Nach dem letzten Mähen sollte der Rasenmäher nicht einfach mit Grasresten in den Schuppen geschoben werden. Feuchtes Schnittgut bleibt am Mähdeck hängen, Metallteile können korrodieren und bei Benzinmähern kann alter Kraftstoff im Frühjahr Startprobleme verursachen. Auch ein Akku sollte nicht monatelang unbeachtet im Gerät bleiben.
Kurzantwort: Für die Winterpause gilt: Rasenmäher ausschalten und gegen unbeabsichtigtes Starten sichern, gründlich reinigen, Messer und Gehäuse kontrollieren, vollständig trocknen lassen und geschützt einlagern. Beim Akku-Rasenmäher wird der Akku normalerweise herausgenommen und separat nach Herstellervorgabe gelagert. Beim Benzinmäher muss zusätzlich geklärt werden, ob der Kraftstoff entfernt oder mit einem geeigneten Stabilisator eingelagert werden soll.
Gerade bei Kraftstoff und Akku lohnt sich ein genauer Blick in die Bedienungsanleitung. Es gibt keine für jeden Benzinmotor gültige Regel „Tank immer leer“ oder „Tank immer voll“. Auch beim Ladezustand und bei der Lagertemperatur von Lithium-Ionen-Akkus unterscheiden sich die Vorgaben einzelner Hersteller.

Inhalt
- Rasenmäher nach dem letzten Mähen richtig vorbereiten
- Akku-, Elektro- und Benzinmäher: Das ist vor dem Winter unterschiedlich
- Benzinmäher: Tank, Öl und Motor richtig vorbereiten
- Messer, Räder und Gehäuse vor der Lagerung kontrollieren
- Rasenmäher richtig im Schuppen oder in der Garage lagern
- Diese Fehler beim Überwintern lassen sich leicht vermeiden
- Vor dem ersten Mähen im Frühjahr kurz kontrollieren
Rasenmäher nach dem letzten Mähen richtig vorbereiten
Der beste Zeitpunkt zum Einlagern hängt nicht an einem bestimmten Datum. Solange der Rasen bei mildem Herbstwetter noch sichtbar wächst, kann ein weiterer Schnitt sinnvoll sein. Erst wenn die regelmäßige Mähsaison tatsächlich beendet ist, lohnt sich die gründliche Winterreinigung.
Wie du den Rasen selbst auf die kalte Jahreszeit vorbereitest, findest du unter ➡️ Rasenpflege im Herbst.
Bevor du am Mäher arbeitest, muss er zuverlässig gegen einen unbeabsichtigten Start gesichert sein:
- beim Akku-Rasenmäher Akku und gegebenenfalls Sicherheitsschlüssel entfernen,
- beim Elektromäher Netzstecker ziehen,
- beim Benzinmäher Motor abkühlen lassen und vor Arbeiten im Bereich des Messers den Zündkerzenstecker entsprechend der Bedienungsanleitung abziehen.
Diese Trennung von der Energiequelle ist besonders wichtig, sobald du unter das Mähdeck greifst, das Messer kontrollierst oder festsitzende Grasreste entfernst.
Grasreste zuerst trocken entfernen
Beginne nicht sofort mit Wasser. Eingetrocknetes Gras und Erde lassen sich häufig mit einer festen Bürste sowie einem Holz- oder Kunststoffschaber lösen.
Besonders gründlich solltest du folgende Bereiche kontrollieren:
- Unterseite des Mähgehäuses,
- Auswurfkanal,
- Fangkorb und dessen Öffnungen,
- Bereich um die Räder,
- Lüftungsöffnungen,
- Übergänge und Kanten, an denen feuchtes Gras hängen bleibt.
Dicke Grasablagerungen speichern Feuchtigkeit. Besonders bei Stahlgehäusen ist es ungünstig, wenn eine feuchte Schicht den gesamten Winter am Mähdeck bleibt.
