Der Gummibaum (Ficus elastica) wächst am zuverlässigsten, wenn viel Licht, eine kontrollierte Wasserversorgung und ein gut durchlüfteter Wurzelraum zusammenkommen. Seine dicken, glänzenden Blätter wirken robust, trotzdem reagiert die Pflanze auf dauerhaft nasse Erde, starken Lichtmangel und abrupte Standortwechsel. Besonders Blattverlust wird oft vorschnell mit Wassermangel erklärt. Tatsächlich können sowohl ein ausgetrockneter Wurzelballen als auch Staunässe, kalte Zugluft, deutlich veränderte Lichtverhältnisse oder Schädlinge dahinterstecken. Auch gelbe oder braune Blätter sind deshalb keine eindeutige Diagnose. Prüfe zuerst die Feuchtigkeit des Substrats, den Standort und den zeitlichen Verlauf. Bei buntlaubigen Sorten wie ‘Tineke’ oder ‘Belize’ spielt ausreichend Licht eine noch größere Rolle, weil die hellen Blattbereiche weniger Chlorophyll enthalten.
Stelle den Gummibaum hell, gieße erst nach Kontrolle der Erde und lasse überschüssiges Wasser vollständig ablaufen. Während der Wachstumszeit kann regelmäßig gedüngt werden, im lichtarmen Winter sinken Wasser- und Nährstoffbedarf deutlich. Verliert die Pflanze Blätter, sollte zuerst zwischen Wurzelproblem, Trockenheit, Lichtmangel und Standortstress unterschieden werden.

Inhalt
- Der richtige Standort: viel Licht für kräftigen Wuchs
- Gummibaum richtig gießen: erst die Erde prüfen
- Gummibaum verliert Blätter: Die Ursache systematisch eingrenzen
- Gelbe und braune Blätter richtig unterscheiden
- Erde und Umtopfen: Wurzeln brauchen Luft
- Gummibaum düngen: Wachstum unterstützen, nicht erzwingen
- Gummibaum schneiden: Höhe begrenzen und Verzweigung anregen
- Gummibaum vermehren
- Große Blätter richtig reinigen
- Schädlinge am Gummibaum früh erkennen
Der richtige Standort: viel Licht für kräftigen Wuchs
Ein Gummibaum sollte nicht dauerhaft in einer dunklen Zimmerecke stehen. Er kann weniger Licht eine Zeit lang tolerieren, wächst an einem hellen Standort mit überwiegend indirektem Licht aber deutlich besser.
Grüne Sorten sind etwas toleranter gegenüber schwächeren Lichtverhältnissen. Panaschierte Gummibäume mit cremefarbenen, gelblichen oder rosafarbenen Blattbereichen benötigen meist mehr Licht, damit die Zeichnung erhalten bleibt und genügend grüne Blattfläche leistungsfähig arbeiten kann.
➡️ Den richtigen Standort und Lichtbedarf von Zimmerpflanzen bestimmen
Kann ein Gummibaum direkte Sonne vertragen?
Ein gut eingewöhnter Gummibaum kann etwas direkte Sonne vertragen. Problematisch ist vor allem eine plötzliche starke Sonneneinstrahlung, wenn die Pflanze zuvor deutlich dunkler stand.
Besonders hinter einem südlich ausgerichteten Fenster können dann aufgehellte oder später braune trockene Blattflächen entstehen. Helle Bereiche panaschierter Sorten sind häufig empfindlicher.
Gewöhne eine Pflanze deshalb schrittweise an stärkere Sonne.
Anzeichen für zu wenig Licht
Ein ungünstig dunkler Standort kann sich zeigen durch:
- sehr langsamen Neuaustrieb,
- lange Abstände zwischen den Blättern,
- einseitiges Wachstum Richtung Fenster,
- kleinere neue Blätter,
- schwächere Panaschierung,
- deutlich langsamer trocknende Erde.
Der letzte Punkt ist wichtig: Wird der Gummibaum dunkler gestellt, sinkt meist auch sein Wasserverbrauch. Wer unverändert häufig weitergießt, kann dadurch zusätzlich ein Nässeproblem verursachen.
Falls sich am gewünschten Standort kein ausreichend heller Platz finden lässt:
➡️ Pflanzenlampen für Zimmerpflanzen richtig auswählen
Gleichmäßige Bedingungen sind besser als häufiges Umstellen
Ein Gummibaum muss nicht unbeweglich an exakt derselben Stelle stehen. Starke Veränderungen von Licht, Temperatur und Luftbewegung können jedoch Blattverlust auslösen.
