Eine Alocasia lässt sich am zuverlässigsten über Tochterpflanzen, kleine unterirdische Brutknollen oder durch Teilung eines ausreichend entwickelten Rhizoms vermehren. Gerade beim Umtopfen finden sich im Wurzelballen häufig kleine feste Speicherorgane, aus denen neue Pflanzen entstehen können. Im Handel und in sozialen Medien werden diese oft pauschal als „Rhizome“, „Knollen“ oder „Corms“ bezeichnet, obwohl damit nicht immer exakt dieselbe Pflanzenstruktur gemeint ist. Für die erfolgreiche Vermehrung ist wichtiger, dass das entnommene Stück gesund und fest ist und einen lebensfähigen Wachstumspunkt besitzt. Ein einzelnes abgeschnittenes Blatt mit Blattstiel reicht dagegen nicht aus. Die größten Verluste entstehen nicht durch zu wenig Wasser, sondern durch zu nasse, sauerstoffarme Bedingungen während der Bewurzelung.
Am einfachsten ist die Vermehrung, wenn eine Alocasia bereits eine Tochterpflanze mit eigenen Wurzeln gebildet hat. Kleine Brutknollen brauchen länger, können aber ebenfalls zu vollständigen Pflanzen heranwachsen. Arbeite möglichst während der aktiven Wachstumszeit, halte das Vermehrungsmaterial warm und gleichmäßig leicht feucht und vermeide stehendes Wasser.

Inhalt
- Welche Methoden zum Vermehren von Alocasia funktionieren?
- Wann ist der beste Zeitpunkt zum Vermehren?
- Alocasia aus einer Brutknolle vermehren: Schritt für Schritt
- Welches Substrat eignet sich zum Bewurzeln?
- Tochterpflanzen und große Alocasien durch Teilung vermehren
- Was nach der Vermehrung wichtig ist
- Wenn die Alocasia-Knolle nicht wächst oder fault
- Häufige Fehler beim Vermehren von Alocasia
Welche Methoden zum Vermehren von Alocasia funktionieren?
Nicht jede Methode, die bei anderen Zimmerpflanzen funktioniert, eignet sich auch für Alocasia.
Praktisch kommen vor allem drei Wege infrage:
| Methode | Ausgangsmaterial | Schwierigkeit | Vorteil |
|---|---|---|---|
| Tochterpflanze abtrennen | kleiner eigener Austrieb mit Wurzeln | einfach | bereits weit entwickelt |
| Brutknolle bewurzeln | kleine feste unterirdische Knolle | mittel | häufig mehrere Exemplare vorhanden |
| Rhizom teilen | Abschnitt mit Wachstumspunkt | mittel bis anspruchsvoll | auch bei älteren Pflanzen möglich |
Tochterpflanzen sind die einfachste Variante
Bildet eine Alocasia neben der Mutterpflanze einen eigenen Austrieb, sollte dieser möglichst bereits einige eigene Wurzeln besitzen.
Dann wird beim Teilen vergleichsweise wenig „neu aufgebaut“: Die junge Pflanze hat bereits Blattgewebe und ein eigenes Wurzelsystem.
Das macht diese Methode meist sicherer als das Bewurzeln einer noch völlig blattlosen Brutknolle.
Brutknollen: Das, was häufig „Alocasia-Rhizome“ genannt wird
Beim Umtopfen werden häufig kleine braune bis dunkel gefärbte, feste Speicherorgane zwischen den Wurzeln gefunden.
Sie werden im Pflanzenhandel und unter Zimmerpflanzenfreunden häufig als:
- Rhizome,
- Knollen,
- Corms,
- Cormels,
- Brutknollen
bezeichnet.
Botanisch sind diese Begriffe nicht vollständig austauschbar. Alocasien besitzen je nach Art rhizomartige beziehungsweise knollenartig verdickte unterirdische Sprosse und können kleinere Tochter-Speicherorgane bilden.
Für die praktische Vermehrung musst du die botanische Feinunterscheidung nicht perfekt bestimmen.
Entscheidend ist:
Das Stück muss fest, gesund und mit einem lebensfähigen Wachstumspunkt ausgestattet sein.
Ein Blatt allein wird keine neue Alocasia
Ein häufiges Missverständnis entsteht durch Pflanzen wie Monstera oder Efeutute, die sich aus geeigneten Sprossstecklingen vermehren lassen.
Ein abgeschnittenes Alocasia-Blatt mit seinem langen Blattstiel besitzt normalerweise keinen vollständigen Wachstumspunkt, aus dem eine neue Pflanze entstehen könnte.