Der Fangkorb sollte ebenfalls leer und sauber eingelagert werden. Wurde ein Stofffangsack oder Kunststoffkorb mit Wasser gereinigt, muss er vollständig trocknen, bevor er in einem geschlossenen Raum verstaut wird.
Wasser nur verwenden, wenn der Mäher dafür ausgelegt ist
Bei hartnäckigen Verschmutzungen ist Wasser nicht grundsätzlich verboten. Entscheidend ist aber die Konstruktion des jeweiligen Geräts.
Ein starker Wasserstrahl oder Hochdruckreiniger ist keine gute Standardmethode. Wasser kann in Lager, Dichtungen, elektrische Komponenten und andere empfindliche Bereiche gelangen. STIHL empfiehlt beispielsweise, starken Strahlwasserdruck auf Lager, Dichtungen und Motorteile zu vermeiden.
Bei Akku- und Elektromähern ist eine trockene Reinigung mit Bürste und Tuch deshalb die sichere Ausgangsmethode, solange die Bedienungsanleitung nichts anderes vorsieht.
Den Benzinmäher nicht beliebig auf die Seite legen
Um an das Mähdeck zu gelangen, wird ein Rasenmäher schnell seitlich gekippt. Bei einem Viertakt-Benzinmotor kann dabei jedoch Öl in Luftfilter oder Auspuff gelangen.
Welche Kippstellung erlaubt ist, hängt vom Motor und vom Mäher ab. STIHL beschreibt für entsprechende Modelle eine Position, bei der der Mäher nach hinten gekippt wird und die Zündkerze nach oben zeigt. Diese Angabe sollte aber nicht ungeprüft auf jedes Fabrikat übertragen werden.
Die Bedienungsanleitung deines konkreten Mähers ist hier wichtiger als eine allgemeine Kippregel.
Akku-, Elektro- und Benzinmäher: Das ist vor dem Winter unterschiedlich
Reinigung und Sichtkontrolle sind bei den verschiedenen Antriebsarten ähnlich. Bei Akku, Kraftstoff und Batterie unterscheiden sich die notwendigen Schritte dagegen deutlich.
| Gerät | Vor der Winterpause besonders wichtig | Lagerung |
|---|---|---|
| Akku-Rasenmäher | Akku entnehmen, Kontakte kontrollieren | Akku separat nach Herstellervorgabe lagern |
| Elektro-Rasenmäher | Kabel, Stecker und Durchführung prüfen | trocken und geschützt |
| Benzin-Rasenmäher | Kraftstoffsystem, Öl und Luftfilter prüfen | Motorhersteller-Vorgaben beachten |
| Rasentraktor/Aufsitzmäher | Kraftstoff, Starterbatterie, Öl und Mähwerk kontrollieren | Batterie und Kraftstoff nach Geräteanleitung vorbereiten |
Akku-Rasenmäher: Akku nicht einfach im Gerät lassen
Bei einem herausnehmbaren Akku ist der einfachste Schritt gleichzeitig einer der wichtigsten: Nimm ihn für eine längere Winterpause aus dem Rasenmäher.
Danach solltest du Gehäuse und Kontakte auf Verschmutzung, Feuchtigkeit oder sichtbare Schäden kontrollieren. Der Akku selbst wird trocken und vor direkter Wärme sowie Sonneneinstrahlung geschützt gelagert.
Beim richtigen Ladezustand werden häufig pauschale Werte genannt. Tatsächlich unterscheiden sich die Herstellerangaben.
STIHL empfiehlt für entsprechende Lithium-Ionen-Akkus etwa 40 bis 60 Prozent Ladezustand. Husqvarna nennt in seinen Hinweisen zur Winterlagerung für entsprechende Akkus 50 Prozent und einen Lagerbereich von 5 bis 25 °C. Einhell empfiehlt bei längerer Lagerung seiner Power-X-Change-Akkus etwa 30 bis 70 Prozent.
