Nach dem letzten Mähen sollte der Rasenmäher nicht einfach mit Grasresten in den Schuppen geschoben werden. Feuchtes Schnittgut bleibt am Mähdeck hängen, Metallteile können korrodieren und bei Benzinmähern kann alter Kraftstoff im Frühjahr Startprobleme verursachen. Auch ein Akku sollte nicht monatelang unbeachtet im Gerät bleiben.
Kurzantwort: Für die Winterpause gilt deshalb: Rasenmäher ausschalten und gegen unbeabsichtigtes Starten sichern, gründlich reinigen, Messer und Gehäuse kontrollieren, vollständig trocknen lassen und geschützt einlagern. Beim Akku-Rasenmäher wird der Akku normalerweise herausgenommen und separat nach Herstellervorgabe gelagert. Beim Benzinmäher muss zusätzlich geklärt werden, ob der Kraftstoff entfernt oder mit einem geeigneten Stabilisator eingelagert werden soll.
Gerade beim letzten Punkt lohnt sich ein genauer Blick in die Bedienungsanleitung. Es gibt keine für jeden Benzinmotor gültige Regel „Tank immer leer“ oder „Tank immer voll“. Auch beim Ladezustand von Lithium-Ionen-Akkus unterscheiden sich die Vorgaben einzelner Hersteller.

Inhalt
- Rasenmäher nach dem letzten Mähen richtig vorbereiten
- Akku-, Elektro- und Benzinmäher brauchen unterschiedliche Winterpflege
- Benzin-Rasenmäher winterfest machen: Tank, Öl und Motor richtig behandeln
- Messer, Räder und Gehäuse vor der Lagerung kontrollieren
- Rasenmäher richtig im Schuppen oder in der Garage lagern
- Diese Fehler beim Überwintern lassen sich leicht vermeiden
- Vor dem ersten Mähen im Frühjahr kurz kontrollieren
Rasenmäher nach dem letzten Mähen richtig vorbereiten
Der beste Zeitpunkt zum Einlagern hängt nicht an einem bestimmten Datum. Solange der Rasen bei mildem Herbstwetter noch sichtbar wächst, kann ein weiterer Schnitt sinnvoll sein. Erst wenn die regelmäßige Mähsaison tatsächlich beendet ist, lohnt sich die gründliche Winterreinigung.
Wie du den Rasen selbst auf die kalte Jahreszeit vorbereitest, findest du unter ➡️ Rasenpflege im Herbst.
Bevor du am Mäher arbeitest, muss er zuverlässig gegen einen unbeabsichtigten Start gesichert sein:
- beim Akku-Rasenmäher Akku und gegebenenfalls Sicherheitsschlüssel entfernen,
- beim Elektromäher Netzstecker ziehen,
- beim Benzinmäher Motor abkühlen lassen und vor Arbeiten im Bereich des Messers den Zündkerzenstecker entsprechend der Bedienungsanleitung abziehen.
STIHL nennt diese Trennung von der Energiequelle ausdrücklich als Sicherheitsmaßnahme vor Reinigungs- und Wartungsarbeiten.
Grasreste zuerst trocken entfernen
Beginne nicht sofort mit Wasser. Eingetrocknetes Gras und Erde lassen sich häufig mit einer festen Bürste sowie einem Holz- oder Kunststoffschaber lösen.
Besonders gründlich solltest du folgende Bereiche kontrollieren:
- Unterseite des Mähgehäuses,
- Auswurfkanal,
- Fangkorb und dessen Öffnungen,
- Bereich um die Räder,
- Lüftungsöffnungen,
- Übergänge und Kanten, an denen feuchtes Gras hängen bleibt.
Dicke Grasablagerungen speichern Feuchtigkeit. Besonders bei Stahlgehäusen ist es deshalb ungünstig, wenn eine feuchte Schicht den gesamten Winter am Mähdeck bleibt.
Der Fangkorb sollte ebenfalls leer und sauber eingelagert werden. Wurde ein Stofffangsack oder Kunststoffkorb mit Wasser gereinigt, muss er vollständig trocknen, bevor er in einem geschlossenen Raum verstaut wird.
