Einblatt pflegen: richtig gießen, düngen, umtopfen und Pflegefehler vermeiden

Das Einblatt (Spathiphyllum) braucht mehr Feuchtigkeit als viele robuste Zimmerpflanzen, verträgt aber trotzdem keine dauerhaft nasse Erde. Genau hier liegt der wichtigste Punkt der Einblatt-Pflege: Der Wurzelballen sollte nicht vollständig austrocknen, gleichzeitig muss überschüssiges Wasser ablaufen können. Hängende Blätter bedeuten deshalb nicht automatisch, dass sofort gegossen werden sollte – bei bereits nasser Erde können auch geschädigte Wurzeln dahinterstecken. Für gesundes Wachstum braucht das Einblatt außerdem genügend indirektes Tageslicht, ein luftiges Substrat und eine zurückhaltende Nährstoffversorgung. Braune Blattspitzen, ausbleibende Blüten oder schwaches Wachstum lassen sich meist besser einordnen, wenn Wasser, Wurzeln, Licht und bisherige Pflege gemeinsam betrachtet werden. Für Standort, gelbe Blätter und Giftigkeit findest du jeweils eigene ausführliche Ratgeber.

Halte die Erde leicht bis mäßig feucht und lasse den oberen Bereich vor dem erneuten Gießen etwas abtrocknen. Gieße nicht nach einem festen Wochenplan, sondern nach dem tatsächlichen Zustand des Wurzelballens. Ein heller Platz ohne intensive direkte Sommersonne und eine gleichmäßige, nicht übertriebene Pflege sind für Spathiphyllum meist günstiger als häufige Korrekturen auf Verdacht.

Einblatt mit weißen Blüten sowie Hinweisen zu gleichmäßiger Feuchtigkeit, hellem bis halbschattigem Standort, Staunässe, hängenden Blättern, braunen Spitzen und gelben Blättern.
Einblatt pflegen: richtig gießen, Standort wählen und Blattprobleme erkennen
Inhalt
  1. Einblatt-Pflege im Überblick
  2. Einblatt richtig gießen: feucht halten, aber Staunässe vermeiden
  3. Wo das Einblatt gut wächst
  4. Wenn sich Blätter gelb verfärben
  5. Braune Blattspitzen haben nicht nur eine Ursache
  6. Erde und Umtopfen: Feuchtigkeit braucht trotzdem Luft
  7. Einblatt düngen: Wachstum unterstützen, nicht erzwingen
  8. Warum blüht das Einblatt nicht?
  9. Schneiden und Vermehren
  10. Schädlinge am Einblatt rechtzeitig erkennen
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Einblatt-Pflege im Überblick

Die wichtigsten Pflegepunkte lassen sich schnell einordnen. Bei speziellen Fragen führen die weiterführenden Ratgeber direkt zur ausführlichen Diagnose oder Anleitung.

PflegepunktDas ist entscheidend
GießenErde leicht feucht halten, oberen Bereich etwas abtrocknen lassen und stehendes Wasser vermeiden
Standorthell bis halbschattig mit indirektem Licht; ➡️ den passenden Einblatt-Standort genauer bestimmen
Erdehumos und feuchtigkeitsspeichernd, zugleich ausreichend luftig und mit sicherem Wasserabzug
Düngenvor allem bei aktivem Wachstum regelmäßig, aber nicht übermäßig versorgen
Gelbe Blätterzuerst Feuchtigkeit und Wurzeln prüfen; ➡️ gelbe Blätter am Einblatt gezielt diagnostizieren
Braune SpitzenWasserhaushalt, Luftfeuchtigkeit, Dünger, Salzbelastung und Licht gemeinsam prüfen
Kinder und HaustierePflanzenteile nicht aufnehmen lassen; ➡️ Giftigkeit des Einblatts für Menschen und Tiere nachlesen

Einblatt richtig gießen: feucht halten, aber Staunässe vermeiden

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Beim Gießen unterscheidet sich das Einblatt deutlich von trockenheitsverträglichen Arten. Der Wurzelballen sollte nicht über lange Zeit vollständig austrocknen. Permanent nasse und dadurch sauerstoffarme Erde ist jedoch ebenfalls ungünstig.

Die praktisch sinnvollste Regel lautet:

Die Erde leicht feucht halten, den oberen Bereich zwischen den Wassergaben aber etwas abtrocknen lassen.

