Welche Wühlmausfalle ist die beste? Topcat, SuperCat und Drahtfallen im Vergleich

Wer eine Wühlmausfalle kaufen möchte, findet schnell widersprüchliche Empfehlungen. Einfache Drahtfallen kosten nur wenige Euro, während hochwertige Gangfallen ein Vielfaches kosten. Dazu kommen Zangenfallen, Röhrenfallen, Selbstschussgeräte und Modelle, die als Testsieger beworben werden. Entscheidend ist jedoch nicht allein die Schlagkraft: Die Falle muss zu deinem Boden, dem Gangverlauf und deiner Erfahrung passen.

Kurzantwort: Die beste Wühlmausfalle für einen normalen Hausgarten ist die Topcat, wenn du eine langlebige, leicht kontrollierbare und beidseitig fangende Falle suchst. Die SuperCat ist die günstigere und einfacher erhältliche Alternative für gelegentliche Probleme. Bayerische Draht- und Zangenfallen sind preiswert und wirksam, verlangen beim Spannen und Platzieren aber deutlich mehr Übung.

Selbst die beste Falle fängt nichts, wenn sie in einem verlassenen Gang steht. Bevor du kaufst oder eine Falle spannst, musst du daher zwei Dinge klären: Handelt es sich wirklich um eine Wühlmaus, und welcher Gang wird aktuell benutzt? Genau an diesen beiden Punkten scheitern mehr Fangversuche als an der Qualität der Falle.

Wühlmaus im Erdloch neben typischen Fallen und einem Drahtkorb; darüber der Titel „Kaufhilfe Wühlmaus: Erkennen, Fallen-Typen, Schutz“.
Kaufhilfe Wühlmaus: Sicher erkennen, Fallen-Typen verstehen und Pflanzen gezielt schützen – ohne Wundergeräte.
Inhalt
  1. Die beste Wühlmausfalle im direkten Vergleich
  2. Vor dem Kauf Wühlmaus und Maulwurf unterscheiden
  3. Wühlmausfalle richtig aufstellen
  4. Kaufkriterien, die wichtiger als ein angeblicher Testsieg sind
  5. Wann ein Wühlmauskorb besser als eine Falle ist
  6. Die häufigsten Fehler beim Kauf und Einsatz

Die beste Wühlmausfalle im direkten Vergleich

Eine gute Wühlmausfalle sollte zuverlässig auslösen, sich sicher bedienen lassen und möglichst wenig Platz im Gang beanspruchen. Für Anfänger ist außerdem hilfreich, wenn sich von außen erkennen lässt, ob die Falle ausgelöst wurde.

FallentypBesonders geeignet fürBedienungWichtigster Nachteil
Topcatregelmäßige Probleme, hohe Ansprücheeinfachhoher Kaufpreis
SuperCatnormale Hausgärten, gelegentlicher Einsatzsehr einfachKunststoff, eher flache Gänge
Bayerische Drahtfallegünstige Mehrfachausstattunganspruchsvollfängt nur aus einer Richtung
Zangenfalleklare, gerade Gangabschnittemittelsorgfältige Platzierung nötig
Röhren-Lebendfallekontrollierbare Einzelstellenmittelhoher Kontrollaufwand

Topcat: die beste Wühlmausfalle für dauerhaften Einsatz

Die Topcat wird senkrecht in einen unterirdischen Gang eingesetzt. Sie kann aus beiden Laufrichtungen auslösen, benötigt keinen Köder und zeigt durch den abgesenkten Spannhebel von außen an, dass sie ausgelöst wurde.

Ihr größter Vorteil liegt in der Kombination aus robuster Edelstahlkonstruktion, empfindlichem Auslöser und vergleichsweise einfacher Bedienung. Der Gang muss nur punktuell geöffnet werden. Dadurch wird das vorhandene Tunnelsystem weniger stark verändert als bei klassischen Drahtfallen, für die häufig ein längerer Abschnitt freigelegt werden muss.

Die Topcat lohnt sich besonders, wenn:

  • in deinem Garten wiederholt Wühlmäuse auftreten
  • du Obstbäume, Stauden oder Gemüsebeete schützen musst
  • du eine langlebige Falle statt eines günstigen Wegwerfprodukts suchst
  • du nicht in zwei Gangrichtungen jeweils eine Falle einsetzen möchtest
  • du eine ausgelöste Falle von außen erkennen willst

Zum sinnvollen Zubehör gehören ein Suchstab und ein passender Lochschneider. Ohne Suchstab lässt sich die Falle zwar ebenfalls verwenden, das Auffinden eines geeigneten Ganges wird jedoch mühsamer. Ein sauber ausgestochenes Loch erleichtert außerdem die richtige Ausrichtung.

