Blattläuse sitzen bevorzugt an jungen Trieben, Knospen und Blattunterseiten und können sich bei günstigen Bedingungen schnell vermehren. Trotzdem brauchst du bei einem leichten bis mittleren Befall meist keine aggressive Hausmittel-Mischung. Am schnellsten hilft bei robusten Pflanzen das mechanische Entfernen: Blattläuse abstreifen oder mit einem gezielten Wasserstrahl abspülen. Stark besetzte einzelne Triebspitzen können abgeschnitten werden. Essig und gewöhnliches Spülmittel sind dagegen keine gute Standardlösung, weil selbst gemischte Konzentrationen Blätter schädigen können und Spülmittel nicht für die Anwendung an Pflanzen entwickelt wurde. Wenn eine Behandlung auf Seifenbasis nötig wird, sind dafür vorgesehene Mittel mit Kali-Seife kontrollierbarer. Wichtig bleibt in jedem Fall die Nachkontrolle, denn einzelne Blattläuse können übersehen werden oder erneut zufliegen.
Was hilft sofort gegen Blattläuse? Bei robusten Pflanzen zuerst abstreifen oder mit Wasser abspülen, stark befallene einzelne Triebe entfernen und nach zwei bis drei Tagen erneut kontrollieren. Essig-Spülmittel-Mischungen würde ich nicht verwenden. Sind bereits Marienkäfer-, Florfliegen- oder Schwebfliegenlarven aktiv, solltest du möglichst wenig zusätzlich sprühen.

Inhalt
- Was hilft sofort gegen Blattläuse?
- Wasser gegen Blattläuse: oft die beste erste Maßnahme
- Stark befallene Triebspitzen gezielt entfernen
- Welches Hausmittel passt zu welcher Situation?
- Essig und Spülmittel gegen Blattläuse: besser nicht mischen
- Seife gegen Blattläuse: Kali-Seife ist etwas anderes als Küchen-Spülmittel
- Hilft Kaffeesatz gegen Blattläuse?
- Hausmittel gegen Blattläuse an Rosen
- Schwarze, grüne und vermeintlich weiße Blattläuse
- Hausmittel gegen Blattläuse an Gemüse
Was hilft sofort gegen Blattläuse?
Bei einem frisch entdeckten Befall ist die einfachste Maßnahme häufig gleichzeitig die sinnvollste. Statt zuerst ein Spritzmittel anzurühren, entfernst du möglichst viele Blattläuse direkt.
Je nach Pflanze kommen dafür infrage:
- Läuse mit den Fingern vorsichtig abstreifen
- robuste Pflanzen mit einem Wasserstrahl abspülen
- stark besetzte einzelne Triebspitzen entfernen
- Blattunterseiten und eingerollte Blätter kontrollieren
- nach zwei bis drei Tagen erneut nachsehen
- vorhandene Nützlinge schonen
Ein kleiner Blattlausbefall muss außerdem nicht immer vollständig beseitigt werden. Besonders an kräftigen Zierpflanzen können einzelne Kolonien häufig toleriert werden, während Marienkäfer, Florfliegen- und Schwebfliegenlarven die Läuse als Nahrung nutzen.
Bevor du behandelst, sollte allerdings sicher sein, dass wirklich Blattläuse auf der Pflanze sitzen.
➡️ Blattläuse erkennen und typische Arten unterscheiden
Wasser gegen Blattläuse: oft die beste erste Maßnahme
Bei robusten Gehölzen und Stauden lassen sich Blattläuse häufig mit einem gezielten Wasserstrahl deutlich reduzieren.
Das funktioniert besonders gut, wenn die Kolonien offen an jungen Trieben, Knospen oder Blattunterseiten sitzen.
Geeignet ist die Methode beispielsweise für:
- Rosen
- kräftige Stauden
- viele robuste Ziergehölze
- Obstgehölze
- widerstandsfähige Kübelpflanzen
Halte empfindliche Triebe bei Bedarf mit einer Hand fest und erhöhe den Wasserdruck nur so weit, dass sich die Läuse lösen, ohne Blätter oder Knospen zu beschädigen.
Kontrolliere anschließend besonders die Blattunterseiten. Dort bleiben leicht einzelne Tiere zurück.
Wasser ist nicht für jede Pflanze die beste Lösung
Aus „Wasser hilft gegen Blattläuse“ sollte keine allgemeine Regel werden.
