Hügel im Rasen sehen auf den ersten Blick oft ähnlich aus. Erde liegt auf dem Grün, der Mäher holpert, und schnell stellt sich die Frage: Ist das ein Maulwurf oder eine Wühlmaus? Beide Tiere legen unterirdische Gänge an, hinterlassen aber unterschiedliche Spuren.
Die Unterscheidung ist wichtig, weil du bei beiden anders reagieren musst. Ein Maulwurf frisst keine Pflanzenwurzeln und ist in Deutschland besonders geschützt. Eine Wühlmaus kann dagegen Wurzeln, Knollen und Blumenzwiebeln anfressen. Besonders aufschlussreich sind die Form der Erdhügel, die Lage der Gänge und mögliche Schäden an Pflanzen. Ein einzelnes Loch oder ein Erdhaufen reicht allerdings nicht immer für eine sichere Bestimmung.
Kurz gesagt: Maulwurfshügel sind meist hoch, rundlich und feinkrümelig; der Gang liegt häufig mittig darunter. Wühlmaushügel sind oft flacher, unregelmäßig und seitlich zum Gang versetzt. Angeknabberte Wurzeln und plötzlich welkende Pflanzen sprechen zusätzlich für Wühlmäuse. Wenn die Spuren nicht eindeutig sind, hilft eine vorsichtige Verwühlprobe, bevor du Maßnahmen ergreifst.

Inhalt
- Der schnellste Unterschied: Maulwurfshügel und Wühlmaushügel erkennen
- Maulwurf oder Wühlmaus: die Unterschiede auf einen Blick
- Wie sieht ein Wühlmausloch aus?
- Woran erkennt man eine Wühlmaus im Vergleich zum Maulwurf?
- Der wichtigste Hinweis: Gibt es Wurzelfraß?
- Die Verwühlprobe: So unterscheidest du aktive Wühlmausgänge
- Maulwurf im Rasen: Was ist erlaubt und was solltest du tun?
- Wühlmaus im Rasen: Wann solltest du handeln?
- Was du auf keinen Fall verwechseln solltest
- So gehst du bei Hügeln und Löchern im Rasen vor
Der schnellste Unterschied: Maulwurfshügel und Wühlmaushügel erkennen
Wenn du vor einem Erdhaufen im Rasen stehst, prüfe zuerst seine Form und die Lage des darunterliegenden Ganges.
Wie sieht ein Maulwurfshügel aus?
Ein typischer Maulwurfshügel wirkt wie ein kleiner Vulkan. Er ist meist rundlich, relativ hoch und besteht aus lockerer, feinkrümeliger Erde.
Der Maulwurf schiebt überschüssige Erde aus seinen unterirdischen Gängen nach oben. Der Verbindungsgang zum Hügel liegt häufig ungefähr in dessen Mitte und führt von unten nach oben.
Typische Merkmale sind:
- hohe, rundliche bis kegelförmige Erdhaufen
- lockere, meist feinkrümelige Erde
- häufiger eine Reihe mehrerer Hügel
- Gangverbindung ungefähr unter der Hügelmitte
- normalerweise keine angefressenen Pflanzenwurzeln
Wichtig: Das bedeutet nicht, dass oben auf jedem Maulwurfshügel ein offenes Loch sichtbar ist. Meist ist der Ausgang mit Erde verschlossen.
Wie sieht ein Wühlmaushügel aus?
Ein Wühlmaushügel ist häufig niedriger, länglicher und unregelmäßiger geformt.
Bei der im Garten besonders relevanten Schermaus liegt der Erdauswurf meist seitlich neben dem unterirdischen Gang. Die aufgeworfene Erde kann Pflanzenreste oder Wurzelstücke enthalten.