Für eine einzige unsichere Verdachtsstelle ist die komplette Topcat-Ausstattung vergleichsweise teuer. Bei einem Garten mit wiederkehrenden Schäden relativiert sich der Kaufpreis, weil die Falle stabil, wiederverwendbar und leicht zu reinigen ist.

SuperCat: die beste Wahl für Preis und einfache Bedienung

Die SuperCat arbeitet nach einem ähnlichen Grundprinzip. Auch sie wird von oben quer in den Gang eingesetzt, fängt aus beiden Richtungen und lässt sich ohne großen Kraftaufwand spannen. Das Gehäuse besteht überwiegend aus Kunststoff, wodurch die Falle günstiger, aber weniger robust als eine Topcat ist.

Für einen normalen Hausgarten ist sie häufig der vernünftigste Einstieg. Besonders bei oberflächennahen, geraden Gängen lässt sie sich schnell platzieren. Ein passender Suchstab und Lochstecher erleichtern die Arbeit deutlich.

Die SuperCat passt zu dir, wenn:

  • du nur gelegentlich eine Wühlmaus bekämpfen musst
  • dir eine einfache Bedienung wichtiger als maximale Lebensdauer ist
  • die Gänge relativ flach verlaufen
  • du keine klassische Drahtfalle spannen möchtest
  • du eine beidseitig auslösende Gangfalle suchst

Der breite obere Mechanismus kann an sehr unebenen Stellen stören. Außerdem darf keine lose Erde in den Auslösebereich gelangen. Sitzt die Falle schief oder liegt ihr unterer Bereich nicht sauber im Gang, kann die Wühlmaus vorbeilaufen oder die Stelle mit Erde verschließen.

Bayerische Drahtfalle: günstig, aber nicht automatisch die beste Wahl

Die Bayerische Wühlmausfalle gehört zu den preiswertesten Lösungen. Sie kann bei richtiger Anwendung zuverlässig arbeiten, benötigt aber Kraft, Fingerspitzengefühl und einen passend vorbereiteten Gang.

Da sie nur aus einer Laufrichtung fängt, werden an einer geöffneten Stelle normalerweise zwei Fallen benötigt: eine für jede Gangöffnung. Der Gang muss dazu auf einer gewissen Länge freigelegt werden. Anschließend werden beide Fallen vorsichtig in die gegenüberliegenden Tunnelenden geschoben.

Für mehrere aktive Gangstellen ist diese Bauform wirtschaftlich interessant. Statt einer teuren Einzelfalle kannst du mehrere Drahtfallen einsetzen. Der niedrige Preis gleicht jedoch keine schlechte Handhabung aus. Wer die Falle nicht sauber spannen oder empfindlich einstellen kann, hat mit einer leichter bedienbaren Gangfalle meist bessere Chancen.

Zangenfalle: gute günstige Alternative mit Übungsbedarf

Eine Zangenfalle wird von oben in einen geöffneten Gangabschnitt gesetzt. Je nach Bauform kann sie aus beiden Richtungen auslösen. Das Köder- oder Auslöseplättchen muss frei im Gang stehen, während die Greifarme weder durch Wurzeln noch durch Erde blockiert werden dürfen.

Zangenfallen sind sinnvoll, wenn du:

  • mehrere Fangstellen gleichzeitig bestücken möchtest
  • eine günstige, wiederverwendbare Metallfalle suchst
  • einen geraden und gut zugänglichen Gang gefunden hast
  • mit Spannmechanismen sicher umgehen kannst

Bei manchen Modellen erleichtert ein Spanngriff die Bedienung. Ohne dieses Hilfsmittel kann das Spannen anstrengend und für ungeübte Hände unangenehm sein.

Empfohlene Wühlmausfallen: Topcat, SuperCat,Bayerische Drahtfalle und Zangenfalle

Werbung

Röhren- und Lebendfallen sind selten die überzeugendste Lösung

Eine Lebendfalle wirkt zunächst tierfreundlicher. Sie muss jedoch sehr häufig kontrolliert werden, damit ein gefangenes Tier nicht unnötig lange ohne ausreichende Versorgung in der Röhre bleibt. Hinzu kommt die Frage, wo und unter welchen Bedingungen es wieder freigelassen wird.