Für deinen Akku bedeutet das: Nicht irgendeinen Prozentwert übernehmen, sondern die Herstellerangabe des konkreten Akkus verwenden.
➡️ STIHL: Lithium-Ionen-Akkus richtig lagern
Akku über Winter am Ladegerät lassen?
Bei normalen wechselbaren Werkzeugakkus ist das keine sinnvolle allgemeine Lagerregel. Einhell empfiehlt für längere Lagerzeiten beispielsweise, Power-X-Change-Akkus vom Ladegerät getrennt aufzubewahren.
Auch andere Akkusysteme können eigene Vorgaben haben. Spezielle Geräte oder Ladesysteme besitzen teilweise Funktionen, die sich von einem gewöhnlichen Werkzeugakku unterscheiden. In diesem Fall gilt die jeweilige Anleitung.
Ein aufgeblähter, gerissener, stark beschädigter oder anderweitig auffälliger Lithium-Ionen-Akku sollte nicht weiter benutzt oder eigenständig geöffnet werden.
Darf der Rasenmäher-Akku in der kalten Garage bleiben?
Nicht automatisch. Ein unbeheizter Gartenschuppen oder eine Garage kann im Winter Temperaturen erreichen, die außerhalb des empfohlenen Lagerbereichs liegen.
Husqvarna nennt für entsprechende Akkus beispielsweise 5 bis 25 °C. Einhell empfiehlt für Power-X-Change-Akkus eine trockene Lagerung zwischen 10 und 40 °C, bezeichnet etwa 15 bis 20 °C als optimal und rät davon ab, diese Akkus bei Temperaturen unter 0 °C zu lagern.
Deshalb kann der Mäher selbst durchaus im Geräteraum stehen, während der herausnehmbare Akku an einem geeigneteren Ort überwintert.
Wenn du dich grundsätzlich für die Unterschiede zwischen Akkugeräten interessierst, findest du unter ➡️ Akku-Rasenmäher im Vergleich die passende Kaufhilfe.
Elektro-Rasenmäher: Kabel vor dem Einlagern kontrollieren
Ein kabelgebundener Elektromäher benötigt deutlich weniger Vorbereitung. Nach der Reinigung sollte er vollständig trocknen.
Kontrolliere dabei besonders:
- Anschlussleitung auf Schnitte und Quetschstellen,
- Stecker und Kabeldurchführung,
- Zugentlastung,
- Gehäuse und Räder,
- Messer und Messeraufnahme.
Ein beschädigtes Stromkabel solltest du nicht mit einem Stück Isolierband „für nächstes Jahr“ vorbereiten. Reparaturen an sicherheitsrelevanten elektrischen Komponenten gehören fachgerecht ausgeführt.
Das Kabel anschließend locker aufwickeln. Enge Knicke und dauerhafter Zug auf der Kabeldurchführung sind bei monatelanger Lagerung unnötig.
➡️ Elektro-Rasenmäher auswählen und vergleichen
Benzinmäher: Tank, Öl und Motor richtig vorbereiten
Beim Benzinmäher entscheidet die Vorbereitung des Motors stärker darüber, ob der Start im Frühjahr problemlos gelingt.
Drei Bereiche verdienen besondere Aufmerksamkeit: Kraftstoffsystem, Motoröl und Luftfilter.
Benzin im Rasenmäher lassen oder Tank leeren?
Hier entsteht besonders häufig falscher Rat, weil unterschiedliche Herstellerempfehlungen miteinander vermischt werden.
STIHL empfiehlt für seine entsprechenden Benzin-Rasenmäher, den Tank vor der Winterpause zu entleeren. Befindet sich nur noch wenig Kraftstoff darin, kann der Motor laut Hersteller laufen, bis er wegen Kraftstoffmangels ausgeht.