Typische Hinweise sind:
- flachere, unregelmäßige Aufwerfungen
- Erdauswurf seitlich zum Gang
- Erde teilweise mit Gras- oder Wurzelresten
- unterirdische Gänge dicht unter der Oberfläche
- möglicherweise gleichzeitig Schäden an Pflanzenwurzeln
Allerdings bilden nicht alle Wühlmausarten dieselben Hügel. Auch Bodenfeuchtigkeit und Bodenart beeinflussen das Aussehen der Erdhaufen.
Deshalb ist die Hügelform ein wichtiger erster Hinweis, aber noch kein endgültiger Beweis.
Maulwurf oder Wühlmaus: die Unterschiede auf einen Blick
| Merkmal | Eher Maulwurf | Eher Wühlmaus (Schermaus) |
|---|---|---|
| Erdhügel | Meist hoch, rundlich und feinkrümelig | Häufig flacher, länglich und unregelmäßig |
| Ganglage zum Hügel | Oft ungefähr mittig darunter | Meist seitlich versetzt |
| Erde im Hügel | Locker, überwiegend ohne Pflanzenreste | Teilweise mit Wurzeln und Pflanzenresten |
| Gangquerschnitt | Häufig rund bis queroval | Eher hochoval |
| Offene Löcher | Normalerweise keine dauerhaft offenen Eingänge | Schermausgänge meist ebenfalls verschlossen |
| Schäden | Vor allem Hügel und Störungen der Grasnarbe | Zusätzlich Wurzelfraß und Pflanzenschäden |
| Nahrung | Regenwürmer und andere Bodentiere | Pflanzliche Nahrung, insbesondere Wurzeln und Knollen |
| Rechtliche Einordnung | Besonders geschützt | Gezielte Maßnahmen bei sicherer Artbestimmung möglich |
Der wichtigste Unterschied: Ein Maulwurf verursacht beim Graben vor allem Veränderungen im Boden und an der Rasenoberfläche. Wühlmäuse können zusätzlich Pflanzen direkt durch Fraß schädigen.
Die Merkmale sind nicht ausnahmslos eindeutig. Beide Tiere können im selben Garten vorkommen und teilweise vorhandene Gänge nutzen.
Wie sieht ein Wühlmausloch aus?
Ein Wühlmausloch wird häufig mit einem offenen Mauseloch im Rasen verwechselt. Gerade hier lohnt sich die genauere Unterscheidung.
Bei der Schermaus, die die typischen flachen Wühlmaushügel verursacht, sind die unterirdischen Gänge meist ungefähr 4 bis 7 cm breit und eher hochoval. Das bedeutet, dass der Gang im Querschnitt häufig etwas höher als breit ist.
Die Gänge verlaufen oft dicht unter der Bodenoberfläche. Im Rasen können dadurch flache Erhebungen oder nachgebende Stellen entstehen.
Woran du den Eingang erkennst
Wenn du die Erde eines frischen Wühlmaushügels vorsichtig beiseiteschiebst, kannst du manchmal den seitlich versetzten Verbindungsgang erkennen.
Achte auf folgende Merkmale:
- Der Gang liegt seitlich neben dem Erdhaufen.
- Er verläuft häufig relativ flach unter der Oberfläche.
- Der Querschnitt ist eher hochoval.
- Die Gangwände können weitgehend frei von hineinragenden Wurzeln sein.
- Die Öffnung ist normalerweise wieder mit Erde verschlossen.
Ein dauerhaft offenes Loch ist dagegen nicht typisch für die unterirdisch lebende Schermaus.
Das ist wichtig, weil auch Feldmäuse zur Gruppe der Wühlmäuse gehören. Feldmäuse hinterlassen häufig offene Eingänge und oberirdische Laufwege, während Schermäuse überwiegend geschlossene unterirdische Gangsysteme nutzen.
Was bedeuten kleine offene Löcher ohne Erdhügel?
Entdeckst du ein einzelnes Loch im Rasen, ohne dass daneben Erde aufgeworfen wurde, kommen auch andere Verursacher infrage.
