Monstera gießen: Wie oft und wie viel Wasser braucht sie?

Eine Monstera solltest du nicht nach einem festen Wochenplan gießen. Entscheidend ist, wie feucht das Substrat im Wurzelbereich tatsächlich noch ist. Lass die obere Erdschicht zwischen den Wassergaben merklich antrocknen und gieße anschließend gründlich, sodass der gesamte Wurzelballen Wasser bekommt und überschüssiges Wasser unten ablaufen kann. Im hellen, warmen Sommerstandort kann das deutlich häufiger nötig sein als im Winter. Große Töpfe, wenig Licht, niedrige Temperaturen und ein wasserhaltendes Substrat verlängern die Trockenphase zusätzlich. Gerade bei der Monstera ist deshalb „jeden Sonntag gießen“ keine zuverlässige Regel. Kontrolliere vor jeder Wassergabe die Erde und lerne zusätzlich das Gewicht des Topfes kennen. So lässt sich sowohl Austrocknung als auch die wesentlich problematischere dauerhafte Vernässung vermeiden.

Gieße deine Monstera erst wieder, wenn die oberen Zentimeter des Substrats abgetrocknet sind, während der Wurzelballen darunter noch etwas Restfeuchtigkeit haben darf. Dann wird einmal gründlich gegossen und überschüssiges Wasser entfernt. Wie viele Tage bis zur nächsten Wassergabe vergehen, hängt von Licht, Jahreszeit, Topf, Substrat und Pflanzengröße ab.

Monstera beim Gießen mit Feuchtigkeitsprüfung der Erde, gründlichem Wässern, Ablauf von überschüssigem Wasser und Hinweis, Staunässe zu vermeiden.
Monstera gießen: Wie oft und wie viel Wasser braucht sie?
Inhalt
  1. So gießt du eine Monstera richtig
  2. Wie oft muss man eine Monstera gießen?
  3. Wie trocken darf die Monstera vor dem Gießen werden?
  4. Wie viel Wasser braucht eine Monstera?
  5. Wasser im Übertopf unbedingt kontrollieren
  6. Zu viel oder zu wenig Wasser? So erkennst du den Unterschied
  7. Monstera zu viel gegossen: Was jetzt?
  8. Monstera zu wenig gegossen: richtig reagieren
  9. Monstera im Sommer gießen
  10. Monstera im Winter gießen
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So gießt du eine Monstera richtig

Für die typische als Zimmerpflanze gehaltene Monstera deliciosa funktioniert eine einfache Grundmethode besser als jede Kalenderregel:

  1. Prüfe vor dem Gießen die Feuchtigkeit der Erde.
  2. Fühlt sich die obere Schicht noch deutlich feucht an, warte.
  3. Ist sie einige Zentimeter tief abgetrocknet, gieße den Wurzelballen gründlich.
  4. Gib das Wasser langsam über die Erde, damit es gleichmäßig einsickern kann.
  5. Gieße so lange, bis unten etwas Wasser aus den Abzugslöchern läuft.
  6. Lass den Topf vollständig abtropfen.
  7. Entferne Wasser, das sich im Übertopf oder Untersetzer gesammelt hat.
  8. Prüfe erst vor der nächsten Wassergabe erneut die Erde.

Damit entsteht ein Wechsel zwischen guter Durchfeuchtung und einer anschließenden Antrocknungsphase.

Was die Monstera dagegen schlecht verträgt, ist ein dauerhaft wassergesättigter Wurzelraum.

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Wie oft muss man eine Monstera gießen?

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Darauf gibt es keine seriöse Antwort wie „einmal pro Woche“.

Zwei gleich große Monsteras können zur selben Jahreszeit völlig unterschiedliche Gießabstände benötigen.

Eine Monstera trocknet schneller, wenn sie:

  • viel Licht bekommt,
  • warm steht,
  • große aktive Blätter besitzt,
  • kräftig wächst,
  • in einem kleineren Topf steht,
  • in einem luftigen und durchlässigen Substrat wächst.

Die Erde trocknet langsamer, wenn:

  • wenig Licht vorhanden ist,
  • es kühler ist,
  • Winter ist,
  • der Topf im Verhältnis zum Wurzelballen sehr groß ist,
  • das Substrat viel Wasser speichert,
  • der Topf kaum Wasser verdunsten lässt.