Wasser nur verwenden, wenn der Mäher dafür ausgelegt ist
Bei hartnäckigen Verschmutzungen ist Wasser nicht grundsätzlich verboten. Entscheidend ist aber die Konstruktion des jeweiligen Geräts.
Ein starker Wasserstrahl oder Hochdruckreiniger ist keine gute Standardmethode. Wasser kann in Lager, Dichtungen, elektrische Komponenten und andere empfindliche Bereiche gelangen. STIHL empfiehlt beispielsweise, starken Strahlwasserdruck auf Lager, Dichtungen und Motorteile zu vermeiden.
Bei Akku- und Elektromähern ist eine trockene Reinigung mit Bürste und Tuch deshalb die sichere Ausgangsmethode, solange die Bedienungsanleitung nichts anderes vorsieht.
Den Benzinmäher nicht beliebig auf die Seite legen
Um an das Mähdeck zu gelangen, wird ein Rasenmäher schnell einmal seitlich gekippt. Bei einem Viertakt-Benzinmotor kann dabei jedoch Öl in Luftfilter oder Auspuff gelangen.
Welche Kippstellung erlaubt ist, hängt vom Motor und Mäher ab. STIHL beschreibt für entsprechende Modelle eine Position, bei der der Mäher nach hinten gekippt wird und die Zündkerze nach oben zeigt. Diese Angabe sollte aber nicht ungeprüft auf jedes Fabrikat übertragen werden.
Die Bedienungsanleitung deines konkreten Mähers ist hier wichtiger als eine allgemeine Kippregel.
Akku-, Elektro- und Benzinmäher brauchen unterschiedliche Winterpflege
Reinigung und Sichtkontrolle sind bei allen drei Antriebsarten ähnlich. Bei der eigentlichen Einlagerung unterscheiden sie sich dagegen deutlich.
| Rasenmäher | Vor dem Winter besonders wichtig | Winterlagerung |
|---|---|---|
| Akku | Akku entnehmen, Kontakte prüfen | Akku separat nach Herstellervorgabe |
| Elektro | Kabel und Stecker kontrollieren | trocken und geschützt |
| Benzin | Kraftstoff, Öl, Luftfilter prüfen | entsprechend Motorhandbuch vorbereiten |
Akku-Rasenmäher: Akku nicht einfach im Gerät lassen
Bei einem herausnehmbaren Akku ist der einfachste Schritt gleichzeitig einer der wichtigsten: Nimm ihn für eine längere Winterpause aus dem Rasenmäher.
Danach solltest du Gehäuse und Kontakte auf Verschmutzung, Feuchtigkeit oder sichtbare Schäden kontrollieren. Der Akku selbst wird trocken und vor direkter Wärme sowie Sonneneinstrahlung geschützt gelagert.
Beim richtigen Ladezustand werden häufig pauschale Werte genannt. Tatsächlich unterscheiden sich die Herstellerangaben.
STIHL empfiehlt für seine entsprechenden Lithium-Ionen-Akkus etwa 40 bis 60 Prozent Ladezustand. Husqvarna nennt für die Winterlagerung 50 Prozent, während Einhell für eine längere Lagerung seiner Power-X-Change-Akkus etwa 30 bis 70 Prozent angibt.
Für deinen Akku bedeutet das: Nicht irgendeinen Prozentwert übernehmen, sondern die Herstellerangabe des konkreten Akkus verwenden.
➡️ STIHL: Lithium-Ionen-Akkus richtig lagern
Eine gute allgemeine Orientierung für viele wechselbare Werkzeugakkus ist ein mittlerer statt extrem niedriger oder dauerhaft voller Ladezustand. Die genaue Vorgabe hat jedoch Vorrang.
Akku über Winter am Ladegerät lassen?
Bei normalen wechselbaren Werkzeugakkus ist das keine sinnvolle Standardlösung. Einhell empfiehlt für längere Lagerzeiten beispielsweise ausdrücklich, Power-X-Change-Akkus vom Ladegerät getrennt aufzubewahren.
Auch hier können spezielle Geräte oder Ladesysteme eine eigene Erhaltungsladefunktion besitzen. In diesem Fall gilt die entsprechende Anleitung.
