Eine Monstera muss nicht nach einem starren Kalender umgetopft werden. Entscheidend ist, ob ihre Wurzeln den vorhandenen Topf weitgehend ausgefüllt haben, das Substrat kaum noch Wasser hält oder die Pflanze instabil wird. Der beste Zeitpunkt für ein planmäßiges Umtopfen ist das Frühjahr beziehungsweise der Beginn einer kräftigen Wachstumsphase. Bei Staunässe, faulenden Wurzeln oder einem beschädigten Topf solltest du dagegen unabhängig von der Jahreszeit handeln. Wähle den neuen Topf nur etwas größer als den bisherigen und achte unbedingt auf Abzugslöcher. Entferne gesunde alte Erde nicht unnötig vollständig, sondern lockere einen stark durchwurzelten Ballen vorsichtig. Gesunde Luftwurzeln können bleiben. Wenn die Monstera künftig eine Rankhilfe bekommen soll, ist das Umtopfen ein besonders günstiger Zeitpunkt, sie gleich stabil im Topf zu verankern.
Topfe eine gesunde Monstera um, wenn der Topf deutlich durchwurzelt ist, sehr schnell austrocknet oder die Pflanze darin nicht mehr stabil steht. Ein nur wenig größerer Topf mit Abzugslöchern und ein lockeres, strukturstabiles Substrat sind sicherer als ein sehr großes Gefäß. Nach dem Einsetzen wird einmal gründlich gegossen und überschüssiges Wasser vollständig ablaufen gelassen.

Inhalt
- Wann muss eine Monstera umgetopft werden?
- Wann ist die beste Zeit zum Umtopfen?
- Welche Topfgröße braucht eine Monstera?
- Der neue Topf braucht Abzugslöcher
- Welche Erde eignet sich zum Umtopfen der Monstera?
- Monstera umtopfen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Was tun mit den Luftwurzeln beim Umtopfen?
- Muss eine Monstera beim Umtopfen eine Rankhilfe bekommen?
- Monstera mit Wurzelfäule umtopfen
- Pflege direkt nach dem Umtopfen
Wann muss eine Monstera umgetopft werden?
Nicht jede sichtbare Wurzel bedeutet, dass sofort ein größerer Topf nötig ist. Monstera deliciosa bildet kräftige Wurzeln und kann einen Topf entsprechend schnell durchwachsen.
Deutliche Hinweise auf einen sinnvollen Topfwechsel sind:
- zahlreiche Wurzeln wachsen aus den Abzugslöchern,
- der Wurzelballen besteht außen fast nur noch aus Wurzeln,
- die Erde trocknet nach dem Gießen ungewöhnlich schnell aus,
- Wasser läuft durch einen extrem durchwurzelten Ballen sofort hindurch,
- die Pflanze wird im Verhältnis zum Topf zunehmend kopflastig,
- das Substrat ist stark zusammengesackt oder verdichtet,
- das Wachstum stagniert trotz ansonsten guter Bedingungen.
Am zuverlässigsten lässt sich der Platzbedarf beurteilen, wenn du den Wurzelballen vorsichtig aus dem Kulturtopf ziehst.
Einige Wurzeln am Topfrand sind normal. Ist dagegen kaum noch Substrat zwischen einer dichten Masse kreisender Wurzeln zu erkennen, ist ein größerer Topf sinnvoll.
Nicht allein nach dem Alter entscheiden
Junge, kräftig wachsende Monsteras können relativ schnell einen größeren Topf benötigen. Bei älteren Pflanzen kann der vorhandene Topf dagegen wesentlich länger ausreichend sein.
Deshalb ist „jedes Jahr umtopfen“ genauso wenig eine zuverlässige Regel wie „alle zwei Jahre umtopfen“.
Der Wurzelballen entscheidet.
Wann ist die beste Zeit zum Umtopfen?
Für ein normales, nicht dringendes Umtopfen ist später Winter bis Frühjahr besonders günstig. Mit zunehmendem Licht beginnt eine Monstera wieder kräftiger zu wachsen und kann den neuen Wurzelraum schneller erschließen.
Das bedeutet aber nicht, dass du bei einem akuten Problem bis zum Frühjahr warten solltest.
Topfe unabhängig von der Jahreszeit um, wenn beispielsweise:
- Wurzeln faulen,
- das Substrat dauerhaft vernässt ist,
- der Topf beschädigt wurde,
- die Pflanze keinen ausreichenden Halt mehr hat,
- ein gravierendes Problem im Wurzelraum behoben werden muss.