Briggs & Stratton beschreibt dagegen für entsprechende Motoren auch eine andere Methode: Den Tank vor der Lagerung auffüllen, einen geeigneten Kraftstoffstabilisator verwenden und den Motor einige Minuten laufen lassen, damit der behandelte Kraftstoff durch das Kraftstoffsystem gelangt.
Wird kein entsprechender Stabilisator verwendet oder treffen die vom Motorhersteller genannten Voraussetzungen nicht zu, empfiehlt Briggs & Stratton ebenfalls, den Kraftstoff aus dem Tank zu entfernen und den Motor laufen zu lassen, bis er wegen Kraftstoffmangels ausgeht.
➡️ Briggs & Stratton: Hinweise zur saisonalen Lagerung
Die richtige Antwort lautet deshalb nicht „immer voll“ oder „immer leer“.
Prüfe die Anleitung des Mäher- beziehungsweise Motorherstellers und folge genau der dort vorgesehenen Methode.
Das ist besonders wichtig, wenn ein Kraftstoffstabilisator verwendet werden soll. Produkt, Dosierung und zulässiger Kraftstoff müssen zum Motor passen.
Alten Kraftstoff nicht einfach im Frühjahr weiterverwenden
Wurde ein Motor ausdrücklich für die Lagerung mit leerem Kraftstoffsystem vorbereitet, füllst du beim ersten Start frischen, vom Hersteller freigegebenen Kraftstoff ein.
Ist nach dem Winter alter, unbehandelter Kraftstoff im Tank geblieben und der Mäher springt schlecht an, kann das Kraftstoffsystem eine mögliche Ursache sein. Hersteller wie STIHL und Briggs & Stratton weisen ausdrücklich auf Start- und Kraftstoffsystemprobleme durch alten beziehungsweise unbehandelten Kraftstoff hin.
Kraftstoff solltest du nur in dafür zugelassenen Behältern handhaben und fern von offenen Flammen, Funken und anderen Zündquellen aufbewahren.
Ölwechsel vor oder nach dem Winter?
Ein Ölwechsel ist nicht automatisch nötig, nur weil der Kalender Winter zeigt. Entscheidend ist das Wartungsintervall des Motors.
Ist der Ölwechsel laut Betriebsstunden oder Wartungsplan fällig, bietet sich die Zeit vor der längeren Lagerung an. Briggs & Stratton empfiehlt im Rahmen seiner saisonalen Lagerung bei entsprechenden Motoren, Öl und gegebenenfalls Ölfilter bei warmem Motor zu wechseln. STIHL rät ebenfalls dazu, einen ohnehin fälligen Ölwechsel nicht bis zur nächsten Saison aufzuschieben.
Verwende ausschließlich eine für den Motor freigegebene Ölsorte und die vorgegebene Füllmenge.
Luftfilter und Zündkerze kontrollieren
Luftfilter und Zündkerze müssen nicht vorsorglich jeden Herbst ersetzt werden.
Ein stark verschmutzter Luftfilter kann jedoch den Motorlauf beeinträchtigen. Kontrolliere ihn entsprechend der Wartungsanleitung und reinige oder ersetze ihn nur so, wie es für den jeweiligen Filtertyp vorgesehen ist.
Auch die Zündkerze lässt sich bei der Winterwartung überprüfen. Austauschintervall und korrekter Elektrodenabstand sind motorspezifisch.
Wer bei Motorwartung, Kraftstoffsystem oder Messerbefestigung unsicher ist, fährt mit einem Fachbetrieb besser, als sicherheitsrelevante Arbeiten nach einer allgemeinen Internetanleitung durchzuführen.
➡️ Benzin-Rasenmäher im Vergleich
Rasentraktor winterfest machen: Batterie und Kraftstoff mitprüfen
Bei einem Rasentraktor oder Aufsitzmäher kommen zu Mähwerk, Kraftstoffsystem und Motor häufig noch eine separate Starterbatterie und weitere mechanische Komponenten hinzu.
