Heizungsluft richtig behandeln
Niedrige Luftfeuchtigkeit gehört zu den typischen Winterproblemen, besonders in stark beheizten Räumen.
Empfindliche Arten können darauf unter anderem mit trockenen Blattspitzen und Blatträndern reagieren.
Dazu zählen häufiger:
- Calathea und verwandte Maranten,
- verschiedene tropische Farne,
- manche Orchideen,
- weitere dünnblättrige tropische Arten.
Robuste Pflanzen wie Bogenhanf oder viele Sukkulenten benötigen dagegen kein künstliches Tropenklima.
Erst messen, dann befeuchten
Ein Hygrometer ist wesentlich zuverlässiger als das Gefühl „Die Luft scheint trocken“.
Für Wohnräume liegt ein Bereich von ungefähr 40 bis 60 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit häufig in einem vernünftigen Rahmen. Ein deutlich höherer Zielwert allein wegen einiger tropischer Pflanzen kann in kühlen Bereichen der Wohnung Kondensation und Schimmelprobleme begünstigen.
Sehr feuchtigkeitsliebende Arten sollten daher möglichst lokal unterstützt werden, statt das gesamte Zimmer auf Gewächshausbedingungen zu bringen.
Sprühen wirkt nur kurzfristig
Ein feiner Wassernebel kann die unmittelbare Blattumgebung kurzzeitig befeuchten. Die Luftfeuchtigkeit eines ganzen Raumes lässt sich durch einmaliges tägliches Sprühen jedoch kaum dauerhaft verändern.
Stärker wirken ein geeigneter Luftbefeuchter oder ein günstigerer Standort.
➡️ Zimmerpflanzen und Luftfeuchtigkeit: Ursachen und Maßnahmen
Schädlinge im Winter früher erkennen
Der Winter ist nicht nur eine Frage von Licht und Wasser.
Warme, trockene Innenräume können einigen Schädlingen günstige Bedingungen bieten. Besonders Spinnmilben verdienen während der Heizperiode Aufmerksamkeit.
Kontrolliere regelmäßig:
- Blattunterseiten,
- junge Triebe,
- Blattachseln,
- Übergänge zwischen Blatt und Stiel.
Spinnmilben
Erste Anzeichen sind häufig sehr feine helle Sprenkel auf den Blättern. Bei stärkerem Befall können winzige Gespinste erscheinen.
Trockene Wärme begünstigt verschiedene Spinnmilbenarten. Eine höhere Luftfeuchtigkeit allein beseitigt einen bestehenden Befall jedoch nicht zuverlässig.
➡️ Spinnmilben sicher erkennen
Wollläuse und Schildläuse
Watteartige weiße Ansammlungen können auf Wollläuse hinweisen. Festsitzende bräunliche oder helle Schilde an Blättern und Trieben passen eher zu Schildläusen.
Neu entdeckte Schädlinge sollten nicht als „Wintertrockenheit“ abgetan werden.
➡️ Zimmerpflanzenschädlinge richtig einordnen
Winterprobleme richtig diagnostizieren
Viele Symptome sehen ähnlich aus. Genau deshalb entstehen im Winter besonders leicht Fehlbehandlungen.
| Symptom | Mögliche Winterursachen | Zuerst prüfen |
|---|---|---|
| gelbe Blätter | zu nasse Erde, Lichtmangel, Wurzelschäden, natürliche Alterung | Substrat und Standort |
| braune Spitzen | trockene Luft, Wassermangel, Salzbelastung | Luftfeuchte, Gießen, Düngung |
| Blattverlust | Lichtmangel, Kälte, Wurzelproblem, Standortwechsel | Licht, Temperatur, Erde |
| welke Pflanze bei nasser Erde | geschädigte Wurzeln | Wurzelballen |
| lange dünne Triebe | Lichtmangel | Fensterabstand |
| helle Sprenkel | Spinnmilben möglich | Blattunterseiten |
| weißer Belag auf Erde | Ablagerungen oder Schimmel | Struktur und Feuchtigkeit |
| Pflanze wächst kaum | Winterlicht, Temperatur, Wurzeln | gesamten Standort beurteilen |
Gelbe Blätter nicht sofort düngen
Eine gelbe Pflanze im Dezember leidet keineswegs automatisch unter Nährstoffmangel.
Bleibt die Erde gleichzeitig lange nass und steht die Pflanze dunkel, ist zusätzliches Düngen wahrscheinlich nicht der richtige erste Schritt.
➡️ Gelbe Blätter bei Zimmerpflanzen richtig unterscheiden
Blattverlust kann ein Standortproblem sein
Manche Pflanzen reagieren empfindlich auf starke Standortveränderungen, Zugluft oder deutlich weniger Licht.
Einige ältere Blätter zu verlieren ist nicht automatisch dramatisch. Starker oder fortschreitender Blattfall verlangt dagegen eine genauere Prüfung.
➡️ Blattverlust bei Zimmerpflanzen: Ursachen erkennen
Braune Spitzen nicht abschneiden und vergessen
Trockene Spitzen können optisch entfernt werden, damit ist die Ursache jedoch nicht behoben.