Ein notwendiges Umtopfen im November ist besser als mehrere Monate in faulendem Substrat zu warten.
Welche Topfgröße braucht eine Monstera?
Ein häufiger Fehler ist, beim Umtopfen gleich einen wesentlich größeren Topf zu wählen.
Mehr Platz klingt zunächst sinnvoll. Ein überdimensionierter Topf enthält aber viel Substrat, das noch nicht von Wurzeln erschlossen ist. Dieses zusätzliche Volumen kann nach dem Gießen lange feucht bleiben und macht die Bewässerung schwieriger.
Als praktische Orientierung ist ein neuer Topf sinnvoll, der im Durchmesser ungefähr eine Topfgröße beziehungsweise wenige Zentimeter größer als der bisherige ist. Gartenbauliche Empfehlungen für Zimmerpflanzen nennen häufig etwa 5 Zentimeter zusätzlichen Durchmesser als Obergrenze für einen normalen Umtopfschritt.
Beispielsweise muss eine Monstera aus einem 20-Zentimeter-Kulturtopf nicht direkt in ein 35-Zentimeter-Gefäß wechseln.
Wann darf der Topf stärker wachsen?
Bei einem außergewöhnlich dicht durchwurzelten Ballen kann ein etwas größerer Schritt sinnvoll sein. Entscheidend bleibt, dass Topfvolumen und vorhandene Wurzelmasse zueinander passen.
Bei großen Monsteras spielt zusätzlich die Standfestigkeit eine Rolle. Ein breiter, stabiler Topf kann sinnvoller sein als ein schmales hohes Gefäß.
Der neue Topf braucht Abzugslöcher
Für eine Monstera ist ein ausreichend großer Wasserabzug am Topfboden wesentlich wichtiger als eine sogenannte Drainageschicht.
Der eigentliche Pflanztopf sollte deshalb mindestens ein funktionsfähiges Abzugsloch besitzen.
Ein dekorativer Übertopf ohne Löcher ist kein Problem, wenn darin wiederum ein Kulturtopf mit Abzugslöchern steht. Nach dem Gießen darf sich unten jedoch kein Wasser dauerhaft sammeln.
Kies und Blähton am Topfboden verbessern die Drainage nicht automatisch
Eine mehrere Zentimeter dicke Schicht Kies, Tonscherben oder Blähton unter der Blumenerde wird häufig als Schutz vor Staunässe empfohlen. In einem Topf verbessert eine solche Schicht die Entwässerung des darüberliegenden Substrats jedoch nicht in der erhofften Weise und kann die wassergesättigte Zone sogar weiter nach oben verlagern. Entscheidend sind ein durchlässiges Substrat und ein freies Abzugsloch.
Ein kleines Stück Netz über einem sehr großen Loch kann verhindern, dass Substrat herausfällt. Das Loch selbst darf dabei nicht verschlossen werden.
Welche Erde eignet sich zum Umtopfen der Monstera?
Das Substrat muss zwei scheinbar gegensätzliche Aufgaben erfüllen:
- ausreichend Feuchtigkeit speichern,
- gleichzeitig Luft an die Wurzeln lassen.
Eine schwere, stark verdichtete Erde, die nach jedem Gießen lange nass bleibt, ist deshalb ungünstig.
Geeignet ist ein lockeres Zimmerpflanzensubstrat mit guter Struktur und zuverlässigem Wasserabzug. Monstera wird fachlich ein gut drainierendes Substrat mit organischer Komponente empfohlen.
Wichtig ist nicht eine starre Mischung aus exakt vorgeschriebenen Bestandteilen, sondern das Verhalten des fertigen Substrats.
Es sollte:
- Wasser gleichmäßig aufnehmen,
- überschüssiges Wasser abgeben,
- nicht schnell zusammensacken,
- auch nach mehreren Wassergaben luftige Poren behalten,
- den Wurzeln ausreichend Halt geben.
➡️ Das richtige Substrat für Zimmerpflanzen auswählen
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Monstera umtopfen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Bereite den neuen Topf, frisches Substrat und bei einer großen Monstera gegebenenfalls eine zweite Person vor. Sehr große Pflanzen sind leichter zu beschädigen, wenn gleichzeitig Wurzelballen, lange Triebe und eine Rankhilfe gehalten werden müssen.
