Monstera gießen: Wie oft und wie viel Wasser braucht sie?

Eine Monstera solltest du nicht nach einem festen Wochenplan gießen. Entscheidend ist, wie feucht die Erde im Wurzelbereich tatsächlich noch ist. Lass die oberen Zentimeter des Substrats zwischen den Wassergaben antrocknen und gieße anschließend gründlich. Überschüssiges Wasser muss ablaufen können, damit die Wurzeln nicht dauerhaft nass stehen.

Im hellen, warmen Sommer kann eine Monstera deutlich häufiger Wasser benötigen als im Winter. Auch Topfgröße, Substrat und Pflanzenwachstum beeinflussen den Wasserverbrauch. Besonders häufig entstehen Probleme, weil eine Monstera gegossen wird, obwohl der Wurzelballen noch ausreichend feucht ist.

Mit der Fingerprobe, einer Kontrolle des Topfgewichts und einem Blick auf die Blätter kannst du den richtigen Gießzeitpunkt wesentlich zuverlässiger bestimmen als mit einer pauschalen Angabe wie „einmal pro Woche“.

Kurz gesagt: Gieße deine Monstera, wenn die oberen etwa 3–5 cm der Erde abgetrocknet sind und der Wurzelballen darunter nicht mehr stark durchnässt ist. Gib langsam so viel Wasser, dass der Ballen gleichmäßig durchfeuchtet wird und überschüssiges Wasser unten ablaufen kann. Wie oft das nötig ist, hängt von Standort, Jahreszeit und Topf ab. Dauerhafte Staunässe solltest du ebenso vermeiden wie regelmäßiges vollständiges Austrocknen.

Monstera beim Gießen mit Feuchtigkeitsprüfung der Erde, gründlichem Wässern, Ablauf von überschüssigem Wasser und Hinweis, Staunässe zu vermeiden.
Monstera gießen: Wie oft und wie viel Wasser braucht sie?
Inhalt
  1. So gießt du deine Monstera richtig
  2. Wie oft muss man eine Monstera gießen?
  3. Wie trocken darf die Monstera vor dem Gießen werden?
  4. Wie viel Wasser braucht eine Monstera?
  5. Monstera zu viel oder zu wenig gegossen? Die Unterschiede
  6. Monstera zu viel gegossen: Was jetzt hilft
  7. Monstera zu wenig gegossen: So reagierst du richtig
  8. Monstera im Sommer und Winter gießen
  9. Licht und Substrat beeinflussen den Wasserbedarf
  10. Welches Wasser eignet sich für eine Monstera?

So gießt du deine Monstera richtig

Für die häufig als Zimmerpflanze gehaltene Monstera deliciosa funktioniert eine einfache Methode besser als jeder starre Gießkalender.

  1. Erde prüfen: Stecke einen Finger einige Zentimeter tief in das Substrat.
  2. Feuchtigkeit beurteilen: Ist die Erde noch deutlich feucht, warte mit dem Gießen.
  3. Langsam wässern: Ist die obere Schicht ausreichend abgetrocknet, verteile das Wasser gleichmäßig über die Erdoberfläche.
  4. Wurzelballen durchfeuchten: Gieße bei einem Topf mit Abflusslöchern so lange, bis unten etwas Wasser austritt.
  5. Abtropfen lassen: Entferne anschließend das Wasser aus Übertopf oder Untersetzer.
  6. Erneut kontrollieren: Vor der nächsten Wassergabe prüfst du wieder die tatsächliche Feuchtigkeit.

Diese Methode setzt einen Kulturtopf mit funktionierenden Abflusslöchern und ein ausreichend durchlässiges Substrat voraus. Für Hydrokultur mit Wasserstandsanzeiger gelten andere Regeln.

Wichtig: Wasser, das sofort unten herausläuft, bedeutet nicht immer, dass der Wurzelballen vollständig durchfeuchtet ist. Stark ausgetrocknete Erde kann Wasser zunächst schlecht aufnehmen.

Auch deshalb lohnt sich die Kontrolle nach dem Gießen.

Die grundlegenden Unterschiede zwischen verschiedenen Zimmerpflanzen erklärt ➡️ Zimmerpflanzen richtig gießen.


Wie oft muss man eine Monstera gießen?

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Einmal pro Woche kann bei einer Monstera passen. Es ist aber keine zuverlässige Regel für jede Pflanze.