Bei sehr weichen Jungpflanzen kann ein harter Strahl Schäden verursachen. Auch bei Pflanzen, deren Blätter möglichst trocken bleiben sollten, ist Abstreifen oder Abwischen häufig sinnvoller.
Bei Tomaten würde ich Blattläuse deshalb nicht routinemäßig mit dem Gartenschlauch abspritzen. Feuchte Blätter können Pilzkrankheiten begünstigen. Einzelne Kolonien lassen sich besser vorsichtig abstreifen oder zusammen mit stark befallenen Blättern beziehungsweise Trieben entfernen.
Zimmerpflanzen können dagegen je nach Art in Dusche oder Badewanne abgespült werden. Danach muss überschüssiges Wasser aus dem Topf ablaufen können und die Pflanze sollte wieder gut abtrocknen.
Stark befallene Triebspitzen gezielt entfernen
Sitzen Hunderte Blattläuse auf wenigen jungen Triebspitzen, ist das Entfernen dieser Bereiche manchmal effektiver als wiederholtes Sprühen.
Das eignet sich besonders, wenn:
- nur einzelne Triebe stark betroffen sind
- die Spitzen bereits verkrümmt wachsen
- Blattläuse tief in eingerollten Blättern sitzen
- die Pflanze einen begrenzten Rückschnitt gut verträgt
Bei Rosen kann beispielsweise eine einzelne massiv besetzte Spitze entfernt werden, während der übrige Strauch unbehandelt bleibt.
Schneide dabei nicht vorsorglich große Teile einer gesunden Pflanze zurück. Entfernt wird nur, was tatsächlich stark befallen oder bereits deutlich geschädigt ist.
Welches Hausmittel passt zu welcher Situation?
| Situation | Sinnvoller erster Schritt | Darauf achten |
|---|---|---|
| wenige Blattläuse | abstreifen oder abwischen | nach einigen Tagen kontrollieren |
| robuste Staude oder Gehölz | mit Wasser abspülen | Triebe nicht beschädigen |
| einzelne Triebspitze voller Läuse | befallene Spitze entfernen | nur betroffene Bereiche schneiden |
| Rosen mit Blattläusen | Wasser und gezieltes Entfernen | Knospen und Blattunterseiten prüfen |
| Tomaten | abstreifen oder betroffene Stellen entfernen | Blätter nicht unnötig nass halten |
| Kräuter | mechanisch entfernen | keine aggressiven Küchenmischungen |
| Zimmerpflanzen | abwischen oder vorsichtig abduschen | Nachbarpflanzen ebenfalls kontrollieren |
| viele Nützlinge vorhanden | zunächst beobachten | nicht unnötig sprühen |
| starker flächiger Befall | Gesamtstrategie prüfen | Hausmittel stoßen hier schneller an Grenzen |
Essig und Spülmittel gegen Blattläuse: besser nicht mischen
„Essig und Spülmittel gegen Blattläuse“ wird häufig gesucht, ist aber keine Mischung, die ich als Standard empfehlen würde.
Beide Bestandteile haben Nachteile.
Warum Essig gegen Blattläuse problematisch ist
Essig ist sauer. Eine ausreichend konzentrierte Essiglösung kann deshalb nicht nur Blattläuse treffen, sondern auch Pflanzengewebe schädigen.
Wie empfindlich eine Pflanze reagiert, hängt unter anderem von:
- Konzentration
- Blattart
- Temperatur
- Sonneneinstrahlung
- Einwirkdauer
ab.
Das macht selbst gemischtes Essigwasser unnötig schwer kontrollierbar.
Gerade junge Blätter, weiche Triebe und empfindliche Gemüse- oder Kräuterpflanzen können nach solchen Anwendungen Flecken oder Gewebeschäden entwickeln.
Warum normales Spülmittel nicht dasselbe wie Kali-Seife ist
Auch gewöhnliches Geschirrspülmittel wird häufig gegen Blattläuse empfohlen. Es ist jedoch für Geschirr und nicht für Pflanzen formuliert.
Je nach Produkt können darin Duftstoffe, Farbstoffe oder weitere Zusätze enthalten sein. Außerdem lässt sich kaum eine allgemeingültige Konzentration angeben, die bei jeder Pflanzenart sicher wäre.
Deshalb würde ich normales Spülmittel nicht als bevorzugtes Blattlausmittel einsetzen.
Essig und Spülmittel miteinander zu kombinieren macht die Mischung nicht besser kontrollierbar. Der mögliche Nutzen rechtfertigt aus meiner Sicht nicht das zusätzliche Risiko für die Blätter.