Deshalb ist ein fester Rhythmus höchstens eine Erinnerung zum Kontrollieren, nicht automatisch zum Gießen.

Der bessere Gießplan

Statt „jeden Samstag Wasser geben“ lautet die Regel:

Regelmäßig prüfen – nur bei Bedarf gießen.

Gerade im Winter kann zwischen zwei Wassergaben wesentlich mehr Zeit liegen als während einer warmen, hellen Wachstumsphase.


Wie trocken darf die Monstera vor dem Gießen werden?

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Die Monstera sollte nicht permanent nass stehen, muss aber auch nicht vollständig bis in den gesamten Wurzelballen austrocknen.

Als praktische Orientierung kannst du die oberen etwa 3 bis 5 Zentimeter des Substrats prüfen. Bei sehr kleinen Töpfen entsprechend weniger, bei großen Gefäßen solltest du zusätzlich tiefer beurteilen, wie feucht die Erde noch ist.

Der entscheidende Punkt: Eine trockene Oberfläche allein bedeutet noch nicht, dass die gesamte Pflanze Wasser braucht.

In einem großen Topf kann die oberste Schicht bereits trocken aussehen, während weiter unten noch reichlich Feuchtigkeit vorhanden ist.

Mit dem Finger prüfen

Stecke einen Finger einige Zentimeter in das Substrat.

  • deutlich feucht und kühl: noch warten
  • nur leicht feucht: bald erneut kontrollieren
  • oben trocken und darunter nur noch geringe Restfeuchte: günstiger Zeitpunkt zum Gießen
  • weitgehend trocken und Topf auffallend leicht: jetzt gründlich gießen

Bei großen Pflanzen reicht der Fingertest allein manchmal nicht weit genug. Dann hilft zusätzlich das Topfgewicht.

Das Topfgewicht nutzen

Hebe den Kulturtopf nach dem gründlichen Gießen einmal vorsichtig an und merke dir sein Gewicht.

Wiederhole das einige Tage später.

Ein deutlich leichter gewordener Topf ist ein guter zusätzlicher Hinweis darauf, dass Wasser verbraucht beziehungsweise verdunstet ist.

Mit etwas Übung lässt sich der Unterschied zwischen einem nassen und einem weitgehend abgetrockneten Wurzelballen erstaunlich gut erkennen.


Wie viel Wasser braucht eine Monstera?

Eine feste Angabe wie 300, 500 oder 1.000 Milliliter wäre wenig hilfreich.

Die richtige Wassermenge hängt unter anderem ab von:

  • Topfgröße,
  • Wurzelmasse,
  • Substrat,
  • Pflanzenhöhe,
  • Jahreszeit,
  • Temperatur,
  • Lichtmenge.

Besser ist deshalb die Methode gründlich gießen statt exakt abmessen.

Gib langsam Wasser auf die gesamte Substratoberfläche, bis der Wurzelballen gut durchfeuchtet ist und unten überschüssiges Wasser austritt.

Danach muss dieses Wasser ablaufen können.

Warum kleine tägliche Wassermengen problematisch sein können

Wenn immer nur ein kleiner Schluck auf dieselbe Stelle gegeben wird, kann der obere Bereich feucht sein, während tiefere Wurzeln kaum Wasser erhalten.

Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass man sehr häufig gießt, weil die tatsächlich durchfeuchtete Zone schwer einzuschätzen ist.

Besser:

gründlich wässern – ablaufen lassen – anschließend wieder antrocknen lassen.


Wasser im Übertopf unbedingt kontrollieren

Viele Monsteras stehen in einem Kunststoff-Kulturtopf mit Löchern und zusätzlich in einem geschlossenen dekorativen Übertopf.

Das funktioniert gut, solange überschüssiges Gießwasser nicht dauerhaft darin stehen bleibt.

Nimm den Kulturtopf zum Gießen bei Bedarf aus dem Übertopf oder kontrolliere anschließend, ob sich unten Wasser gesammelt hat.

Stehen die unteren Wurzeln über längere Zeit im Wasser, entsteht Staunässe.

