Eine Calathea braucht gleichmäßigere Bedingungen als viele robuste Zimmerpflanzen. Besonders wichtig sind eine leicht feuchte, aber niemals dauerhaft nasse Erde, ausreichend Luftfeuchtigkeit und eine sorgfältige Kontrolle bei Blattproblemen. Braune Spitzen, eingerollte Blätter oder trockene Ränder haben nämlich nicht automatisch dieselbe Ursache. Trockenstress, trockene Raumluft, ungeeignetes Gießwasser, Salzansammlungen, Wurzelschäden und Schädlinge können sich teilweise ähnlich zeigen. Deshalb solltest du bei einer auffälligen Calathea nicht reflexartig mehr gießen oder täglich sprühen, sondern zuerst Substratfeuchte, Wurzeln und Blattunterseiten prüfen. Auch die Blattbewegung kann täuschen: Viele Korbmaranten richten ihre Blätter abends natürlicherweise auf und öffnen sie tagsüber wieder. Das gehört zu ihrem normalen Tagesrhythmus und ist für sich genommen kein Krankheitszeichen.
Halte das Substrat leicht und möglichst gleichmäßig feucht, lasse überschüssiges Wasser vollständig ablaufen und vermeide sowohl starkes Austrocknen als auch Staunässe. Für gesundes Wachstum braucht die Calathea außerdem passende Licht-, Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsbedingungen. Treten Blattprobleme auf, solltest du Wasser, Wurzeln, Raumluft und Schädlinge gemeinsam beurteilen, statt nur einen einzelnen Pflegefaktor zu verändern.

Inhalt
- Calathea ist nicht gleich Calathea
- Standort nur kurz eingeordnet: Licht, Wärme und Luftfeuchtigkeit müssen zusammenpassen
- Calathea richtig gießen: leicht feucht ist nicht dauerhaft nass
- Welches Wasser eignet sich für Calathea?
- Luftfeuchtigkeit: wichtig, aber nicht die einzige Erklärung für braune Blätter
- Eingerollte Blätter: normales Wachstum oder Pflegeproblem?
- Braune Spitzen und Ränder richtig diagnostizieren
- Gelbe Blätter: Nicht automatisch stärker düngen
- Staunässe und Wurzelfäule früh erkennen
- Substrat und Umtopfen
Calathea ist nicht gleich Calathea
Unter dem Namen Calathea werden im Handel zahlreiche gemusterte Korbmaranten zusammengefasst. Botanisch wurden viele früher der Gattung Calathea zugerechnete Zimmerpflanzen inzwischen in die Gattung Goeppertia eingeordnet. Auch verwandte Ctenanthe und Stromanthe werden im Pflanzenhandel teilweise gemeinsam mit Calatheas angeboten.
Typische als Calathea bekannte Zimmerpflanzen sind beispielsweise:
- Goeppertia orbifolia, weiterhin häufig Calathea orbifolia genannt,
- Goeppertia roseopicta,
- Goeppertia makoyana,
- Goeppertia insignis, häufig als Calathea lancifolia verkauft,
- Goeppertia ornata.
Die grundlegende Pflege ähnelt sich, dennoch reagieren Arten und Sorten nicht vollkommen identisch. Blattgröße, Zeichnung und Fehlertoleranz unterscheiden sich. Eine Pflanze kann deshalb unter denselben Wohnraumbedingungen problemlos wachsen, unter denen eine empfindlichere Form bereits trockene Blattränder entwickelt.
➡️ Weitere Zimmerpflanzen und ihre Pflege kennenlernen
Standort nur kurz eingeordnet: Licht, Wärme und Luftfeuchtigkeit müssen zusammenpassen
Für die allgemeine Pflege genügt zunächst diese Orientierung: Eine Calathea steht günstig hell mit indirektem beziehungsweise gefiltertem Licht, warm und geschützt vor kalter Zugluft sowie intensiver direkter Sommersonne.