1. Monstera aus dem alten Topf lösen
Fasse die Pflanze nicht an einem einzelnen Blattstiel und ziehe sie nicht daran aus dem Gefäß.
Bei einem Kunststofftopf kannst du die Seiten vorsichtig zusammendrücken. Lege eine Hand an den Wurzelballen beziehungsweise an die Pflanzenbasis und ziehe den Topf behutsam ab.
Sind Wurzeln bereits durch die Abzugslöcher gewachsen, löse sie möglichst vorsichtig.
Wenn ein billiger Kunststoff-Kulturtopf nur noch durch massives Reißen an den Wurzeln entfernt werden könnte, ist es im Zweifel schonender, den Topf aufzuschneiden.
2. Wurzelballen untersuchen
Jetzt ist der beste Moment, um den Zustand der Wurzeln zu beurteilen.
Gesunde Wurzeln sollten überwiegend fest sein. Ihre Farbe kann je nach Alter, Feuchtigkeit und anhaftendem Substrat unterschiedlich aussehen.
Verdächtig sind dagegen Wurzeln, die:
- matschig sind,
- schwarzbraun zerfallen,
- sich leicht ablösen,
- unangenehm faulig riechen.
Solche Bereiche sprechen für geschädigtes beziehungsweise faulendes Wurzelgewebe.
➡️ Wurzelfäule bei Zimmerpflanzen erkennen
3. Alte Erde nicht unnötig komplett entfernen
Bei einer gesunden Monstera muss der gesamte Wurzelballen nicht ausgewaschen und von jedem Rest alter Erde befreit werden.
Löse außen vorsichtig:
- stark kreisende Wurzeln,
- verdichtete alte Substratbereiche,
- lose und abgestorbene Bestandteile.
Aggressives Auswaschen oder Auseinanderreißen eines gesunden Ballens verursacht zusätzliche Wurzelverletzungen, ohne dass daraus beim normalen Umtopfen automatisch ein Vorteil entsteht.
Ist das alte Substrat dagegen verdorben, stark vernässt oder liegt Wurzelfäule vor, muss deutlich gründlicher gearbeitet werden.
4. Faulende Wurzeln entfernen
Schneide eindeutig abgestorbene, weiche oder faulende Wurzeln mit einem sauberen scharfen Werkzeug bis ins gesunde feste Gewebe zurück.
Gesunde Wurzeln solltest du nicht vorsorglich stark kürzen, nur damit der Ballen bequemer in einen kleinen Topf passt.
Bei einem extrem dicht verwurzelten Ballen können kreisende Wurzeln vorsichtig gelockert werden.
5. Bei Bedarf die Rankhilfe zuerst einsetzen
Soll deine Monstera eine neue Rankhilfe erhalten, plane deren Position vor dem Auffüllen des Topfes.
Eine stabile Rankhilfe später mit Gewalt durch einen vollständig durchwurzelten Topf zu drücken, kann zahlreiche Wurzeln beschädigen.
Positioniere die Stütze möglichst so, dass die kletternde Seite des Triebs beziehungsweise die Seite mit den Luftwurzeln zur Rankhilfe zeigt.
Eine große Monstera sollte nicht am Blattstiel an eine Stütze gezwungen werden. Befestigt wird der eigentliche Spross locker und ohne Einschnürung.
➡️ Passende Rankhilfe für eine Monstera auswählen
6. Etwas Substrat in den neuen Topf geben
Gib so viel Substrat auf den Topfboden, dass der vorhandene Wurzelballen anschließend auf der richtigen Höhe sitzt.
Die Monstera sollte ungefähr so tief stehen wie vorher.
Versenke den Stamm und insbesondere Blattstielansätze beziehungsweise wachsende Triebteile nicht unnötig tief im Substrat.
7. Pflanze ausrichten
Jetzt solltest du prüfen:
- Steht die Monstera stabil?
- Zeigt ihre Vorderseite in die gewünschte Richtung?
- Befindet sich eine Rankhilfe auf der richtigen Seite?
- Liegt der Wurzelballen mittig?
- Bleibt oben ausreichend Platz zum Gießen?
Dieser Schritt ist bei einer großen Monstera wichtiger, als es zunächst erscheint. Nach dem vollständigen Auffüllen lässt sich die Ausrichtung nur noch schwer korrigieren.