Kleine Mäusearten können offene Löcher hinterlassen. Je nach Größe, Form und Umgebung sind außerdem andere Tiere möglich.
Ein Loch allein beweist deshalb weder einen Maulwurf noch eine Schermaus.
Ein guter Gegencheck: Suche nach weiteren Gängen, frischen Aufwerfungen und angefressenen Pflanzenwurzeln. Erst mehrere zusammenpassende Merkmale machen eine Bestimmung zuverlässiger.
Woran erkennt man eine Wühlmaus im Vergleich zum Maulwurf?
Die Tiere selbst bekommst du im Garten oft gar nicht zu Gesicht.
Der Maulwurf besitzt ein dunkles, samtiges Fell, eine längliche Schnauze und kräftige, schaufelartige Vorderfüße. Er ist an das Graben angepasst und ernährt sich von Bodentieren.
Die Schermaus ist dagegen ein Nagetier mit eher gedrungenem Körper, stumpfer Schnauze und kleinen Ohren. Ihre Nahrung besteht überwiegend aus pflanzlichem Material.
Im Garten helfen dir besonders die zurückbleibenden Spuren.
Typische Wühlmausspuren im Rasen
- flache Gänge oder leichte Bodenaufwölbungen
- weiche, unterhöhlte Bereiche
- unregelmäßige Erdhaufen
- Pflanzen, die trotz ausreichender Feuchtigkeit welken
- Stauden oder Junggehölze, die ungewöhnlich locker sitzen
- sichtbare Nagespuren an Wurzeln
Typische Maulwurfspuren im Rasen
- hohe, rundliche Erdhügel
- feinkrümelige aufgeworfene Erde
- mehrere Hügel entlang eines Gangsystems
- stellenweise angehobene oder gestörte Grasnarbe
- keine typischen Nagespuren an Pflanzenwurzeln
Die Lage im Garten kann einen Verdacht unterstützen. Maulwurfshügel finden sich häufig auch mitten auf offenen Rasenflächen. Wühlmausaktivität fällt oft an Beeten, Gehölzen oder Rasenkanten auf.
Der Fundort allein ist jedoch kein sicheres Unterscheidungsmerkmal.
Der wichtigste Hinweis: Gibt es Wurzelfraß?
Wenn Pflanzen plötzlich welken, obwohl der Boden ausreichend feucht ist, solltest du ihre Wurzeln überprüfen.
Wühlmäuse können Wurzeln von Stauden, Rosen, jungen Obstbäumen und anderen Gehölzen anfressen. Auch Blumenzwiebeln und Wurzelgemüse gehören zu den möglichen Nahrungsquellen.
Typische Hinweise sind:
- Die Pflanze sitzt ungewöhnlich locker im Boden.
- Beim vorsichtigen Herausnehmen fehlen größere Wurzelteile.
- Wurzeln sind sichtbar angenagt.
- An kräftigeren Wurzeln oder am Wurzelhals sind Nagespuren erkennbar.
- Mehrere Pflanzen entlang eines Gangsystems zeigen ähnliche Schäden.
Besonders auffällig sind junge Gehölze, die sich fast ohne Widerstand aus der Erde ziehen lassen, weil ihre Wurzeln stark abgefressen wurden.
Wichtig: Eine welke Pflanze allein beweist keinen Wühlmausbefall. Auch Trockenheit, Staunässe, Wurzelfäule oder andere Schädlinge können ähnliche Symptome verursachen.
Der Maulwurf kann Pflanzen indirekt schädigen, wenn er beim Graben Wurzeln freilegt oder den Bodenkontakt unterbricht. Er frisst die Wurzeln jedoch nicht.
Wenn du weitere Ursachen für Rasenschäden prüfen möchtest, hilft dir ➡️ Rasen-Schädlinge erkennen und Spuren richtig deuten.