Ein sehr dunkler Platz kann das Wachstum bremsen und gleichzeitig den Wasserverbrauch reduzieren. Intensive direkte Sonne kann dagegen helle oder trockene Blattschäden verursachen.
Welche Fensterlage geeignet ist, wie weit die Pflanze vom Fenster entfernt stehen sollte, ob Nord-, Ost-, West- oder Südfenster passen und was bei Badezimmer, Heizung oder Winterstandort gilt, erklärt der eigene Standort-Ratgeber:
➡️ Calathea-Standort: Licht, Luftfeuchtigkeit und Temperatur richtig wählen
Calathea richtig gießen: leicht feucht ist nicht dauerhaft nass
Korbmaranten vertragen längeres vollständiges Austrocknen schlechter als trockenheitsverträgliche Zimmerpflanzen. Gleichzeitig benötigen auch ihre Wurzeln Sauerstoff.
Die Erde sollte deshalb relativ gleichmäßig leicht feucht, aber nicht ständig wassergesättigt sein.
➡️ Zimmerpflanzen richtig gießen
Eine sinnvolle Vorgehensweise ist:
- Prüfe die Oberfläche und einige Zentimeter darunter.
- Ist der obere Bereich etwas angetrocknet, kontrolliere, wie feucht der Wurzelballen tiefer noch ist.
- Gieße bei Bedarf so, dass der Ballen gleichmäßig Wasser bekommt.
- Lasse überschüssiges Wasser aus den Abzugslöchern vollständig ablaufen.
- Entferne anschließend Wasser aus Übertopf oder Untersetzer.
Ein fester Wochenplan ist weniger zuverlässig als die tatsächliche Feuchtigkeit. Topfgröße, Substrat, Jahreszeit, Temperatur und Licht verändern den Wasserverbrauch erheblich.
Wenn du die Feuchtigkeit schwer einschätzen kannst:
➡️ Zimmerpflanzen-Gieß-Check nutzen
Warum tägliche kleine Wassermengen problematisch sein können
Wer immer nur einen kleinen Schluck nachgießt, kann den Wurzelballen schwerer beurteilen. Die Oberfläche sieht zwischendurch trocken aus, während tiefere Bereiche dauerhaft nass bleiben.
Besser ist es, vor der Wassergabe zu prüfen und anschließend kontrolliert zu gießen.
Hängende oder eingerollte Blätter bedeuten nicht automatisch Durst
Eine Calathea kann bei trockenem Substrat sichtbar reagieren. Auch Wurzelschäden können jedoch dazu führen, dass die Blätter trotz feuchter Erde erschlaffen oder sich zusammenziehen.
Deshalb gilt:
Blattproblem + trockener Ballen: Wassermangel ist plausibel.
Blattproblem + dauerhaft nasse Erde: Nicht vorsorglich weitergießen. Zuerst Wurzeln und Wasserabfluss prüfen.
Welches Wasser eignet sich für Calathea?
Calatheas können empfindlicher auf stark mineralhaltiges Wasser und Salzansammlungen reagieren als viele robuste Zimmerpflanzen. Besonders bei wiederkehrenden braunen Blattspitzen lohnt sich deshalb ein Blick auf die Wasserqualität.
Regenwasser oder anderes geeignetes mineralarmes Wasser kann eine gute Möglichkeit sein.
Das bedeutet jedoch nicht, dass jede Calathea mit Leitungswasser zwangsläufig Probleme bekommt und ebenso wenig, dass jede braune Blattspitze vom Gießwasser stammt.
Prüfe bei Blattproblemen immer auch:
- Luftfeuchtigkeit,
- Trockenphasen,
- Wurzelzustand,
- Düngung,
- Substrat,
- Schädlinge.
Wächst deine Calathea mit dem bisherigen Wasser bereits längere Zeit gesund, gibt es keinen Grund, allein aus Vorsicht alle Bedingungen gleichzeitig zu verändern.
Problematisch kann außerdem Wasser aus Enthärtungsanlagen sein, wenn bei der Enthärtung Natrium in das Wasser gelangt. Eine dauerhaft zunehmende Salzbelastung ist für empfindliche Topfpflanzen ungünstig.