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Topf ohne Abzugsloch

Eine Monstera direkt in einem geschlossenen Gefäß ohne Abfluss zu kultivieren, macht die Bewässerung unnötig schwierig.

Überschüssiges Wasser kann nicht entweichen und bleibt im Wurzelraum.

Sicherer ist ein Pflanzgefäß mit Abzugslöchern, das bei Bedarf in einen dekorativen Übertopf gestellt wird.


Zu viel oder zu wenig Wasser? So erkennst du den Unterschied

Welke Blätter bedeuten nicht automatisch Wassermangel.

Auch eine Monstera mit geschädigten, dauerhaft nassen Wurzeln kann schlaff aussehen. Deshalb solltest du vor dem Gießen immer die Erde kontrollieren.

BeobachtungEher zu trockenEher zu nass
Erdedeutlich trockenlange feucht oder nass
Topfgewichtauffallend leichtlänger schwer
Blätterkönnen hängenkönnen ebenfalls hängen
Blattveränderungtrockene Ränder möglichVergilbung häufig möglich
Wurzelnbei starker Trockenheit trockenbei Fäulnis weich, dunkel, matschig
Übertopftrockenmöglicherweise stehendes Wasser
Reaktiongründliches Gießenzunächst nicht weiter gießen

Die Tabelle ist eine Orientierung. Ein einzelnes Blattmerkmal reicht nicht zur Diagnose.

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Monstera zu viel gegossen: Was jetzt?

Ist die Erde noch deutlich nass, obwohl die letzte Wassergabe schon länger zurückliegt, solltest du zunächst nicht erneut gießen.

Prüfe anschließend:

  • Kann Wasser unten ablaufen?
  • Steht Wasser im Übertopf?
  • Ist der Topf im Verhältnis zum Wurzelballen sehr groß?
  • Ist das Substrat stark verdichtet?
  • Steht die Monstera sehr dunkel?
  • Riecht die Erde ungewöhnlich muffig?
  • Werden mehrere Blätter gelb?
  • Hängt die Pflanze trotz feuchter Erde?

Bleibt das Substrat lediglich etwas länger feucht, können eine längere Gießpause und bessere Bedingungen bereits genügen.

Zeigt die Pflanze dagegen deutliche Probleme und bleibt der Wurzelraum dauerhaft nass, kontrolliere die Wurzeln.

Wurzelfäule erkennen

Gesunde Wurzeln sind fest. Die Farbe kann je nach Alter und anhaftendem Substrat unterschiedlich sein.

Verdächtig sind dagegen Wurzeln, die:

  • weich oder matschig sind,
  • dunkel verfärbt und zerfallend wirken,
  • sich leicht ablösen,
  • unangenehm riechen.

Dann reicht es nicht, einfach einige Tage weniger zu gießen.

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Monstera zu wenig gegossen: richtig reagieren

Ist der Wurzelballen stark ausgetrocknet, fühlt sich der Topf sehr leicht an und hängen die Blätter, sollte die Pflanze gründlich gewässert werden.

Gieße langsam.

Sehr trockenes Substrat kann Wasser zunächst schlecht aufnehmen. Läuft das Wasser sofort am Topfrand vorbei und unten wieder heraus, bedeutet das deshalb nicht unbedingt, dass der Wurzelballen bereits ausreichend nass ist.

Gib das Wasser portionsweise und lasse ihm zwischendurch Zeit einzuziehen.

Bei stark ausgetrocknetem Substrat kann der Kulturtopf auch kurz von unten Wasser aufnehmen. Anschließend muss überschüssiges Wasser vollständig ablaufen.

Danach solltest du nicht direkt am nächsten Tag erneut gießen, sondern wieder nach dem Zustand des Substrats entscheiden.


Monstera im Sommer gießen

Im Frühjahr und Sommer wächst eine hell stehende Monstera häufig kräftig. Größere Blätter verdunsten Wasser, die Temperaturen sind höher und der Wurzelballen kann entsprechend schneller trocknen.

Kontrolliere die Erde deshalb häufiger.

Das bedeutet aber nicht automatisch, dass jede Monstera im Sommer nach wenigen Tagen Wasser braucht.