Es kann im Wasser eine Zeit lang frisch aussehen und anschließend trotzdem absterben.
Verwechsle daher Blattstiel nicht mit einem vermehrungsfähigen Spross- oder Rhizomstück.
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Wann ist der beste Zeitpunkt zum Vermehren?
Am günstigsten ist die Vermehrung während einer Phase aktiven Wachstums, typischerweise im Frühjahr bis frühen Sommer.
Dafür gibt es einen praktischen Grund:
Die Mutterpflanze wächst kräftiger, und auch getrennte Tochterpflanzen oder Rhizomstücke können bei Wärme und zunehmendem Licht schneller neue Wurzeln und Blätter bilden.
Besonders sinnvoll ist es, die Vermehrung mit einem ohnehin notwendigen Umtopfen zu verbinden.
Dann muss der Wurzelballen nicht zweimal kurz hintereinander gestört werden.
➡️ Zimmerpflanzen richtig umtopfen
Kann man Alocasia im Winter vermehren?
Grundsätzlich kann gesundes Vermehrungsmaterial auch außerhalb des Frühjahrs austreiben.
In einer normalen Wohnung fehlen im Winter jedoch häufig:
- kräftiges Tageslicht,
- gleichmäßige Wärme,
- aktives Wachstum der Mutterpflanze.
Gleichzeitig trocknet das Vermehrungssubstrat langsamer.
Damit steigt das Risiko, dass kleine Knollen faulen, bevor sie ausreichend Wurzeln gebildet haben.
Wenn du im Winter vermehren musst oder möchtest, sind ausreichend Wärme und Licht besonders wichtig.
➡️ Zimmerpflanzen im Winter richtig pflegen
Alocasia aus einer Brutknolle vermehren: Schritt für Schritt
Kleine Brutknollen sind besonders interessant, weil eine ausgewachsene Alocasia davon mehrere bilden kann.
1. Brutknolle vorsichtig finden
Der beste Zeitpunkt ist beim Umtopfen.
Lockere das Substrat behutsam zwischen den Wurzeln. Suche nicht aggressiv mit einem Messer im Wurzelballen, da du sonst gesunde Wurzeln oder die unterirdischen Sprosse verletzen kannst.
Nicht jedes kleine verdickte Stück muss sofort entfernt werden.
Eine noch sehr kleine Brutknolle kann zunächst an der Mutterpflanze weiterreifen.
2. Nur gesundes Material verwenden
Eine geeignete Brutknolle sollte sich fest anfühlen.
Ungünstig sind Exemplare, die:
- weich,
- matschig,
- hohl,
- stark verschrumpelt,
- schwarz oder faulig
wirken.
Ein oberflächlich dunkler oder brauner Überzug ist dagegen nicht automatisch Fäulnis.
Entscheidend ist die Festigkeit des lebenden Gewebes.
3. Nicht unnötig schälen
Häufig wird empfohlen, die braune Außenhaut vollständig von der Brutknolle abzuziehen.
Das ist nicht zwingend erforderlich.
Lockere, bereits abgelöste Hüllen können vorsichtig entfernt werden. Fest sitzendes Gewebe sollte dagegen nicht mit Gewalt abgekratzt werden.
Jede unnötige Verletzung schafft eine zusätzliche Eintrittsstelle für Fäulnis.
4. Wachstumspunkt erkennen
Bei vielen Brutknollen lässt sich eine Seite erkennen, aus der später der Trieb entsteht.
Ist dieser Wachstumspunkt eindeutig sichtbar, sollte er nach oben zeigen.
Kannst du Ober- und Unterseite nicht sicher unterscheiden, ist es besser, die Knolle seitlich beziehungsweise leicht schräg einzusetzen, anstatt sie durch wiederholtes Ausgraben zu beschädigen.
5. Nur flach einsetzen
Die Brutknolle sollte Kontakt mit dem feuchten Vermehrungsmedium haben, aber nicht tief unter einer dicken nassen Substratschicht verschwinden.
Je weniger Sauerstoff an das kleine Speicherorgan gelangt, desto größer wird das Fäulnisrisiko.
Ein kleiner Behälter reicht vollkommen aus.
Ein großer Topf speichert unnötig viel Wasser.

Welches Substrat eignet sich zum Bewurzeln?
Die wichtigste Eigenschaft lautet nicht „möglichst nährstoffreich“, sondern:
feuchtigkeitsstabil und gleichzeitig luftreich.