Vermeide deshalb unnötige Standortwechsel, besonders wenn sich die Pflanze an ihrem bisherigen Platz gut entwickelt.
Kalte Zugluft beim Winterlüften und dauerhaft kalte Standflächen sind ebenfalls ungünstig.
➡️ Weitere Zimmerpflanzen und passende Pflegehinweise
Gummibaum richtig gießen: erst die Erde prüfen
Der häufigste Fehler besteht darin, nach Kalender zu gießen.
„Einmal pro Woche“ kann im Sommer bei einer großen Pflanze zu wenig und im Winter bei einem dunkleren Standort deutlich zu viel sein. Licht, Temperatur, Topfgröße, Wurzelmasse und Substrat bestimmen gemeinsam, wie schnell Wasser verbraucht wird.
Prüfe deshalb vor jeder Wassergabe die Erde. Die obere Substratschicht darf antrocknen. Ist es darunter noch deutlich feucht und fühlt sich der Topf schwer an, sollte meist noch gewartet werden.
➡️ Zimmerpflanzen richtig gießen
Wenn Wasser benötigt wird:
- Wurzelballen gleichmäßig gießen.
- Überschüssiges Wasser durch die Abzugslöcher ablaufen lassen.
- Wasser aus Übertopf oder Untersetzer entfernen.
- Vor der nächsten Wassergabe wieder die Erde prüfen.
Bei Unsicherheit:
➡️ Zimmerpflanzen-Gieß-Check nutzen
Nicht jeden Tag kleine Mengen nachgießen
Kleine tägliche Wassergaben können dazu führen, dass die Oberfläche wechselnd trocken erscheint, während tief im Topf dauerhaft Feuchtigkeit steht.
Besser ist eine deutliche Wassergabe, sobald sie tatsächlich nötig ist, gefolgt von einer Phase, in der das Substrat wieder teilweise abtrocknet.
Im Winter sinkt der Wasserbedarf
In deutschen Wohnräumen bekommt ein Gummibaum im Winter wesentlich weniger natürliches Licht. Das Wachstum verlangsamt sich häufig und entsprechend sinkt der Wasserverbrauch.
Die Erde kann dann wesentlich länger feucht bleiben als im Sommer.
➡️ Zimmerpflanzen im Winter richtig pflegen
Gummibaum verliert Blätter: Die Ursache systematisch eingrenzen
Blattverlust ist beim Gummibaum kein eigenständiges Krankheitsbild. Mehrere völlig unterschiedliche Probleme können dazu führen.
Eine brauchbare Diagnose beginnt deshalb nicht mit der Frage „Was soll ich dagegen sprühen?“, sondern mit vier Kontrollen:
- Wie feucht ist die Erde?
- Hat sich der Standort verändert?
- Welche Blätter fallen ab?
- Gibt es weitere Symptome?
➡️ Blattverlust bei Zimmerpflanzen richtig einordnen
Blattverlust bei nasser Erde
Bleibt der Wurzelballen lange nass und verliert der Gummibaum gleichzeitig gelbliche oder weich wirkende Blätter, liegt der Verdacht auf ein Problem im Wurzelraum nahe.
Kontrolliere:
- Abzugslöcher des Topfes,
- stehendes Wasser im Übertopf,
- Dauer der Substratfeuchtigkeit,
- Geruch der Erde,
- Zustand der Wurzeln.
➡️ Staunässe bei Zimmerpflanzen erkennen
Dunkle, weiche oder faulig riechende Wurzeln sprechen für einen weiter fortgeschrittenen Schaden.
➡️ Wurzelfäule bei Zimmerpflanzen erkennen
Blattverlust nach dem Umstellen
Hat der Blattfall kurz nach einem deutlichen Standortwechsel begonnen, können veränderte Licht- und Temperaturbedingungen eine Rolle spielen.
Besonders relevant ist der Wechsel:
- von hell nach deutlich dunkler,
- von warm nach kühl,
- in kalte Zugluft,
- unmittelbar an eine Heizung,
- von geschütztem Licht in intensive direkte Sonne.
Ändere jetzt nicht zusätzlich täglich Gießmenge, Dünger und Standort. Prüfe zuerst, ob der neue Platz grundsätzlich geeignet ist, und gib der Pflanze anschließend stabile Bedingungen.