Entscheidend ist, ob neue Schäden entstehen.
➡️ Braune Spitzen bei Zimmerpflanzen richtig deuten
Muss man Zimmerpflanzen im Winter umtopfen?
Ein normaler, planbarer Topfwechsel lässt sich bei vielen Zimmerpflanzen günstiger mit dem Beginn einer aktiveren Wachstumsphase verbinden.
Nur wegen des Winters sollte also nicht umgetopft werden.
Ein akutes Problem kann trotzdem sofortiges Handeln verlangen. Dazu gehören:
- faulende Wurzeln,
- dauerhaft vernässtes ungeeignetes Substrat,
- stark beschädigter Topf,
- ernsthafte Probleme im Wurzelraum.
Eine Pflanze mit fortschreitender Wurzelfäule sollte nicht mehrere Monate auf das Frühjahr warten.
➡️ Zimmerpflanzen umtopfen: Zeitpunkt und Vorgehen
Auch das Substrat beeinflusst, wie sicher eine Pflanze durch den Winter kommt. Sehr feine oder stark zusammengesackte Erde kann in einer lichtarmen Wachstumsphase besonders lange feucht bleiben.
➡️ Zimmerpflanzen-Substrat richtig auswählen
Nicht jede Zimmerpflanze überwintert gleich
Allgemeine Winterregeln müssen immer an die Pflanzenart angepasst werden.
Monstera
Eine Monstera profitiert im Winter vor allem von einem möglichst hellen Standort. Wegen des geringeren Wachstums kann ihr Wasserverbrauch sinken.
Steht sie warm und hell oder unter Zusatzbeleuchtung, bleibt das Wachstum dagegen möglicherweise deutlich aktiver.
Efeutute
Die Efeutute toleriert vergleichsweise geringe Lichtmengen, wächst an einem deutlich dunkleren Winterstandort aber meist schwächer.
Panaschierte Sorten können bei Lichtmangel einen Teil ihrer auffälligen Zeichnung verlieren.
Bogenhanf
Bogenhanf kommt mit dem Winter in vielen Wohnungen gut zurecht. Besonders gefährlich ist eher eine Kombination aus wenig Licht und zu häufigem Gießen.
Sein Substrat sollte zwischen den Wassergaben deutlich abtrocknen können.
Orchideen
Orchideen dürfen nicht pauschal wie andere Grünpflanzen behandelt werden. Viele verbreitete Phalaenopsis wachsen auch im Winter weiter oder blühen gerade während dieser Zeit.
Licht, Wurzelzustand und tatsächliche Wachstumsphase sind deshalb wichtiger als die Regel „Winter = Ruhezeit“.
Was im Winter besser nicht gemacht wird
Mehrere gut gemeinte Maßnahmen verursachen gerade in der dunklen Jahreszeit neue Probleme.
Nach Kalender weitergießen
Der Wasserverbrauch kann gegenüber dem Sommer deutlich gesunken sein.
Dunkle Pflanzen stärker düngen
Nährstoffe ersetzen kein Licht.
Trockene Blattspitzen mit mehr Gießwasser behandeln
Niedrige Luftfeuchtigkeit und trockener Wurzelballen sind zwei verschiedene Probleme.
Alle Pflanzen direkt über die Heizung stellen, weil dort ein Fenster ist
Licht ist wichtig, direkte heiße Luft kann empfindliche Blätter jedoch belasten.
Die gesamte Wohnung wegen tropischer Pflanzen extrem befeuchten
Hohe Luftfeuchtigkeit kann an kalten Bauteilen Schimmelprobleme fördern.
Schädlingssymptome für Winterstress halten
Sprenkel, Gespinste oder watteartige Beläge sollten gezielt untersucht werden.
Eine gesunde Pflanze vorsorglich umtopfen
Zusätzlicher Wurzelstress bringt ohne konkreten Grund keinen Vorteil.
Jede Zimmerpflanze zur Winterruhe zwingen
Viele tropische Arten besitzen keine mitteleuropäische Winterruhe nach Kalender.
Winterpflege in der richtigen Reihenfolge
Wenn du deine Zimmerpflanzen auf den Winter vorbereiten oder bei ersten Problemen kontrollieren möchtest, ist diese Reihenfolge sinnvoll:
1. Licht prüfen
Steht die Pflanze noch hell genug oder sollte sie näher ans Fenster?
2. Temperatur und Heizungsnähe kontrollieren
Warme Heizungsluft, kalte Scheiben und Zugluft beachten.
3. Gießrhythmus neu beurteilen
Nicht automatisch das Sommerintervall beibehalten.
4. Wachstum beobachten
Bildet die Pflanze weiterhin neue Blätter oder hat sie deutlich verlangsamt?
5. Düngung entsprechend anpassen
Wenig Wachstum bedeutet meist geringeren Nährstoffbedarf.
6. Luftfeuchtigkeit messen
Nicht allein aus braunen Spitzen auf trockene Luft schließen.
7. Blattunterseiten kontrollieren
Besonders auf Spinnmilben und andere Schädlinge achten.