Geeignet sind beispielsweise:
- lockeres Zimmerpflanzensubstrat mit hohem Luftanteil,
- Perlit als Bewurzelungsmedium,
- locker verwendetes Sphagnum,
- vergleichbar luftige Vermehrungsmedien.
Keine dieser Methoden ist zwingend die einzig richtige.
Wichtiger ist der Umgang mit der Feuchtigkeit.
Feucht bedeutet nicht nass
Drückst du ein nasses Medium zusammen und Wasser läuft heraus, ist es für eine kleine wurzellose Brutknolle meist unnötig nass.
Das Medium sollte gleichmäßig leicht feucht bleiben, ohne dass die Knolle in Wasser steht.
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Hohe Luftfeuchtigkeit kann helfen
Eine geschlossene oder teilweise geschlossene Vermehrungsbox kann verhindern, dass kleine neue Wurzeln und der erste Austrieb zu schnell austrocknen.
Dabei gilt aber:
Hohe Luftfeuchtigkeit oberhalb des Substrats ist nicht dasselbe wie ein durchnässter Wurzelraum.
Wenn Wände ständig stark tropfen, das Medium vernässt und kaum Luftaustausch stattfindet, können Fäulnis und Schimmel zunehmen.
Gelegentliches Lüften und eine kontrollierte Substratfeuchtigkeit sind sinnvoller als ein dauerhaft tropfnasser Behälter.
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Licht bereits während der Bewurzelung
Noch blattlose Brutknollen benötigen weniger Licht als eine ausgewachsene Alocasia mit großen Blättern.
Sobald jedoch ein Trieb erscheint, braucht die Jungpflanze einen hellen Standort.
Stelle die Vermehrungsbox deshalb von Anfang an hell, aber nicht in intensive direkte Sonne.
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Tochterpflanzen und große Alocasien durch Teilung vermehren
Eine bereits ausgetriebene Tochterpflanze lässt sich meist einfacher etablieren als eine kleine Brutknolle.
Tochterpflanze abtrennen
Nimm die Mutterpflanze vorsichtig aus dem Topf und entferne so viel Substrat, dass du erkennen kannst, wie Mutter- und Tochterpflanze miteinander verbunden sind.
Versuche möglichst viele eigene Wurzeln an der jungen Pflanze zu erhalten.
Lässt sie sich nicht vorsichtig auseinanderziehen, kann eine saubere scharfe Klinge verwendet werden.
Schneide nur das tatsächlich verbindende Gewebe durch.
Anschließend erhält die Jungpflanze einen kleinen Topf mit luftigem Substrat.
Rhizom teilen
Bei einer größeren Pflanze kann auch ein ausreichend entwickeltes Rhizom geteilt werden.
Das ist ein stärkerer Eingriff.
Jedes verwendete Teilstück benötigt lebendes Gewebe und mindestens einen funktionsfähigen Wachstumspunkt. Ein beliebiges Stück Speichergewebe ohne Austriebsmöglichkeit ergibt keine neue Pflanze.
Verwende ein sauberes, scharfes Messer und vermeide unnötig große Wunden.
Sehr kleine oder geschwächte Pflanzen sollten nicht nur zum Zweck der Vermehrung geteilt werden.
Wurzeln nicht komplett von Erde befreien
Für eine einfache Teilung muss nicht jedes feine Substratkorn zwischen den Wurzeln entfernt werden.
Je stärker die Wurzeln bearbeitet werden, desto größer ist der Stress nach der Trennung.
Entferne nur so viel Erde, wie du brauchst, um Verbindungen und Wurzelzustand sicher beurteilen zu können.
Was nach der Vermehrung wichtig ist
Die ersten Wochen entscheiden weniger über schnelles Blattwachstum als darüber, ob sich ein stabiles neues Wurzelsystem bildet.
Kleine Töpfe verwenden
Eine frisch getrennte Tochterpflanze sollte nicht sofort in einen Topf gesetzt werden, der für eine ausgewachsene Alocasia gedacht wäre.
Ein zu großes Substratvolumen trocknet langsam und erschwert die Feuchtigkeitskontrolle.
Wähle den Topf passend zur vorhandenen Wurzelmasse.
Vorsichtig gießen
Nach der Vermehrung braucht eine kleine Alocasia eine zuverlässige Wasserversorgung, aber keinen dauerhaft nassen Wurzelraum.
Bei bereits bewurzelten Tochterpflanzen kann nach dem Eintopfen normal angegossen werden, anschließend wird erneut nach tatsächlicher Feuchtigkeit entschieden.