Für unterirdisch lebende Wühlmäuse sind einfache Röhrenfallen zudem nicht immer zuverlässig. Die Tiere können die veränderte Gangstelle meiden oder die Falle mit Erde blockieren.

Für die meisten Hausgärten sind gut platzierte mechanische Gangfallen deshalb die klarere Lösung. Wer keine Tötungsfalle einsetzen möchte, sollte den Schwerpunkt besser auf Schutzkörbe, Gitter und vorbeugende Barrieren legen.


Vor dem Kauf Wühlmaus und Maulwurf unterscheiden

Ein Erdhaufen allein beweist keinen Wühlmausbefall. Maulwürfe legen ebenfalls unterirdische Gänge an und können vorhandene Tunnel mit Wühlmäusen teilen. Für eine sichere Kaufentscheidung zählen deshalb nicht nur Form und Größe der Erdhügel, sondern auch Pflanzenschäden und das Verhalten an geöffneten Gängen.

Typische Hinweise auf eine Wühlmaus sind:

  • abgenagte oder vollständig fehlende Wurzeln
  • plötzlich welkende Pflanzen trotz feuchter Erde
  • junge Gehölze, die sich ungewöhnlich leicht herausziehen lassen
  • flach verlaufende, geschlossene Gänge
  • Wurzel- oder Pflanzenreste im Erdaushub
  • wieder verschlossene Gangöffnungen nach einer Verwühlprobe

Hohe, regelmäßig geformte Hügel ohne Wurzelfraß sprechen eher für einen Maulwurf. Da Maulwürfe besonders geschützt sind, darfst du eine Wühlmausfalle erst einsetzen, wenn die Verwechslung ausreichend sicher ausgeschlossen ist.

Die Unterschiede werden ausführlich unter ➡️ Wühlmaus oder Maulwurf erkennen erklärt. Auf der Kaufhilfe genügt diese kurze Einordnung: Bei unklarer Diagnose wird noch keine Falle gespannt.

Die Verwühlprobe zeigt aktive Gänge

Suche einen verdächtigen Tunnel und öffne ihn vorsichtig an einer kleinen Stelle. Eine Wühlmaus reagiert auf einfallendes Licht und Zugluft häufig, indem sie die Öffnung erneut mit Erde verschließt. Prüfe die Stelle später am selben Tag und spätestens am folgenden Morgen.

Wurde die Öffnung nicht verändert, kann es sich um einen verlassenen oder nur selten benutzten Gang handeln. Eine Falle an dieser Stelle hätte geringe Erfolgsaussichten.

Ein frischer Erdhaufen ist ebenfalls kein sicherer Fallenplatz. Der eigentliche Hauptgang kann daneben oder deutlich darunter verlaufen. Suche daher nicht nur direkt im Haufen, sondern taste die Umgebung mit einem stabilen Suchstab ab.

Auch beim Fallenstellen gilt das Tierschutzrecht

Eine Tötungsfalle darf nicht leichtfertig oder unsachgemäß eingesetzt werden. Wer ein Wirbeltier tötet, muss über die dafür notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. Das bedeutet für den praktischen Einsatz:

  • nur geeignete und intakte Fallen verwenden
  • Mechanik nach Herstellerangabe spannen
  • Verletzungsrisiken für Kinder und Haustiere ausschließen
  • Fallen regelmäßig kontrollieren
  • falsch ausgelöste oder beschädigte Fallen nicht weiterverwenden
  • bei Unsicherheit einen Fachbetrieb beauftragen

Die gesetzliche Grundlage findest du unter ➡️ § 4 Tierschutzgesetz.


Wühlmausfalle richtig aufstellen

Die Platzierung entscheidet stärker über den Fangerfolg als Marke oder Kaufpreis. Eine einfache Falle im aktiven Hauptgang kann erfolgreicher sein als ein hochwertiges Modell in einem alten Seitentunnel.

Einen geraden Gangabschnitt auswählen

Eine gute Fangstelle liegt in einem geraden, regelmäßig genutzten Tunnel. Direkt an Abzweigungen kann die Falle schief stehen oder nur einen Teil des Gangquerschnitts erfassen.

Der Gang sollte:

  • auf beiden Seiten klar weiterführen
  • frei von dicken Wurzeln sein
  • nicht mit loser Erde gefüllt sein
  • zur Bauform der Falle passen
  • nach der Verwühlprobe weiterhin aktiv sein

Topcat und SuperCat werden quer zum Verlauf eingesetzt. Klassische Drahtfallen schiebst du dagegen in die beiden offenen Gangenden.