Als grobe Orientierung werden für normale Wohnraumbedingungen häufig Gießabstände von ungefähr einer Woche im Sommer und längere Abstände im Winter genannt.

Die tatsächlichen Unterschiede können erheblich sein.

Eine große Monstera mit vielen Blättern in einem vollständig durchwurzelten Topf kann deutlich schneller austrocknen als eine kleine Pflanze in einem großen, wasserspeichernden Gefäß.

Was beeinflusst den Gießrhythmus?

Der Wasserverbrauch steigt häufig bei:

  • viel geeignetem Licht,
  • höheren Temperaturen,
  • kräftigem Wachstum,
  • großer Blattfläche,
  • stark durchwurzelten Töpfen,
  • luftigem, durchlässigem Substrat.

Die Erde bleibt dagegen häufig länger feucht bei:

  • wenig Licht,
  • niedrigeren Temperaturen,
  • verlangsamtem Winterwachstum,
  • einem im Verhältnis zum Wurzelballen großen Topf,
  • stark wasserspeichernder Erde.

Auch das Material des Pflanzgefäßes kann eine Rolle spielen.

Ein unglasierter Tontopf gibt beispielsweise über seine Wände Feuchtigkeit ab. Ein geschlossener Kunststofftopf tut das kaum.

So findest du einen passenden Kontrollrhythmus

Bei einer Monstera im hellen Sommerstandort kannst du zunächst alle paar Tage die Erde prüfen.

Im Winter reicht bei langsam trocknenden Töpfen möglicherweise eine ungefähr wöchentliche Kontrolle.

Diese Abstände sind Erinnerungen zum Nachsehen, keine festen Gießtermine.

Hat die Erde noch ausreichend Feuchtigkeit, bekommt die Pflanze kein zusätzliches Wasser – auch wenn seit der letzten Wassergabe bereits mehrere Tage vergangen sind.


Wie trocken darf die Monstera vor dem Gießen werden?

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Eine Monstera benötigt keine dauerhaft nasse Erde.

Der Wurzelballen sollte aber auch nicht regelmäßig vollständig austrocknen.

Für viele normal große Töpfe ist es sinnvoll, die oberen ungefähr 3–5 cm des Substrats zu prüfen.

Bei kleinen Töpfen reicht eine entsprechend geringere Tiefe.

Große Pflanzgefäße solltest du zusätzlich weiter unten kontrollieren, weil die Oberfläche bereits trocken aussehen kann, während der Wurzelbereich noch reichlich Wasser enthält.

Die Fingerprobe richtig durchführen

Stecke deinen Finger vorsichtig in die Erde.

  • Deutlich feucht und kühl: Noch nicht gießen.
  • Leicht feucht: In den nächsten Tagen erneut prüfen.
  • Oben trocken, darunter geringe Restfeuchtigkeit: Ein guter Zeitpunkt für die nächste Wassergabe kann erreicht sein.
  • Weitgehend trocken und Topf auffällig leicht: Jetzt gründlich wässern.

Die Fingerprobe funktioniert besonders gut bei zugänglichem, lockerem Substrat.

Bei einem großen oder dicht durchwurzelten Topf kann zusätzlich ein Holzstäbchen helfen, die Feuchtigkeit in tieferen Bereichen einzuschätzen.

Das Topfgewicht als zusätzliche Kontrolle

Hebe einen kleineren Kulturtopf nach dem gründlichen Gießen vorsichtig an und merke dir das Gewicht.

Einige Tage später wiederholst du den Vergleich.

Ein deutlich leichter gewordener Topf zeigt, dass Wasser verbraucht oder verdunstet ist.

Bei großen, schweren Monsteras kannst du den Topf stattdessen vorsichtig an einer Seite etwas anheben, sofern das gefahrlos möglich ist.

Mit etwas Erfahrung bekommst du so ein gutes Gefühl dafür, wann deine Pflanze tatsächlich Wasser benötigt.


Wie viel Wasser braucht eine Monstera?

Eine pauschale Menge von beispielsweise 300 oder 500 Millilitern ist nicht für jede Monstera sinnvoll.

Die erforderliche Wassermenge hängt insbesondere vom Topfvolumen, dem Zustand des Substrats und der vorhandenen Wurzelmasse ab.