Bei noch wurzellosen Brutknollen ist deutlich mehr Zurückhaltung nötig.
➡️ Zimmerpflanzen richtig gießen
Nicht sofort stark düngen
Eine kleine Brutknolle verfügt zunächst über eigene Speicherreserven.
Auch frisch getrennte Pflanzen müssen zuerst ihre Wurzeln etablieren.
Wenn das verwendete Substrat bereits vorgedüngt ist, besteht erst recht kein Grund, sofort zusätzlich kräftig zu düngen.
Beginne eine reguläre Düngung erst, wenn sich die Jungpflanze etabliert und erkennbar neues Wachstum aufgenommen hat.
Neue Blätter sind das beste Zeichen
Ein neues Blatt zeigt, dass der Wachstumspunkt aktiv ist.
Noch wichtiger ist langfristig aber eine Kombination aus:
- festem Pflanzenkörper,
- gesunden Wurzeln,
- stabilem neuem Austrieb,
- keinem fortschreitenden Fäulnisprozess.
Nicht jede Brutknolle treibt gleich schnell.
Ständiges Ausgraben zur Kontrolle richtet häufig mehr Schaden an, als einige Wochen Geduld.
Wenn die Alocasia-Knolle nicht wächst oder fault
Nicht jede Vermehrung gelingt. Bei Brutknollen lohnt sich eine klare Diagnose.
Brutknolle bleibt fest, treibt aber nicht
Das ist zunächst kein Notfall.
Prüfe:
- steht sie warm genug?
- erhält sie ausreichend Licht?
- bleibt das Medium leicht feucht?
- ist ein Wachstumspunkt vorhanden?
- wurde sie erst kürzlich abgetrennt?
Solange das Organ fest bleibt, besteht weiterhin eine Chance auf Austrieb.
Brutknolle wird weich
Weiches, durchsichtiges oder matschiges Gewebe spricht deutlich für Fäulnis.
Häufige Auslöser sind:
- zu viel Wasser,
- vollständiges Eingraben in nasses Substrat,
- niedrige Temperatur,
- Verletzungen,
- bereits geschädigtes Ausgangsmaterial.
Entferne faules Material von gesundem Vermehrungsmaterial, damit es nicht ständig damit in Kontakt bleibt.
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Schimmel auf dem Vermehrungsmedium
Oberflächlicher Schimmel bedeutet nicht automatisch, dass die Brutknolle verloren ist.
Er zeigt jedoch, dass Feuchtigkeit und Luftaustausch geprüft werden sollten.
Ist die Knolle selbst fest, kann zunächst:
- abgestorbenes organisches Material entfernt,
- stärker gelüftet,
- die Nässe reduziert
werden.
Wird dagegen auch das Pflanzengewebe weich, liegt das Problem tiefer.
Jungpflanze hängt nach dem Teilen
Eine frisch getrennte Tochterpflanze kann vorübergehend an Spannung verlieren, weil beim Teilen Wurzeln beschädigt wurden.
Mehr Wasser ist nicht automatisch die richtige Lösung.
Ist die Erde bereits nass, erhöht zusätzliches Gießen das Risiko für weitere Wurzelschäden.
Häufige Fehler beim Vermehren von Alocasia
Ein Blatt in Wasser stellen und auf eine neue Pflanze warten
Ein Blattstiel ohne vermehrungsfähigen Wachstumspunkt bildet keine vollständige neue Alocasia.
Jede winzige Brutknolle sofort entfernen
Sehr kleines, unreifes Material besitzt weniger Reserven und lässt sich schwieriger etablieren.
Die Knolle vollständig unter nasses Substrat setzen
Das erhöht das Fäulnisrisiko.
Die braune Außenhaut gewaltsam abschälen
Dadurch kann gesundes Gewebe verletzt werden.
Einen großen Topf für eine winzige Jungpflanze verwenden
Zu viel nasses Substrat rund um wenige Wurzeln ist ungünstig.
Täglich nach Wurzeln graben
Neue Wurzeln sind empfindlich und können dabei abbrechen.
Kälte und hohe Feuchtigkeit kombinieren
Warme Bedingungen fördern den Austrieb; kühle Nässe begünstigt dagegen Fäulnis.
Sofort stark düngen
Erst muss sich ein funktionsfähiges Wurzelsystem etablieren.
Beim Teilen ohne Handschuhe arbeiten
Alocasia enthält reizende Calciumoxalat-Kristalle. Pflanzensaft sollte nicht an Augen oder Schleimhäute gelangen.
