Eine Monstera muss nicht regelmäßig geschnitten werden. Ein Rückschnitt ist vor allem sinnvoll, wenn sie zu groß wird, lange kahle Triebe entwickelt, beschädigte Blätter entfernt werden sollen oder du gleichzeitig Stecklinge gewinnen möchtest. Entscheidend ist, was du schneiden willst: Ein einzelnes Blatt wird am Blattstiel entfernt, während du zum Einkürzen der gesamten Pflanze den eigentlichen Spross schneidest. Soll die Mutterpflanze weiter austreiben, bleibt mindestens ein gesunder Knoten mit Austriebspunkt unterhalb des Schnitts erhalten. Soll das abgeschnittene Stück als Steckling dienen, muss dagegen auch dieses mindestens einen Knoten besitzen. Für einen größeren Rückschnitt ist das Frühjahr besonders günstig. Einzelne abgestorbene oder stark beschädigte Blätter kannst du dagegen bei Bedarf jederzeit entfernen. Gesunde Luftwurzeln müssen für einen normalen Rückschnitt nicht abgeschnitten werden.
Eine gesunde Monstera verträgt einen gezielten Rückschnitt gut. Schneide zum Einkürzen des Haupttriebs oberhalb eines geeigneten Knotens, damit ein darunterliegender Austriebspunkt weiterwachsen kann. Möchtest du das abgeschnittene Stück vermehren, muss dieses seinerseits mindestens einen vollständigen Knoten besitzen.

Inhalt
- Muss man eine Monstera überhaupt schneiden?
- Wann ist der beste Zeitpunkt zum Schneiden?
- Blattstiel, Spross und Knoten unterscheiden
- Wo schneidet man die Monstera ab?
- Monstera zurückschneiden: Schritt für Schritt
- Wo treibt die Monstera nach dem Schneiden wieder aus?
- Wird eine Monstera durch Schneiden buschiger?
- Wie stark kann man eine Monstera zurückschneiden?
- Kann man eine Monstera komplett zurückschneiden?
- Einzelne gelbe oder braune Blätter abschneiden
Muss man eine Monstera überhaupt schneiden?
Nein. Monstera deliciosa ist eine kräftig wachsende Kletterpflanze und benötigt keinen regelmäßigen Erziehungs- oder Pflegeschnitt, um gesund zu bleiben.
Schneiden ist vor allem dann sinnvoll, wenn du ein konkretes Ziel hast:
- die Monstera ist für ihren Standort zu groß geworden,
- ein langer Trieb soll deutlich gekürzt werden,
- die Pflanze wächst stark in eine unerwünschte Richtung,
- einzelne Blätter sind vollständig abgestorben oder stark beschädigt,
- ein gebrochener Trieb muss sauber entfernt werden,
- du möchtest Stecklinge gewinnen,
- ein älterer, kahler Trieb soll verjüngt werden.
Eine gesunde Monstera nur deshalb regelmäßig zurückzuschneiden, weil andere Zimmerpflanzen ebenfalls beschnitten werden, bringt keinen Vorteil.
Vor allem sollte ein Rückschnitt nicht dazu dienen, ein eigentliches Standortproblem zu kaschieren. Wächst eine Monstera beispielsweise lang und schwach in Richtung Fenster, sollte zusätzlich geprüft werden, ob sie genügend Licht bekommt.
Wann ist der beste Zeitpunkt zum Schneiden?
Für einen größeren Rückschnitt ist Frühjahr bis früher Sommer besonders günstig. Mit zunehmendem Licht befindet sich die Monstera dann in einer aktiven Wachstumsphase und kann nach dem Schnitt neue Wurzeln und Triebe besser entwickeln.
Ein kleiner Pflegeschnitt ist weniger zeitkritisch.
Einzelne:
- vollständig gelbe Blätter,
- abgestorbene Blätter,
- gebrochene Blattstiele,
- beschädigte Triebe
kannst du auch zu anderen Jahreszeiten entfernen.