Die Verwühlprobe: So unterscheidest du aktive Wühlmausgänge
Die sogenannte Verwühlprobe ist besonders hilfreich, wenn der Erdhügel allein keine eindeutige Bestimmung ermöglicht.
Sie nutzt einen Unterschied im Verhalten: Schermäuse verschließen beschädigte Gänge häufig innerhalb weniger Stunden wieder mit Erde. Maulwürfe reagieren anders und können den geöffneten Bereich beispielsweise untergraben oder umgehen.
So funktioniert die Verwühlprobe
- Suche einen möglichst frischen Erdhügel oder einen oberflächennahen Gang.
- Lege den Gang vorsichtig an einer kleinen Stelle frei. Für eine fachliche Verwühlprobe wird häufig ein etwa 20 bis 30 cm langes Gangstück geöffnet.
- Prüfe, ob der Gang eher hochoval oder queroval ist und ob Wurzeln in den Gang hineinragen.
- Markiere die Stelle, damit du sie wiederfindest.
- Kontrolliere nach einigen Stunden und spätestens am folgenden Morgen, ob und wie die Öffnung verschlossen wurde.
Was spricht für eine Schermaus?
Wird der geöffnete Gang innerhalb weniger Stunden mit Erde verstopft, ist das ein deutlicher Hinweis auf einen genutzten Schermausgang.
Ein zusätzlicher Hinweis kann angenagtes Pflanzenmaterial sein. In fachlichen Anleitungen wird beispielsweise ein Stück Möhre verwendet, um Fraßspuren zu überprüfen.
Was spricht eher für einen Maulwurf?
Maulwürfe reparieren beschädigte Gangabschnitte häufig anders. Sie können die Öffnung untergraben oder einen neuen Gang um die beschädigte Stelle legen.
Bleibt die Öffnung unverändert, kann der Gang aber auch unbewohnt oder nicht mehr regelmäßig genutzt sein.
Deshalb gilt: Eine einzelne Probe ist nicht unfehlbar. Bei widersprüchlichen Hinweisen solltest du an einer weiteren Stelle nachprüfen und keinesfalls vorschnell eine Falle aufstellen.
Eine fachliche Beschreibung des Verfahrens bietet die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen: Wühlmäuse im Garten erkennen.
Maulwurf im Rasen: Was ist erlaubt und was solltest du tun?
Der Europäische Maulwurf ist in Deutschland besonders geschützt.
Du darfst ihn grundsätzlich nicht fangen, verletzen oder töten. Auch seine geschützten Lebensstätten dürfen nicht unzulässig beschädigt oder zerstört werden.
Deshalb solltest du einen vermeintlichen Wühlmausgang niemals mit einer Falle behandeln, solange nicht sicher ist, welches Tier ihn nutzt.
Maulwurfshügel schonend beseitigen
Ist die Erde nicht mehr nass und schmierig, kannst du einen Maulwurfshügel vorsichtig mit Rechen oder Schaufel verteilen.
Dabei solltest du:
- aufgeworfene Erde nur dünn über den Rasen verteilen
- größere Erdmengen bei Bedarf an anderer Stelle verwenden
- dicke Erdschichten über lebenden Grashalmen vermeiden
- leicht angehobene Rasenbereiche vorsichtig wieder andrücken
- entstandene kahle Stellen später gezielt nachsäen
Oft lässt sich die Rasenoberfläche auf diese Weise wiederherstellen, ohne die Fläche großflächig aufzugraben.
Hilft es, den Maulwurf zu vergrämen?
Schonende Vergrämung ist grundsätzlich möglich. Ihre Wirksamkeit kann aber stark schwanken.
Geruchsprodukte, Ultraschallgeräte oder andere Störmethoden liefern keine verlässlich garantierte Vertreibung. Besonders bei bereits etablierten Gangsystemen kann der Erfolg ausbleiben.
Vermeide aggressive Mittel, Gifte, Fallen oder andere Maßnahmen, die den Maulwurf gefährden.