Besser als eine feste Milliliterzahl ist eine gleichmäßige Durchfeuchtung des Wurzelballens.

Gib das Wasser langsam auf die Erde und verteile es möglichst über die gesamte Oberfläche.

Bei einem gut durchlässigen Substrat und einem Kulturtopf mit Abflusslöchern darf unten etwas Wasser austreten.

Lass den Topf anschließend abtropfen.

Warum tägliche kleine Wassermengen problematisch sein können

Wer immer nur einen kleinen Schluck auf dieselbe Stelle gibt, befeuchtet möglicherweise nur einen Teil des Wurzelballens.

Tiefere Bereiche können dann weiterhin trocken bleiben.

Gleichzeitig entsteht durch häufiges Nachgießen leicht ein ungleichmäßiger Feuchtigkeitszustand.

Ein gründlicher Gießvorgang mit anschließender Antrocknungsphase ist deshalb meistens die bessere Methode.

Wasser im Übertopf entfernen

Viele Monsteras stehen in einem Kunststoff-Kulturtopf mit Löchern und zusätzlich in einem geschlossenen Übertopf.

Das ist grundsätzlich unproblematisch, solange sich unten kein Wasser dauerhaft sammelt.

Stehen die unteren Wurzeln längere Zeit im Wasser, wird ihre Sauerstoffversorgung beeinträchtigt.

Bei wiederholter Vernässung können Wurzelschäden entstehen.

➡️ Staunässe bei Zimmerpflanzen erkennen und vermeiden

Ein dekorativer Topf ohne Abflusslöcher ist deshalb als alleiniger Pflanztopf für die gewöhnliche Erdkultur weniger geeignet.


Monstera zu viel oder zu wenig gegossen? Die Unterschiede

Hängende Blätter sind kein eindeutiges Zeichen für Wassermangel.

Auch eine Monstera mit dauerhaft nassen, geschädigten Wurzeln kann schlaff aussehen.

Deshalb ist der Zustand der Erde für die Unterscheidung besonders wichtig.

BeobachtungEher zu wenig WasserEher zu viel Wasser
ErdeWeitgehend trockenBleibt lange nass
TopfgewichtAuffällig leichtÜber längere Zeit schwer
BlätterKönnen hängen oder trockene Ränder entwickelnKönnen ebenfalls hängen, häufig auch vergilben
WurzelnBei starker Trockenheit ausgetrocknetBei Fäulnis weich, matschig oder zerfallend
ÜbertopfMeist trockenEventuell stehendes Wasser
Erste MaßnahmeWurzelballen gründlich wässernNicht weitergießen, Ursache prüfen

Die Tabelle liefert Hinweise, aber keine sichere Diagnose allein anhand eines einzelnen Merkmals.

Gelbe oder braune Blätter richtig einordnen

Mehrere gelbe Blätter zusammen mit dauerhaft nasser Erde können auf ein Problem im Wurzelbereich hinweisen.

Trockene Blattränder können dagegen unter anderem bei Wassermangel entstehen.

Auch Licht, Nährstoffversorgung und natürliche Blattalterung spielen eine Rolle.

➡️ Gelbe Blätter bei Zimmerpflanzen: Ursachen erkennen

Gieße eine welkende Monstera deshalb niemals allein aufgrund der hängenden Blätter. Prüfe zuerst den Wurzelballen.


Monstera zu viel gegossen: Was jetzt hilft

Ist die Erde noch deutlich nass, obwohl seit der letzten Wassergabe bereits längere Zeit vergangen ist, solltest du zunächst nicht erneut gießen.

Kontrolliere anschließend:

  • Steht Wasser im Übertopf?
  • Sind die Abflusslöcher frei?
  • Ist der Topf im Verhältnis zur Pflanze sehr groß?
  • Wirkt die Erde stark verdichtet?
  • Steht die Monstera ungewöhnlich dunkel?
  • Werden mehrere Blätter gelb?
  • Riecht das Substrat unangenehm?

Bleibt die Erde lediglich etwas länger feucht und sieht die Pflanze gesund aus, ist sofortiges Umtopfen normalerweise nicht erforderlich.

Lass das Substrat zunächst weiter abtrocknen und passe die folgenden Wassergaben an.

Wann musst du die Wurzeln kontrollieren?