Falle Schritt für Schritt einsetzen

  1. Suche mit einem Stab nach dem aktiven Tunnel.
  2. Öffne den Gang passend zur gewählten Falle.
  3. Entferne lose Erde aus dem Auslösebereich.
  4. Prüfe, in welche Richtung der Gang verläuft.
  5. Setze die Falle exakt nach Herstelleranleitung ein.
  6. Dichte seitliche Spalten gegen Licht und Zugluft ab.
  7. Markiere die Fangstelle und kontrolliere sie mindestens täglich.

Bei einer Topcat oder SuperCat muss die untere Öffnung genau mit dem Tunnel übereinstimmen. Steht die Falle zu hoch, läuft die Wühlmaus darunter hindurch. Sitzt sie zu tief, kann Erde den Mechanismus blockieren.

Draht- und Zangenfallen müssen so weit in den Gang reichen, dass die Wühlmaus den Auslöser passieren oder betätigen muss. Gleichzeitig dürfen die Fangarme nicht an der Gangwand hängen bleiben.

Muss eine Wühlmausfalle beködert werden?

Topcat und SuperCat funktionieren ohne Köder. Die Tiere lösen die Falle aus, wenn sie durch ihren gewohnten Gang laufen und den Auslöser berühren.

Bei Draht-, Zangen- und Kastenfallen kann ein Stück Apfel, Möhre, Sellerie oder anderes Wurzelgemüse am Auslöser sinnvoll sein. Maßgeblich bleibt die Anleitung des jeweiligen Modells. Ein frei im Gang liegendes Stück Gemüse bringt wenig und kann von der Wühlmaus weggezogen werden, ohne dass der Mechanismus auslöst.

Mehr Köder bedeutet nicht automatisch mehr Erfolg. Ein sauber platzierter Auslöser im aktiven Gang ist wichtiger als besonders stark riechendes Lockfutter.

Handschuhe schützen dich – nicht die Falle vor Menschengeruch

Trage feste Handschuhe, wenn du Gänge öffnest, Fallen spannst oder gefangene Tiere entfernst. Sie schützen vor Verletzungen, Schmutz und direktem Kontakt mit tierischen Ausscheidungen.

Die verbreitete Behauptung, Wühlmäuse würden jede Falle allein wegen menschlichen Geruchs meiden, ist dagegen wenig überzeugend. Entscheidend ist vor allem, dass die Falle sauber funktioniert und der Gang nicht unnötig stark verändert wird.

Nach einem Fang am selben Ort weitermachen

Setze die Falle nach einem Fang zunächst noch einmal am gleichen Platz ein. Besonders während der Fortpflanzungszeit können weitere Tiere im Gangsystem unterwegs sein.

Bleibt die Falle anschließend ungefähr einen Tag lang unangetastet und zeigt die Verwühlprobe keine Aktivität mehr, kannst du sie an eine andere Schadstelle umsetzen. Wurde sie mit Erde zugeschoben, kontrollierst du zuerst:

  • War der Auslöser blockiert?
  • Stand die Falle schief?
  • War das Loch zu groß?
  • Drang Licht oder Luft in den Gang?
  • Passte die Falle zum Gangdurchmesser?

Einfach dieselbe Falle unverändert wieder einzusetzen führt meist zum gleichen Ergebnis.


Kaufkriterien, die wichtiger als ein angeblicher Testsieg sind

Ein Vergleichssieger auf einem Verkaufsportal ist nicht automatisch ein unabhängiger Testsieger. Für Wühlmausfallen gibt es keinen aktuellen umfassenden Produkttest der Stiftung Warentest, aus dem sich ein allgemein gültiger Sieger ableiten ließe.

Die bessere Entscheidung entsteht aus deinem Einsatzbereich.

Beidseitiger Fang spart Fallen und Arbeit

Topcat und SuperCat können aus beiden Gangrichtungen auslösen. Bei einer Bayerischen Drahtfalle brauchst du dagegen normalerweise zwei Exemplare pro geöffneter Fangstelle.

Der günstige Stückpreis einer Drahtfalle relativiert sich dadurch etwas. Trotzdem bleibt sie interessant, wenn du zahlreiche aktive Stellen gleichzeitig bestücken möchtest.

Die Falle muss zum Gang passen

Nicht jede Bauform funktioniert in jedem Tunnel:

  • Flache Gänge eignen sich gut für SuperCat und bestimmte Zangenfallen.
  • Eine Topcat ist für viele unterschiedliche Ganglagen geeignet.
  • Drahtfallen brauchen ausreichend Platz in geraden Gangenden.
  • Röhrenfallen verlangen einen ungefähr passenden Durchmesser.
  • Stark durchwurzelte Bereiche erschweren jede mechanische Falle.