➡️ Zimmerpflanzen richtig gießen

Statt einen festen Wochentag einzuhalten, prüfst du:

  • ob die obere Erdschicht bereits etwas abgetrocknet ist,
  • ob tiefer im Topf noch deutlich Feuchtigkeit vorhanden ist,
  • wie schwer sich der Topf anfühlt,
  • wie schnell der Ballen seit der letzten Wassergabe getrocknet ist.

Braucht die Pflanze Wasser, gieße den Wurzelballen gleichmäßig. Überschüssiges Wasser sollte durch die Abzugslöcher austreten können. Was sich anschließend im Übertopf oder Untersetzer sammelt, wird entfernt.

Bei Unsicherheit:

➡️ Zimmerpflanzen-Gieß-Check nutzen

Hängende Blätter: erst die Erde prüfen, dann gießen

Das Einblatt reagiert auf deutlichen Wassermangel oft sehr sichtbar und lässt seine Blätter hängen. Ist der Ballen tatsächlich trocken und sind die Wurzeln gesund, kann sich die Pflanze nach gründlichem Gießen wieder aufrichten.

Daraus sollte jedoch nicht die automatische Regel „hängende Blätter = Wasser“ werden.

Auch geschädigte Wurzeln können dazu führen, dass das Einblatt nicht mehr ausreichend Wasser aufnimmt. Oberirdisch sieht die Pflanze dann durstig aus, obwohl das Substrat noch nass ist.

Hängende Blätter + trockener Wurzelballen: Wassermangel ist plausibel.

Hängende Blätter + dauerhaft nasser Wurzelballen: Nicht erneut gießen. Jetzt Wasserabfluss und Wurzeln kontrollieren.

➡️ Hängende Blätter bei Zimmerpflanzen richtig beurteilen

Nicht jedes Mal bis zum starken Welken warten

Manchmal wird empfohlen, ein Einblatt grundsätzlich erst dann zu gießen, wenn die gesamte Pflanze sichtbar zusammenfällt. Zwar zeigt Spathiphyllum Trockenheit damit auffällig an, wiederholtes starkes Austrocknen ist aber keine gute Dauerpflege.

Besser ist es, den Feuchtigkeitszustand vorher zu kontrollieren und starken Trockenstress möglichst zu vermeiden.


Wo das Einblatt gut wächst

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Für die allgemeine Pflege genügt eine einfache Orientierung: Das Einblatt wächst am besten an einem hellen bis halbschattigen Platz mit viel indirektem Tageslicht. Es toleriert auch dunklere Bereiche, wächst dort jedoch häufig langsamer und bildet weniger Blüten. Intensive direkte Sommersonne kann dagegen das Blattgewebe schädigen.

Wichtig ist außerdem der Zusammenhang mit dem Gießen: Je weniger Licht die Pflanze bekommt, desto geringer kann ihr Wasserverbrauch werden. Am selben Gießrhythmus festzuhalten, obwohl das Einblatt deutlich dunkler steht, kann deshalb zu länger nassem Substrat führen.

Welche Fensterlage passt, wie dunkel der Standort sein darf, was im Badezimmer gilt und wie du zu viel oder zu wenig Licht erkennst, gehört in den ausführlichen Standort-Ratgeber:

➡️ Einblatt-Standort: So hell oder dunkel darf Spathiphyllum stehen


Wenn sich Blätter gelb verfärben

Ein einzelnes älteres Blatt kann beim Einblatt ganz normal vergilben und anschließend absterben. Werden dagegen mehrere Blätter innerhalb kurzer Zeit gelb, sollte nicht vorschnell gedüngt oder häufiger gegossen werden.

Die erste wichtige Unterscheidung ist die Feuchtigkeit im Wurzelballen:

Mehrere gelbe Blätter + dauerhaft nasse Erde sprechen eher dafür, Wasserabfluss und Wurzeln genauer zu prüfen.

Gelbfärbung nach starkem Austrocknen kann dagegen zu Trockenstress passen.

Auch Licht, Nährstoffversorgung, Umtopfstress und Schädlinge können beteiligt sein. Weil dieselbe gelbe Blattfarbe sehr unterschiedliche Ursachen haben kann, ist die genaue Diagnose in einem eigenen Ratgeber sinnvoller als eine lange Ursachenliste innerhalb der allgemeinen Pflegeanleitung.