Seife gegen Blattläuse: Kali-Seife ist etwas anderes als Küchen-Spülmittel
Seifenbasierte Mittel können gegen Blattläuse wirksam sein. Dabei sollte jedoch zwischen beliebigem Haushalts-Spülmittel und Kali- beziehungsweise Schmierseife unterschieden werden.
Kali-Seife wird auch als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln gegen saugende Schädlinge eingesetzt.
Wenn mechanisches Entfernen nicht ausreicht und du eine solche Behandlung nutzen möchtest, ist ein für Pflanzen vorgesehener, zugelassener Anwendungsweg mit klarer Dosierungsangabe wesentlich kontrollierbarer als ein selbst gemischtes Rezept aus wechselnden Haushaltsprodukten.
Auch dabei gilt:
- gesamte Pflanze kontrollieren
- Blattunterseiten berücksichtigen
- Anwendungshinweise einhalten
- empfindliche Pflanzen besonders vorsichtig behandeln
- nicht wahllos über vorhandene Nützlinge sprühen
Eine Seifenbehandlung ist damit eine mögliche nächste Stufe – aber nicht automatisch der erste Schritt bei drei Blattläusen an einer Rose.
Hilft Kaffeesatz gegen Blattläuse?
Kaffeesatz ist kein zuverlässiges Sofortmittel gegen Blattläuse.
Blattläuse sitzen meist an Trieben, Knospen und Blattunterseiten. Kaffeesatz wird dagegen auf beziehungsweise in die Erde gegeben und erreicht die dort saugenden Tiere nicht direkt.
Eine Pflanze mit einer sichtbaren Blattlauskolonie wird deshalb nicht dadurch schnell lausfrei, dass Kaffeesatz um ihren Stamm verteilt wird.
Wenn du zwischen Kaffeesatz und direktem Entfernen wählen musst, ist Abstreifen, Abspülen oder das Entfernen einer stark befallenen Spitze wesentlich zielgerichteter.
Kaffeesatz gegen Blattläuse?
Nicht als Soforthilfe und nicht als Hauptmaßnahme.
Hausmittel gegen Blattläuse an Rosen
Rosen werden besonders häufig an jungen Austrieben und Knospen von Blattläusen besiedelt.
Gerade hier lässt sich ein Befall oft früh erkennen.
Sinnvolle Reihenfolge:
- Triebspitzen und Knospen kontrollieren.
- Kleine Kolonien abstreifen oder abspülen.
- Einzelne massiv befallene Spitzen bei Bedarf entfernen.
- Nach zwei bis drei Tagen erneut kontrollieren.
- Marienkäferlarven und andere Blattlausjäger nicht mitbehandeln.
Bei einer kräftigen Rose ist ein leichter Blattlausbefall normalerweise kein Grund, sofort die komplette Pflanze einzusprühen.
Auffällig viele Ameisen können darauf hinweisen, dass Blattlauskolonien wegen ihres Honigtaus regelmäßig besucht und gegenüber Fressfeinden verteidigt werden.
➡️ Ameisen und Blattläuse richtig einordnen
Schwarze, grüne und vermeintlich weiße Blattläuse
Blattläuse können je nach Art unter anderem grün, schwarz, gelblich, rötlich oder bräunlich aussehen.
Die Farbe allein verändert die grundsätzliche Vorgehensweise bei einem leichten Befall kaum.
Grüne Blattläuse
Grüne Läuse fallen auf Pflanzen oft erst spät auf. Sie sitzen besonders häufig an jungen Trieben und Blattunterseiten.
Bei kleinen Kolonien reichen mechanisches Entfernen und Nachkontrolle häufig aus.
Schwarze Blattläuse
Dunkle Blattlauskolonien wirken schnell massiv, weil sie auf hellen Trieben stark auffallen.
Auch hier gilt zunächst: Befallsstärke beurteilen, direkt entfernen und kontrollieren.
Sind weiße Blattläuse wirklich Blattläuse?
Hier lohnt sich genaueres Hinsehen.
Weiße oder weißlich wirkende Tiere können tatsächlich Blattläuse sein. Häufig werden jedoch Häutungsreste oder andere Schädlinge als „weiße Blattläuse“ bezeichnet.
Fliegen kleine weiße Tiere beim Berühren der Pflanze auf, handelt es sich möglicherweise um Weiße Fliegen und nicht um Blattläuse.