Im dunklen Winter sollte ein umfangreicher Rückschnitt dagegen möglichst nur vorgenommen werden, wenn es einen konkreten Grund gibt. Die Pflanze wächst bei wenig Licht langsamer und benötigt entsprechend länger für den Neuaustrieb.
Eine feste Regel wie „Monstera darf im Winter niemals geschnitten werden“ wäre dennoch zu absolut. Ein faulender oder stark beschädigter Pflanzenteil sollte nicht bis zum Frühjahr an der Pflanze bleiben, nur weil gerade Dezember ist.
Blattstiel, Spross und Knoten unterscheiden
Bevor du schneidest, solltest du drei Pflanzenteile unterscheiden können. Davon hängt ab, wo der richtige Schnitt liegt.
Blattstiel
Der lange Stiel, an dessen Ende das große Monstera-Blatt sitzt, ist der Blattstiel.
Wenn du nur ein einzelnes Blatt entfernen möchtest, wird dieser Blattstiel nahe am Hauptspross abgeschnitten.
Spross
Der dickere, meist waagerecht oder aufsteigend wachsende Pflanzenteil, an dem Blattstiele und Luftwurzeln entspringen, ist der eigentliche Spross.
Wenn die gesamte Monstera kürzer werden soll, musst du diesen Spross schneiden.
Knoten
Der Knoten, auch Nodium genannt, befindet sich am Spross. Dort sitzen beziehungsweise entstehen typischerweise:
- ein Blattstiel,
- eine Luftwurzel oder deren Ansatz,
- ein schlafender Austriebspunkt.
Zwischen zwei Knoten liegt ein Sprossabschnitt, das sogenannte Internodium.
Diese Unterscheidung ist beim Schneiden entscheidend.
Ein Blatt abschneiden: am Blattstiel.
Monstera verkürzen: am Hauptspross.
Steckling gewinnen: Sprossstück mit mindestens einem Knoten erhalten.
Wo schneidet man die Monstera ab?
Die richtige Stelle hängt vom Ziel ab.
| Ziel | Wo schneiden? |
|---|---|
| einzelnes altes Blatt entfernen | Blattstiel nahe am Hauptspross |
| Pflanze verkürzen | Hauptspross oberhalb eines gesunden Knotens der Mutterpflanze |
| Kopfsteckling gewinnen | so schneiden, dass der abgetrennte Teil mindestens einen vollständigen Knoten besitzt |
| beschädigten Trieb entfernen | bis in gesundes, festes Gewebe zurückschneiden |
| abgestorbenes Blatt entfernen | vollständigen Blattstiel sauber entfernen |
| Luftwurzel stört | möglichst umleiten statt zusammen mit dem Trieb wahllos abzuschneiden |
Besonders wichtig ist der Unterschied zwischen Rückschnitt und Stecklingsschnitt.
Schnitt an der Mutterpflanze
Soll die zurückbleibende Monstera weiterwachsen, wählst du einen geeigneten Knoten, der an der Mutterpflanze verbleibt.
Schneide den Spross etwas oberhalb dieses Knotens ab, ohne Knoten und Austriebspunkt zu verletzen.
Aus einem darunterliegenden schlafenden Austriebspunkt kann anschließend der neue Trieb entstehen.
Schnitt für einen Steckling
Soll das entfernte Triebstück bewurzelt werden, muss wiederum auf diesem Teil mindestens ein geeigneter Knoten vorhanden sein.
Für die Vermehrung wird deshalb so geschnitten, dass der Knoten am Steckling bleibt.
➡️ Monstera richtig vermehren und Stecklinge bewurzeln

Monstera zurückschneiden: Schritt für Schritt
Bei einer großen Monstera solltest du nicht spontan irgendwo einen störenden Trieb durchtrennen. Schau dir zuerst den gesamten Aufbau an.