Eine große Pflanze in einem kleinen durchwurzelten Topf kann schnell austrocknen. Eine jüngere Pflanze in einem großen, stark wasserhaltenden Substrat kann dagegen erheblich länger feucht bleiben.

Die Pflanze entscheidet – nicht der Kalender.


Monstera im Winter gießen

Im Winter ist Überwässerung besonders leicht möglich.

Weniger Tageslicht bedeutet häufig langsameres Wachstum und einen geringeren Wasserverbrauch. Zusätzlich verdunstet bei niedrigeren Temperaturen weniger Wasser aus dem Topf.

Deshalb kann ein Gießrhythmus, der im Juli funktioniert hat, im Dezember deutlich zu häufig sein.

Im Winter gilt besonders:

  • Erde vor jeder Wassergabe kontrollieren,
  • längere Trockenphasen zwischen den Wassergaben akzeptieren,
  • kein Wasser im Übertopf stehen lassen,
  • dunkle und zugleich sehr warme Standorte möglichst vermeiden,
  • nicht aus Gewohnheit nach dem Sommerplan weitergießen.

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Licht bestimmt mit, wie viel Wasser die Monstera braucht

Licht und Gießen lassen sich nicht getrennt betrachten.

Eine Monstera an einem hellen Standort betreibt mehr Photosynthese und kann bei passenden Temperaturen stärker wachsen. Dadurch kann ihr Wasserverbrauch steigen.

Steht dieselbe Pflanze deutlich dunkler, trocknet der Wurzelballen meist langsamer.

Genau deshalb führt ein Standortwechsel manchmal zu Gießfehlern: Die Pflanze wird versetzt, der bisherige Gießrhythmus bleibt aber unverändert.

Nach jedem größeren Standortwechsel solltest du deshalb einige Wochen besonders aufmerksam kontrollieren, wie schnell das Substrat tatsächlich trocknet.

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Das Substrat entscheidet über den Gießrhythmus

Nicht nur die Wassermenge ist wichtig. Das Substrat bestimmt wesentlich mit, wie lange Wasser und gleichzeitig Luft im Wurzelraum verfügbar bleiben.

Ein gutes Monstera-Substrat sollte:

  • Feuchtigkeit speichern können,
  • überschüssiges Wasser ableiten,
  • nach dem Gießen noch ausreichend Luft im Wurzelraum zulassen,
  • nicht schnell zu einer dichten, dauerhaft nassen Masse zusammensacken.

Ist das Substrat sehr kompakt, kann die Oberfläche bereits trocken wirken, während der untere Topfbereich lange nass bleibt.

Umgekehrt trocknet ein sehr grobes, luftiges Substrat schneller.

Deshalb solltest du nach einem Wechsel der Erde den bisherigen Gießrhythmus nicht einfach übernehmen.

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Welches Wasser eignet sich für eine Monstera?

Für eine gesunde Monstera ist der richtige Feuchtigkeitszustand des Wurzelballens meist wichtiger als die Frage, ob das Wasser aus einer bestimmten Quelle stammt.

Normales Leitungswasser kann grundsätzlich verwendet werden. Sehr kaltes Wasser direkt aus der Leitung solltest du nicht über einen warmen Wurzelballen gießen; Wasser ungefähr auf Raumtemperatur ist schonender.

Regenwasser kann ebenfalls verwendet werden, sofern es sauber gesammelt wurde.

Bei sehr hartem Leitungswasser können sich mit der Zeit mineralische Ablagerungen auf dem Substrat oder am Topfrand zeigen. Das ist jedoch ein anderes Problem als Über- oder Unterwässerung.

Du musst Leitungswasser außerdem nicht allein deshalb tagelang stehen lassen, um eine Monstera erfolgreich zu kultivieren.


Muss man die Monstera besprühen?

Blätter zu besprühen ersetzt das Gießen des Wurzelballens nicht.

Eine Monstera nimmt den größten Teil ihres benötigten Wassers über die Wurzeln auf.