8. Seitlich mit Substrat auffüllen
Fülle frisches Substrat rund um den Wurzelballen.
Drücke es nur leicht an, damit größere Hohlräume verschwinden. Presse den Topf nicht mit Gewalt steinhart voll.
Das Substrat muss die Pflanze halten, soll aber weiterhin ausreichend Luft enthalten.
Lass am oberen Topfrand einige Zentimeter Platz, damit beim späteren Gießen nicht sofort Wasser und Erde überlaufen.
9. Gründlich angießen
Nach einem normalen Umtopfen mit gesunden Wurzeln wird die Monstera gründlich gegossen. Dadurch wird das frische Substrat gleichmäßig befeuchtet und legt sich an den Wurzelballen an. Anschließend muss überschüssiges Wasser vollständig ablaufen können.
Kontrolliere nach dem Ablaufen, ob sich das Substrat stark gesetzt hat. Falls nötig, kannst du kleine Mengen nachfüllen.
Danach wird nicht automatisch am nächsten Tag erneut gegossen.
Was tun mit den Luftwurzeln beim Umtopfen?
Lange Luftwurzeln gehören zum natürlichen Wachstum einer Monstera. In ihrer natürlichen Wuchsform nutzt die Pflanze diese Wurzeln unter anderem zum Anhaften und Klettern; treffen sie auf geeignetes Substrat, können sie dort ebenfalls einwurzeln.
Gesunde Luftwurzeln musst du beim Umtopfen daher nicht entfernen.
Je nach Position kannst du sie:
- vorsichtig in Richtung Substrat führen,
- auf dem Substrat aufliegen lassen,
- zu einer geeigneten Kletterhilfe führen,
- in Ruhe weiterwachsen lassen.
Zwinge eine dicke, bereits starre Luftwurzel nicht in einen engen Bogen. Sie kann dabei brechen.
Ein versehentliches Abbrechen einer einzelnen Luftwurzel bedeutet nicht, dass die gesamte Pflanze verloren ist. Ein routinemäßiges Entfernen aller Luftwurzeln aus optischen Gründen ist dagegen unnötig.
Muss eine Monstera beim Umtopfen eine Rankhilfe bekommen?
Eine junge Monstera kann zunächst auch ohne große Stütze wachsen. Mit zunehmender Größe zeigt sich jedoch ihre natürliche kletternde Wuchsform immer deutlicher.
Monstera deliciosa bildet lange Triebe und Luftwurzeln und nutzt in ihrer natürlichen Umgebung andere Strukturen als Halt. Auch in Kultur profitieren größere Exemplare von einer stabilen Unterstützung.
Wenn ohnehin umgetopft wird, ist der Aufwand für die nachträgliche Integration einer Stütze besonders gering.
Vor allem bei einer bereits großen Pflanze ist das sinnvoll, weil:
- die Rankhilfe tief und stabil gesetzt werden kann,
- weniger Wurzeln nachträglich verletzt werden,
- die Wuchsrichtung direkt korrigiert werden kann,
- Luftwurzeln zur Stütze geführt werden können.
Achte darauf, dass Rankhilfe und Topf gemeinsam stabil genug für die Pflanze sind.
Monstera mit Wurzelfäule umtopfen
Bei Wurzelfäule handelt es sich nicht um ein normales Umtopfen.
Wenn eine Monstera trotz nasser Erde schlaff wird, mehrere Blätter vergilben oder der Wurzelballen faulig riecht, kontrolliere die Wurzeln sorgfältig.
Entferne:
- weiche Wurzeln,
- matschige Bereiche,
- abgestorbenes Gewebe,
- stark zersetztes, vernässtes Substrat.
Setze die verbleibenden gesunden Wurzeln anschließend in ein passendes frisches Substrat und einen Topf, dessen Größe zur verbliebenen Wurzelmasse passt.
Das ist wichtig: Hat eine Pflanze durch Fäulnis viele Wurzeln verloren, kann sogar ein kleinerer Topf als zuvor sinnvoller sein als ein größerer.
Mehr Topfvolumen würde dann nur mehr lange feucht bleibendes Substrat schaffen.
➡️ Staunässe bei Zimmerpflanzen erkennen
Pflege direkt nach dem Umtopfen
Eine frisch umgetopfte Monstera benötigt vor allem stabile Bedingungen.