➡️ Einblatt mit gelben Blättern: Ursache erkennen und richtig handeln


Braune Blattspitzen haben nicht nur eine Ursache

Braune Spitzen und Blattränder gehören zu den häufigsten Problemen beim Einblatt. Oft wird dafür ausschließlich trockene Raumluft verantwortlich gemacht. Tatsächlich kommen mehrere Faktoren infrage.

Dazu gehören unter anderem:

  • wiederholter Trockenstress,
  • sehr trockene Raumluft,
  • übermäßige Düngung,
  • eine hohe Salzbelastung im Substrat,
  • zu intensive direkte Sonne,
  • Probleme im Wurzelraum.

➡️ Braune Blattspitzen bei Zimmerpflanzen richtig unterscheiden

Trockene Luft

Das Einblatt bevorzugt eine höhere Luftfeuchtigkeit als ausgesprochen trockenheitsverträgliche Zimmerpflanzen. Besonders während der Heizperiode können trockene Bedingungen braune Spitzen begünstigen.

➡️ Luftfeuchtigkeit für Zimmerpflanzen richtig einschätzen

Gelegentliches Besprühen befeuchtet die Blattoberfläche nur vorübergehend. Es ersetzt weder die richtige Bewässerung der Wurzeln noch verändert es dauerhaft die Luftfeuchtigkeit eines ganzen Raums.

Zu viel Dünger

Eine zu hohe Konzentration löslicher Salze kann Wurzeln sowie Blattspitzen und Blattränder schädigen. Besonders ungünstig ist starkes Düngen bei gleichzeitig langsam trocknendem Substrat.

Das Einblatt benötigt Nährstoffe, aber keine möglichst hohe Düngerkonzentration.

Wasser und Salzansammlungen

Nicht nur Dünger trägt gelöste Salze in den Topf ein. Je nach verwendetem Wasser können sich mit der Zeit ebenfalls Mineralien im Substrat anreichern.

Auffällige weißliche Ablagerungen auf der Erdoberfläche oder am Topfrand sind deshalb ein Grund, sowohl Düngung als auch Gießwasser zu überprüfen. Wasser aus Enthärtungsanlagen, die Natrium in das Wasser eintragen, ist für die dauerhafte Pflanzenbewässerung ungünstig.

Alte braune Stellen verschwinden nicht

Bereits abgestorbenes Blattgewebe wird nicht wieder grün.

Ob eine Korrektur erfolgreich war, erkennst du deshalb nicht an den alten Blattspitzen, sondern daran, dass neue Blätter gesund bleiben und keine weiteren vergleichbaren Schäden entstehen.


Erde und Umtopfen: Feuchtigkeit braucht trotzdem Luft

Das Einblatt bevorzugt ein humoses, strukturstabiles Substrat, das Wasser speichern kann, ohne über lange Zeit vernässt zu bleiben.

➡️ Das passende Substrat für Zimmerpflanzen finden

Der Kulturtopf sollte funktionierende Abzugslöcher besitzen. Eine dekorative Schicht am Boden eines ansonsten geschlossenen Gefäßes ersetzt keinen Wasserablauf: Überschüssiges Wasser muss den eigentlichen Wurzelraum verlassen können.

Wann sollte ein Einblatt umgetopft werden?

Umtopfen ist sinnvoll, wenn:

  • viele Wurzeln aus den Abzugslöchern wachsen,
  • der Wurzelballen den Topf sehr stark ausfüllt,
  • Wasser kaum noch gleichmäßig in das Substrat eindringt,
  • die Erde stark verdichtet oder strukturell zusammengebrochen ist,
  • die Pflanze im Verhältnis zum Gefäß instabil wird.

Einblätter kommen mit einem gut durchwurzelten Topf durchaus zurecht. Deshalb ist nicht automatisch jedes Jahr ein deutlich größeres Gefäß notwendig.

Beim Umtopfen sollte der nächste Topf nur moderat größer sein. Ein kleiner Wurzelballen in einer großen Menge langsam trocknender Erde erhöht das Risiko, dass Bereiche des Substrats lange nass bleiben.