Luftfeuchtigkeit: wichtig, aber nicht die einzige Erklärung für braune Blätter
Calatheas profitieren von einer höheren Luftfeuchtigkeit und reagieren auf sehr trockene Raumluft empfindlicher als beispielsweise Bogenhanf oder Glücksfeder.
Besonders während der Heizperiode können trockene Blattränder und Spitzen begünstigt werden.
➡️ Luftfeuchtigkeit bei Zimmerpflanzen richtig einschätzen
Wichtig ist allerdings die Unterscheidung zwischen Luftfeuchtigkeit und Bodenfeuchtigkeit.
Eine Calathea kann gleichzeitig:
- zu trockene Raumluft haben,
- aber in viel zu nasser Erde stehen.
Mehr Gießwasser löst dann das Problem der trockenen Luft nicht und kann den Wurzeln zusätzlich schaden.
Hilft Besprühen?
Besprühen befeuchtet die Blätter und ihre unmittelbare Umgebung nur vorübergehend. Einige Sprühstöße verändern die Luftfeuchtigkeit eines trockenen Wohnraums nicht dauerhaft.
Je nach Wohnung sind sinnvoller:
- Abstand zu Heizkörpern,
- ein von Natur aus etwas feuchterer Raum,
- mehrere Pflanzen in räumlicher Nähe,
- eine insgesamt geeignete Raumluftfeuchtigkeit.
Wenn du sprühst, kann mineralarmes Wasser unschöne Kalkrückstände auf den gemusterten Blättern reduzieren.
Ein dauerhafter Wasserfilm auf den Blättern ist dagegen nicht das Ziel.
Eingerollte Blätter: normales Wachstum oder Pflegeproblem?
Bei Calathea müssen mehrere Arten des „Einrollens“ unterschieden werden.
Neue Blätter sind zunächst eingerollt
Ein junges Calathea-Blatt erscheint häufig eng zusammengerollt und entfaltet sich erst anschließend vollständig.
Das ist normales Wachstum.
Bereits entfaltete Blätter rollen sich plötzlich ein
Verändern dagegen ausgewachsene Blätter ihre Form deutlich, kommen verschiedene Belastungen infrage:
- trockener Wurzelballen,
- sehr trockene Luft,
- starke Hitze,
- intensive Sonne,
- Kältestress,
- geschädigte Wurzeln.
➡️ Eingerollte Blätter bei Zimmerpflanzen richtig einordnen
Nicht mit der natürlichen Blattbewegung verwechseln
Viele Korbmaranten verändern die Stellung ihrer Blätter zwischen Tag und Nacht. Abends können sie sich deutlich aufrichten und am nächsten Tag wieder absenken beziehungsweise öffnen.
Diese tageszeitliche Bewegung ist etwas anderes als ein Blatt, dessen Ränder dauerhaft trocken und eingerollt bleiben.
Wenn deine Calathea jeden Abend ihre gesunden Blätter aufrichtet, ist das daher nicht automatisch ein Pflegeproblem.
Braune Spitzen und Ränder richtig diagnostizieren
Braune Blattspitzen gehören bei Calathea zu den häufigsten und gleichzeitig unspezifischsten Problemen.
Eine Ursache nur nach dem Aussehen festzulegen, führt deshalb schnell in die falsche Richtung.
| Beobachtung | Mögliche Ursache | Zuerst prüfen |
|---|---|---|
| trockene Spitzen und Blattränder | trockene Luft, Trockenstress oder Salzbelastung | Raumluft, Wasser und Gießverlauf |
| trockene helle bis braune Fläche auf einer stark belichteten Seite | Sonnenstress möglich | direkte Einstrahlung |
| braune Stellen bei dauerhaft nasser Erde | Wurzelstress möglich | Wurzelballen und Abfluss |
| eingerollte trockene Ränder | Trockenstress oder trockene Luft möglich | Substrat und Raumluft |
| viele feine helle Sprenkel | Spinnmilben möglich | Blattunterseiten |
| einzelne alte trockene Stelle | früherer oder mechanischer Schaden möglich | entstehen neue Schäden? |
➡️ Braune Blattspitzen bei Zimmerpflanzen richtig beurteilen
Alte braune Stellen werden nicht wieder grün
Ein abgestorbener Blattrand regeneriert sich nicht.