Regelmäßiges Besprühen wird häufig als notwendige Pflegemaßnahme empfohlen, ist aber keine Voraussetzung dafür, eine Monstera richtig zu bewässern. Die kurzfristige Benetzung der Blätter erhöht die Luftfeuchtigkeit im Raum zudem nicht dauerhaft in demselben Maß wie ein grundsätzlich feuchteres Raumklima.

Dauerhaft nasse Blätter sind auch nicht automatisch vorteilhaft.

Wenn deine Raumluft sehr trocken ist, solltest du Luftfeuchtigkeit als eigenen Standortfaktor betrachten und nicht versuchen, einen trockenen Wurzelballen durch Besprühen der Blätter auszugleichen.

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Soll man die Luftwurzeln der Monstera gießen?

Die kräftigen Luftwurzeln gehören zum natürlichen Wuchs der Monstera. Sie dienen der Pflanze unter natürlichen Bedingungen unter anderem zum Festhalten und können ebenfalls Feuchtigkeit aufnehmen.

Eine eingetopfte Monstera muss aber nicht dadurch bewässert werden, dass ihre Luftwurzeln regelmäßig in Wassergläser gestellt werden.

Der Wurzelballen im Topf bleibt die entscheidende Grundlage der Wasserversorgung.

Wächst die Pflanze an einer tatsächlich feucht gehaltenen, dafür geeigneten Kletterhilfe, können Luftwurzeln dort hineinwachsen. Das ändert jedoch nichts daran, dass die Feuchtigkeit im Pflanztopf separat kontrolliert werden muss.


Nach dem Umtopfen richtig gießen

Nach dem Umtopfen verändert sich häufig auch das Wasserverhalten.

Ein frisches Substrat kann Wasser anders speichern als die alte Erde. Ein größerer Topf enthält außerdem mehr Substrat und trocknet möglicherweise langsamer.

Kontrolliere deshalb nach dem Umtopfen besonders sorgfältig, bevor erneut gegossen wird.

Ein häufiger Fehler ist:

größerer Topf + frische wasserspeichernde Erde + unveränderter alter Gießrhythmus.

Damit kann der neue Wurzelraum wesentlich länger nass bleiben als zuvor.

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Gelbe oder braune Blätter nach falschem Gießen

Wasserprobleme können sich an den Blättern zeigen, aber kein einzelnes Blattmerkmal beweist die Ursache.

Mehrere gelbe Blätter zusammen mit dauerhaft nasser Erde machen Überwässerung beziehungsweise einen gestörten Wurzelbereich wahrscheinlicher.

Trockene braune Blattränder können dagegen unter anderem bei Trockenstress auftreten. Auch andere Ursachen sind möglich.

Deshalb gilt:

Erst Erde und Wurzeln kontrollieren, dann aus der Blattfarbe eine Schlussfolgerung ziehen.

Wenn du nur nach dem Aussehen der Blätter gießt, kannst du bei einer bereits überwässerten Pflanze versehentlich noch mehr Wasser geben.


Die häufigsten Fehler beim Gießen einer Monstera

Nach einem festen Wochentag gießen

Der Wasserverbrauch verändert sich laufend. Ein Kalender kennt weder Licht noch Topfgröße, Temperatur oder Wurzelzustand.

Besser: An festen Tagen kontrollieren, aber nur bei Bedarf gießen.

Jeden Tag nur einen kleinen Schluck geben

Dadurch wird der Wurzelballen möglicherweise ungleichmäßig durchfeuchtet und der tatsächliche Wasserzustand schwerer einzuschätzen.

Besser: Bei Bedarf gründlich gießen und anschließend wieder antrocknen lassen.

Nur die Oberfläche ansehen

Oben trockene Erde kann einen darunter noch nassen Topf verbergen.

Besser: einige Zentimeter tief prüfen und bei großen Töpfen zusätzlich Gewicht und Trocknungsverlauf berücksichtigen.

Wasser im Übertopf lassen

Der Kulturtopf steht dann möglicherweise dauerhaft mit den unteren Wurzeln im Wasser.

Besser: überschüssiges Wasser entfernen.

Hängende Blätter automatisch gießen

Hängende Blätter können sowohl bei Wassermangel als auch bei geschädigten nassen Wurzeln auftreten.

Besser: zuerst das Substrat prüfen.

