Eine Aloe vera ist pflegeleicht, wenn sie genügend Licht bekommt und ihre Wurzeln nicht dauerhaft nass stehen. Die fleischigen Blätter speichern Wasser, deshalb verträgt die Pflanze längere Trockenphasen besser als häufiges Gießen. Besonders wichtig sind ein heller Standort, durchlässige Erde und ein Topf mit Abzugslöchern.
Viele Pflegefehler lassen sich an den Blättern erkennen. Werden sie weich oder glasig, kann zu viel Feuchtigkeit dahinterstecken. Dünne, faltige Blätter passen dagegen häufig zu Wassermangel. Braune oder rötliche Verfärbungen können durch starke Sonne, Kälte oder andere Belastungen entstehen.
Entscheidend ist, diese Anzeichen nicht isoliert zu betrachten. Erst die Kombination aus Blattzustand, Bodenfeuchtigkeit und Standort zeigt, was deiner Pflanze wahrscheinlich fehlt.
Kurzantwort: Stelle deine Aloe vera sehr hell bis sonnig und verwende durchlässige Sukkulentenerde. Gieße gründlich, aber erst wieder, wenn der Wurzelballen weitgehend abgetrocknet ist. Entferne überschüssiges Wasser aus dem Übertopf und halte die Blattrosette möglichst trocken. Bei weichen Blättern solltest du zuerst die Erde prüfen, bevor du erneut gießt.

Inhalt
- Aloe vera richtig pflegen: Das Wichtigste auf einen Blick
- Der richtige Standort: Wie viel Sonne verträgt Aloe vera?
- Aloe vera richtig gießen: Wann und wie oft braucht sie Wasser?
- Welche Erde und welchen Topf braucht die Pflanze?
- Aloe-vera-Blätter werden weich, gelb oder braun: Was steckt dahinter?
- Wurzelfäule erkennen und die Aloe retten
- Aloe vera düngen, schneiden und gesund halten
- Aloe vera im Winter richtig pflegen
- Aloe vera vermehren: Kindel richtig abtrennen
- Schädlinge und Haustiere: Was ist zu beachten?
Aloe vera richtig pflegen: Das Wichtigste auf einen Blick
Die Echte Aloe (Aloe vera, Synonym Aloe barbadensis) gehört zu den Affodillgewächsen. Als Sukkulente speichert sie Wasser in ihren dicken Blättern und ist an zeitweise trockene Bedingungen angepasst.
Daraus ergeben sich die wichtigsten Pflegeregeln:
- Standort: Sehr hell bis sonnig, nach dunkler Haltung langsam an direkte Sonne gewöhnen.
- Gießen: Erst nach weitgehendem Abtrocknen des Wurzelballens, dann gründlich.
- Erde: Lockeres, gut durchlässiges Substrat für Kakteen oder Sukkulenten.
- Topf: Immer mit funktionierenden Abzugslöchern.
- Düngen: Während des aktiven Wachstums sparsam, im Winter meist nicht.
- Überwinterung: Sehr hell, frostfrei und deutlich trockener als im Sommer.
Eine gesunde Aloe besitzt überwiegend feste, fleischige Blätter. Neue Blätter wachsen aus der Mitte ihrer Rosette.
Einzelne ältere Blätter können mit der Zeit eintrocknen. Werden jedoch mehrere Blätter gleichzeitig weich, gelb oder matschig, solltest du die Ursache genauer prüfen.
Der richtige Standort: Wie viel Sonne verträgt Aloe vera?
Aloe vera benötigt viel Licht. In der Wohnung ist ein Platz unmittelbar an einem hellen Fenster meist am besten geeignet.
Ein Süd- oder Westfenster kann gut funktionieren. Auch ein sehr helles Ostfenster ist möglich, sofern die Pflanze dort ausreichend Licht erhält.
Mehrere Meter vom Fenster entfernt reicht das Licht häufig nicht aus, selbst wenn der Raum für Menschen hell wirkt.
Aloe langsam an direkte Sonne gewöhnen
Eine eingewöhnte Aloe verträgt viel direktes Sonnenlicht.
Problematisch kann jedoch ein abrupter Wechsel sein, beispielsweise wenn eine Pflanze nach einem dunklen Winter plötzlich auf einem vollsonnigen Balkon steht.
Auf den Blättern können dann aufgehellte, gelbliche oder braune Schadstellen entstehen.