Die beste Marke hilft wenig, wenn die Falle nicht gerade und frei im Gang sitzen kann.

Sichere Bedienung ist wichtiger als hohe Federkraft

Eine sehr starke Falle ist nicht automatisch besser. Der Mechanismus muss schnell und zuverlässig auslösen, zugleich aber kontrollierbar bleiben.

Achte beim Kauf auf:

  • verständliche Bedienungsanleitung
  • sicheres Spannen
  • gut sichtbare Auslöseanzeige
  • stabile und korrosionsbeständige Bauteile
  • leichte Reinigung
  • erhältliche Ersatz- oder Zubehörteile
  • passende Hilfsmittel zum Einsetzen

Bei gebrauchten Fallen solltest du Feder, Auslöser und Korrosionsstellen sorgfältig prüfen. Eine schwergängige oder verbogene Mechanik gehört nicht mehr in den Einsatz.

Was kostet eine gute Wühlmausfalle?

Einfache Drahtfallen kosten meist nur wenige Euro pro Stück. Zangenfallen liegen je nach Set und Spanngriff ebenfalls im unteren Preisbereich. Eine SuperCat kostet deutlich mehr, bleibt aber für viele Hausgärten erschwinglich. Die Topcat gehört zur Premiumklasse; zusammen mit Suchstab und Lochschneider kann die Erstausstattung erheblich teurer werden.

Die sinnvollste Preisentscheidung lautet daher:

  • einzelner, gelegentlicher Befall: SuperCat oder gute Zangenfalle
  • viele gleichzeitige Fangstellen: mehrere Draht- oder Zangenfallen
  • wiederkehrende Schäden über Jahre: Topcat
  • neue wertvolle Pflanzen: lieber zusätzlich vorbeugender Wurzelschutz

Wie viele Wühlmausfallen braucht man?

Für einen klar abgegrenzten aktiven Bereich reicht zunächst eine beidseitig fangende Gangfalle. Bei einer einseitig auslösenden Drahtfalle brauchst du an einer geöffneten Stelle zwei Exemplare.

Mehrere Fallen sind sinnvoll, wenn weit voneinander entfernte Schadbereiche gleichzeitig aktiv sind. Kaufe jedoch nicht sofort ein großes Set, solange unklar ist, ob sämtliche Gänge bewohnt werden.


Wann ein Wühlmauskorb besser als eine Falle ist

Eine Falle reagiert auf einen vorhandenen Befall. Sie schützt keinen neu gepflanzten Obstbaum vor einer später zuwandernden Wühlmaus.

Bei jungen Gehölzen, Beerensträuchern und wertvollen Stauden ist ein stabiler Drahtkorb häufig die bessere Investition. Er umschließt den empfindlichen Wurzelbereich und verhindert, dass eine Wühlmaus ungehindert an Stamm- und Hauptwurzeln gelangt.

Welche Größe, Drahtstärke und Einbauweise sinnvoll sind, erfährst du unter ➡️ Pflanzenkorb gegen Wühlmäuse richtig verwenden.

Bei bereits angefressenen Pflanzen hilft ein nachträglich eingesetzter Korb dagegen nur eingeschränkt. Dann muss zuerst geklärt werden, wie schwer die Wurzeln beschädigt sind und ob der aktive Gang weiterhin genutzt wird. Für Schäden im Beet findest du die passende Schrittfolge unter ➡️ Wühlmaus im Beet bekämpfen.

Ultraschall ersetzt keine funktionierende Fang- oder Schutzstrategie

Solarstäbe, Schallgeräte und stark riechende Hausmittel versprechen eine bequeme Vertreibung. Ihre Wirkung ist jedoch unzuverlässig. Einzelne Tiere können vorübergehend ausweichen, während andere den störenden Reiz nach einiger Zeit dulden oder lediglich einen benachbarten Gartenbereich nutzen.

Bei akutem Wurzelfraß ist es riskant, wochenlang ausschließlich auf solche Geräte zu warten. Ein nachgewiesener aktiver Gang verlangt eine klare Entscheidung: fachgerecht fangen oder gefährdete Pflanzen mechanisch schützen.