Du erkennst eine erfolgreiche Korrektur deshalb daran, dass:
- sich bestehende Schäden nicht weiter ausbreiten,
- keine vergleichbaren neuen Schäden entstehen,
- neuer Austrieb gesund erscheint.
Stört vollständig trockenes Gewebe optisch, kann es vorsichtig zurückgeschnitten werden. Die eigentliche Ursache sollte trotzdem geklärt werden.



Gelbe Blätter: Nicht automatisch stärker düngen
Ein einzelnes älteres Blatt kann bei einer Calathea ganz normal altern und absterben.
Werden mehrere Blätter gelb, sollte die Pflanze genauer kontrolliert werden.
➡️ Gelbe Blätter bei Zimmerpflanzen richtig einordnen
Prüfe zuerst vier Punkte:
Ist die Erde dauerhaft nass?
Dann kommen Wurzelstress und Wurzelschäden infrage.
Ist der Ballen stark ausgetrocknet?
Dann kann Trockenstress beteiligt sein.
Wächst die Pflanze kaum noch?
Dann sollten unter anderem Lichtverhältnisse, Jahreszeit und Wurzeln betrachtet werden.
Sind Blattunterseiten auffällig?
Dann müssen Schädlinge ausgeschlossen werden.
Gelbe Blätter allein sind kein Beweis für Nährstoffmangel. Zusätzlicher Dünger kann ein Wurzelproblem nicht beheben.
Staunässe und Wurzelfäule früh erkennen
Dass Calathea feuchte Erde mag, führt leicht zu einem gefährlichen Missverständnis: feucht halten bedeutet nicht nass halten.
Bleibt das Substrat über längere Zeit wassergesättigt, fehlt den Wurzeln Sauerstoff. Wurzelschäden und Fäulnis können folgen.
➡️ Staunässe bei Zimmerpflanzen erkennen
Warnzeichen sind insbesondere:
- die Erde bleibt ungewöhnlich lange nass,
- mehrere Blätter vergilben,
- die Pflanze wirkt trotz nasser Erde schlaff,
- der Austrieb stagniert,
- das Substrat riecht unangenehm,
- Wurzeln sind dunkel, weich oder matschig.
Treffen mehrere dieser Punkte zusammen, solltest du den Wurzelballen kontrollieren.
➡️ Wurzelfäule bei Zimmerpflanzen erkennen
Häufigeres Besprühen der Blätter behebt keinen Wurzelschaden. Entscheidend ist in diesem Fall, die Bedingungen im Wurzelraum zu korrigieren.
Substrat und Umtopfen
Calatheas brauchen ein Substrat, das zwei scheinbar gegensätzliche Eigenschaften miteinander verbindet:
Feuchtigkeit speichern und trotzdem genügend Luft an die Wurzeln lassen.
➡️ Das passende Substrat für Zimmerpflanzen auswählen
Sehr dichtes Substrat, das nach dem Gießen lange vernässt bleibt, ist ungünstig.
Mindestens ebenso wichtig ist ein Kulturtopf mit funktionierenden Abzugslöchern. Eine Schicht Kies oder Blähton am Boden eines vollständig geschlossenen Gefäßes ersetzt keinen echten Wasserabfluss.
Wann sollte eine Calathea umgetopft werden?
Ein neuer Topf ist sinnvoll, wenn:
- der vorhandene Topf stark durchwurzelt ist,
- Wurzeln deutlich aus den Abzugslöchern wachsen,
- das Substrat stark verdichtet oder strukturell verbraucht ist,
- Wasser kaum noch gleichmäßig aufgenommen wird,
- Rhizome und Wurzeln den vorhandenen Raum deutlich ausfüllen.