Bei Unsicherheit hilft die genaue Bestimmung:
➡️ Blattläuse erkennen und Arten unterscheiden
Hausmittel gegen Blattläuse an Gemüse
Bei Gemüse solltest du besonders zurückhaltend mit selbst gemischten Spritzmitteln umgehen.
Mechanische Maßnahmen haben den Vorteil, dass weder Konzentrationen geraten noch unbekannte Rückstände auf essbaren Pflanzenteilen verteilt werden.
Blattläuse an Zucchini
Kleine Kolonien kannst du vorsichtig abstreifen oder bei kräftigen Pflanzen mit Wasser entfernen.
Kontrolliere besonders junge Triebe und Blattunterseiten.
Zeigt die Zucchini bereits deutliche Blattkrankheiten oder bleibt das Laub nach dem Wässern lange feucht, ist mechanisches Abstreifen die vorsichtigere Variante.
Blattläuse an Tomaten
Bei Tomaten würde ich die Blätter nicht routinemäßig mit Wasser abspritzen.
Die Pflanzen sind anfällig für verschiedene Blattkrankheiten, und unnötig lange Blattnässe ist ungünstig.
Besser:
- Blattläuse abstreifen
- einzelne stark besetzte Blätter oder Triebteile entfernen
- Nützlinge beobachten
- Pflanze regelmäßig nachkontrollieren
Blattläuse an Kräutern
Bei Kräutern sind aggressive Küchenmischungen besonders unnötig.
Kleine Kolonien lassen sich häufig:
- abstreifen
- abwischen
- vorsichtig abspülen
- zusammen mit stark befallenen Triebspitzen entfernen
Wenn die Kräuter bald geerntet werden sollen, spricht noch mehr dafür, mit einfachen mechanischen Maßnahmen zu beginnen.
Hausmittel gegen Blattläuse an Zimmerpflanzen
In Innenräumen fehlen viele natürliche Gegenspieler, die Blattläuse draußen begrenzen.
Sobald du einen Befall bemerkst, kontrolliere deshalb auch Pflanzen, die unmittelbar daneben stehen.
Bei einem leichten Befall:
- Pflanze von anderen Zimmerpflanzen etwas getrennt stellen.
- Blattläuse mit einem feuchten Tuch abwischen oder die Pflanze abduschen.
- Blattunterseiten und junge Austriebe besonders gründlich kontrollieren.
- Überschüssiges Wasser aus Übertopf oder Untersetzer entfernen.
- Nach wenigen Tagen erneut kontrollieren.
Stark befallene weiche Triebe können zurückgeschnitten werden, wenn die Pflanzenart einen solchen Schnitt gut verträgt.
Bei empfindlichen Zimmerpflanzen würde ich erst recht keine Essig-Spülmittel-Mischung ausprobieren.
Welche Hausmittel gegen Blattläuse du besser nicht verwendest
„Natürlich“ bedeutet nicht automatisch pflanzenverträglich.
Als Standardlösung würde ich folgende Küchenexperimente nicht empfehlen:
- Essig oder starkes Essigwasser
- Essig-Spülmittel-Mischungen
- stark dosiertes Geschirrspülmittel
- Spiritusmischungen ohne fachlich passenden Anwendungsgrund
- aggressive Chili-Auszüge
- beliebige ätherische Öle
- stark ölhaltige Küchenmischungen
- Backpulverlösungen
- Milch als vermeintliches Blattlausmittel
Manche dieser Substanzen können unter bestimmten Bedingungen Insekten beeinträchtigen. Gleichzeitig können Konzentration, Rückstände oder direkte Pflanzenverträglichkeit schwer vorhersehbar sein.
Wenn wenige Blattläuse vorhanden sind, gibt es dafür keinen guten Grund: mechanisches Entfernen ist einfacher und kontrollierbarer.
Warum Blattläuse nach dem Hausmittel wieder auftauchen
Dass nach einigen Tagen wieder Blattläuse sichtbar werden, bedeutet nicht automatisch, dass die erste Maßnahme wirkungslos war.
Häufige Gründe sind:
- einzelne Läuse wurden übersehen
- Tiere sitzen geschützt in eingerollten Blättern
- neue Blattläuse fliegen zu
- Ameisen verteidigen vorhandene Kolonien
- sehr weicher Neuaustrieb bietet neue Nahrung
- eine einmalige Kontrolle war zu wenig
Deshalb gehört zu jeder Maßnahme eine Nachkontrolle.