Welche Möglichkeiten realistisch und rechtlich zulässig sind, erfährst du unter ➡️ Maulwurf vergrämen: Was ist erlaubt?.
Wühlmaus im Rasen: Wann solltest du handeln?
Bei einer bestätigten Schermaus kann der Handlungsbedarf größer sein als beim Maulwurf.
Das gilt besonders, wenn bereits Pflanzenwurzeln geschädigt werden oder junge Gehölze gefährdet sind.
Diese Maßnahmen sind zuerst sinnvoll
- Prüfe an mehreren Stellen, ob die Gänge aktuell genutzt werden.
- Untersuche betroffene Pflanzen auf eindeutige Wurzelschäden.
- Markiere frische Schadstellen, damit du Veränderungen erkennst.
- Schütze besonders gefährdete Neupflanzungen.
- Kontrolliere unterhöhlte Rasenbereiche auf fehlenden Bodenkontakt.
Wenn du Wühlmäuse gezielt abwehren oder Fallen einsetzen möchtest, muss die Artbestimmung vorher möglichst sicher sein.
Wühlmausfallen dürfen nicht versehentlich den geschützten Maulwurf gefährden. Achte außerdem auf eine sichere Verwendung entsprechend den Herstellerangaben und darauf, dass Kinder, Haustiere und andere Tiere nicht gefährdet werden.
➡️ Wühlmaus-Schutz und geeignete Fallen auswählen
Für junge Obstbäume und andere gefährdete Gehölze können geeignete Wurzelschutzkörbe bereits bei der Pflanzung hilfreich sein. Sie schützen die Wurzeln mechanisch, ohne auf eine dauerhafte Vertreibung angewiesen zu sein.
Wenn der Schaden hauptsächlich im Gemüse- oder Staudenbeet auftritt, ist die Bekämpfung etwas anders zu planen als auf einer offenen Rasenfläche.
➡️ Wühlmaus im Beet: Wurzelfraß erkennen und Pflanzen schützen
Was du auf keinen Fall verwechseln solltest
Nicht jedes Loch im Rasen stammt von einem Maulwurf oder einer Schermaus.
Andere Mäusearten, Insekten oder weitere Tiere können ebenfalls Öffnungen hinterlassen. Zusätzlich können Engerlinge, Trockenstress und Rasenkrankheiten Pflanzen schädigen, ohne dass ein unterirdischer Nager verantwortlich ist.
Für die Einordnung helfen diese Kombinationen:
Hoher, rundlicher Hügel ohne Wurzelfraß:
Spricht eher für einen Maulwurf.
Flacher Erdhaufen mit seitlichem Gang und Wurzelresten:
Spricht eher für eine Schermaus.
Viele kleine dauerhaft offene Löcher ohne größere Erdhaufen:
Kann eher zu Feldmäusen oder anderen Verursachern passen.
Welke Pflanzen mit deutlich angenagten Wurzeln:
Starker Hinweis auf einen pflanzenfressenden Nager.
Unterhöhlte Rasenkante ohne erkennbare Fraßspuren:
Noch keine eindeutige Bestimmung. Hier können Gangform und Verwühlprobe weiterhelfen.
Besonders wichtig ist, dass du nicht nur ein einzelnes Merkmal bewertest. Erst die Kombination aus Hügel, Gang, Schadbild und Aktivitätsprüfung erlaubt eine belastbarere Einschätzung.



So gehst du bei Hügeln und Löchern im Rasen vor
Wenn du gerade neue Aufwerfungen entdeckt hast, brauchst du keinen komplizierten Maßnahmenplan.
1. Erdhügel prüfen
Ist der Hügel hoch und rundlich oder eher flach und unregelmäßig? Liegt die Verbindung zum Gang mittig oder seitlich?
2. Löcher und Gänge ansehen
Dauerhaft offene Löcher sind kein typisches Merkmal eines Schermausgangsystems. Prüfe daher, ob überhaupt ein zusammenhängender unterirdischer Gang vorhanden ist.