Gewöhne die Pflanze deshalb schrittweise an stärkere Sonne:
- Stelle sie zunächst sehr hell, aber geschützt vor intensiver Mittagssonne.
- Erhöhe die direkte Sonneneinstrahlung über mehrere Tage bis Wochen.
- Kontrolliere, ob sich neue helle oder braune Flecken bilden.
- Reduziere bei deutlichen Schäden vorübergehend die Sonneneinstrahlung.
Bereits verbranntes Blattgewebe wird normalerweise nicht wieder gesund. Entscheidend ist, neue Schäden zu verhindern.
Woran erkennst du Lichtmangel?
Bei zu wenig Licht verändert sich häufig der Wuchs.
Typische Hinweise sind ungewöhnlich lange, schmale Blätter, eine zunehmend lockere Rosette oder eine deutliche Neigung zum Fenster.
Auch schwacher Neuaustrieb kann dazugehören.
Zusätzlich verbraucht die Pflanze bei wenig Licht meist weniger Wasser. Die Erde bleibt dadurch länger feucht, wodurch sich das Risiko für Wurzelprobleme erhöht.
Ein heller Standort und richtiges Gießen gehören deshalb unmittelbar zusammen.
Aloe vera richtig gießen: Wann und wie oft braucht sie Wasser?
Der häufigste Pflegefehler ist, eine Aloe wie eine gewöhnliche, gleichmäßig feucht zu haltende Zimmerpflanze zu behandeln.
Sie benötigt stattdessen längere Trockenphasen zwischen den Wassergaben.
Wann solltest du gießen?
Prüfe vor dem Gießen die Feuchtigkeit im Topf.
Die Erdoberfläche allein reicht dafür nicht aus. Besonders bei großen Töpfen kann das Substrat oben bereits trocken sein, während es weiter unten noch deutlich feucht ist.
Ein Holzstäbchen hilft bei der Kontrolle: Stecke es vorsichtig tiefer ins Substrat und prüfe beim Herausziehen, ob noch feuchtes Material daran haftet.
Auch das Topfgewicht kann mit etwas Erfahrung ein hilfreicher Hinweis sein.
Gieße erst, wenn der Wurzelballen weitgehend abgetrocknet ist. Bei einem kühlen Winterstandort darf das Substrat zwischen den Wassergaben noch stärker austrocknen.
So gießt du richtig
- Prüfe, ob die Erde weitgehend trocken ist.
- Gieße direkt auf das Substrat und möglichst nicht in die Mitte der Blattrosette.
- Durchfeuchte den Ballen gleichmäßig, bis überschüssiges Wasser unten austritt.
- Lasse den Topf vollständig abtropfen.
- Entferne verbliebenes Wasser aus Untersetzer oder Übertopf.
Danach wartest du, bis das Substrat wieder ausreichend trocken ist.
Wie oft muss man Aloe vera gießen?
Ein fester Abstand wie sieben, 14 oder 21 Tage ist nicht zuverlässig.
Der Wasserbedarf hängt von Licht, Temperatur, Topfgröße, Substrat, Wurzelmenge und Jahreszeit ab.
Eine große Aloe am heißen Südfenster kann im Sommer schneller Wasser benötigen als eine kleine Pflanze in einem kühlen Raum.
Im Winter werden die Abstände häufig deutlich länger.
Die tatsächliche Feuchtigkeit ist wichtiger als die Zeit seit dem letzten Gießen.
Wenn du dir unsicher bist, kannst du den ➡️ Zimmerpflanzen-Gieß-Check nutzen.
Kann man Aloe vera von unten gießen?
Ja. Du kannst den Topf vorübergehend in einen Untersetzer mit Wasser stellen, damit das Substrat über die Abzugslöcher Feuchtigkeit aufnimmt.
Anschließend muss der Topf gut abtropfen. Er darf nicht dauerhaft im Wasser stehen.
Bei sehr trockenem, wasserabweisendem Substrat kann diese Methode hilfreich sein. Wichtig ist, dass der Wurzelballen tatsächlich Wasser aufgenommen hat.
Muss Aloe vera besprüht werden?
Nein. Eine Aloe benötigt keine hohe Luftfeuchtigkeit und muss nicht regelmäßig besprüht werden.
Besonders in kühlen Räumen kann Wasser, das längere Zeit in der Blattrosette stehen bleibt, Fäulnis begünstigen.