Blattverlust bei trockener Erde
Ist der Wurzelballen stark ausgetrocknet, können ebenfalls Blätter verloren gehen.
Gieße in diesem Fall gründlich und lasse überschüssiges Wasser ablaufen. Eine stark ausgetrocknete Pflanze sollte anschließend nicht dauerhaft nass gehalten werden, um den vergangenen Trockenstress vermeintlich „auszugleichen“.



Gelbe und braune Blätter richtig unterscheiden
Blattfarbe und Schadstelle können Hinweise geben, reichen allein aber nicht für eine sichere Diagnose.
| Beobachtung | Mögliche Ursache | Zuerst prüfen |
|---|---|---|
| einzelnes älteres unteres Blatt vergilbt | normale Alterung möglich | bleibt es bei einzelnen Blättern? |
| mehrere gelbe Blätter, Erde lange nass | Wurzelstress | Feuchtigkeit und Wurzeln |
| trockene braune Ränder | Trockenstress oder anderer Wurzelstress | Erde und Gießverlauf |
| größere helle bis braune trockene Fläche | Sonnenstress möglich | letzte Standortänderung |
| dunkle braune Flecken plus nasse Erde | Wurzelproblem möglich | Wurzelballen |
| Blätter fallen nach Standortwechsel | Anpassungsstress möglich | Licht und Temperatur |
| klebrige Blätter | saugende Schädlinge möglich | Blattunterseiten und Triebe |
Gelbe Blätter
Ein einzelnes unteres Blatt kann im Rahmen normaler Alterung vergilben.
Werden jedoch mehrere Blätter gleichzeitig gelb, sollte besonders auf die Wasserversorgung geachtet werden.
➡️ Gelbe Blätter bei Zimmerpflanzen diagnostisch einordnen
Gelbe Blätter bedeuten nicht automatisch Nährstoffmangel. Ist der Wurzelballen nass, sollte nicht vorsorglich gedüngt werden.
Braune Flecken
Braune Bereiche können beispielsweise nach starker Sonne, mechanischen Verletzungen oder Problemen im Wurzelraum entstehen.
➡️ Braune Flecken bei Zimmerpflanzen unterscheiden
Beobachte besonders, ob der Schaden:
- einmalig auftrat,
- weiter wächst,
- nach einem Standortwechsel begann,
- zusammen mit nasser Erde auftritt,
- mehrere neue Blätter betrifft.
Eine alte mechanische Schadstelle muss nicht behandelt werden. Neue fortschreitende Flecken verlangen dagegen eine Ursachenprüfung.
Erde und Umtopfen: Wurzeln brauchen Luft
Der Gummibaum wächst am besten in einem lockeren, strukturstabilen Zimmerpflanzensubstrat, das Wasser speichern, aber anschließend wieder gut belüftet werden kann.
➡️ Das richtige Substrat für Zimmerpflanzen auswählen
Ein Topf mit funktionierenden Abzugslöchern ist besonders wichtig.
Eine Lage Blähton in einem geschlossenen Gefäß ersetzt keinen Ablauf. Kann Wasser nicht aus dem Topf heraus, bleibt es trotzdem im Wurzelbereich beziehungsweise darunter stehen.
Wann sollte ein Gummibaum umgetopft werden?
Ein größerer Topf ist sinnvoll, wenn:
- der Wurzelballen das Gefäß stark ausfüllt,
- Wurzeln aus den Abzugslöchern wachsen,
- das Substrat stark zusammengesackt ist,
- Wasser schlecht in den Ballen eindringt,
- die Pflanze im Verhältnis zum Topf instabil wird.
Das Frühjahr beziehungsweise eine Phase beginnenden Wachstums ist günstig. Bei akut faulenden Wurzeln sollte jedoch nicht auf einen bestimmten Monat gewartet werden.
➡️ Zimmerpflanzen richtig umtopfen
Den neuen Topf nicht zu groß wählen
Ein großer Gummibaum verleitet dazu, direkt einen sehr großen Kübel zu verwenden. Das kann nach hinten losgehen.
In einer großen Menge noch nicht durchwurzelter Erde bleibt Wasser häufig länger gespeichert. Wähle deshalb nur die nächste sinnvolle Gefäßgröße.