Kontrolliere einen eingelagerten Akku gelegentlich, insbesondere wenn der Hersteller dies vorsieht. Ein aufgeblähter, gerissener, stark beschädigter oder anderweitig auffälliger Lithium-Ionen-Akku sollte nicht weiter benutzt oder eigenständig geöffnet werden.
Darf der Rasenmäher-Akku in der kalten Garage bleiben?
Nicht automatisch. Ein unbeheizter Gartenschuppen oder eine Garage kann im Winter Temperaturen erreichen, die außerhalb des empfohlenen Lagerbereichs liegen.
Husqvarna nennt für entsprechende Akkus beispielsweise 5 bis 25 °C. Einhell empfiehlt für Power-X-Change-Akkus eine trockene Lagerung und bezeichnet etwa 15 bis 20 °C als optimal; Temperaturen unter 0 °C sollen bei diesen Akkus vermieden werden.
Deshalb kann der Mäher selbst durchaus im Geräteraum stehen, während der herausnehmbare Akku an einem geeigneteren Ort gelagert wird.
Wenn du dich grundsätzlich für Unterschiede zwischen Akkugeräten interessierst, findest du unter ➡️ Akku-Rasenmäher im Vergleich die passende Kaufhilfe.
Elektro-Rasenmäher: Kabel vor dem Einlagern kontrollieren
Ein kabelgebundener Elektromäher benötigt deutlich weniger Vorbereitung. Nach der Reinigung sollte er vollständig trocknen.
Kontrolliere dabei besonders:
- Anschlussleitung auf Schnitte und Quetschstellen,
- Stecker und Kabeldurchführung,
- Zugentlastung,
- Gehäuse und Räder,
- Messer und Messeraufnahme.
Ein beschädigtes Stromkabel solltest du nicht mit einem Stück Isolierband „für nächstes Jahr“ vorbereiten. Reparaturen an sicherheitsrelevanten elektrischen Komponenten gehören fachgerecht ausgeführt.
Das Kabel anschließend locker aufwickeln. Enge Knicke und Zug auf der Kabeldurchführung sind bei monatelanger Lagerung unnötig.
➡️ Elektro-Rasenmäher auswählen und vergleichen
Benzin-Rasenmäher winterfest machen: Tank, Öl und Motor richtig behandeln
Beim Benzinmäher entscheidet die Vorbereitung des Motors stärker darüber, ob der Start im Frühjahr problemlos gelingt.
Drei Bereiche verdienen besondere Aufmerksamkeit: Kraftstoffsystem, Motoröl und Luftfilter.
Benzin im Rasenmäher lassen oder Tank leeren?
Hier entsteht besonders häufig falscher Rat, weil unterschiedliche Herstellerempfehlungen miteinander vermischt werden.
STIHL empfiehlt für seine entsprechenden Benzin-Rasenmäher, den Tank vor der Winterpause zu entleeren. Befindet sich nur noch wenig Kraftstoff darin, kann der Motor laut Hersteller laufen, bis er wegen Kraftstoffmangels ausgeht.
Briggs & Stratton beschreibt dagegen für entsprechende Motoren auch eine andere Methode: Tank vor der Lagerung auffüllen, einen geeigneten Kraftstoffstabilisator verwenden und den Motor einige Minuten laufen lassen, damit der behandelte Kraftstoff durch das System gelangt. Wird kein Stabilisator verwendet beziehungsweise treffen die dort genannten Voraussetzungen nicht zu, empfiehlt Briggs ebenfalls, den Kraftstoff zu entfernen und den Motor bis zum Stillstand laufen zu lassen.
➡️ Briggs & Stratton: Hinweise zur saisonalen Lagerung
Die richtige Antwort lautet deshalb nicht „immer voll“ oder „immer leer“.
Prüfe die Anleitung des Mäher- beziehungsweise Motorherstellers und folge genau der dort vorgesehenen Methode.
Das ist besonders wichtig, wenn ein Kraftstoffstabilisator verwendet werden soll. Produkt, Dosierung und zulässiger Kraftstoff müssen zum Motor passen.