Wird die Pflanze zunehmend schlaff, bleibt das Substrat dauerhaft nass oder entwickelt sich ein fauliger Geruch, solltest du den Wurzelzustand prüfen.

Gesunde Wurzeln fühlen sich fest an. Ihre Farbe kann je nach Alter und Substrat unterschiedlich sein.

Verdächtig sind dagegen:

  • weiche oder matschige Wurzeln,
  • zerfallendes Gewebe,
  • leicht ablösbare Wurzelhüllen,
  • ein unangenehm fauliger Geruch.

In diesem Fall liegt möglicherweise bereits Wurzelfäule vor.

Eine einfache Gießpause reicht dann unter Umständen nicht mehr aus.

➡️ Wurzelfäule bei Zimmerpflanzen erkennen


Monstera zu wenig gegossen: So reagierst du richtig

Ein stark ausgetrockneter Wurzelballen kann dazu führen, dass die Blätter schlaff herunterhängen.

Fühlt sich der Topf ungewöhnlich leicht an und ist die Erde auch in tieferen Bereichen trocken, benötigt die Pflanze Wasser.

Gieße zunächst langsam und gleichmäßig.

Was tun, wenn das Wasser sofort wieder herausläuft?

Sehr trockenes Substrat kann wasserabweisend werden.

Dann läuft das Gießwasser möglicherweise zwischen Topfrand und Wurzelballen hindurch, ohne die Erde ausreichend zu durchfeuchten.

Das erkennst du beispielsweise daran, dass unten sofort viel Wasser austritt, während der Ballen innen weiterhin trocken bleibt.

Gib das Wasser in mehreren kleinen Portionen und lass es zwischendurch einziehen.

Bei einem kleineren Kulturtopf kannst du den Wurzelballen vorübergehend von unten Wasser aufnehmen lassen.

Anschließend muss der Topf vollständig abtropfen können.

Danach solltest du nicht automatisch am nächsten Tag erneut gießen. Prüfe zunächst, wie viel Feuchtigkeit noch vorhanden ist.


Monstera im Sommer und Winter gießen

Der Wasserbedarf verändert sich im Jahresverlauf.

Eine Gießhäufigkeit, die im Juli funktioniert, kann im Dezember deutlich zu hoch sein.

Im Sommer häufiger kontrollieren

Im Frühjahr und Sommer wächst eine hell stehende Monstera häufig kräftig.

Bei geeigneten Temperaturen und viel Licht kann sie entsprechend mehr Wasser verbrauchen.

Kontrolliere die Erde in dieser Zeit häufiger.

Das bedeutet aber nicht, dass jede Monstera automatisch zweimal pro Woche gegossen werden muss.

Auch bei sommerlichen Temperaturen entscheidet der tatsächliche Feuchtigkeitszustand.

Im Winter längere Gießabstände zulassen

Im Winter sinkt durch die geringere Tageslichtmenge bei vielen Monsteras das Wachstum.

Dadurch wird häufig auch weniger Wasser benötigt.

Das Substrat kann länger feucht bleiben.

Besonders wichtig sind deshalb:

  • Erde vor jeder Wassergabe prüfen,
  • längere Abstände akzeptieren,
  • keine dauerhaft nasse Erde zulassen,
  • Wasser im Übertopf entfernen,
  • nicht nach dem Sommerplan weitergießen.

Eine Monstera im warmen, hellen Wintergarten kann trotzdem mehr Wasser benötigen als eine Pflanze an einem kühlen, dunkleren Standort.

➡️ Zimmerpflanzen im Winter richtig pflegen


Licht und Substrat beeinflussen den Wasserbedarf

Nicht nur die Wassermenge ist wichtig.

Auch die Bedingungen, unter denen die Monstera wächst, bestimmen, wie schnell der Wurzelballen trocknet.

Mehr Licht kann den Wasserverbrauch erhöhen

Eine Monstera an einem geeigneten hellen Standort kann stärker wachsen und entsprechend mehr Wasser benötigen.

Steht dieselbe Pflanze deutlich dunkler, trocknet das Substrat häufig langsamer.

Nach einem Standortwechsel solltest du deshalb die Feuchtigkeit besonders aufmerksam beobachten.

➡️ Standort und Lichtbedarf von Zimmerpflanzen bestimmen

Das Substrat muss Wasser und Luft bereitstellen

Monstera-Wurzeln benötigen Feuchtigkeit, aber auch ausreichend Sauerstoff.