3. Pflanzenschäden untersuchen
Suche nach plötzlich welkenden Pflanzen, fehlenden Wurzeln und eindeutigen Nagespuren.
4. Aktivität kontrollieren
Wenn die Hinweise widersprüchlich sind, kann eine vorsichtige Verwühlprobe weiterhelfen. Eine unveränderte Öffnung bedeutet nicht automatisch, dass das Tier verschwunden ist.
5. Erst danach handeln
- Maulwurf: Rasen schonend wiederherstellen, Schutzstatus beachten und allenfalls zulässige schonende Vergrämung erwägen.
- Bestätigte Schermaus: Gefährdete Pflanzen schützen und bei Bedarf passende gezielte Maßnahmen auswählen.
- Unklare Zuordnung: Nicht vorsorglich Fallen einsetzen, sondern weitere Spuren prüfen.
So vermeidest du unnötige Eingriffe und Maßnahmen gegen das falsche Tier.
Rasen nach Maulwurfhügeln und Wühlmausgängen reparieren
Egal ob Maulwurf oder Wühlmaus: Nach der Klärung der Ursache soll der Rasen wieder eben, dicht und gut mähbar werden.
Hügel richtig abtragen
Verteile überschüssige Erde nur in einer dünnen Schicht. Größere Mengen kannst du entfernen und an geeigneter Stelle im Garten verwenden.
Bleiben dicke Erdhaufen auf lebendem Gras liegen, können die darunterliegenden Halme geschädigt werden.
Unterhöhlte Bereiche ausgleichen
Wenn Gänge den Boden gelockert haben, können Teile der Grasnarbe den Kontakt zum Untergrund verlieren.
Kleine Unebenheiten lassen sich vorsichtig andrücken. Größere Hohlräume sollten fachgerecht mit geeigneter Erde verfüllt werden, ohne noch bewohnte Gänge unzulässig zu beeinträchtigen.
Bei weiterhin aktiven Tieren ist es sinnvoll, zunächst die Ursache zu klären, bevor du dieselbe Stelle aufwendig reparierst.
Kahle Stellen nachsäen
Sind durch Aufwerfungen oder Bodenschäden kahle Stellen entstanden, entferne loses abgestorbenes Material und bereite die offene Oberfläche vorsichtig vor.
Verteile geeignete Rasensamen, drücke sie leicht an und halte die obere Bodenschicht während der Keimung gleichmäßig feucht.
➡️ Kahle Stellen im Rasen ausbessern
Für größere Reparaturflächen hilft dir der ➡️ Rasen-Nachsaat-Rechner, die benötigte Saatmenge zu bestimmen.



Fazit: Wühlmaus oder Maulwurf erkennst du nicht nur am Hügel
Der Erdhügel liefert den ersten Hinweis, aber eine sichere Entscheidung erfordert häufig einen genaueren Blick.
Maulwurf: meist hohe, rundliche, feinkrümelige Hügel mit einer zentralen Gangverbindung. Er frisst keine Pflanzenwurzeln und ist besonders geschützt.
Wühlmaus beziehungsweise Schermaus: häufig flachere, unregelmäßige Erdhaufen, seitlich verlaufende und überwiegend geschlossene Gänge sowie mögliche Fraßspuren an Wurzeln.
Gerade bei kleinen Löchern im Rasen solltest du vorsichtig sein: Nicht jedes offene Mauseloch gehört zu einer Schermaus.
Bleibt die Zuordnung unklar, kann eine Verwühlprobe weitere Hinweise liefern. Erst das Tier möglichst sicher bestimmen, dann die passende Maßnahme wählen. Damit schützt du deine Pflanzen, vermeidest unnötige Kosten und gefährdest nicht versehentlich einen geschützten Maulwurf.