Der neue Topf sollte nur moderat größer sein.
Ein kleiner Wurzelballen in einer sehr großen Menge feuchter Erde erhöht das Risiko, dass das Substrat lange nass bleibt.
➡️ Zimmerpflanzen richtig umtopfen
➡️ Zimmerpflanzenerde passend auswählen
Calathea düngen: regelmäßig, aber nicht übertreiben
Während aktiven Wachstums benötigt eine Calathea Nährstoffe. Entscheidend ist jedoch nicht möglichst viel Dünger, sondern eine dem Wachstum angemessene Versorgung.
➡️ Zimmerpflanzen richtig düngen
Orientiere dich grundsätzlich an der Dosierung des verwendeten Düngers und am tatsächlichen Pflanzenwachstum.
Besonders wichtig:
- eine geschädigte Pflanze nicht vorsorglich stark düngen,
- bei Wurzelproblemen zuerst den Wurzelraum stabilisieren,
- im lichtarmen Winter bei schwachem Wachstum zurückhaltender düngen,
- Überdosierungen vermeiden.
Zu hohe Konzentrationen gelöster Salze im Substrat können empfindliche Wurzeln zusätzlich belasten und zu Blattproblemen beitragen.
➡️ Zimmerpflanzendünger richtig auswählen
Spinnmilben: Blattunterseiten regelmäßig kontrollieren
Spinnmilben gehören zu den wichtigen Schädlingen an Korbmaranten. Gerade erste Schäden können leicht für ein reines Luftfeuchtigkeits- oder Pflegeproblem gehalten werden.
Achte auf:
- viele winzige helle Punkte im Blatt,
- zunehmend matte Blattflächen,
- sehr feine Gespinste,
- kleine bewegliche Punkte auf der Blattunterseite.
➡️ Spinnmilben sicher erkennen
Die Kontrolle der Blattunterseiten ist besonders während warmer, trockener Wohnraumbedingungen sinnvoll.
Auch andere saugende Schädlinge können vorkommen.
➡️ Zimmerpflanzen-Schädlinge unterscheiden
Silbrig wirkende Schäden zusammen mit kleinen dunklen Kotpunkten können zu Thripsen passen:
Klebrige Blätter und fest sitzende Erhebungen können auf Schildläuse hinweisen:
➡️ Schildläuse an Zimmerpflanzen erkennen
Bleibt das Schadbild unklar:
➡️ Zimmerpflanzen-Diagnose starten
Calathea schneiden und vermehren
Ein regelmäßiger Formschnitt ist nicht notwendig.
Vollständig abgestorbene, gelbe oder stark geschädigte Blätter kannst du mit einem sauberen Werkzeug möglichst tief an ihrer Basis entfernen. Gesunde gemusterte Blätter sollten nicht ohne Grund gekürzt werden.
Vermehrung durch Teilung
Größere Calatheas lassen sich beim Umtopfen teilen.
Jedes Teilstück sollte:
- eigene gesunde Wurzeln,
- mehrere Blätter beziehungsweise Austriebspunkte,
- einen ausreichend kräftigen Teil des Wurzelstocks besitzen.
Nach dem Teilen sind warme Bedingungen und gleichmäßige Feuchtigkeit hilfreich. Das Substrat darf während des Anwachsens nicht stark austrocknen, sollte aber ebenso wenig vernässt werden.
Im Winter treffen zwei gegensätzliche Probleme aufeinander
Eine Calathea benötigt keine kalte Winterruhe. Im deutschen Winter verändert sich ihre Pflege dennoch deutlich.
Durch weniger natürliches Licht kann:
- das Wachstum langsamer werden,
- der Wasserverbrauch sinken,
- das Substrat länger feucht bleiben.
Gleichzeitig wird die Raumluft durch Heizungen häufig trockener.
Dadurch können gleichzeitig zu trockene Luft und zu nasse Erde auftreten.