Ein paar versehentliche Tropfen sind jedoch nicht automatisch gefährlich.
Welche Erde und welchen Topf braucht die Pflanze?
Gutes Aloe-Substrat muss Wasser aufnehmen können, anschließend aber schnell wieder Luft an die Wurzeln lassen.
Schwere, dauerhaft feuchte Blumenerde ist ungünstig.
Geeignet sind durchlässige Kakteen- und Sukkulentensubstrate. Mineralische Bestandteile wie Bims, Lava, Perlite oder geeigneter grober Sand können die Struktur verbessern.
Entscheidend ist nicht eine starre Rezeptur, sondern dass:
- Wasser zuverlässig abläuft.
- Das Substrat nicht stark zusammensackt.
- Die Wurzeln ausreichend Sauerstoff bekommen.
- Die Erde nicht über längere Zeit nass bleibt.
Auch eine sogenannte Drainageschicht ersetzt keinen funktionierenden Wasserabzug und kein geeignetes Substrat.
Terrakotta oder Kunststoff?
Beide Materialien können funktionieren.
Terrakotta ermöglicht zusätzlich eine gewisse Verdunstung über die Topfwände. Kunststoff hält Feuchtigkeit häufig länger.
Dadurch kann sich der Gießbedarf unterscheiden.
Wichtiger als das Material ist ein Topf mit ausreichenden Abzugslöchern.
Wann solltest du umtopfen?
Ein jährlicher Topfwechsel ist nicht notwendig.
Umtopfen ist sinnvoll, wenn die Pflanze stark durchwurzelt ist, zahlreiche Kindel Platz benötigen oder die bisherige Erde stark verdichtet ist.
Das Frühjahr ist ein günstiger Zeitpunkt.
Wähle einen nur etwas größeren Topf. Viel unbewurzeltes Substrat bleibt länger feucht und kann die Bewässerung erschweren.
Setze die Aloe ungefähr so tief wie vorher. Die Pflanzenbasis sollte nicht tief in feuchter Erde verschwinden.
Weitere Hinweise findest du unter ➡️ Zimmerpflanzen richtig umtopfen.
Aloe-vera-Blätter werden weich, gelb oder braun: Was steckt dahinter?
Blattveränderungen sind wichtige Warnsignale. Sie lassen sich allerdings nicht allein anhand der Farbe sicher bestimmen.
Besonders wichtig ist, ob das Gewebe fest, faltig, glasig oder matschig ist und wie feucht das Substrat gleichzeitig ist.
| Beobachtung | Mögliche Ursache | Sinnvoller erster Schritt |
|---|---|---|
| Weiche, glasige Blätter bei nasser Erde | Überwässerung, Wurzelschäden oder Fäulnis | Nicht nachgießen, Wurzeln prüfen |
| Dünne, faltige Blätter bei trockenem Ballen | Wassermangel | Wurzelzustand prüfen, bei gesunden Wurzeln gründlich gießen |
| Helle, trockene Flecken nach Standortwechsel | Sonnenbrand möglich | Vor intensiver Sonne schützen |
| Rötliche, aber feste Blätter | Licht- oder anderer Umweltstress | Sonne, Temperatur und Wasser prüfen |
| Mehrere gelbe Blätter bei feuchter Erde | Wurzelstress möglich | Ballen und Wasserabzug kontrollieren |
| Braune, trockene Blattspitzen | Trockenstress, Salzbelastung oder Alterung möglich | Feuchtigkeit, Dünger und Standort prüfen |
| Weiße watteartige Beläge oder festsitzende Erhebungen | Schädlingsverdacht | Blattansätze und Tiere untersuchen |
Warum werden die Blätter weich?
Weiche Blätter werden häufig vorschnell als Wassermangel interpretiert.
Das kann ein schwerer Fehler sein.
Steht die Aloe in nasser Erde, können geschädigte Wurzeln die Pflanze nicht mehr richtig versorgen. Die Blätter verlieren dann ihre Festigkeit, obwohl im Topf reichlich Wasser vorhanden ist.
Weiche Blätter bei nasser Erde sind deshalb kein Grund, erneut zu gießen.
Kontrolliere zuerst die Wurzeln und den Zustand der Pflanzenbasis.
Bei trockenem Ballen und langsam schrumpfenden, faltigen Blättern ist dagegen Wassermangel wahrscheinlicher.