➡️ Zimmerpflanzenerde richtig auswählen
Gummibaum düngen: Wachstum unterstützen, nicht erzwingen
Während der hellen Wachstumszeit kann ein gesunder Gummibaum regelmäßig mit einem geeigneten Grünpflanzen- beziehungsweise Zimmerpflanzendünger versorgt werden.
Die konkrete Menge richtet sich nach dem verwendeten Dünger. Halte dich an dessen Dosierung und erhöhe die Konzentration nicht eigenmächtig.
➡️ Zimmerpflanzen richtig düngen
Im Winter wird deutlich weniger oder bei ruhendem Wachstum gar nicht gedüngt.
Ein Gummibaum, der wegen eines dunklen Standorts kaum wächst, benötigt nicht automatisch mehr Nährstoffe. Lichtmangel lässt sich nicht mit Dünger ausgleichen.
Ebenso sollte eine Pflanze mit akut geschädigten Wurzeln zunächst stabilisiert werden.
➡️ Zimmerpflanzendünger passend auswählen
Gummibaum schneiden: Höhe begrenzen und Verzweigung anregen
In seiner tropischen Heimat entwickelt sich Ficus elastica zu einem großen Baum. Auch im Zimmer kann ein gesundes Exemplar schnell zu hoch werden.
Der Gummibaum lässt sich deshalb zurückschneiden.
Ein sinnvoller Zeitpunkt liegt während einer hellen Wachstumsphase, wenn die Pflanze anschließend gute Bedingungen für neuen Austrieb besitzt.
So gehst du vor
Schneide einen gesunden Trieb mit einem sauberen, scharfen Werkzeug auf die gewünschte Höhe zurück.
Unterhalb der Schnittstelle können anschließend neue Seitentriebe entstehen. Eine exakt vorhersehbare Zahl neuer Triebe gibt es jedoch nicht.
Soll ein buschigerer Aufbau entstehen, kann ein gezielter Rückschnitt sinnvoller sein, als regelmäßig nur einzelne große Blätter zu entfernen.
Vorsicht vor dem weißen Milchsaft
Beim Schneiden tritt weißer Milchsaft aus. Dieser kann Haut und Schleimhäute reizen.
Trage bei größeren Schnittarbeiten Handschuhe, vermeide Kontakt mit Augen und Mund und lasse Kinder oder Haustiere nicht an frischen Schnittstellen lecken oder kauen.
Der austretende Saft kann zunächst mit saugfähigem Material aufgenommen werden. Die Schnittstelle muss nicht mit irgendwelchen Hausmitteln versiegelt werden.
Gummibaum vermehren
Ein Rückschnitt bietet Gelegenheit, geeignete Triebteile zur Vermehrung zu verwenden.
Möglich sind vor allem:
- Kopfstecklinge,
- Triebstecklinge mit einem geeigneten Knoten,
- Abmoosen bei größeren Pflanzen.
Ein einzelnes Blatt ohne geeigneten Sprossabschnitt ist für die Entwicklung eines vollständigen neuen Gummibaums nicht die zuverlässige Wahl. Ein Steckling sollte deshalb einen Teil des Triebes mit einem Knoten besitzen.
Zur Bewurzelung braucht er:
- Wärme,
- ausreichend Licht ohne extreme direkte Sonne,
- gleichmäßige Feuchtigkeit,
- keine dauerhaft vernässte Erde.
Auch beim Schneiden von Stecklingen tritt Milchsaft aus.
Große Blätter richtig reinigen
Die großen glänzenden Blätter sammeln mit der Zeit Staub. Wische sie gelegentlich vorsichtig mit einem weichen, feuchten Tuch ab.
Das hat zwei praktische Vorteile:
Erstens bleibt die Blattoberfläche sauber. Zweitens fallen Schädlinge, Flecken und andere Veränderungen schneller auf.
Blattglanzsprays sind für eine gesunde Pflege nicht erforderlich.
Auch häufiges Abduschen ist möglich, wenn anschließend kein Wasser dauerhaft im Übertopf stehen bleibt.
Schädlinge am Gummibaum früh erkennen
Besonders Blattunterseiten, junge Triebe und Übergänge zwischen Blattstiel und Stamm sollten gelegentlich kontrolliert werden.
➡️ Schädlinge an Zimmerpflanzen erkennen
Spinnmilben
Viele kleine helle Sprenkel und später feine Gespinste können auf Spinnmilben hindeuten.