➡️ Zimmerpflanzen richtig umtopfen

➡️ Zimmerpflanzenerde passend auswählen

Wurzeln bei Gelegenheit kontrollieren

Gesunde Wurzeln sollten überwiegend fest wirken.

Sind größere Bereiche dagegen dunkel, weich, matschig oder riechen unangenehm, spricht das eher für einen Schaden im Wurzelraum. Ein größerer Topf allein löst dieses Problem nicht. Entscheidend sind gesunde Wurzeln, geeignetes Substrat und eine korrigierte Wasserversorgung.

➡️ Wurzelfäule bei Zimmerpflanzen erkennen


Einblatt düngen: Wachstum unterstützen, nicht erzwingen

Ein gesund wachsendes Einblatt benötigt während seiner aktiven Wachstumsphase regelmäßig Nährstoffe. Wie häufig gedüngt wird, hängt jedoch vom verwendeten Dünger, dessen Konzentration, vom Substrat sowie vom tatsächlichen Wachstum ab.

Deshalb ist die Dosierungsangabe des jeweiligen Düngers sinnvoller als ein starrer universeller Wochenplan.

➡️ Zimmerpflanzen richtig düngen

Wächst das Einblatt im Winter wegen des geringeren Lichtangebots nur langsam, wird auch die Düngung reduziert oder zeitweise ausgesetzt.

Mehr Dünger gleicht weder Lichtmangel noch geschädigte Wurzeln aus. Eine zu hohe Salzkonzentration kann vielmehr selbst Wurzeln und Blattspitzen schädigen.

➡️ Zimmerpflanzendünger richtig auswählen


Warum blüht das Einblatt nicht?

Der auffällige weiße Pflanzenteil, der meist als Blüte bezeichnet wird, ist botanisch ein Hochblatt, die Spatha. Die eigentlichen kleinen Blüten sitzen auf dem kolbenförmigen Blütenstand in der Mitte.

Bleiben neue Blütenstände längere Zeit aus, sollte nicht als erste Maßnahme stärker gedüngt werden.

Prüfe stattdessen mehrere Bedingungen.

Licht

Ein Einblatt kann an einem vergleichsweise dunklen Platz überleben und weiter Blätter bilden. Für eine reichlichere Blütenbildung sind hellere Bedingungen mit indirektem Licht meist günstiger.

Die genaue Platzwahl erklärt der Standort-Ratgeber:

➡️ Den richtigen Standort für das Einblatt finden

Pflanzenzustand

Eine Pflanze mit stark geschädigten Wurzeln, wiederholtem Trockenstress oder deutlichem Schädlingsbefall sollte zunächst stabilisiert werden.

Nährstoffversorgung

Steht das Einblatt lange in demselben ausgelaugten Substrat und wurde während aktiven Wachstums kaum versorgt, kann die Nährstoffversorgung eine Rolle spielen. Eine höhere Dosis als vorgesehen erzeugt jedoch nicht automatisch mehr Blüten.

Alternde Blüten

Weiße Hochblätter können mit zunehmendem Alter grünlicher und später braun werden. Das ist nicht automatisch ein Pflegefehler.

Ist ein Blütenstand vollständig verblüht, kann sein Stiel möglichst weit unten entfernt werden.


Schneiden und Vermehren

Einen regelmäßigen Formschnitt benötigt das Einblatt nicht.

Vollständig abgestorbene oder stark geschädigte Blätter können mit einem sauberen Schneidwerkzeug möglichst weit unten am Blattstiel entfernt werden. Gleiches gilt für alte Blütenstiele.

Gesunde Blätter sollten nicht ohne Grund gekürzt werden.

Vermehrung durch Teilung

Größere Einblätter lassen sich beim Umtopfen teilen.

Dazu wird der Wurzelballen vorsichtig in ausreichend kräftige Teilstücke getrennt. Jedes Teilstück sollte eigene gesunde Wurzeln und mehrere Blätter beziehungsweise Austriebspunkte besitzen.

Anschließend werden die Teilpflanzen in passende Gefäße gesetzt. Gleichmäßige Feuchtigkeit unterstützt das Anwachsen, dauerhaft nasse Erde jedoch nicht.


Schädlinge am Einblatt rechtzeitig erkennen

Auch ein gesund gepflegtes Einblatt kann von Schädlingen befallen werden.