Allerdings kann auch eine Pflanze mit zerstörten Wurzeln trotz nasser Erde vertrocknet aussehen. Deshalb bleibt die Kontrolle des Wurzelbereichs entscheidend.
Warum wird Aloe vera rötlich?
Rötliche oder bronzefarbene Blätter können durch intensive Sonne oder andere Umweltbelastungen entstehen.
Sind die Blätter weiterhin fest, liegt nicht automatisch eine Krankheit vor.
Entstand die Verfärbung unmittelbar nach einem Wechsel an einen sonnigeren Standort, solltest du die Lichtintensität vorübergehend reduzieren.
Weiche, dunkle und matschige Bereiche sprechen dagegen eher für geschädigtes oder faulendes Gewebe.
Wann sind gelbe Blätter normal?
Einzelne alte Außenblätter können während der natürlichen Alterung gelb werden und eintrocknen.
Werden jedoch mehrere Blätter gleichzeitig gelb, besonders zusammen mit weichem Gewebe oder dauerhaft feuchter Erde, solltest du den Wurzelbereich kontrollieren.
Auch Lichtmangel, Kälte und andere Pflegeprobleme kommen infrage.
Wurzelfäule erkennen und die Aloe retten
Dauerhaft nasses Substrat kann zu Sauerstoffmangel und geschädigten Wurzeln führen. Im weiteren Verlauf können Wurzeln und Pflanzenbasis faulen.
Nicht jede kurzzeitig zu feuchte Erde erfordert sofortiges Umtopfen.
Bei einer weichen Pflanzenbasis, fauligem Geruch oder mehreren gleichzeitig matschig werdenden Blättern solltest du jedoch schnell handeln.
So gehst du vor
- Nimm die Pflanze vorsichtig aus dem Topf.
- Entferne so viel nasses Substrat, dass du die Wurzeln beurteilen kannst.
- Untersuche die Wurzeln auf weiche, matschige oder zerfallende Bereiche.
- Schneide eindeutig faules Gewebe mit einem sauberen Werkzeug ab.
- Lasse verletzte Schnittflächen unter geeigneten trockenen Bedingungen abtrocknen.
- Setze die Pflanze in frisches, durchlässiges Substrat und einen Topf mit Abzugslöchern.
- Passe anschließend das Gießen an den verbliebenen Wurzelzustand an.
Gesunde Wurzeln sind fest. Ihre Farbe allein ist kein ausreichendes Diagnosemerkmal.
Ist die Pflanzenbasis bereits großflächig weich und faulig, kann die Rettung schwierig werden.
Eine Aloe, deren zentrale Rosette vollständig verfault ist, lässt sich nicht allein durch frische Erde wiederherstellen.
Sind noch gesunde, bewurzelte Kindel vorhanden, können diese unter Umständen getrennt weiterkultiviert werden.
Die genauere Vorgehensweise findest du unter ➡️ Wurzelfäule bei Zimmerpflanzen erkennen und behandeln.
Aloe vera düngen, schneiden und gesund halten
Die Pflanze benötigt vergleichsweise wenig Dünger.
Während der hellen Wachstumszeit kann ein geeigneter Kakteen- oder Sukkulentendünger sparsam eingesetzt werden. Halte dich an die Dosierung des verwendeten Produkts.
Im Winter und bei kaum vorhandenem Wachstum ist zusätzliche Düngung normalerweise nicht sinnvoll.
Eine Pflanze mit Wurzelschäden solltest du nicht durch besonders viel Dünger retten wollen.
Zuerst müssen Licht, Wasser und Wurzelzustand stimmen.
Muss man Aloe vera schneiden?
Ein regelmäßiger Formschnitt ist nicht nötig.
Entfernen kannst du vollständig abgestorbene oder stark beschädigte äußere Blätter. Verwende dafür ein sauberes, scharfes Werkzeug und schneide möglichst nahe an der Blattbasis.
Gesunde Blätter solltest du nicht regelmäßig kürzen, um die Pflanze in Form zu halten.
Die neuen Blätter wachsen aus der Mitte der Rosette.
Aloe vera im Winter richtig pflegen
Während der dunklen Jahreszeit wächst die Pflanze meist langsamer und verbraucht weniger Wasser.
Deshalb ist es besonders wichtig, die Wassergaben zu reduzieren.