➡️ Spinnmilben sicher erkennen
Schildläuse
Fest sitzende kleine Erhebungen auf Trieben oder entlang der Blattadern sowie klebrige Beläge passen eher zu Schildläusen.
➡️ Schildläuse an Zimmerpflanzen erkennen
Wollläuse
Weiße watteartige Ansammlungen in geschützten Pflanzenbereichen sprechen eher für Wollläuse.
Thripse
Silbrig wirkende Blattverletzungen, kleine dunkle Kotpunkte und schmale bewegliche Tiere können auf Thripse hindeuten.
Bleibt unklar, ob ein Pflegefehler oder ein Schädling vorliegt:
➡️ Zimmerpflanzen-Diagnose starten
Gummibaum im Winter richtig pflegen
Der Gummibaum benötigt im Wohnzimmer keine kalte Winterruhe. Trotzdem verändert sich sein Bedarf deutlich, weil weniger natürliches Licht vorhanden ist.
Das führt häufig zu:
- langsamerem Wachstum,
- geringerem Wasserverbrauch,
- längerer Trocknungszeit des Substrats,
- geringerem Nährstoffbedarf.
Die wichtigste Anpassung betrifft deshalb das Gießen.
Ein heller Platz ist im Winter besonders wertvoll. Steht die Pflanze weit im Raum, kann ein Standort näher am Fenster sinnvoll sein, solange sie dort nicht kalter Zugluft oder extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt wird.
Düngung und Wasser werden dem tatsächlichen Wachstum angepasst.
➡️ Zimmerpflanzen-Pflege im Überblick
Ist der Gummibaum giftig?
Der Gummibaum gehört zur Gattung Ficus und enthält einen weißen Milchsaft, der Haut und Schleimhäute reizen kann. Pflanzenteile sollten deshalb nicht gegessen werden.
Auch Katzen und Hunde sollten nicht am Gummibaum kauen. Besonders der Pflanzensaft kann Mund und Verdauungstrakt reizen.
Hat ein Haustier Pflanzenteile gefressen und zeigt anschließend starkes Speicheln, Erbrechen oder andere Beschwerden, sollte tierärztlicher Rat eingeholt werden.
Nach größeren Schnittarbeiten sind Handschuhe sinnvoll. Gelangt Milchsaft auf die Haut, sollte er abgewaschen werden. Kontakt mit den Augen ist zu vermeiden.
Die häufigsten Pflegefehler beim Gummibaum
Einen dunklen Platz wählen, weil der Gummibaum als pflegeleicht gilt
Pflegeleicht bedeutet nicht lichtunabhängig. Ein heller Standort fördert einen kräftigeren und kompakteren Wuchs.
Nach einem festen Wochentag gießen
Der Wasserbedarf verändert sich deutlich zwischen Sommer und Winter. Prüfe stattdessen die Erde.
Blattverlust sofort mit mehr Wasser behandeln
Wenn der Wurzelballen bereits nass ist, kann zusätzliches Gießen das Problem verstärken.
Einen riesigen Topf verwenden
Mehr Erde speichert mehr Wasser. Ein überdimensioniertes Gefäß kann deshalb die Feuchtigkeitskontrolle erschweren.
Langsames Wachstum mit stärkerem Dünger beantworten
Fehlt Licht oder sind die Wurzeln geschädigt, bringt mehr Dünger keine Lösung.
Panaschierte Sorten genauso dunkel stellen wie rein grüne
Helle Blattbereiche enthalten weniger Chlorophyll. Buntlaubige Sorten profitieren deshalb besonders von einem guten Lichtangebot.
Alte Schäden als aktuellen Zustand bewerten
Ein brauner Fleck wird nicht wieder grün. Entscheidend ist, ob neue Blätter gesund nachwachsen und keine weiteren Schäden entstehen.
So erkennst du, ob sich der Gummibaum erholt
Nach einem Pflegeproblem solltest du nicht erwarten, dass alte Schäden verschwinden.
Ein abgefallenes Blatt kehrt nicht zurück und braunes Blattgewebe regeneriert sich nicht.
Aussagekräftiger sind:
- der Blattverlust hört auf,
- neue Blätter entfalten sich gesund,
- keine neuen braunen Flecken entstehen,
- das Substrat trocknet zwischen den Wassergaben kontrolliert ab,
- der neue Austrieb ist stabil,
- Schädlinge sind nicht mehr feststellbar.