8. Veränderungen beurteilen
Gesunde neue Blätter und stabile Wurzeln sind wichtiger als bereits vorhandene alte Schäden.
So lässt sich die Winterpflege auf die tatsächlichen Bedingungen der Pflanze abstimmen, statt jeden Topf nach denselben Regeln zu behandeln.
Häufige Fragen zur Winterpflege von Zimmerpflanzen
Wie pflegt man Zimmerpflanzen im Winter richtig?
Sorge vor allem für genügend Licht, passe das Gießen an den langsameren Wasserverbrauch an und kontrolliere Temperatur sowie Luftfeuchtigkeit. Zusätzlich sollten Blattunterseiten regelmäßig auf Schädlinge untersucht werden.
Wie oft sollte man Zimmerpflanzen im Winter gießen?
Dafür gibt es keinen festen Rhythmus. Prüfe vor jeder Wassergabe die tatsächliche Feuchtigkeit des Substrats. Viele Pflanzen benötigen im Winter seltener Wasser, einzelne warme und sehr helle Standorte können davon abweichen.
Muss man Zimmerpflanzen im Winter düngen?
Nicht unbedingt. Wächst eine Pflanze wegen wenig Licht kaum, kann die Düngung stark reduziert oder pausiert werden. Aktiv wachsende Pflanzen unter guten Lichtbedingungen können weiterhin eine angepasste Versorgung benötigen.
Warum bekommen Zimmerpflanzen im Winter gelbe Blätter?
Mögliche Ursachen sind Lichtmangel, zu nasses Substrat, Wurzelschäden, natürliche Blattalterung oder andere Pflegeprobleme. Die Blattfarbe allein reicht zur Diagnose nicht aus.
Warum verlieren Zimmerpflanzen im Winter Blätter?
Weniger Licht, kalte Zugluft, ein veränderter Standort oder Wurzelprobleme können Blattverlust auslösen. Einzelne alte Blätter sind weniger bedenklich als ein starker fortschreitender Blattfall.
Sollten Zimmerpflanzen im Winter direkt am Fenster stehen?
Ein fensternaher Platz ist wegen des knappen Tageslichts häufig günstig. Empfindliche Pflanzen sollten jedoch nicht direkt an eiskalten Scheiben stehen oder beim Lüften längere Zeit kalter Zugluft ausgesetzt werden.
Ist Heizungsluft für Zimmerpflanzen schädlich?
Direkte warme und trockene Luft kann empfindliche Pflanzen belasten und den Wasserverlust über ihre Blätter erhöhen. Robuste Arten reagieren deutlich weniger empfindlich.
Soll man Zimmerpflanzen im Winter besprühen?
Das hängt von der Pflanzenart ab. Besprühen erhöht die Luftfeuchtigkeit nur kurzfristig und eignet sich nicht für jede Blattoberfläche. Eine dauerhaft zu trockene Raumluft sollte besser gemessen und gezielt korrigiert werden.
Welche Luftfeuchtigkeit ist im Winter sinnvoll?
Für normale Wohnräume liegt ungefähr 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchtigkeit häufig in einem guten Bereich. Empfindliche Pflanzen können höhere Werte bevorzugen, doch das Schimmelrisiko des Gebäudes muss dabei berücksichtigt werden.
Brauchen Zimmerpflanzen im Winter eine Pflanzenlampe?
Nicht jede Pflanze. Zusatzbeleuchtung kann sinnvoll werden, wenn kein ausreichend heller Fensterplatz vorhanden ist, die Pflanze deutlich unter Lichtmangel leidet oder aktives Wachstum erhalten werden soll.
Kann man Zimmerpflanzen im Winter umtopfen?
Ja, wenn ein akutes Problem wie Wurzelfäule oder stark ungeeignetes Substrat besteht. Einen normalen planbaren Topfwechsel kann man bei vielen Arten günstiger auf den Beginn stärkerer Wachstumsaktivität legen.
Warum ist meine Zimmerpflanze im Winter ständig nass?
Oft sinkt durch weniger Licht der Wasserverbrauch. Zusätzlich können ein zu großer Topf oder stark wasserspeicherndes Substrat beteiligt sein. Gieße erst wieder, wenn die Pflanzenart und der tatsächliche Feuchtezustand es verlangen.
Welche Schädlinge treten im Winter besonders auf?
Spinnmilben fallen in warmen, trockenen Wohnräumen besonders häufig auf. Auch Schild- und Wollläuse können an Zimmerpflanzen vorkommen, weshalb Blattunterseiten und Blattachseln regelmäßig kontrolliert werden sollten.
Müssen alle Zimmerpflanzen im Winter ruhen?
Nein. Viele tropische Zimmerpflanzen besitzen keine feste Winterruhe nach unserem Kalender. Ihr Wachstum wird in Wohnungen vielmehr durch Licht, Temperatur und artspezifische Entwicklungsphasen bestimmt.
Was ist die wichtigste Regel für Zimmerpflanzen im Winter?
Behalte nicht einfach den Sommerpflegeplan bei. Prüfe zuerst Licht und tatsächliches Wachstum und passe anschließend Gießen, Düngung, Standort und Luftfeuchtigkeit daran an.