Das ist ein wichtiger Unterschied: Die Lösung für trockene Blattränder besteht nicht darin, den Wurzelballen immer nasser zu halten.
Passe das Gießen an den langsameren Wasserverbrauch an und beurteile die Raumluft separat.
➡️ Zimmerpflanzen im Winter richtig pflegen
Calathea und Katzen
Calathea wird als nicht giftig für Katzen und Hunde eingestuft. Das macht Korbmaranten für Tierhaushalte grundsätzlich unkomplizierter als zahlreiche andere Zimmerpflanzen.
Trotzdem bedeutet „ungiftig“ nicht, dass größere Mengen Blätter als Futter geeignet sind. Auch ungiftiges Pflanzenmaterial kann nach dem Fressen Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Außerdem sollte bei einem Vorfall sicher sein, dass die angeknabberte Pflanze tatsächlich korrekt bestimmt wurde.
Die genaue Einordnung, das Vorgehen nach einem Probebiss und die Abgrenzung zu anderen ähnlich bezeichneten Zimmerpflanzen findest du hier:
➡️ Calathea giftig für Katzen? Wie sicher Korbmaranten wirklich sind
Die häufigsten Pflegefehler bei Calathea
Die Erde ständig nass halten
Calathea mag gleichmäßige Feuchtigkeit, ihre Wurzeln brauchen trotzdem Sauerstoff. Leicht feucht und dauerhaft wassergesättigt sind zwei völlig unterschiedliche Zustände.
Braune Ränder sofort mit mehr Gießwasser behandeln
Trockene Raumluft, Salzbelastung, Wasserqualität, Sonne oder Wurzelschäden können ebenfalls beteiligt sein. Mehr Wasser kann bei bereits nasser Erde die falsche Maßnahme sein.
Jeden Tag nur einen kleinen Schluck gießen
Dadurch lässt sich schwer beurteilen, wie feucht der innere Wurzelballen tatsächlich ist. Kontrolliertes Gießen mit anschließendem Abtropfen ist besser nachvollziehbar.
Nur auf hohe Luftfeuchtigkeit achten
Eine Calathea kann in feuchter Raumluft stehen und gleichzeitig Wurzelfäule bekommen. Luft- und Bodenfeuchtigkeit müssen getrennt beurteilt werden.
Jeden Abend aufgerichtete Blätter als Krankheit ansehen
Die natürliche Tag-Nacht-Bewegung der Blätter ist bei vielen Korbmaranten normal.
Einen viel zu großen Topf wählen
Große Mengen unbewurzelten Substrats können deutlich langsamer abtrocknen und die Feuchtigkeitskontrolle erschweren.
Bei gelben Blättern sofort düngen
Gelbfärbung kann auch mit Wurzeln, Wasser oder Schädlingen zusammenhängen. Nährstoffmangel sollte nicht allein anhand der Blattfarbe angenommen werden.
Spinnmilben erst suchen, wenn Gespinste deutlich sichtbar sind
Frühe Schäden können zunächst nur aus feinen hellen Sprenkeln bestehen. Regelmäßiges Kontrollieren der Blattunterseiten ermöglicht eine frühere Erkennung.
Mehrere Pflegefaktoren gleichzeitig verändern
Eine gestresste Calathea gleichzeitig umzutopfen, stark zu düngen, mehr zu gießen und an einen völlig anderen Platz zu stellen, macht die Ursache kaum noch nachvollziehbar.
Ändere zuerst den Faktor, für den es die stärksten Hinweise gibt.
So erkennst du, ob sich die Calathea erholt
Vertrocknete Spitzen, alte Sonnenflecken und abgestorbenes Gewebe werden nicht wieder grün.
Beurteile deshalb die neue Entwicklung.
Gute Zeichen sind:
- neue Blätter entfalten sich ohne dieselben Schäden,
- alte braune Stellen breiten sich nicht weiter aus,
- es kommen keine neuen eingerollten Problemblätter hinzu,
- die Erde trocknet wieder kontrolliert ab,
- gesunder Neuaustrieb erscheint,
- es entstehen keine neuen Schädlingssymptome.