Für den Winter gilt:
- Möglichst hell aufstellen
- Vor Frost und kalter Zugluft schützen
- Deutlich seltener gießen
- Kein Wasser im Übertopf stehen lassen
- Bei geringem Wachstum nicht düngen
- Pflanzenmitte möglichst trocken halten
Eine helle, eher kühle und frostfreie Überwinterung bei ungefähr 10–15 °C kann geeignet sein. Auch in einem wärmeren Wohnraum lässt sich die Aloe überwintern, wenn ausreichend Licht vorhanden ist und du den Wasserbedarf entsprechend berücksichtigst.
Ist Aloe vera winterhart? Nein. Sie verträgt keinen Frost und sollte in Deutschland nicht draußen überwintern.
Kann die Aloe im Sommer draußen stehen?
Ja. Ein warmer, heller und geschützter Platz auf Balkon oder Terrasse kann ihr guttun.
Gewöhne sie schrittweise an direkte Sonne und achte auf zuverlässigen Wasserabzug.
Länger anhaltender Regen kann problematisch werden, wenn das Substrat dadurch dauerhaft nass bleibt.
Bei kühlen Nächten sollte die Pflanze rechtzeitig wieder an einen geschützten Standort gebracht werden.
Aloe vera vermehren: Kindel richtig abtrennen
Ältere Pflanzen bilden häufig kleine Tochterpflanzen, sogenannte Kindel, an ihrer Basis.
Das ist die einfachste Methode zur Vermehrung.
Am besten eignen sich Kindel, die bereits eigene Wurzeln besitzen.
Nimm die Mutterpflanze vorsichtig aus dem Topf und löse die Erde rund um die Tochterpflanze.
Trenne das Kindel möglichst mit seinen Wurzeln ab. Müssen Verbindungen durchschnitten werden, verwende ein sauberes Werkzeug und lasse die Schnittfläche vor dem Einpflanzen ausreichend abtrocknen.
Setze den Ableger in einen kleinen Topf mit durchlässigem Substrat und stelle ihn hell und warm auf.
Vermeide besonders in der Anfangszeit Staunässe.
Ein sehr großer Topf ist für ein kleines Kindel ungeeignet, weil viel unbewurzelte Erde unnötig lange feucht bleiben kann.
Schädlinge und Haustiere: Was ist zu beachten?
Aloe vera ist relativ robust, kann aber unter anderem von Wollläusen und Schildläusen befallen werden.
Schädlinge erkennen
Kontrolliere vor allem die engen Blattansätze, die Rosettenmitte und den Bereich nahe der Pflanzenbasis.
Wollläuse können als weiße, watteartige Ansammlungen auffallen.
Schildläuse erscheinen häufig als festsitzende, bräunliche oder beige Erhebungen.
Bei einem Befall solltest du die Pflanze zunächst von anderen Zimmerpflanzen getrennt aufstellen und den Schädling möglichst genau bestimmen.
Weitere Hilfe bietet ➡️ Zimmerpflanzen-Schädlinge richtig erkennen.
Nicht jede braune Stelle ist ein Schädlingsbefall. Auch Sonnenbrand, mechanische Schäden oder Fäulnis können Verfärbungen verursachen.
Ist Aloe vera giftig für Katzen und Hunde?
Ja. Die Pflanze gilt als giftig für Katzen und Hunde.
Besonders problematisch sind Inhaltsstoffe des gelblichen Blattsaftes, darunter Anthrachinonverbindungen. Nach dem Anknabbern können unter anderem Erbrechen und Durchfall auftreten.
Stelle die Pflanze deshalb so auf, dass Haustiere nicht an ihre Blätter gelangen.
Das klare Gel aus dem Blattinneren ist chemisch nicht mit allen übrigen Blattbestandteilen gleichzusetzen. Trotzdem sollten Haustiere keine Teile der Pflanze fressen. Auch selbst hergestellte Ganzblattzubereitungen sind nicht zum unbedachten Verzehr geeignet.
Hat ein Tier Aloe vera gefressen, solltest du tierärztlichen Rat einholen.
Wenn deine Aloe schlecht aussieht: Diese 5 Punkte zuerst prüfen
Bevor du gleichzeitig gießt, umtopfst und düngst, solltest du das Problem systematisch eingrenzen.