➡️ Alocasia und Katzen: Giftigkeit und sichere Handhabung
Häufige Fragen zum Vermehren von Alocasia
Wie kann man eine Alocasia vermehren?
Am zuverlässigsten über bereits bewurzelte Tochterpflanzen, kleine Brutknollen oder durch Teilung eines gesunden Rhizoms mit Wachstumspunkt.
Kann man Alocasia über ein Blatt vermehren?
Ein einzelnes Blatt mit Blattstiel reicht normalerweise nicht aus. Es besitzt keinen vollständigen Wachstumspunkt, aus dem eine neue Alocasia entstehen könnte.
Was sind die kleinen Knollen an einer Alocasia?
Dabei handelt es sich meist um kleine unterirdische Speicher- und Vermehrungsorgane. Sie werden häufig als Brutknollen, Corms oder umgangssprachlich als Alocasia-Rhizome bezeichnet.
Wann sollte man Alocasia-Knollen abtrennen?
Am praktischsten ist dies beim Umtopfen während einer aktiven Wachstumsphase. Sehr kleine Knollen können zunächst an der Mutterpflanze bleiben.
Wie erkenne ich eine gesunde Alocasia-Knolle?
Sie sollte fest sein und keine weichen, matschigen oder fauligen Bereiche besitzen.
Muss man Alocasia-Knollen schälen?
Nein. Lose Außenhaut kann vorsichtig entfernt werden, aber fest sitzende Hüllen müssen nicht gewaltsam abgeschält werden.
Welches Ende einer Alocasia-Knolle zeigt nach oben?
Wenn ein deutlicher Wachstumspunkt erkennbar ist, zeigt dieser nach oben. Ist die Orientierung unklar, kann die Knolle seitlich eingesetzt werden.
Wie tief werden Alocasia-Knollen eingepflanzt?
Nur flach. Sie benötigen Kontakt mit dem feuchten Medium, sollten aber nicht tief in dauerhaft nassem Substrat vergraben werden.
Kann man Alocasia-Knollen in Wasser vermehren?
Knollen können unter sehr kontrollierten Bedingungen Kontakt mit Wasser überstehen und bewurzeln. Für Anfänger ist ein luftiges, leicht feuchtes Medium meist besser kontrollierbar, weil vollständig stehendes Wasser Fäulnis begünstigen kann.
Ist Perlit für Alocasia-Rhizome geeignet?
Ja, Perlit kann als luftiges Bewurzelungsmedium verwendet werden. Es muss feucht gehalten werden, ohne dass das Vermehrungsmaterial dauerhaft im Wasser steht.
Kann man Sphagnum für Alocasia verwenden?
Ja. Lockeres, feuchtes Sphagnum kann funktionieren, darf aber nicht zu einer tropfnassen, luftarmen Masse zusammengedrückt werden.
Wie lange dauert es, bis eine Alocasia-Knolle austreibt?
Das lässt sich nicht zuverlässig auf eine feste Zahl von Tagen festlegen. Reife der Knolle, Temperatur, Licht, Feuchtigkeit und Art beeinflussen die Geschwindigkeit erheblich.
Warum wächst meine Alocasia-Knolle nicht?
Wenn sie weiterhin fest ist, kann sie noch lebensfähig sein. Prüfe Wärme, Feuchtigkeit und Licht und vermeide ständiges Ausgraben.
Warum fault meine Alocasia-Knolle?
Häufig sind zu viel Feuchtigkeit, wenig Sauerstoff, niedrige Temperaturen oder eine Verletzung beteiligt. Weiches oder matschiges Gewebe ist ein deutliches Warnzeichen.
Wann kann eine junge Alocasia normal eingetopft werden?
Sobald sie ein stabiles Wurzelsystem und einen aktiven Austrieb besitzt, kann sie schrittweise in ein passendes lockeres Zimmerpflanzensubstrat umgesetzt werden.
Kann man Alocasia beim Umtopfen teilen?
Ja. Das ist sogar ein günstiger Zeitpunkt, weil der Wurzelballen ohnehin freigelegt wird. Jeder abgetrennte Teil braucht jedoch eigenes lebensfähiges Wachstumsgewebe.
Ist Frühjahr die beste Zeit zum Vermehren?
Frühjahr bis früher Sommer ist meist besonders günstig, weil Licht, Wärme und Wachstum zunehmen. Unter geeigneten kontrollierten Bedingungen ist die Vermehrung aber auch zu anderen Zeiten möglich.