Alten Kraftstoff nicht einfach im Frühjahr weiterverwenden
Wurde ein Motor ausdrücklich für die Lagerung mit leerem Kraftstoffsystem vorbereitet, füllst du beim ersten Start frischen, vom Hersteller freigegebenen Kraftstoff ein.
Ist nach dem Winter alter, unbehandelter Kraftstoff im Tank geblieben und der Mäher springt schlecht an, kann das Kraftstoffsystem eine der möglichen Ursachen sein. STIHL nennt übersehene alte Kraftstoffreste ebenfalls als möglichen Grund für Startprobleme nach der Winterpause.
Kraftstoff solltest du nur in dafür zugelassenen Behältern handhaben und fern von offenen Flammen, Funken und Zündquellen aufbewahren.
Ölwechsel vor oder nach dem Winter?
Ein Ölwechsel ist nicht automatisch jedes Mal nötig, nur weil der Kalender Winter zeigt. Entscheidend ist das Wartungsintervall des Motors.
Ist der Ölwechsel laut Betriebsstunden oder Wartungsplan fällig, bietet sich die Zeit vor der längeren Lagerung an. Briggs & Stratton empfiehlt bei entsprechenden Motoren den Wechsel von Öl und gegebenenfalls Ölfilter für die saisonale Lagerung bei noch warmem Motor. STIHL rät ebenfalls dazu, einen ohnehin fälligen Ölwechsel nicht bis zur nächsten Saison aufzuschieben.
Verwende ausschließlich eine für den Motor freigegebene Ölsorte und die vorgegebene Füllmenge.
Luftfilter und Zündkerze kontrollieren
Luftfilter und Zündkerze müssen nicht vorsorglich jeden Herbst ersetzt werden.
Ein stark verschmutzter Luftfilter kann jedoch den Motorlauf beeinträchtigen. Kontrolliere ihn entsprechend der Wartungsanleitung und reinige oder ersetze ihn nur so, wie es für den jeweiligen Filtertyp vorgesehen ist.
Auch die Zündkerze lässt sich bei der Winterwartung überprüfen. Austauschintervall und korrekter Elektrodenabstand sind motorspezifisch.
Wer einen Benzinmäher besitzt und bei Motorwartung, Kraftstoffsystem oder Messerbefestigung unsicher ist, fährt mit einem Fachbetrieb besser, als sicherheitsrelevante Arbeiten nach einer allgemeinen Internetanleitung durchzuführen.
➡️ Benzin-Rasenmäher im Vergleich
Messer, Räder und Gehäuse vor der Lagerung kontrollieren
Der Winter ist ein guter Zeitpunkt für eine gründliche Sichtprüfung, weil du Probleme nicht erst beim ersten Mähen im Frühjahr bemerkst.
Mähmesser auf Schäden prüfen
Schau dir das Messer erst an, nachdem der Mäher zuverlässig gegen einen Start gesichert wurde.
Kleine Gebrauchsspuren sind etwas anderes als:
- deutliche Kerben,
- Verformungen,
- Risse,
- beschädigte Befestigungen,
- ungewöhnlich starke Abnutzung.
Ein beschädigtes Messer sollte nicht einfach weiterverwendet werden.
Soll das Messer geschärft werden, spielt außerdem die Auswuchtung eine Rolle. Ein ungleichmäßig geschliffenes Messer kann Vibrationen verursachen und Lager sowie Messeraufnahme belasten.
Wer beim Ausbau oder Auswuchten unsicher ist, lässt diese Arbeit beim Fachbetrieb erledigen.
Räder und bewegliche Teile nicht vergessen
Entferne Gras, Schnüre und Erde aus den Radbereichen. Prüfe anschließend, ob sich die Räder frei bewegen und ob sichtbare Befestigungen locker oder beschädigt sind.
Bewegliche Teile dürfen nur dort geschmiert werden, wo die Bedienungsanleitung es vorsieht. Öl oder Fett wahllos auf Riemen, Bremsmechanismen, Reibflächen oder elektrische Kontakte zu sprühen, kann mehr schaden als nutzen.
Rasenmäher richtig im Schuppen oder in der Garage lagern
Nach Reinigung und Wartung muss der Mäher vollständig trocken sein.