1. Entscheide, wie die Pflanze danach aussehen soll
Bevor die Schere angesetzt wird, prüfe:
- Welche Triebe sollen erhalten bleiben?
- Wo befinden sich gesunde Knoten?
- Wo sitzt die bisherige Triebspitze?
- Welche Luftwurzeln gehören zu welchem Sprossabschnitt?
- Soll das abgeschnittene Stück vermehrt werden?
- Muss anschließend eine Rankhilfe neu ausgerichtet werden?
Bei großen Monsteras lohnt es sich, den gewünschten Schnittpunkt zunächst mit dem Finger zu markieren und den Verlauf des Sprosses noch einmal zu kontrollieren.
2. Sauberes, scharfes Werkzeug verwenden
Dünnere Triebe lassen sich mit einer stabilen scharfen Schere schneiden. Für sehr kräftige Sprosse kann ein scharfes Messer oder eine geeignete Gartenschere praktischer sein.
Das Werkzeug sollte sauber sein und einen glatten Schnitt ermöglichen.
Quetsche den fleischigen Spross nicht mit einer stumpfen Schere.
3. Handschuhe tragen
Monstera enthält Calciumoxalat-Kristalle. Der austretende Pflanzensaft kann Haut und besonders Augen und Schleimhäute reizen.
Trage beim Schneiden möglichst Handschuhe und wasche danach Hände und Werkzeug.
4. Passenden Knoten auswählen
Entscheide, welcher Knoten an der Mutterpflanze künftig den oberen Bereich des verbleibenden Triebs bildet.
Dieser sollte:
- gesund,
- fest,
- unbeschädigt
sein.
Schneide den Spross oberhalb dieses Bereichs ab.
5. Schnitt sauber ausführen
Ein sauberer Schnitt belastet das umliegende Gewebe weniger als wiederholtes Quetschen oder Sägen mit ungeeignetem Werkzeug.
Vermeide es, den gewählten Knoten selbst zu verletzen.
6. Abgeschnittenen Trieb prüfen
Bevor der Abschnitt entsorgt wird, kontrolliere, ob daraus ein Steckling gewonnen werden kann.
Befinden sich ein gesunder Knoten und ein geeigneter Austriebspunkt daran, kann das Triebstück häufig zur Vermehrung verwendet werden.
Wo treibt die Monstera nach dem Schneiden wieder aus?
Monstera bildet an ihren Sprossknoten schlafende Austriebspunkte. Wird die aktive Triebspitze entfernt, kann ein darunterliegender Austriebspunkt aktiviert werden und den weiteren Spross bilden.
Der neue Trieb entsteht also nicht aus der glatten Schnittfläche selbst.
Deshalb ist es so wichtig, beim Rückschnitt geeignete Knoten am verbleibenden Spross zu erhalten.
Nach dem Schnitt passiert häufig zunächst scheinbar wenig. Die Pflanze muss einen neuen Wachstumspunkt aktivieren und weiterentwickeln.
Je nach:
- Jahreszeit,
- Licht,
- Temperatur,
- Wurzelzustand,
- Größe der Pflanze
kann der sichtbare Neuaustrieb unterschiedlich lange dauern.
Schneide deshalb nicht nach kurzer Zeit erneut, nur weil nach wenigen Tagen noch kein neues Blatt erscheint.
Wird eine Monstera durch Schneiden buschiger?
Nur bedingt.
Eine Monstera ist natürlicherweise eine Kletterpflanze und keine kompakt verzweigte Buschpflanze. Wird die Triebspitze entfernt, kann ein darunterliegender Austriebspunkt übernehmen. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass aus einem einzelnen Spross plötzlich viele gleich starke Seitentriebe entstehen.
Ein sehr dichtes Erscheinungsbild entsteht bei Zimmer-Monsteras häufig dadurch, dass:
- mehrere Triebe im selben Topf wachsen,
- bewurzelte Stecklinge zusammengepflanzt wurden,
- Triebe an einer Rankhilfe geordnet werden.