1. Erde kontrollieren: Ist der Wurzelballen trocken oder seit längerer Zeit nass?
2. Blattzustand prüfen: Sind die Blätter fest, dünn und faltig oder weich und glasig?
3. Pflanzenbasis untersuchen: Ist sie fest oder gibt es matschige beziehungsweise dunkel verfärbte Bereiche?
4. Standort beurteilen: Steht die Pflanze ausreichend hell? Gab es kürzlich einen Wechsel in intensive Sonne oder Kälte?
5. Erst dann handeln: Bei trockenem Ballen und gesunden Wurzeln gießen, bei Fäulnisverdacht den Wurzelbereich untersuchen und bei Lichtproblemen den Standort anpassen.
Diese Reihenfolge verhindert, dass du eine bereits überwässerte Pflanze durch zusätzliches Gießen weiter schädigst.
Wenn die Ursache unklar bleibt, kannst du die ➡️ Zimmerpflanzen-Diagnose nutzen.
Häufige Fragen zur Aloe-vera-Pflege
Wie oft muss man eine Aloe-vera-Pflanze gießen?
Nicht nach einem festen Zeitplan. Gieße erst wieder, wenn der Wurzelballen weitgehend abgetrocknet ist. Im Winter sind die Abstände normalerweise länger als während warmer, heller Sommerperioden.
Wo steht Aloe vera am besten?
An einem sehr hellen bis sonnigen Platz unmittelbar am Fenster. Nach längerer dunkler Haltung sollte sie schrittweise an starke direkte Sonne gewöhnt werden.
Kann Aloe vera in der prallen Sonne stehen?
Eine eingewöhnte Aloe verträgt viel direkte Sonne. Nach dem Kauf oder einer dunklen Winterphase kann ein abrupter Wechsel in intensive Mittagssonne jedoch Blattverbrennungen verursachen.
Warum werden Aloe-vera-Blätter weich?
Bei nasser Erde können Überwässerung und Wurzelschäden dahinterstecken. Bei trockenem Ballen kann Wassermangel beteiligt sein. Kontrolliere deshalb zuerst die Feuchtigkeit und bei Bedarf die Wurzeln.
Warum hängen die Blätter meiner Aloe?
Mögliche Ursachen sind Lichtmangel, Wassermangel, geschädigte Wurzeln oder Kälteschäden. Ein einzelnes hängendes Blatt erlaubt noch keine sichere Diagnose.
Warum wird meine Aloe braun oder rötlich?
Rötliche bis bronzefarbene Blätter können durch intensive Sonne oder anderen Umweltstress entstehen. Trockene braune Flecken nach einem Standortwechsel sprechen möglicherweise für Sonnenbrand. Weiches, dunkles Gewebe kann dagegen ein Fäulniszeichen sein.
Kann man Aloe vera von unten gießen?
Ja. Der Wurzelballen kann vorübergehend Wasser über die Abzugslöcher aufnehmen. Anschließend muss der Topf vollständig abtropfen und darf nicht dauerhaft im Wasser stehen.
Welche Erde braucht Aloe vera?
Ein lockeres, gut durchlässiges Kakteen- oder Sukkulentensubstrat ist geeignet. Wichtig ist, dass überschüssiges Wasser abläuft und ausreichend Luft an die Wurzeln gelangt.
Muss Aloe vera besprüht werden?
Nein. Normale Wohnraumluft reicht in der Regel aus. Wasser sollte besonders bei kühlen Temperaturen nicht lange in der Blattrosette stehen bleiben.
Wie oft muss Aloe vera gedüngt werden?
Während des aktiven Wachstums reicht eine sparsame Düngung mit einem geeigneten Produkt. Bei wenig Licht und geringem Wachstum im Winter solltest du normalerweise nicht düngen.
Ist Aloe vera winterhart?
Nein. Die Pflanze verträgt keinen Frost und muss in Deutschland frostfrei überwintert werden.
Kann Aloe vera im Sommer draußen stehen?
Ja. Ein warmer, heller und möglichst vor Dauerregen geschützter Platz ist geeignet. Gewöhne die Pflanze langsam an direkte Sonne und hole sie bei kühlen Nächten rechtzeitig herein.
Wie kann man Aloe vera vermehren?
Am einfachsten über Kindel, die sich an der Basis älterer Pflanzen bilden. Besonders gut eignen sich Tochterpflanzen, die bereits eigene Wurzeln haben.
Ist Aloe vera giftig für Katzen und Hunde?
Ja. Besonders der gelbliche Blattsaft enthält problematische Inhaltsstoffe. Haustiere sollten nicht an den Blättern fressen. Nach einer Aufnahme ist tierärztlicher Rat sinnvoll.