Ein geschützter, trockener Standort ist wichtiger als eine dekorative Abdeckung. Feuchtigkeit ist während mehrmonatiger Lagerung einer der größten Gegner von Metallteilen und elektrischen Kontakten.
Darf ein Rasenmäher im Winter draußen stehen?
Für eine dauerhafte Winterlagerung ist ein Platz im Freien keine gute Lösung. Regen, Schnee, Kondenswasser und wiederholte Temperaturwechsel belasten das Gerät.
Auch eine Plane macht aus einem offenen Stellplatz nicht automatisch ein geeignetes Winterlager. Unter einer schlecht belüfteten Abdeckung kann sich Feuchtigkeit sammeln.
Ein trockener Schuppen, eine Garage oder ein anderer geschützter Geräteraum ist sinnvoller. Für bestimmte Geräte empfiehlt STIHL ausdrücklich eine trockene, geschützte und frostfreie Lagerung.
Bei Akkugeräten kann der herausnehmbare Akku unabhängig vom Mäher an einem geeigneter temperierten Ort gelagert werden.
Rasenmäher hochkant stellen oder aufhängen?
Nur wenn der Hersteller diese Lagerposition ausdrücklich erlaubt.
Bei manchen modernen Mähern ist eine senkrechte Lagerung konstruktiv vorgesehen. Ein gewöhnlicher Benzinmäher darf dagegen nicht einfach hochkant an eine Wand gestellt werden, weil Betriebsstoffe in Bereiche gelangen können, für die sie nicht vorgesehen sind.
Die sichere Standardposition ist deshalb die normale Betriebsstellung, sofern die Bedienungsanleitung keine spezielle Lagerposition freigibt.
Klappbare Führungsholme können Platz sparen. Achte beim Einklappen darauf, Kabel, Bowdenzüge oder Leitungen nicht einzuklemmen.
Diese Fehler beim Überwintern lassen sich leicht vermeiden
Ein großer Teil der Winterpflege besteht nicht aus zusätzlichen Wartungsarbeiten, sondern daraus, einige typische Fehler nicht zu machen.
Mäher mit nassem Gras einlagern: Feuchtes Schnittgut bleibt monatelang am Gehäuse und kann Korrosion fördern.
Akku komplett leer weglegen: Ein extrem niedriger Ladezustand ist bei längerer Lagerung ungünstig. Halte dich an den vom Akkuhersteller empfohlenen Bereich.
Jeden Akku voll laden und am Ladegerät lassen: Auch das ist keine allgemeingültige Lagerregel. Mehrere Hersteller empfehlen für ihre Werkzeugakkus einen mittleren Ladezustand und getrennte Lagerung.
Beim Benzinmäher pauschal den Tank füllen oder leeren: Beide Vorgehensweisen können je nach Motor vorgesehen sein. Die Motoranleitung entscheidet.
Benzinmäher beliebig auf die Seite kippen: Motoröl kann dadurch an unerwünschte Stellen gelangen.
Hochdruckreiniger für das Mähdeck verwenden: Lager, Dichtungen und elektrische Komponenten können durch eindringendes Wasser beschädigt werden.
Beschädigtes Messer auf das Frühjahr verschieben: Gerade die Winterpause eignet sich dazu, bekannte Schäden zu beheben.
Mäher draußen unter einer Plane stehen lassen: Die Plane hält nicht zwangsläufig Kondensfeuchtigkeit vom Gerät fern.
Vor dem ersten Mähen im Frühjahr kurz kontrollieren
Nach der Winterpause genügt zunächst ein kurzer Technikcheck. So erkennst du rechtzeitig, ob der Rasenmäher direkt einsatzbereit ist oder noch etwas gewartet werden muss.
Ein Akku-Rasenmäher sollte nur mit einem unbeschädigten und ausreichend geladenen Akku gestartet werden. Kontrolliere dabei auch die Kontakte auf Verschmutzungen oder Korrosion.
Kabel, Stecker und Messer verdienen beim Elektromäher einen kurzen Blick, bevor das Gerät wieder zum Einsatz kommt. Beschädigungen sollten vor dem ersten Mähen behoben werden.