Auch hier gilt zunächst: Gerät reinigen, Schnittreste vom Mähwerk entfernen und anschließend die Angaben des Herstellers zu Kraftstoff und Motorwartung beachten.
STIHL empfiehlt für entsprechende Aufsitzmäher, den Tank entweder leer laufen zu lassen oder einen geeigneten Kraftstoffstabilisator zu verwenden. Außerdem wird die Batterie für die Lagerung abgeklemmt beziehungsweise entsprechend der Geräteanleitung vorbereitet.
Ob und wie eine Starterbatterie ausgebaut, geladen oder während des Winters gepflegt werden soll, hängt vom Batteriesystem ab. Deshalb sollte bei Rasentraktoren nicht automatisch die Vorgehensweise eines wechselbaren Lithium-Ionen-Akkus übernommen werden.
Messer, Räder und Gehäuse vor der Lagerung kontrollieren
Der Winter ist ein guter Zeitpunkt für eine gründliche Sichtprüfung, weil du Probleme nicht erst beim ersten Mähen im Frühjahr bemerkst.
Mähmesser auf Schäden prüfen
Schau dir das Messer erst an, nachdem der Mäher zuverlässig gegen einen Start gesichert wurde.
Achte besonders auf:
- deutliche Kerben,
- Verformungen,
- Risse,
- beschädigte Befestigungen,
- ungewöhnlich starke Abnutzung.
Ein beschädigtes Messer sollte nicht einfach weiterverwendet werden.
Soll das Messer geschärft werden, spielt außerdem die Auswuchtung eine Rolle. Ein ungleichmäßig geschliffenes Messer kann Vibrationen verursachen und Messeraufnahme sowie Lager belasten.
Wer beim Ausbau oder Auswuchten unsicher ist, lässt diese Arbeit beim Fachbetrieb erledigen.
Räder und bewegliche Teile nicht vergessen
Entferne Gras, Schnüre und Erde aus den Radbereichen. Prüfe anschließend, ob sich die Räder frei bewegen und ob sichtbare Befestigungen locker oder beschädigt sind.
Bewegliche Teile dürfen nur dort geschmiert werden, wo die Bedienungsanleitung es vorsieht. Öl oder Fett wahllos auf Riemen, Bremsmechanismen, Reibflächen oder elektrische Kontakte zu sprühen, kann mehr schaden als nutzen.
Rasenmäher richtig im Schuppen oder in der Garage lagern
Nach Reinigung und Wartung muss der Mäher vollständig trocken sein.
Ein geschützter, trockener Standort ist wichtiger als eine dekorative Abdeckung. Feuchtigkeit ist während mehrmonatiger Lagerung problematisch für Metallteile, elektrische Kontakte und zahlreiche weitere Komponenten.
Darf ein Rasenmäher im Winter draußen stehen?
Für eine dauerhafte Winterlagerung ist ein Platz im Freien keine gute Lösung. Regen, Schnee, Kondenswasser und wiederholte Temperaturwechsel belasten das Gerät.
Auch eine Plane macht aus einem offenen Stellplatz nicht automatisch ein geeignetes Winterlager. Unter einer schlecht belüfteten Abdeckung kann sich Feuchtigkeit sammeln.
Ein trockener Schuppen, eine Garage oder ein anderer geschützter Geräteraum ist sinnvoller. Welche Temperaturen erforderlich sind, hängt vom Gerät ab. Bei einem Akku kann für die Batterie ein anderer Lagerort nötig sein als für den eigentlichen Mäher.
Rasenmäher hochkant stellen oder aufhängen?
Nur wenn der Hersteller diese Lagerposition ausdrücklich erlaubt.
Bei manchen modernen Mähern ist eine senkrechte Lagerung konstruktiv vorgesehen. Ein gewöhnlicher Benzinmäher darf dagegen nicht einfach hochkant an eine Wand gestellt werden, weil Öl oder Kraftstoff in Bereiche gelangen können, für die sie nicht vorgesehen sind.