Ein Rückschnitt kann die Wuchsrichtung verändern und neuen Austrieb auslösen. Er verwandelt die natürliche Kletterpflanze aber nicht zuverlässig in einen stark verzweigten Strauch.
Wenn deine Monstera lediglich auseinanderfällt oder quer durch den Raum wächst, ist deshalb möglicherweise eine stabilere Rankhilfe sinnvoller als ein immer stärkerer Rückschnitt.
➡️ Rankhilfe für Monstera richtig auswählen
Wie stark kann man eine Monstera zurückschneiden?
Eine gesunde, gut bewurzelte Monstera kann auch deutliche Rückschnitte verkraften. Trotzdem ist „sie verträgt Schnitt“ nicht dasselbe wie „je radikaler, desto besser“.
Je mehr Blattmasse du entfernst, desto weniger Photosynthesefläche bleibt zunächst übrig.
Bei einer normalen Größenkorrektur ist es deshalb sinnvoller, gezielt einen oder wenige Triebe zu kürzen, statt wahllos fast alle Blätter zu entfernen.
Vor einem starken Rückschnitt sollte die Pflanze:
- gesund bewurzelt sein,
- nicht unter Staunässe leiden,
- keinen starken Schädlingsbefall haben,
- ausreichend Licht erhalten,
- möglichst in einer aktiven Wachstumsphase stehen.
Eine bereits geschwächte Pflanze sollte nicht gleichzeitig stark zurückgeschnitten, umgetopft, vollständig neu ausgerichtet und anderweitig belastet werden, wenn diese Maßnahmen nicht notwendig sind.
Kann man eine Monstera komplett zurückschneiden?
Eine etablierte Monstera kann grundsätzlich auch aus älteren Sprossabschnitten wieder austreiben, sofern lebensfähige Knoten und gesunde Wurzeln erhalten bleiben.
Trotzdem solltest du eine Pflanze nicht ohne Grund bodennah abschneiden.
Ein sehr starker Rückschnitt kann sinnvoll sein, wenn:
- ein überlanger kahler Spross erneuert werden soll,
- die Pflanze für den Raum dauerhaft viel zu groß geworden ist,
- ein langer beschädigter Trieb nicht sinnvoll erhalten werden kann,
- gleichzeitig aus dem oberen Bereich neue Pflanzen gezogen werden sollen.
Kontrolliere vorher genau, welche Knoten am unteren Spross verbleiben.
Ein nackter Stummel ohne geeigneten Austriebspunkt bietet wesentlich schlechtere Voraussetzungen als ein bewusst gewählter Schnitt über einem gesunden Knoten.
Einzelne gelbe oder braune Blätter abschneiden
Bei einzelnen beschädigten Blättern muss nicht der Hauptspross gekürzt werden.
Gelbes Blatt entfernen
Ist ein Blatt vollständig gelb und stirbt sichtbar ab, kannst du den Blattstiel nahe am Spross sauber abschneiden.
Ist ein Blatt erst teilweise gelb, muss es nicht sofort entfernt werden. Noch vorhandene grüne Blattfläche kann weiterhin Photosynthese betreiben.
Vor allem solltest du klären, warum mehrere Blätter gleichzeitig gelb werden.
➡️ Gelbe Blätter an der Monstera richtig einordnen
Braune Stellen abschneiden
Ein kleiner trockener brauner Fleck macht es nicht notwendig, das komplette Blatt zu entfernen.
Wenn du ausschließlich den braunen Blattrand aus optischen Gründen zurückschneidest, bleibt trotzdem eine Schnittkante sichtbar. Außerdem löst der Schnitt die Ursache des Schadens nicht.
Bei großen oder sich ausbreitenden Flecken solltest du zunächst klären, ob Standort, Wurzeln, Schädlinge oder eine Blattkrankheit beteiligt sind.