Im Winter genauso weitermachen wie im Sommer

Der Wasserbedarf sinkt bei weniger Licht häufig deutlich.

Besser: die Abstände automatisch über den tatsächlichen Feuchtigkeitszustand entstehen lassen.


So findest du den richtigen Gießrhythmus für deine Monstera

Ein dauerhaft funktionierender Rhythmus lässt sich mit wenigen Beobachtungen entwickeln.

Nach dem nächsten gründlichen Gießen:

  1. Lass den Topf vollständig abtropfen.
  2. Merke dir, wie sich die frisch gegossene Erde anfühlt.
  3. Prüfe nach einigen Tagen erneut.
  4. Beobachte gleichzeitig das Topfgewicht.
  5. Notiere dir gedanklich, wie lange die obere Schicht zum Antrocknen braucht.
  6. Gieße erst wieder, wenn der passende Trockenpunkt erreicht ist.

Nach einigen Wiederholungen kennst du deine Pflanze wesentlich besser als über eine allgemeine Angabe wie „alle sieben Tage“.

Und wenn sich Jahreszeit, Standort, Topf oder Substrat ändern, beginnst du die Beobachtung erneut.

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Häufige Fragen zum Gießen der Monstera

Wie oft sollte man eine Monstera gießen?
Nicht nach einem festen Zeitplan. Gieße, wenn die oberen Zentimeter des Substrats abgetrocknet sind und der Topf deutlich Feuchtigkeit verloren hat. Je nach Jahreszeit und Standort kann der Abstand stark schwanken.

Wie viel Wasser soll ich meiner Monstera geben?
Eine feste Milliliterzahl ist nicht sinnvoll. Gieße den gesamten Wurzelballen langsam und gründlich, bis überschüssiges Wasser aus den Abzugslöchern austritt, und lass den Topf anschließend vollständig abtropfen.

Wie merke ich, ob meine Monstera Wasser braucht?
Prüfe die Erde einige Zentimeter tief und achte zusätzlich auf das Topfgewicht. Ist nur die Oberfläche trocken, weiter unten aber noch deutliche Feuchtigkeit vorhanden, musst du meist noch nicht gießen.

Ist einmal pro Woche Monstera gießen richtig?
Das kann zeitweise zufällig passen, ist aber keine zuverlässige Regel. Im warmen hellen Sommer kann eine Pflanze schneller Wasser benötigen, während derselbe Topf im dunkleren Winter erheblich länger feucht bleiben kann.

Soll die Erde einer Monstera immer feucht sein?
Nein. Das Substrat darf zwischen den Wassergaben im oberen Bereich merklich antrocknen. Dauerhaft wassergesättigte Erde erhöht das Risiko für Wurzelschäden.

Kann eine Monstera komplett austrocknen?
Eine kurze Antrocknungsphase ist sinnvoll, der gesamte Wurzelballen sollte aber nicht regelmäßig knochentrocken werden. Wiederholte starke Austrocknung belastet die Pflanze ebenso wie dauerhaft nasses Substrat.

Kann man eine Monstera von unten gießen?
Ja, insbesondere stark ausgetrocknetes Substrat kann vorübergehend von unten Wasser aufnehmen. Danach muss überschüssiges Wasser vollständig ablaufen. Die Methode ändert nichts daran, dass zwischen den Wassergaben eine Antrocknungsphase nötig ist.

Braucht die Monstera im Winter weniger Wasser?
Meist ja. Bei weniger Licht und langsamerem Wachstum wird häufig weniger Wasser verbraucht und die Erde trocknet langsamer. Entscheidend bleibt jedoch die tatsächliche Substratfeuchtigkeit.

Soll ich die Monstera mit Regenwasser gießen?
Sauberes Regenwasser kann verwendet werden, ist aber keine Voraussetzung für eine gesunde Monstera. Auch geeignetes Leitungswasser funktioniert in der Regel. Wichtiger sind richtige Wassermenge, Abfluss und Gießzeitpunkt.

Muss ich die Blätter der Monstera mit Wasser besprühen?
Nein. Besprühen ersetzt weder richtiges Gießen noch eine passende Luftfeuchtigkeit. Der Wurzelballen bleibt für die Wasserversorgung entscheidend.