Stelle sie möglichst an einen geeigneten hellen Standort zurück, an den sie bereits gewöhnt ist. Ein gleichzeitiger Wechsel von Topf, Erde, Lichtverhältnissen und Temperatur erhöht unnötig die Zahl der Veränderungen.
Nach dem Umtopfen gießen
Nach dem ersten gründlichen Angießen gilt wieder dieselbe Regel wie zuvor:
Nicht nach Kalender nachgießen, sondern die Substratfeuchtigkeit kontrollieren.
Frische Erde und ein größerer Topf können wesentlich langsamer trocknen als der alte stark durchwurzelte Ballen.
Genau hier entsteht häufig ein neuer Pflegefehler: Die Pflanze bekommt einen größeren Topf, wird aber weiterhin genauso oft gegossen wie vorher.
Nach dem Umtopfen düngen
Dünge nicht automatisch direkt nach dem Umtopfen.
Viele fertige Pflanzsubstrate enthalten bereits Nährstoffe. Zusätzlich brauchen frisch bewegte oder verletzte Wurzeln zunächst Zeit, sich im neuen Substrat zu etablieren.
Bei vorgedüngter Erde richtet sich der Beginn zusätzlicher Düngung deshalb auch nach den Angaben des verwendeten Substrats. Ein sofortiger zusätzlicher Düngeimpuls ist in der Regel nicht notwendig.
Hängende oder gelbe Blätter nach dem Umtopfen
Eine Monstera kann nach dem Umtopfen vorübergehend etwas schlaffer wirken. Das allein bedeutet noch nicht, dass du sofort erneut gießen musst.
Problematischer wird es, wenn:
- immer mehr Blätter gelb werden,
- die Erde dauerhaft nass bleibt,
- der Wurzelballen unangenehm riecht,
- Stiele weich werden,
- die Pflanze über längere Zeit sichtbar abbaut.
Dann solltest du nicht einfach mehr Wasser geben, sondern erneut Wurzelraum und Substrat beurteilen.
➡️ Gelbe Blätter an der Monstera richtig einordnen
Die häufigsten Fehler beim Umtopfen einer Monstera
Einen viel zu großen Topf wählen
Ein riesiger Topf bietet zwar theoretisch viel Platz, enthält aber auch viel unbewurzeltes Substrat, das lange feucht bleiben kann.
Besser: nur schrittweise vergrößern.
Einen Topf ohne Wasserabzug verwenden
Eine Schicht Blähton ersetzt kein Abzugsloch.
Besser: Kulturtopf mit freiem Ablauf verwenden und gegebenenfalls in einen geschlossenen Übertopf stellen.
Den gesamten gesunden Wurzelballen zerlegen
Gesunde Wurzeln müssen beim normalen Umtopfen nicht vollständig freigelegt und gewaschen werden.
Besser: nur stark verdichtete Außenbereiche vorsichtig lockern und krankes Gewebe gezielt entfernen.
Die Monstera tiefer einpflanzen als zuvor
Mehr Erde um Stamm und Blattansätze gibt der Pflanze nicht automatisch mehr Halt.
Besser: ungefähr die bisherige Pflanztiefe beibehalten und eine instabile Pflanze mit einer geeigneten Stütze sichern.
Eine Rankhilfe später in den Wurzelballen rammen
Dabei können zahlreiche kräftige Wurzeln beschädigt werden.
Besser: Rankhilfe beim Umtopfen von Anfang an mit einplanen.
Nach dem Umtopfen genauso häufig weitergießen
Der neue Topf kann viel länger feucht bleiben als der alte.
Besser: Gießrhythmus nach jedem Umtopfen neu anhand der tatsächlichen Substratfeuchtigkeit bestimmen.
Wann du eine Monstera besser noch nicht umtopfst
Ein etwas enger Topf allein ist kein Notfall.
Wenn:
- die Pflanze gesund wächst,
- das Substrat Wasser noch normal aufnimmt,
- der Topf ausreichend schnell wieder abtrocknet,
- keine Wurzelprobleme erkennbar sind,
- die Pflanze stabil steht,
kann sie zunächst im vorhandenen Gefäß bleiben.
Umtopfen ist eine sinnvolle Pflegemaßnahme, aber keine automatische Voraussetzung für gesundes Wachstum.