Die sichere Ausgangsposition ist deshalb die normale Betriebsstellung, sofern die Bedienungsanleitung keine spezielle Lagerposition freigibt.
Klappbare Führungsholme können Platz sparen. Achte beim Einklappen darauf, Kabel, Bowdenzüge oder Leitungen nicht einzuklemmen.
Diese Fehler beim Überwintern lassen sich leicht vermeiden
Ein großer Teil der Winterpflege besteht nicht aus zusätzlichen Wartungsarbeiten, sondern daraus, einige typische Fehler nicht zu machen.
Mäher mit nassem Gras einlagern: Feuchtes Schnittgut bleibt monatelang am Gehäuse und kann Korrosion fördern.
Akku nahezu leer weglegen: Ein sehr niedriger Ladezustand kann bei längerer Lagerung ungünstig sein. Halte dich an den vom Akkuhersteller empfohlenen Bereich.
Jeden Akku voll laden und am Ladegerät lassen: Auch das ist keine allgemeingültige Lagerregel. Hersteller geben für viele Werkzeugakkus einen mittleren Ladezustand und eine vom Ladegerät getrennte Lagerung vor.
Beim Benzinmäher pauschal den Tank füllen oder leeren: Beide Vorgehensweisen können je nach Motor vorgesehen sein. Entscheidend ist die Anleitung des Motorherstellers.
Benzinmäher beliebig auf die Seite kippen: Motoröl kann dadurch an unerwünschte Stellen gelangen.
Hochdruckreiniger für das Mähdeck verwenden: Lager, Dichtungen und elektrische Komponenten können durch eindringendes Wasser beschädigt werden.
Beschädigtes Messer auf das Frühjahr verschieben: Gerade die Winterpause eignet sich dazu, bekannte Schäden vor der nächsten Saison zu beheben.
Mäher draußen unter einer Plane stehen lassen: Die Plane verhindert Feuchtigkeit und Kondenswasser nicht zwangsläufig.
Vor dem ersten Mähen im Frühjahr kurz kontrollieren
Nach der Winterpause genügt zunächst ein kurzer Technikcheck. So erkennst du rechtzeitig, ob der Rasenmäher direkt einsatzbereit ist oder noch etwas gewartet werden muss.
Ein Akku-Rasenmäher sollte nur mit einem unbeschädigten und ausreichend geladenen Akku gestartet werden. Kontrolliere dabei auch die Kontakte auf Verschmutzungen oder Korrosion.
Kabel, Stecker und Messer verdienen beim Elektromäher einen kurzen Blick, bevor das Gerät wieder zum Einsatz kommt. Beschädigungen sollten vor dem ersten Mähen behoben werden.
Für einen Benzinmäher sind vor allem Ölstand, Luftfilter, Zündkerzenstecker und Kraftstoffversorgung relevant. War der Tank über den Winter leer, wird jetzt frischer, für den Motor geeigneter Kraftstoff eingefüllt.
Einen Verbrennungsmotor niemals in einer geschlossenen Garage, einem Keller oder einem anderen geschlossenen Raum laufen lassen.
Bevor du anschließend wieder mähst, solltest du auch den Rasen selbst beurteilen. Nach einem nassen Winter kann der Boden noch weich sein, obwohl die Halme bereits wachsen. Mit schwerem Mäher über aufgeweichten Boden zu fahren, kann unnötige Spuren und Verdichtungen verursachen.
➡️ Rasenpflege im Frühjahr: Wann Mähen, Düngen und Nachsäen sinnvoll sind
Beim eigentlichen Saisonstart hilft dir außerdem ➡️ Rasen richtig mähen mit Schnitthöhe, Mähzeitpunkt und den wichtigsten Regeln für einen sauberen ersten Schnitt.
Häufige Fragen zum Überwintern von Rasenmähern
Wie mache ich einen Rasenmäher winterfest?