Reduzieren → zwei bis drei Tage warten → erneut kontrollieren → nur bei Bedarf nacharbeiten.
Das ist meistens sinnvoller, als die Pflanze jeden Tag mit einer neuen Mischung einzusprühen.



Nützlinge gegen Blattläuse nicht versehentlich mitbekämpfen
Blattläuse sind Nahrung für zahlreiche Tiere.
Besonders wichtige Gegenspieler sind unter anderem:
- Marienkäfer und ihre Larven
- Florfliegenlarven
- Schwebfliegenlarven
- verschiedene Schlupfwespen
- weitere räuberische Insekten
Entdeckst du bereits mehrere Blattlausjäger in einer Kolonie, kann Zurückhaltung die bessere Entscheidung sein.
Gerade großflächiges Sprühen kann nicht nur die Blattläuse treffen. Auch nützliche Insekten können direkt beeinträchtigt oder ihrer Nahrungsgrundlage beraubt werden.
Eine kleine Läusekolonie auf einer kräftigen Gartenpflanze kann deshalb durchaus stehen bleiben, wenn zahlreiche natürliche Gegenspieler aktiv sind.
➡️ Nützlinge gegen Läuse fördern
Wenn du Nützlinge gezielt einsetzen möchtest:
➡️ Nützlinge gegen Blattläuse vergleichen
Ein sinnvoller Ablauf bei Blattläusen
Statt verschiedene Hausmittel gleichzeitig auszuprobieren, hilft eine feste Reihenfolge.
Bei wenigen Blattläusen
Tiere abstreifen oder bei einer robusten Pflanze vorsichtig abspülen.
Danach beobachten.
Bei einzelnen stark befallenen Trieben
Kolonie mechanisch entfernen oder die betroffene Spitze zurückschneiden.
Bei sichtbaren Nützlingen
Möglichst wenig eingreifen und prüfen, ob der Befall bereits zurückgeht.
Bei wiederkehrendem Befall
Blattunterseiten, eingerollte Blätter und Ameisenaktivität kontrollieren.
Wenn mechanische Maßnahmen nicht reichen
Dann ist ein gezielt ausgewähltes, für Pflanzen geeignetes Verfahren sinnvoller als wechselnde Küchenrezepte.
Wann Hausmittel nicht mehr ausreichen
Bei einem frühen Blattlausbefall funktionieren einfache Maßnahmen häufig gut.
Grenzen sind erreicht, wenn:
- große Teile der Pflanze dicht besetzt sind
- viele junge Triebe stark verkrüppeln
- Kolonien tief in eingerollten Blättern sitzen
- mehrere Pflanzen gleichzeitig stark betroffen sind
- die Pflanze sichtbar an Vitalität verliert
- mechanische Maßnahmen den Befall nicht ausreichend begrenzen
Dann sollte nicht immer aggressiver experimentiert werden.
Stattdessen lohnt sich ein geordnetes Vorgehen mit genauer Bestimmung, Nützlingen und – falls tatsächlich nötig – einem für den jeweiligen Einsatz geeigneten Pflanzenschutzverfahren.
➡️ Blattläuse erkennen und richtig bekämpfen



Fazit: Gegen Blattläuse zuerst einfach statt aggressiv vorgehen
Bei vielen Blattlausproblemen ist das wirksamste „Hausmittel“ kein Küchenrezept.
Auf robusten Gartenpflanzen lassen sich die Tiere oft direkt mit Wasser entfernen. Kleine Kolonien kannst du abstreifen, einzelne stark befallene Triebe gezielt zurückschneiden. Danach entscheidet die Nachkontrolle, ob überhaupt noch etwas getan werden muss.
Essig und Spülmittel gegen Blattläuse würde ich nicht miteinander mischen. Essig kann Pflanzengewebe schädigen, während gewöhnliches Geschirrspülmittel nicht für den Pflanzenschutz formuliert ist. Wenn eine Behandlung auf Seifenbasis notwendig wird, sind dafür vorgesehene Mittel mit Kali-Seife die kontrollierbarere Variante.
Die sinnvolle Reihenfolge lautet daher: Befall prüfen, mechanisch reduzieren, nachkontrollieren, Nützlinge schonen und erst danach über weitere Maßnahmen entscheiden.
Häufige Fragen zu Hausmitteln gegen Blattläuse
Welches ist das beste Hausmittel gegen Blattläuse?