Kontrolliere besonders:

  • Blattunterseiten,
  • Blattstiele,
  • Blattansätze,
  • junge Blätter,
  • dicht stehende Bereiche nahe der Basis.

➡️ Schädlinge an Zimmerpflanzen erkennen

Feine helle Sprenkel und Gespinste können zu Spinnmilben passen:

➡️ Spinnmilben sicher erkennen

Watteartige weiße Ansammlungen sprechen eher für Wollläuse:

➡️ Wollläuse sicher erkennen

Klebrige Blätter zusammen mit fest haftenden kleinen Erhebungen können auf Schildläuse hinweisen:

➡️ Schildläuse an Zimmerpflanzen erkennen

Bleibt das Schadbild unklar:

➡️ Zimmerpflanzen-Diagnose starten


Pflege im Winter: vor allem das Gießen anpassen

Eine ausgeprägte kalte Winterruhe benötigt das Einblatt nicht. In Deutschland steht im Winter jedoch erheblich weniger natürliches Licht zur Verfügung als im Sommer.

Dadurch können:

  • Wachstum und Blütenbildung langsamer werden,
  • der Wasserverbrauch sinken,
  • die Abstände zwischen den Wassergaben länger werden,
  • Substrat und Wurzelballen länger feucht bleiben.

Der häufigste praktische Fehler besteht deshalb darin, den sommerlichen Gießrhythmus unverändert fortzuführen.

Prüfe auch im Winter die Erde vor dem Gießen. Das Einblatt sollte nicht vollständig austrocknen, gleichzeitig ist ein über längere Zeit nasser Wurzelballen zu vermeiden.

Mit schwächerem Wachstum sinkt außerdem der Nährstoffbedarf. Die Düngung wird entsprechend angepasst.

➡️ Zimmerpflanzen im Winter richtig pflegen


Sicherheit bei Kindern, Katzen und Hunden

Ein Einblatt sollte nicht von Menschen oder Haustieren angeknabbert oder gegessen werden. Die Pflanze enthält unlösliche Calciumoxalat-Kristalle, die beim Kauen insbesondere Mund und Schleimhäute reizen können.

Wer Kinder, Katzen oder Hunde im Haushalt hat, sollte die Pflanze deshalb so aufstellen, dass Pflanzenteile möglichst nicht erreichbar sind. Auch abgeschnittene oder abgefallene Blätter sollten nicht liegen bleiben.

Was eine Aufnahme konkret bedeutet, welche Symptome bei Mensch, Katze oder Hund auftreten können und wie im Ernstfall reagiert werden sollte, erklärt der eigene Sicherheitsratgeber:

➡️ Einblatt giftig: Risiken für Menschen, Katzen und Hunde richtig einordnen


Die häufigsten Pflegefehler beim Einblatt

Jeden Tag nur ein wenig Wasser geben

Kleine häufige Wassermengen erschweren die Einschätzung des Wurzelballens und können dazu führen, dass einzelne Bereiche dauerhaft feucht bleiben.

Besser ist es, vor der Wassergabe zu prüfen und anschließend gleichmäßig zu gießen, sodass überschüssiges Wasser ablaufen kann.

Jedes Hängen sofort mit Wasser beantworten

Fühlt sich der Ballen bereits deutlich feucht oder nass an, sollte nicht automatisch weitergegossen werden. Hängende Blätter können auch mit geschädigten Wurzeln zusammenhängen.

Immer bis zum starken Welken warten

Das Einblatt macht Wassermangel auffällig sichtbar. Diese Reaktion eignet sich aber nicht als dauerhafte Gießstrategie.

Braune Spitzen ausschließlich trockener Luft zuschreiben

Luftfeuchtigkeit ist nur eine Möglichkeit. Auch Wasserhaushalt, Dünger, Salzbelastung, starke Sonne und Wurzelprobleme gehören zur Prüfung.

Einen viel zu großen Topf wählen

Ein deutlich überdimensionierter Topf enthält viel Substrat, das noch feucht sein kann, obwohl der eigentliche Wurzelballen nur einen kleinen Teil des Gefäßes ausfüllt.

Eine gestresste Pflanze gleichzeitig umtopfen, düngen und stark umstellen

Mehrere Veränderungen gleichzeitig erhöhen nicht nur die Belastung der Pflanze. Danach lässt sich auch kaum noch erkennen, welche Maßnahme tatsächlich sinnvoll war.