Ein geeignetes Substrat sollte:

  • Wasser aufnehmen und speichern,
  • überschüssige Feuchtigkeit abführen,
  • ausreichende Luftporen besitzen,
  • nicht schnell verdichten.

Sehr kompakte Erde kann im unteren Topfbereich lange nass bleiben, obwohl die Oberfläche bereits trocken aussieht.

Ein besonders grobes Substrat trocknet dagegen möglicherweise schneller ab.

Nach einem Wechsel der Erde muss deshalb häufig auch das Gießverhalten angepasst werden.

➡️ Zimmerpflanzen-Substrat richtig auswählen

Nach dem Umtopfen vorsichtiger kontrollieren

Ein größerer Topf enthält normalerweise mehr Substrat.

Gerade wenn die Wurzeln das zusätzliche Volumen noch nicht durchdrungen haben, kann die Erde länger feucht bleiben.

Der häufige Fehler lautet:

Größerer Topf, neue wasserspeichernde Erde, aber unveränderter Gießrhythmus.

Prüfe deshalb nach dem Umtopfen genauer, wie schnell das neue Substrat abtrocknet.

➡️ Zimmerpflanzen richtig umtopfen


Welches Wasser eignet sich für eine Monstera?

Für eine gesunde Monstera ist der richtige Feuchtigkeitszustand der Erde normalerweise wichtiger als die Wasserquelle.

Geeignetes Leitungswasser kann grundsätzlich verwendet werden.

Sehr kaltes Wasser solltest du nicht direkt auf einen warmen Wurzelballen geben.

Wasser ungefähr auf Raumtemperatur ist eine gute Wahl.

Auch sauberes Regenwasser eignet sich.

Bei sehr hartem Leitungswasser können im Lauf der Zeit mineralische Ablagerungen auf der Erde oder am Topfrand entstehen.

Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass die Monstera falsch gegossen wird.

Leitungswasser musst du nicht grundsätzlich tagelang stehen lassen, bevor du deine Monstera damit versorgst.


Muss man die Monstera besprühen oder ihre Luftwurzeln gießen?

Blätter besprühen ersetzt keine Wasserversorgung

Eine Monstera nimmt das benötigte Wasser überwiegend über ihre Wurzeln auf.

Besprühen der Blätter ersetzt deshalb keine gründliche Bewässerung des Wurzelballens.

Außerdem erhöht gelegentliches Sprühen die Luftfeuchtigkeit eines ganzen Raumes nicht dauerhaft.

Bei sehr trockener Raumluft solltest du die tatsächliche Luftfeuchtigkeit messen und den Standort überprüfen.

➡️ Luftfeuchtigkeit für Zimmerpflanzen richtig einordnen

Luftwurzeln müssen nicht in Wassergläsern stehen

Die kräftigen Luftwurzeln gehören zum natürlichen Wachstum der Monstera.

Sie dienen unter anderem dem Festhalten an Kletterhilfen und können bei geeigneten Bedingungen Wasser aufnehmen.

Eine gewöhnliche eingetopfte Monstera muss deshalb jedoch nicht regelmäßig über ihre Luftwurzeln bewässert werden.

Auch bei einer feucht gehaltenen Kletterhilfe bleibt die Kontrolle des Substrats im Pflanztopf notwendig.


Die häufigsten Fehler beim Monstera-Gießen

Nach einem festen Wochentag gießen:
Ein Kalender berücksichtigt weder Licht noch Topfgröße oder Jahreszeit. Kontrolliere regelmäßig, gieße aber nur bei tatsächlichem Bedarf.

Täglich nur kleine Wassermengen geben:
Dadurch kann der Wurzelballen ungleichmäßig durchfeuchtet werden. Besser ist eine gründliche Wassergabe mit anschließender Antrocknungsphase.

Nur die Erdoberfläche beurteilen:
Besonders bei großen Töpfen kann die Erde oben trocken und unten noch deutlich nass sein.

Wasser im Übertopf stehen lassen:
Dauerhaft nasse Wurzeln bekommen zu wenig Sauerstoff und können geschädigt werden.

Hängende Blätter automatisch als Durstzeichen deuten:
Auch eine überwässerte Monstera kann schlaff aussehen.