Häufige Fragen zu Wühlmaus oder Maulwurf
Woran erkenne ich den Unterschied zwischen Maulwurf und Wühlmaus?
Am besten an Hügel, Ganglage und möglichen Pflanzenschäden. Maulwurfshügel sind meist hoch, rundlich und feinkrümelig. Schermaushügel sind häufig flacher, unregelmäßiger und liegen seitlich neben dem Gang. Angeknabberte Wurzeln sprechen zusätzlich für Wühlmäuse.
Wie sieht ein Wühlmausloch aus?
Bei der Schermaus führt ein meist hochovaler, ungefähr 4 bis 7 cm breiter Gang durch den Boden. Die Gänge sind normalerweise verschlossen. Wenn du seitlich neben einem flachen Erdhaufen einen solchen Gang findest, kann das auf eine Schermaus hinweisen.
Wie sieht ein Maulwurfshügel im Vergleich zum Wühlmaushügel aus?
Ein typischer Maulwurfshügel ist höher, rundlicher und besteht aus feinkrümeliger Erde. Wühlmaushügel sind meist flacher, unregelmäßiger und können Pflanzenreste enthalten. Die Gangverbindung liegt beim Maulwurf häufig mittig, bei der Schermaus eher seitlich.
Machen Wühlmäuse auch Hügel?
Ja. Besonders Schermäuse werfen Erde auf und können Hügel hinterlassen, die denen eines Maulwurfs ähnlich sehen. Andere Wühlmausarten, etwa Feldmäuse, hinterlassen dagegen häufiger offene Löcher und Laufwege.
Sind offene Löcher im Rasen ein Zeichen für Wühlmäuse?
Das ist möglich, aber nicht eindeutig. Feldmäuse können offene Eingänge hinterlassen, während Schermäuse ihre unterirdischen Gänge normalerweise verschließen. Auch andere Tiere können Löcher verursachen.
Was ist der sicherste Hinweis auf eine Schermaus?
Eine Kombination aus flachen seitlichen Erdhaufen, hochovalen Gängen, typischem Verschließen einer geöffneten Gangstelle und eindeutigen Nagespuren an Pflanzenwurzeln. Ein einzelner Erdhaufen reicht nicht als sicherer Nachweis.
Wie funktioniert die Verwühlprobe?
Ein Gangstück wird vorsichtig freigelegt und nach einigen Stunden erneut kontrolliert. Schermäuse verschließen beschädigte Gänge häufig schnell mit Erde. Maulwürfe können die Öffnung dagegen untergraben oder umgehen. Bei uneindeutigen Ergebnissen sollte die Probe wiederholt werden.
Frisst ein Maulwurf Pflanzenwurzeln?
Nein. Maulwürfe ernähren sich überwiegend von Bodentieren wie Regenwürmern und Insekten. Durch ihre Grabtätigkeit können sie Pflanzen indirekt beeinträchtigen, verursachen aber keinen typischen Wurzelfraß.
Darf man einen Maulwurf fangen oder töten?
Grundsätzlich nein. Der Maulwurf ist in Deutschland besonders geschützt. Fangen, Verletzen und Töten sind grundsätzlich verboten. Zulässig kommen allenfalls schonende Maßnahmen infrage, die den gesetzlichen Schutz beachten.
Was mache ich bei einer bestätigten Wühlmaus im Rasen?
Kontrolliere zunächst die betroffenen Pflanzen und die Aktivität der Gänge. Schütze gefährdete Wurzeln und wähle erst nach sicherer Artbestimmung geeignete Maßnahmen. Fallen dürfen nicht versehentlich Maulwürfe oder andere geschützte Tiere gefährden.
Was mache ich mit alten Maulwurfshügeln?
Lass die Erde bei Bedarf etwas abtrocknen und verteile sie dünn oder entferne überschüssiges Material. Unebene Stellen kannst du vorsichtig ausgleichen. Größere kahle Bereiche sollten später gezielt nachgesät werden.