Ändere bei einem unklaren Problem deshalb zuerst den Faktor, für den es den stärksten Hinweis gibt.


So erkennst du, ob sich das Einblatt erholt

Bereits abgestorbenes oder braunes Blattgewebe regeneriert sich nicht. Auch ein vollständig vergilbtes Blatt wird in der Regel nicht wieder sattgrün.

Beurteile eine Pflegemaßnahme deshalb anhand der weiteren Entwicklung.

Gute Zeichen sind:

  • neue Blätter erscheinen gesund,
  • es kommen keine vergleichbaren Schäden mehr hinzu,
  • der Wurzelballen trocknet wieder in einem nachvollziehbaren Rhythmus,
  • die Pflanze wächst bei ausreichendem Licht weiter,
  • neue Blütenstände erscheinen unter passenden Bedingungen wieder.

Verschlechtert sich das Einblatt dagegen weiter, sollte nicht wahllos die nächste Pflegemaßnahme ausprobiert werden. Prüfe erneut Wasser, Wurzeln, Schädlinge und das genaue Schadbild.

➡️ Zimmerpflanzen-Probleme nach Symptomen eingrenzen


Häufige Fragen zur Einblatt-Pflege

Wie oft muss man ein Einblatt gießen?
Nicht nach einem festen Kalender. Gieße, wenn der obere Bereich des Substrats etwas abgetrocknet ist, während tiefer noch eine gewisse Feuchtigkeit vorhanden sein darf. Wie schnell das passiert, hängt unter anderem von Jahreszeit, Topf, Substrat und Licht ab.

Warum lässt mein Einblatt die Blätter hängen?
Häufig ist der Wurzelballen zu trocken. Prüfe ihn jedoch vor dem Gießen. Hängt die Pflanze trotz deutlich nasser Erde, können auch geschädigte Wurzeln beteiligt sein.

Wie schnell richtet sich ein trockenes Einblatt nach dem Gießen wieder auf?
War vorübergehender Wassermangel die Ursache und sind die Wurzeln gesund, kann sich das Laub relativ schnell wieder aufrichten. Wiederholtes starkes Austrocknen kann trotzdem bleibende Blattschäden verursachen.

Warum bekommt mein Einblatt braune Spitzen?
Mögliche Ursachen sind wiederholter Trockenstress, trockene Luft, zu starke Sonne, Überdüngung, Salzansammlungen oder Probleme im Wurzelraum. Das Schadbild sollte deshalb gemeinsam mit der bisherigen Pflege beurteilt werden.

Warum blüht mein Einblatt nicht?
Ein sehr dunkler Platz ist eine häufige mögliche Ursache. Prüfe außerdem den allgemeinen Pflanzenzustand, die Wurzeln und die Nährstoffversorgung. Mehr Dünger kann ungeeignete Lichtbedingungen nicht ausgleichen.

Soll man ein Einblatt besprühen?
Besprühen ist keine notwendige tägliche Pflegemaßnahme. Es befeuchtet die Blätter kurzfristig, ersetzt aber weder eine geeignete Raumluft noch die richtige Bewässerung des Wurzelballens.

Wann sollte man ein Einblatt umtopfen?
Wenn der Topf stark durchwurzelt ist, Wurzeln aus den Abzugslöchern wachsen, das Substrat stark verdichtet ist oder Wasser nicht mehr gleichmäßig aufgenommen wird. Der neue Topf sollte nur moderat größer sein.

Welche Erde braucht ein Einblatt?
Geeignet ist ein humoses, feuchtigkeitsspeicherndes, zugleich ausreichend luftiges Zimmerpflanzensubstrat. Entscheidend ist, dass überschüssiges Wasser aus dem Topf ablaufen kann und die Erde nicht dauerhaft vernässt.

Kann man ein Einblatt teilen?
Ja. Größere Pflanzen lassen sich beim Umtopfen teilen, wenn jedes Teilstück ausreichend gesunde Wurzeln und eigene Austriebe beziehungsweise Blätter besitzt.

Soll ich abgestorbene Blätter und Blüten entfernen?
Ja. Vollständig abgestorbene Blätter und verblühte Blütenstiele können mit einem sauberen Werkzeug möglichst weit unten entfernt werden. Gesunde Blätter benötigen keinen regelmäßigen Rückschnitt.