Den Sommer-Gießrhythmus im Winter beibehalten:
Bei weniger Licht trocknet die Erde häufig langsamer. Die Gießabstände müssen sich entsprechend verändern dürfen.

So findest du langfristig den richtigen Rhythmus

Nach der nächsten gründlichen Wassergabe beobachtest du, wie schnell das Substrat abtrocknet.

Merke dir das Gewicht des frisch gegossenen Topfes und kontrolliere die Erde nach einigen Tagen erneut.

Wiederhole diesen Ablauf über mehrere Wassergaben.

So lernst du, wie deine Monstera an ihrem tatsächlichen Standort reagiert.

Das Ziel ist kein perfekter Gießkalender, sondern ein gesundes Gleichgewicht aus Feuchtigkeit, Luft im Wurzelbereich und ausreichender Antrocknung zwischen den Wassergaben.

Weitere Informationen zum Standort und zur allgemeinen Pflege findest du unter ➡️ Monstera richtig pflegen.


Häufige Fragen zum Gießen der Monstera

Wie oft sollte man eine Monstera gießen?
Das hängt von Topfgröße, Standort, Substrat und Jahreszeit ab. Im Sommer kann ungefähr wöchentliches Gießen passen, im Winter liegen häufig längere Abstände dazwischen. Gieße aber nur, wenn die obere Erde ausreichend abgetrocknet ist.

Wie viel Wasser soll ich meiner Monstera geben?
Eine feste Milliliterzahl ist nicht sinnvoll. Gieße bei einem Topf mit Abflusslöchern langsam und gründlich, bis der Wurzelballen durchfeuchtet ist und etwas überschüssiges Wasser abläuft. Entferne anschließend stehendes Wasser.

Wie merke ich, ob meine Monstera Wasser braucht?
Prüfe die Erde einige Zentimeter tief und achte zusätzlich auf das Topfgewicht. Ist die Oberfläche trocken, weiter unten aber noch viel Feuchtigkeit vorhanden, solltest du normalerweise noch warten.

Ist einmal pro Woche Monstera gießen richtig?
Das kann unter bestimmten Bedingungen passen. Ein fester Wochentag ist jedoch keine zuverlässige Regel. Bei wenig Licht oder im Winter kann der Wurzelballen erheblich länger feucht bleiben.

Soll die Erde einer Monstera immer feucht sein?
Nein. Die obere Erdschicht darf zwischen den Wassergaben merklich antrocknen. Der Wurzelballen sollte jedoch nicht regelmäßig vollständig austrocknen. Dauerhaft nasse Erde ist ebenfalls ungünstig.

Woran erkenne ich, dass meine Monstera zu viel Wasser bekommen hat?
Verdächtig sind dauerhaft nasse Erde, ein schwerer Topf, stehendes Wasser im Übertopf und mehrere gelbe oder hängende Blätter. Bei fortgeschrittenen Wurzelschäden können weiche, faulig riechende Wurzeln auftreten.

Woran erkenne ich Wassermangel bei Monstera?
Der Wurzelballen ist deutlich trocken und der Topf fühlt sich ungewöhnlich leicht an. Die Blätter können schlaff hängen oder trockene Ränder entwickeln. Prüfe die Erde, bevor du die Symptome als Wassermangel einordnest.

Kann man eine Monstera von unten gießen?
Ja. Besonders stark ausgetrocknetes Substrat kann vorübergehend von unten Wasser aufnehmen. Anschließend muss der Kulturtopf vollständig abtropfen. Dauerhaft im Wasser stehen sollte er nicht.

Braucht die Monstera im Winter weniger Wasser?
Häufig ja. Durch weniger Licht und langsameres Wachstum sinkt meist der Wasserverbrauch. Entscheidend bleibt allerdings die tatsächliche Feuchtigkeit im Topf.

Soll ich meine Monstera mit Regenwasser gießen?
Sauberes Regenwasser eignet sich gut. Auch geeignetes Leitungswasser kann normalerweise verwendet werden. Wichtiger als die Wasserquelle sind die richtige Wassermenge und das Vermeiden von Staunässe.

Muss ich die Blätter der Monstera besprühen?
Nein. Besprühen ersetzt weder die Bewässerung des Wurzelballens noch eine passende Luftfeuchtigkeit. Die Pflanze benötigt vor allem eine zuverlässige Wasserversorgung über ihre Wurzeln.