Die häufigsten Fehler beim Kauf und Einsatz

Der häufigste Fehlkauf entsteht, bevor überhaupt ein Produkt ausgewählt wurde: Ein Maulwurfshügel wird für einen Wühlmausschaden gehalten. Danach folgen ungeeignete Fallen, falsch gewählte Gangstellen und eine unpräzise Aufstellung.

Besonders häufig scheitert der Einsatz an diesen Punkten:

  • Die Falle steht in einem verlassenen Tunnel.
  • Der Gang wurde nicht auf Aktivität geprüft.
  • Eine einseitige Falle deckt nur eine Gangöffnung ab.
  • Lose Erde blockiert den Auslöser.
  • Licht und Zugluft dringen durch das Fallenloch.
  • Die Falle steht höher oder tiefer als der Tunnel.
  • Nach dem ersten Fehlversuch wird sie unverändert neu gespannt.
  • Fallen werden nicht regelmäßig kontrolliert.
  • Bei unklarer Diagnose wird ein geschützter Maulwurf gefährdet.
  • Für Neupflanzen wird eine Falle gekauft, obwohl ein Schutzkorb sinnvoller wäre.

Auch der Kauf allein nach Bewertungen führt leicht in die falsche Richtung. Ein Modell kann hervorragend funktionieren und trotzdem nicht zu deinem Boden oder deiner Fingerfertigkeit passen. Gerade bei Draht- und Zangenfallen entscheidet die saubere Bedienung stärker als ein kleiner Unterschied in der durchschnittlichen Bewertung.


Häufige Fragen zu Wühlmausfallen

Welche Wühlmausfalle ist die beste?
Die Topcat ist für wiederkehrende Wühlmausprobleme die überzeugendste Gesamtlösung. Sie ist robust, fängt aus beiden Gangrichtungen und lässt sich vergleichsweise einfach kontrollieren. Für einen gelegentlichen Befall ist die günstigere SuperCat häufig ausreichend.

Ist die Topcat besser als die SuperCat?
Die Topcat ist langlebiger, robuster und vielseitiger einsetzbar. Die SuperCat ist günstiger und sehr einfach zu spannen, eignet sich aber eher für oberflächennahe, passend verlaufende Gänge. Für dauerhaften Einsatz spricht mehr für Topcat, für den gelegentlichen Hausgarten häufig mehr für SuperCat.

Welche Wühlmausfalle ist Testsieger?
Einen aktuellen unabhängigen Testsieger der Stiftung Warentest gibt es nicht. Bezeichnungen wie „Vergleichssieger“ stammen häufig von Vergleichs- oder Verkaufsportalen mit eigenen Kriterien. Entscheidend bleiben Fallentyp, Ganglage und richtige Anwendung.

Wie stellt man eine Wühlmausfalle richtig auf?
Die Falle gehört in einen geraden, aktiven Wühlmausgang. Entferne lose Erde, richte die Falle exakt am Tunnel aus und dichte das Loch gegen Licht und Zugluft ab. Beachte zusätzlich immer die Anleitung des konkreten Modells.

Braucht eine Wühlmausfalle einen Köder?
Topcat und SuperCat benötigen keinen Köder. Bei Zangen-, Draht- oder Kastenfallen kann ein Stück Apfel, Möhre oder Sellerie am Auslöser sinnvoll sein. Der Köder darf den Mechanismus nicht blockieren oder lose im Gang liegen.

Wie viele Wühlmausfallen sollte man aufstellen?
Eine beidseitig auslösende Gangfalle reicht zunächst für einen klar erkannten aktiven Bereich. Bei Bayerischen Drahtfallen werden normalerweise zwei Fallen benötigt, damit beide Gangrichtungen abgedeckt sind. Mehrere weit auseinanderliegende Schadstellen können zusätzliche Fallen erfordern.

Warum fängt meine Wühlmausfalle nichts?
Meist steht die Falle in einem inaktiven Gang, sitzt nicht auf Höhe des Tunnels oder wurde mit Erde blockiert. Auch Licht, Zugluft, eine Abzweigung oder eine falsche Tierbestimmung kommen infrage. Prüfe zuerst die Gangaktivität und anschließend die Einbauhöhe.

Darf ich bei Maulwurfverdacht eine Wühlmausfalle aufstellen?
Nein. Solange ein Maulwurf nicht ausreichend sicher ausgeschlossen wurde, solltest du keine Tötungsfalle einsetzen. Maulwürfe sind besonders geschützt und dürfen nicht gefangen, verletzt oder getötet werden.


Hinweis: Werbung – Amazon-Partnerlinks. Produktbilder: bereitgestellt über die Amazon PA-API.