➡️ Braune Flecken an der Monstera unterscheiden
Was tun mit Luftwurzeln beim Schneiden?
Luftwurzeln gehören zum natürlichen Kletterwuchs einer Monstera. Sie helfen der Pflanze, Halt zu finden, und können bei Kontakt mit geeignetem feuchtem Material ebenfalls Wurzelfunktionen übernehmen.
Deshalb solltest du gesunde Luftwurzeln nicht automatisch zusammen mit jedem Formschnitt entfernen.
Besser ist häufig:
- zur Rankhilfe führen,
- vorsichtig zum Substrat leiten,
- ungestört weiterwachsen lassen.
Ist eine Luftwurzel vollständig vertrocknet, abgestorben oder beschädigt, kann sie sauber entfernt werden.
Eine einzelne gesunde Luftwurzel zu kürzen, weil sie an einer ungünstigen Stelle durch den Raum wächst, führt normalerweise nicht zum Verlust der gesamten Pflanze. Das systematische Abschneiden aller Luftwurzeln ist jedoch unnötig und nimmt der Monstera natürliche Haltepunkte.
Besonders Luftwurzeln, die bereits an einer Rankhilfe festgewachsen sind, solltest du dort belassen.
Eine zu große Monstera schneiden oder lieber anders führen?
Nicht jede große Monstera muss kleiner geschnitten werden.
Bevor du einen kräftigen Haupttrieb kappst, prüfe, warum die Pflanze so viel Platz einnimmt.
Der Trieb wächst seitlich
Das kann passieren, wenn der Monstera keine passende Kletterstruktur angeboten wird.
Eine stabile Rankhilfe kann den Trieb vertikaler führen und den tatsächlichen Platzbedarf deutlich verändern.
Die Pflanze lehnt sich stark zum Fenster
Dann sollte auch die Lichtverteilung geprüft werden.
Ein Rückschnitt beseitigt nicht die Ursache, wenn die Pflanze anschließend erneut stark in dieselbe Richtung wächst.
Der Topf kippt
Dann kann neben einer Rankhilfe ein Umtopfen in ein standfesteres Gefäß sinnvoll sein.
Die Pflanze erreicht tatsächlich die Zimmerdecke
Dann ist ein gezielter Rückschnitt des Hauptsprosses sinnvoll.
Nutze die Gelegenheit und prüfe, ob der entfernte obere Abschnitt als Kopfsteckling geeignet ist.
Monstera schneiden und gleichzeitig vermehren
Ein Rückschnitt einer großen Monstera liefert oft hervorragendes Vermehrungsmaterial.
Besonders geeignet ist eine abgeschnittene Triebspitze mit:
- mindestens einem vollständigen Knoten,
- einem Austriebspunkt,
- einem gesunden Blatt,
- möglichst einer vorhandenen Luftwurzel.
Der entscheidende Punkt bleibt aber der Knoten.
Eine abgeschnittene Blattspreite mit langem Blattstiel ist noch kein vollständiger Steckling. Ohne Sprossknoten kann daraus keine neue weiterwachsende Monstera entstehen.
Du kannst einen langen entfernten Spross unter Umständen sogar in mehrere Stammstecklinge aufteilen, wenn jedes dafür vorgesehene Teilstück mindestens einen gesunden Knoten mit Austriebspotenzial enthält.
➡️ Monstera-Ableger richtig schneiden und bewurzeln
Was braucht die Monstera nach dem Rückschnitt?
Nach einem normalen Schnitt benötigt eine gesunde Monstera keine besondere Spezialbehandlung.
Wichtig sind stabile gute Wachstumsbedingungen.
Nicht automatisch mehr gießen
Nach einem starken Rückschnitt besitzt die Pflanze weniger Blattfläche. Dadurch kann sich auch ihr Wasserverbrauch verändern.
Gieße deshalb nicht nach dem alten Kalender weiter, sondern kontrolliere die tatsächliche Feuchtigkeit des Substrats.