Auch wenige aus dem Abzugsloch ragende Wurzeln bedeuten nicht zwangsläufig, dass die gesamte Pflanze bereits massiv wurzelgebunden ist. Wenn du unsicher bist, ziehe den Ballen vorsichtig heraus und schau dir die tatsächliche Durchwurzelung an.
➡️ Zimmerpflanzen allgemein richtig umtopfen
Woran du erkennst, dass das Umtopfen gelungen ist
Erwarte nicht, dass die Monstera unmittelbar nach dem Umtopfen sichtbar schneller wächst.
Zunächst müssen vorhandene Wurzeln den neuen Bereich erschließen.
Günstige Zeichen sind:
- die Pflanze bleibt stabil,
- keine weiteren Blätter vergilben,
- der Topf trocknet gleichmäßiger,
- es entstehen keine Anzeichen von Staunässe,
- nach der Eingewöhnung setzt neues Wachstum ein.
Bleibt der neue Topf dagegen über sehr lange Zeit nass, obwohl die Monstera zuvor deutlich schneller trocknete, kontrolliere besonders kritisch Topfgröße, Substrat und Gießmenge.
➡️ Monstera-Pflege im Überblick
Häufige Fragen zum Umtopfen der Monstera
Wann ist der beste Zeitpunkt, eine Monstera umzutopfen?
Für ein planmäßiges Umtopfen ist das Frühjahr beziehungsweise der Beginn der aktiven Wachstumsphase besonders günstig. Bei Wurzelfäule, Staunässe oder einem anderen akuten Problem solltest du jedoch nicht auf die passende Jahreszeit warten.
Wie oft muss eine Monstera umgetopft werden?
Nicht nach einem starren Rhythmus. Junge und stark wachsende Pflanzen können schneller einen größeren Topf benötigen als ältere Exemplare. Entscheidend sind Durchwurzelung, Substratzustand und Standfestigkeit.
Wie viel größer sollte der neue Monstera-Topf sein?
Meist reicht eine Topfgröße mehr beziehungsweise nur wenige Zentimeter zusätzlicher Durchmesser. Ein sehr großer Sprung erhöht das Volumen lange feucht bleibender Erde und kann die Bewässerung erschweren.
Braucht der Topf einer Monstera ein Loch?
Ja, ein Kulturtopf mit Abzugslöchern ist deutlich sicherer, weil überschüssiges Wasser entweichen kann. Ein geschlossener dekorativer Übertopf kann außen verwendet werden, wenn sich darin kein Wasser dauerhaft sammelt.
Braucht eine Monstera eine Drainageschicht aus Blähton?
Nein. Eine Schicht aus Kies oder Blähton unter dem Substrat ersetzt weder ein Abzugsloch noch ein gut durchlässiges Substrat und verbessert die Entwässerung im Topf nicht automatisch.
Muss ich beim Umtopfen die komplette alte Erde entfernen?
Bei einer gesunden Pflanze normalerweise nicht. Lockere einen stark durchwurzelten Ballen vorsichtig und entferne verdichtete oder schlechte Substratbereiche. Bei Wurzelfäule muss krankes Material dagegen wesentlich gründlicher entfernt werden.
Was mache ich beim Umtopfen mit den Luftwurzeln?
Gesunde Luftwurzeln können bleiben. Du kannst flexible Wurzeln vorsichtig zum Substrat oder zu einer Rankhilfe führen. Starre Luftwurzeln sollten nicht mit Gewalt gebogen werden.
Soll ich die Monstera nach dem Umtopfen sofort gießen?
Nach einem normalen Umtopfen mit gesunden Wurzeln wird einmal gründlich angegossen und überschüssiges Wasser vollständig ablaufen gelassen. Danach richtet sich die nächste Wassergabe wieder nach der tatsächlichen Substratfeuchtigkeit.
Kann ich eine Monstera im Winter umtopfen?
Ja, wenn ein akutes Problem wie Wurzelfäule oder starke Staunässe besteht. Ein nicht dringendes Umtopfen ist dagegen günstiger, wenn die Pflanze mit zunehmendem Licht wieder in eine aktive Wachstumsphase startet.
Soll ich beim Umtopfen gleich eine Rankhilfe einsetzen?
Bei größeren oder bereits kletternden Monsteras ist das sehr sinnvoll. Die Stütze lässt sich im leeren beziehungsweise nur teilweise gefüllten Topf stabil positionieren, ohne später durch den vollständig durchwurzelten Ballen geschoben werden zu müssen.