Hat sich die Pflanze stabilisiert, solltest du nicht weiter auf Verdacht ständig Bedingungen verändern.
Bleiben die Probleme bestehen, beginne erneut mit den grundlegenden Prüfungen: Feuchtigkeit, Wurzeln, Blattunterseiten und Verlauf.
➡️ Zimmerpflanzen-Probleme systematisch eingrenzen
Häufige Fragen zur Calathea-Pflege
Wie oft muss man eine Calathea gießen?
Nicht nach einem festen Kalender. Das Substrat sollte leicht und relativ gleichmäßig feucht bleiben, ohne dauerhaft nass zu sein. Prüfe vor jeder Wassergabe, wie weit der obere Bereich bereits abgetrocknet ist.
Warum bekommt meine Calathea braune Spitzen?
Mögliche Ursachen sind trockene Raumluft, Trockenstress, Wasser- oder Salzbelastung und Probleme im Wurzelraum. Tritt die Schädigung nur auf stark besonnten Blattteilen auf, kann auch zu intensive Sonne beteiligt sein.
Warum rollen sich die Blätter meiner Calathea ein?
Bei bereits ausgewachsenen Blättern kommen unter anderem Wassermangel, trockene Luft, Hitze, Lichtstress oder Wurzelprobleme infrage. Junge Blätter erscheinen dagegen natürlicherweise zusammengerollt und entfalten sich erst später.
Warum stellt meine Calathea abends die Blätter auf?
Viele Korbmaranten verändern ihre Blattstellung im Tagesverlauf. Das Aufrichten am Abend ist eine normale Bewegung und für sich genommen kein Krankheitszeichen.
Braucht eine Calathea hohe Luftfeuchtigkeit?
Eine höhere Luftfeuchtigkeit kommt ihr entgegen. Sehr trockene Heizungsluft kann braune Blattspitzen begünstigen. Das bedeutet jedoch nicht, dass auch das Substrat ständig nass sein sollte.
Soll man Calathea täglich besprühen?
Nein. Besprühen kann die unmittelbare Umgebung kurzfristig befeuchten, ersetzt aber keine dauerhaft passenden Raumbedingungen.
Welches Wasser eignet sich für Calathea?
Mineralarmes Wasser ist für empfindliche Korbmaranten günstig. Regenwasser kann daher geeignet sein. Bei wiederkehrenden Blattproblemen solltest du trotzdem nicht ausschließlich das Wasser als Ursache ansehen.
Warum werden die Blätter meiner Calathea gelb?
Mehrere gelbe Blätter können unter anderem mit dauerhaft nasser Erde, geschädigten Wurzeln, Trockenstress oder Schädlingen zusammenhängen. Ein einzelnes älteres Blatt kann dagegen auch normal absterben.
Wann sollte eine Calathea umgetopft werden?
Wenn der Topf stark durchwurzelt ist, Wurzeln oder Rhizome deutlich Platz benötigen oder das Substrat seine günstige Struktur verloren hat. Der neue Topf sollte nur moderat größer gewählt werden.
Kann man eine Calathea teilen?
Ja. Größere Pflanzen lassen sich beim Umtopfen teilen, sofern jedes Teilstück genügend gesunde Wurzeln und eigene Austriebe besitzt.
Warum wächst meine Calathea nicht?
Prüfe Licht, Jahreszeit, Temperatur und Wurzelzustand. Besonders im Winter kann das Wachstum deutlich langsamer werden. Mehr Dünger kann Lichtmangel oder geschädigte Wurzeln nicht ausgleichen.
Was ist bei einer neu gekauften Calathea zuerst wichtig?
Kontrolliere zunächst Feuchtigkeit, Blattzustand und Schädlinge und gib der Pflanze Zeit, sich an die neuen Bedingungen zu gewöhnen. Umtopfen, starkes Düngen und mehrere Standortwechsel gleichzeitig sind ohne konkreten Grund nicht sinnvoll.