Nicht mit Dünger „zum Austreiben zwingen“
Mehr Dünger erzeugt nicht automatisch schneller neue Triebe.
Eine normal versorgte Monstera benötigt nach dem Schnitt vor allem:
- ausreichend Licht,
- gesunde Wurzeln,
- passende Temperaturen,
- eine bedarfsgerechte Wasserversorgung.
Standort nicht gleichzeitig drastisch verändern
Wenn kein besonderer Grund besteht, sollte die frisch geschnittene Pflanze zunächst an einem geeigneten vertrauten Standort bleiben.
Ein starker Rückschnitt und gleichzeitig ein Wechsel von einem mäßig hellen Platz in intensive direkte Sonne sind unnötige Mehrfachbelastungen.
Schnittwunde versiegeln oder behandeln?
Eine saubere Schnittfläche einer gesunden Monstera muss normalerweise nicht mit Wachs, Zimt, Kohlepulver oder anderen Hausmitteln bestrichen werden.
Wichtiger sind:
- sauberes Werkzeug,
- ein glatter Schnitt,
- keine dauerhaft feuchte Schnittstelle,
- normale gute Wachstumsbedingungen.
Lass die Schnittfläche einfach abtrocknen.
Bei ungewöhnlich weichem, dunkel verfärbtem oder faulendem Gewebe liegt dagegen kein normales Schnittproblem vor. Dann muss geprüft werden, ob der Spross bereits geschädigt ist.
Die häufigsten Fehler beim Schneiden einer Monstera
Blattstiel und Hauptspross verwechseln
Wer nur ein Blatt abschneidet, verkürzt damit nicht den eigentlichen Trieb.
Besser: Vorher Spross, Blattstiel und Knoten eindeutig identifizieren.
Den Knoten beschädigen
Der entscheidende Austriebsbereich sollte an der verbleibenden Pflanze erhalten bleiben.
Besser: mit etwas Abstand oberhalb eines geeigneten Knotens schneiden.
Für einen Steckling den Knoten wegschneiden
Ein Blatt ohne Sprossknoten ergibt keine vollständige neue Monstera.
Besser: vor dem Schnitt festlegen, welcher Knoten zum Steckling gehören soll.
Eine schiefe Pflanze immer weiter kürzen
Wenn die Monstera lediglich nach einer Klettermöglichkeit sucht, wächst sie nach dem Rückschnitt möglicherweise erneut ungünstig.
Besser: Wuchsführung und Rankhilfe ebenfalls prüfen.
Alle Luftwurzeln entfernen
Luftwurzeln sind kein überflüssiger Wildwuchs, sondern Teil der natürlichen Kletterstrategie.
Besser: gesunde Luftwurzeln möglichst erhalten und sinnvoll führen.
Nach dem Schneiden häufiger gießen
Ein kräftiger Rückschnitt bedeutet nicht automatisch höheren Wasserbedarf.
Besser: Substrat kontrollieren und nach Bedarf gießen.
Gleichzeitig alles verändern
Starker Rückschnitt, Umtopfen, Wurzelschnitt, Standortwechsel und intensive Düngung auf einmal erschweren sowohl der Pflanze als auch dir die Beurteilung der weiteren Entwicklung.
Besser: nur notwendige Maßnahmen kombinieren.
Woran du erkennst, dass die Monstera den Schnitt gut vertragen hat
Direkt nach dem Schneiden passiert oberirdisch möglicherweise zunächst wenig.
Günstige Zeichen sind:
- der verbleibende Spross bleibt fest,
- die Schnittstelle trocknet sauber ab,
- keine ungewöhnliche dunkle oder weiche Fäulnis breitet sich aus,
- die übrigen Blätter bleiben stabil,
- ein Austriebspunkt unterhalb des Schnitts beginnt anzuschwellen,
- später erscheint ein neuer Trieb.