Bei robusten Gartenpflanzen ist Wasser häufig die beste erste Maßnahme. Kleine Kolonien können außerdem abgestreift werden. Sind nur einzelne Triebspitzen stark betroffen, lassen sie sich gezielt entfernen.
Was hilft sofort gegen Blattläuse?
Sofort wirkt vor allem das direkte Entfernen der Tiere. Streife Blattläuse ab oder spüle sie bei robusten Pflanzen mit Wasser herunter. Stark besetzte einzelne Triebe können abgeschnitten werden. Kontrolliere die Pflanze anschließend nach zwei bis drei Tagen erneut.
Hilft Essig und Spülmittel gegen Blattläuse?
Von einer selbst gemischten Kombination aus Essig und Spülmittel würde ich abraten. Essig kann Blattgewebe schädigen, und gewöhnliches Spülmittel enthält je nach Produkt unterschiedliche Zusätze. Mechanisches Entfernen oder geeignete Mittel auf Basis von Kali-Seife sind kontrollierbarer.
Hilft Spülmittel gegen Blattläuse?
Gewöhnliches Spülmittel ist nicht für die Behandlung von Pflanzen entwickelt worden. Seifenbasierte Mittel können gegen Blattläuse wirken, dafür werden jedoch besser dafür vorgesehene Produkte beziehungsweise Anwendungen mit Kali-Seife eingesetzt.
Hilft Essig gegen Blattläuse?
Essig würde ich nicht als Blattlausmittel empfehlen. Seine Säure kann empfindliches Pflanzengewebe schädigen. Bei kleinen Kolonien sind Abstreifen, Wasser oder das Entfernen stark befallener Triebe die bessere erste Wahl.
Ist Kaffeesatz gut gegen Blattläuse?
Kaffeesatz ist kein zuverlässiges Sofortmittel. Er wird auf beziehungsweise in die Erde gegeben und erreicht die an Trieben und Blattunterseiten saugenden Blattläuse nicht gezielt.
Was hilft gegen Blattläuse an Rosen?
Bei Rosen lassen sich Blattläuse häufig mit Wasser von jungen Trieben und Knospen entfernen. Einzelne massiv besetzte Triebspitzen können zurückgeschnitten werden. Danach solltest du die Pflanze erneut kontrollieren und vorhandene Nützlinge schonen.
Was hilft gegen schwarze Blattläuse mit Hausmitteln?
Die Farbe verändert die erste Maßnahme kaum. Kleine Kolonien werden abgestreift oder bei robusten Pflanzen abgespült. Stark besetzte einzelne Triebe können entfernt werden.
Was hilft gegen grüne Blattläuse?
Auch grüne Blattläuse lassen sich bei geringem Befall direkt entfernen. Kontrolliere dabei besonders junge Triebe und Blattunterseiten, weil dort leicht Tiere übersehen werden.
Was hilft gegen Blattläuse an Zucchini?
Kleine Kolonien können vorsichtig abgestreift oder bei kräftigen Pflanzen mit Wasser entfernt werden. Vermeide dabei Schäden an jungen Blättern und kontrolliere anschließend regelmäßig den Neuaustrieb.
Was hilft gegen Blattläuse an Tomaten?
Bei Tomaten ist Abstreifen oder das Entfernen einzelner stark befallener Pflanzenteile häufig günstiger als großflächiges Abspritzen. Unnötige Blattnässe sollte wegen der Anfälligkeit für Blattkrankheiten vermieden werden.
Was hilft gegen Blattläuse an Zimmerpflanzen?
Isoliere die betroffene Pflanze zunächst von direkten Nachbarn. Läuse lassen sich mit einem feuchten Tuch entfernen oder bei geeigneten Pflanzen abduschen. Prüfe anschließend Blattunterseiten und junge Triebe regelmäßig auf neue Tiere.
Warum kommen Blattläuse trotz Hausmittel wieder?
Oft wurden nicht alle Tiere erreicht oder neue Blattläuse sind zugeflogen. Auch eingerollte Blätter schützen Kolonien. Kontrolliere die Pflanze deshalb zwei bis drei Tage nach der ersten Maßnahme erneut.
Schaden Hausmittel den Nützlingen?
Das ist je nach Mittel möglich. Besonders großflächiges Sprühen kann auch Tiere treffen, die Blattläuse fressen. Sind bereits Marienkäfer-, Florfliegen- oder Schwebfliegenlarven aktiv, ist möglichst wenig zusätzliches Eingreifen häufig die bessere Wahl.