Trenne zuerst Akku oder Netzstecker beziehungsweise sichere einen Benzinmäher entsprechend seiner Bedienungsanleitung gegen unbeabsichtigtes Starten. Reinige Mähdeck und Fangkorb, lass alles vollständig trocknen und kontrolliere Messer und Gehäuse. Anschließend wird der Mäher trocken und geschützt eingelagert. Bei Akku- und Benzinmähern kommen die jeweiligen Arbeiten an Akku beziehungsweise Kraftstoffsystem hinzu.
Soll man beim Benzin-Rasenmäher den Tank im Winter leeren?
Das hängt vom Motorhersteller ab. STIHL empfiehlt für entsprechende Rasenmäher einen leeren Tank, während Briggs & Stratton für bestimmte Motoren auch einen gefüllten Tank mit geeignetem Kraftstoffstabilisator vorsieht. Deshalb solltest du die Anleitung des konkreten Motors befolgen.
Wie voll sollte der Rasenmäher-Akku im Winter sein?
Dafür gibt es keinen universellen Wert. STIHL nennt bei entsprechenden Akkus 40 bis 60 Prozent, Husqvarna für bestimmte Akkus 50 Prozent und Einhell bei längerer Lagerung seiner Power-X-Change-Akkus etwa 30 bis 70 Prozent. Entscheidend ist die Vorgabe des jeweiligen Akkuherstellers.
Kann der Rasenmäher-Akku im Winter in der Garage bleiben?
Nur wenn Temperatur und Feuchtigkeit dort innerhalb der Herstellervorgaben liegen. In einer unbeheizten Garage kann es für manche Akkus zu kalt werden. Herausnehmbare Akkus werden deshalb häufig besser separat an einem trockenen und geeigneter temperierten Ort gelagert.
Darf man einen Rasenmäher mit dem Hochdruckreiniger reinigen?
Als allgemeine Reinigungsmethode ist ein Hochdruckreiniger nicht zu empfehlen. Wasser kann in Lager, Dichtungen oder elektrische Bauteile gedrückt werden. Bürste, Kunststoff- oder Holzschaber und ein Tuch reichen für die normale Winterreinigung meist aus. Wenn Wasser verwendet werden darf, richtet sich die Vorgehensweise nach der Geräteanleitung.
Kann ein Rasenmäher im Winter draußen bleiben?
Für die monatelange Winterlagerung sollte ein Rasenmäher trocken und vor Witterung geschützt stehen. Eine Plane im Freien verhindert Feuchtigkeit und Kondenswasser nicht zuverlässig. Ein trockener Schuppen oder eine Garage ist deshalb die bessere Lösung.
Muss man beim Rasenmäher vor dem Winter das Öl wechseln?
Nicht automatisch jedes Jahr. Ist der Ölwechsel nach Wartungsplan oder Betriebsstunden ohnehin fällig, sollte er vor der längeren Lagerung durchgeführt werden. Maßgeblich sind das Wartungsintervall und die Vorgaben des Motorherstellers.
Kann man einen Benzin-Rasenmäher im Winter hochkant lagern?
Nur wenn der Hersteller diese Lagerposition ausdrücklich freigibt. Bei einem gewöhnlichen Benzinmäher können beim falschen Kippen oder Hochkantstellen Öl oder Kraftstoff in ungeeignete Bereiche gelangen. Ohne ausdrückliche Freigabe bleibt der Mäher deshalb in seiner normalen Betriebsposition.
Wie mache ich einen Rasentraktor winterfest?
Reinige Mähwerk und Gerät gründlich und beachte die Herstellerangaben zu Kraftstoff, Motoröl und Starterbatterie. Je nach Hersteller wird der Kraftstoff entfernt oder mit einem dafür vorgesehenen Stabilisator vorbereitet. Eine vorhandene Starterbatterie wird nach der jeweiligen Geräte- und Batterieanleitung für die Winterpause vorbereitet.