Der neue Austrieb muss nicht exakt dort erscheinen, wo du ihn optisch am liebsten hättest. Die Pflanze nutzt einen geeigneten vorhandenen Wachstumspunkt.
Warte deshalb ab, bevor du weitere Schnitte setzt.
➡️ Monstera-Pflege im Überblick
Häufige Fragen zum Schneiden der Monstera
Kann man eine Monstera einfach abschneiden?
Ja. Eine gesunde Monstera verträgt einen gezielten Rückschnitt in der Regel gut. Wichtig ist, beim Kürzen des Hauptsprosses einen gesunden Knoten mit Austriebspunkt an der Mutterpflanze zu erhalten.
Wo schneidet man eine Monstera, wenn sie zu groß ist?
Schneide den Hauptspross oberhalb eines geeigneten Knotens, der an der verbleibenden Pflanze erhalten bleibt. Aus einem dort vorhandenen beziehungsweise darunterliegenden Austriebspunkt kann die Monstera anschließend weiterwachsen.
Wann sollte man eine Monstera schneiden?
Für einen größeren Rückschnitt eignet sich das Frühjahr bis zum Beginn der kräftigen Wachstumsphase besonders gut. Einzelne abgestorbene oder stark beschädigte Blätter können bei Bedarf auch zu anderen Jahreszeiten entfernt werden.
Kann ich eine Monstera komplett zurückschneiden?
Ein starker Rückschnitt ist möglich, wenn gesunde Wurzeln und lebensfähige Sprossknoten mit Austriebspunkten erhalten bleiben. Ohne konkreten Grund sollte eine gesunde Pflanze jedoch nicht unnötig radikal entlaubt werden.
Wie weit kann man eine Monstera zurückschneiden?
Das hängt vom Aufbau der Pflanze ab. Wichtiger als eine feste Zentimeter- oder Prozentangabe ist, ausreichend gesunden Spross mit funktionsfähigen Knoten und möglichst genügend Blattfläche zu erhalten.
Wo treibt die Monstera nach dem Rückschnitt wieder aus?
Der neue Trieb entsteht an einem Austriebspunkt eines erhaltenen Sprossknotens und nicht aus der glatten Schnittfläche selbst. Deshalb muss beim Rückschnitt die Position der Knoten berücksichtigt werden.
Wird eine Monstera durch Zurückschneiden buschiger?
Ein Rückschnitt kann einen neuen Austrieb aus einem anderen Knoten anregen, macht die Monstera aber nicht automatisch stark verzweigt. Ein besonders voller Topf besteht häufig aus mehreren Trieben beziehungsweise zusammengepflanzten Pflanzen.
Soll man gelbe Monstera-Blätter abschneiden?
Ein vollständig gelbes und absterbendes Blatt kann mitsamt Blattstiel entfernt werden. Bei mehreren gelben Blättern sollte zusätzlich die Ursache geklärt werden, denn das Abschneiden behebt beispielsweise ein Wasser- oder Wurzelproblem nicht.
Darf man braune Stellen an Monstera-Blättern abschneiden?
Trockene braune Ränder können aus optischen Gründen gekürzt werden, müssen aber nicht entfernt werden. Bei größeren oder zunehmenden braunen Flecken ist die Ursachenklärung wichtiger als der kosmetische Schnitt.
Darf man die Luftwurzeln einer Monstera abschneiden?
Gesunde Luftwurzeln sollten möglichst erhalten und zur Rankhilfe oder zum Substrat geführt werden. Einzelne störende oder abgestorbene Luftwurzeln können zwar gekürzt beziehungsweise entfernt werden, das wahllose Abschneiden aller Luftwurzeln ist jedoch nicht sinnvoll.
Kann ich den abgeschnittenen Monstera-Trieb als Ableger verwenden?
Ja, sofern das Triebstück mindestens einen gesunden Sprossknoten mit Austriebspotenzial besitzt. Ein einzelnes abgeschnittenes Blatt mit Blattstiel reicht dafür nicht aus.