Gib einer stabilisierten Pflanze anschließend möglichst gleichmäßige Bedingungen, statt immer neue Maßnahmen auszuprobieren.
➡️ Zimmerpflanzen-Probleme systematisch eingrenzen
Häufige Fragen zur Gummibaum-Pflege
Wie oft muss man einen Gummibaum gießen?
Nicht nach einem festen Zeitplan. Lasse die obere Erdschicht vor der nächsten Wassergabe antrocknen und prüfe, ob tiefer im Topf noch Feuchtigkeit vorhanden ist. Im Winter sind die Abstände häufig länger.
Wo sollte ein Gummibaum stehen?
Möglichst hell mit überwiegend indirektem Licht. Etwas direkte Sonne kann nach Gewöhnung vertragen werden. Panaschierte Sorten benötigen besonders viel Licht.
Kann ein Gummibaum dunkel stehen?
Er toleriert weniger Licht eine Zeit lang, wächst dort aber langsamer und schwächer. Ein heller Standort ist für die langfristige Entwicklung besser.
Warum verliert mein Gummibaum Blätter?
Mögliche Ursachen sind zu viel oder zu wenig Wasser, Lichtmangel, Wurzelschäden, kalte Zugluft, starke Standortveränderungen oder Schädlinge. Prüfe deshalb zuerst Erde und Standort.
Warum bekommt mein Gummibaum gelbe Blätter?
Ein einzelnes altes unteres Blatt kann normal altern. Mehrere gelbe Blätter bei dauerhaft nasser Erde sprechen eher dafür, den Wurzelbereich und die Wasserversorgung zu kontrollieren.
Warum bekommt mein Gummibaum braune Flecken?
Braune Flecken können durch Sonnenstress, Trockenheit, Wurzelprobleme oder mechanische Verletzungen entstehen. Position, Struktur und zeitlicher Verlauf des Schadens helfen bei der Unterscheidung.
Kann ein Gummibaum in der Sonne stehen?
Ein eingewöhnter Gummibaum kann direkte Sonne vertragen. Eine Pflanze aus einem schattigen Raum sollte jedoch langsam an intensive Sonneneinstrahlung gewöhnt werden.
Wann sollte man einen Gummibaum umtopfen?
Wenn der Wurzelballen das vorhandene Gefäß stark ausfüllt, Wurzeln aus den Abzugslöchern wachsen oder das Substrat deutlich an Struktur verloren hat. Der neue Topf sollte nur moderat größer sein.
Kann man einen Gummibaum kürzen?
Ja. Der Gummibaum ist schnittverträglich und kann während einer guten Wachstumsphase zurückgeschnitten werden. Unterhalb der Schnittstelle können neue Seitentriebe entstehen.
Wie bekommt ein Gummibaum mehr Verzweigungen?
Ein Rückschnitt des dominanten Haupttriebes kann schlafende Knospen unterhalb der Schnittstelle zum Austrieb anregen. Wie viele neue Triebe tatsächlich entstehen, lässt sich nicht exakt vorhersagen.
Kann man einen Gummibaum vermehren?
Ja. Geeignet sind unter anderem Kopf- und Triebstecklinge mit einem Sprossknoten sowie das Abmoosen größerer Triebe.
Soll man die Blätter des Gummibaums abwischen?
Ja, gelegentliches vorsichtiges Reinigen mit einem feuchten Tuch entfernt Staub und erleichtert gleichzeitig die Kontrolle auf Schädlinge.
Muss man einen Gummibaum besprühen?
Regelmäßiges Besprühen ist keine Voraussetzung für eine erfolgreiche Pflege. Wichtiger sind geeignete Raumluft, richtiges Gießen und ein passender Standort.
Ist der Gummibaum giftig für Katzen und Hunde?
Der Pflanzensaft und Pflanzenteile können Mund und Verdauungstrakt reizen. Katzen und Hunde sollten deshalb nicht daran kauen. Bei Beschwerden nach einer Aufnahme sollte tierärztlicher Rat eingeholt werden.
Warum wächst mein Gummibaum nicht?
Prüfe zuerst Licht und Jahreszeit. Im Winter oder an einem dunklen Standort kann das Wachstum stark zurückgehen. Danach sollten Wasser, Wurzeln und erst anschließend die Nährstoffversorgung beurteilt werden.