Für einen Benzinmäher sind vor allem Ölstand, Luftfilter, Zündkerzenstecker und Kraftstoffversorgung relevant. War der Tank über den Winter leer, wird jetzt frischer, für den Motor geeigneter Kraftstoff eingefüllt.
Einen Verbrennungsmotor niemals in einer geschlossenen Garage oder einem geschlossenen Keller längere Zeit laufen lassen.
Bevor du anschließend wieder mähst, solltest du auch den Rasen selbst beurteilen. Nach einem nassen Winter kann der Boden noch weich sein, obwohl das Gras bereits wächst.
➡️ Rasenpflege im Winter zeigt, was während der kalten Monate sinnvoll ist und welche Arbeiten besser bis zum Frühjahr warten.
Beim eigentlichen Saisonstart hilft dir ➡️ Rasen richtig mähen mit Schnitthöhe, Mähzeitpunkt und den wichtigsten Regeln für einen sauberen ersten Schnitt.
Häufige Fragen zum Rasenmäher winterfest machen
Wie mache ich einen Rasenmäher winterfest?
Trenne zuerst Akku, Netzstecker oder entsprechend der Anleitung den Zündkerzenstecker, reinige Mähdeck und Fangkorb und lass alles vollständig trocknen. Kontrolliere Messer und Gehäuse und lagere den Mäher anschließend trocken und geschützt. Bei Akku- und Benzinmähern kommen die jeweiligen Arbeiten an Akku beziehungsweise Kraftstoffsystem hinzu.
Soll man beim Benzin-Rasenmäher den Tank im Winter leeren?
Das hängt vom Motorhersteller ab. STIHL empfiehlt für entsprechende Rasenmäher einen leeren Tank, während Briggs & Stratton für bestimmte Motoren auch einen gefüllten Tank mit geeignetem Kraftstoffstabilisator vorsieht. Deshalb solltest du die Anleitung des konkreten Motors befolgen.
Wie voll sollte der Rasenmäher-Akku im Winter sein?
Dafür gibt es keinen universellen Wert. STIHL nennt bei entsprechenden Akkus 40 bis 60 Prozent, Husqvarna 50 Prozent und Einhell bei längerer Lagerung seiner Power-X-Change-Akkus etwa 30 bis 70 Prozent. Entscheidend ist die Angabe des Akkuherstellers.
Kann der Rasenmäher-Akku im Winter in der Garage bleiben?
Nur wenn Temperatur und Feuchtigkeit dort innerhalb der Herstellervorgaben liegen. In einer unbeheizten Garage kann es zu kalt werden. Herausnehmbare Akkus werden deshalb häufig besser separat an einem trockenen, geeigneter temperierten Ort gelagert.
Darf man einen Rasenmäher mit dem Hochdruckreiniger reinigen?
Als allgemeine Reinigungsmethode ist ein Hochdruckreiniger nicht zu empfehlen. Wasser kann in Lager, Dichtungen oder elektrische Bauteile gedrückt werden. Bürste, Kunststoff- oder Holzschaber und ein Tuch reichen für die normale Winterreinigung meist aus.
Kann ein Rasenmäher im Winter draußen bleiben?
Für die monatelange Winterlagerung sollte ein Rasenmäher trocken und vor Witterung geschützt stehen. Eine Plane im Freien verhindert Feuchtigkeit und Kondenswasser nicht zuverlässig. Ein trockener Schuppen oder eine Garage ist deshalb die bessere Lösung.
Muss man beim Rasenmäher vor dem Winter das Öl wechseln?
Nicht automatisch jedes Jahr. Ist der Ölwechsel nach Wartungsplan oder Betriebsstunden ohnehin fällig, sollte er vor der längeren Lagerung durchgeführt werden. Maßgeblich sind das Wartungsintervall und die Vorgaben des Motorherstellers.
Kann man einen Benzin-Rasenmäher im Winter hochkant lagern?
Nur wenn der Hersteller diese Lagerposition ausdrücklich freigibt. Bei einem gewöhnlichen Benzinmäher können beim falschen Kippen oder Hochkantstellen Öl oder Kraftstoff in ungeeignete Bereiche gelangen. Ohne ausdrückliche Freigabe bleibt der Mäher deshalb in seiner normalen Betriebsposition.

