Ein Luftkissenmäher fährt nicht auf Rädern. Unter seinem Mähdeck entsteht ein Luftpolster, auf dem das Gerät während des Betriebs über dem Rasen gleitet. Dadurch lässt es sich nicht nur vor- und zurückschieben, sondern auch seitlich bewegen. Gerade auf kleinen, verwinkelten Flächen, Böschungen und leicht unebenem Gelände kann das ein echter Vorteil sein.
Kurzantwort: Für die meisten kleinen Hausgärten ist der Flymo EasiGlide 330V derzeit die ausgewogenste Wahl. Er kombiniert das wendige Luftkissenprinzip mit 33 Zentimetern Schnittbreite, einem 20-Liter-Fangkorb und einem kräftigen Elektromotor. Soll das Schnittgut auf dem Rasen bleiben, ist der breitere Flymo SimpliGlide 360 interessanter. Für sehr kleine Flächen bietet der Flymo Hover Vac 270 eine kompaktere Alternative.
Ein Luftkissenmäher ist trotzdem kein besserer Universal-Rasenmäher. Für große ebene Flächen, hohen Rasen oder einen Gebrauchsrasen, der eher bei 40 bis 50 Millimetern gehalten werden soll, ist ein normaler Akku- oder Elektromäher meist praktischer. Besonders wichtig: Viele Hovermäher schneiden maximal etwa 30 Millimeter hoch. Genau diese Einschränkung wird beim Kauf leicht übersehen.

Inhalt
- Welcher Luftkissenmäher passt zu deinem Garten?
- Die besten Luftkissenmäher für kleine und schwierige Rasenflächen
- Wann ein Luftkissenmäher besser als ein normaler Rasenmäher ist
- Die Nachteile eines Luftkissenmähers solltest du vor dem Kauf kennen
- Luftkissenmäher richtig auswählen
- Luftkissenmäher am Hang und auf unebenem Rasen richtig verwenden
- Typische Fehlkäufe bei Luftkissenmähern
- Für wen sich ein Luftkissenmäher wirklich lohnt
Welcher Luftkissenmäher passt zu deinem Garten?
Die Geräte unterscheiden sich stärker als die ähnliche Bauform vermuten lässt. Manche sammeln das Schnittgut auf, andere lassen es auf dem Rasen zurück. Es gibt sehr leichte 30-Zentimeter-Modelle und deutlich kräftigere Varianten mit 36 Zentimetern Schnittbreite.
| Modell | Schnittbreite | Fangkorb | Besonders geeignet für |
|---|---|---|---|
| Flymo EasiGlide 330V | 33 cm | 20 l | beste Allround-Wahl |
| Flymo Hover Vac 270 | 27 cm | 15 l | sehr kleine Flächen |
| Flymo SimpliGlide 360 | 36 cm | nein | Mulchen, offene Flächen |
| LawnMaster MEH1836-01 | 36 cm | 26 l | breiter Schnitt mit Fangbox |
| BLACK+DECKER BEMWH551 | 30 cm | nein | leichter, günstiger Einstieg |
| STIGA Aero 132e | 30 cm | nein | kleine Fläche ohne Kabel |
Die Fläche allein entscheidet nicht. Ein 150 Quadratmeter großer Hang mit mehreren Bäumen stellt andere Anforderungen als eine ebenso große rechteckige Rasenfläche. Vor allem gewünschte Schnitthöhe, Stromversorgung und der Umgang mit dem Schnittgut sollten vor dem Kauf feststehen.
Die besten Luftkissenmäher für kleine und schwierige Rasenflächen
Flymo EasiGlide 330V: die beste Allround-Wahl
Der Flymo EasiGlide 330V verbindet die typische Wendigkeit eines Hovermähers mit einer Funktion, die bei vielen Luftkissenmähern fehlt: Er sammelt das gemähte Gras ein.
Das Gerät arbeitet mit 33 Zentimetern Schnittbreite und einem 20-Liter-Fangbehälter. Vier Schnitthöhen zwischen 10 und 30 Millimetern stehen zur Verfügung. Das Amazon-Modell wird mit einem 10 Meter langen Anschlusskabel angeboten und erreicht aktuell eine Bewertung von etwa 4,2 von 5 Sternen bei mehreren hundert Rezensionen.
Das macht den EasiGlide besonders interessant für:
- kleine bis mittelgroße Hausgärten,
- verwinkelte Rasenflächen,
- leicht unebenen Rasen,
- Grundstücke mit Gefälle,
- Nutzer, die das Schnittgut auffangen möchten,
- kurzen und regelmäßig gepflegten Rasen.
Der Fangkorb ist wichtiger, als es zunächst klingt. Luftkissenmäher ohne Auffangsystem funktionieren praktisch wie Mulchmäher: Das geschnittene Gras bleibt auf der Fläche. Bei häufigem Mähen kann das problemlos funktionieren. Werden längere Halme abgeschnitten, entstehen dagegen sichtbare Schnittreste.
Ein weiterer Vorteil ist die kompakte Lagerung. Der Griff lässt sich flach zusammenklappen, sodass der Mäher wenig Platz benötigt.
Die größte Einschränkung liegt bei der Schnitthöhe. 30 Millimeter sind für einen kurz gehaltenen Rasen geeignet, für einen typischen Gebrauchsrasen während heißer Sommerwochen aber sehr niedrig.
Luftkissenmäher mit Fangkorb
Flymo Hover Vac 270: für sehr kleine und verwinkelte Flächen
Der Flymo Hover Vac 270 ist kompakter. Er besitzt 27 Zentimeter Schnittbreite, einen 1.400-Watt-Motor und einen 15-Liter-Fangkorb. Auf Amazon.de gehört das Modell aktuell zu den Bestsellern innerhalb der Kategorie Luftkissenmäher und wird mit ungefähr 4,1 von 5 Sternen bewertet.
Die schmale Schnittbreite ist kein Nachteil, wenn der Garten aus kleinen Rasenstücken, engen Passagen und vielen Hindernissen besteht. Zwischen Bäumen, Beeten oder Gartenmöbeln kann ein 27-Zentimeter-Mäher sogar angenehmer sein als ein breites Gerät.
Auf einem offenen Rasen von 250 oder 300 Quadratmetern würdest du dagegen unnötig viele Bahnen benötigen. Dort lohnt sich eine größere Schnittbreite.
Die Schnitthöhe liegt beim Hover Vac ungefähr zwischen 11 und 31 Millimetern. Auch dieses Modell ist damit klar auf regelmäßig kurz gehaltenen Rasen ausgelegt.
Flymo SimpliGlide 360: breite Empfehlung ohne Fangkorb
Der SimpliGlide 360 ist mit 36 Zentimetern deutlich breiter. Sein 1.800-Watt-Motor und die größere Arbeitsbreite passen besser zu offenen kleinen und mittelgroßen Flächen.
Flymo beschreibt vier Schnitthöhen zwischen 10 und 30 Millimetern. Das Schnittgut wird nicht aufgefangen, sondern auf dem Rasen abgelegt. Auf Amazon.de erhält das Modell aktuell etwa 4,0 von 5 Sternen.
Das ist sinnvoll, wenn du:
- regelmäßig mähen kannst,
- nur wenige Millimeter auf einmal abschneidest,
- das feine Schnittgut auf der Fläche belassen möchtest,
- einen breiteren Hovermäher suchst,
- einen überwiegend offenen Garten besitzt.
Bei langem Gras ist dieses Konzept weniger angenehm. Größere Schnittreste bleiben sichtbar liegen und können verklumpen. Ein Luftkissenmäher ohne Fangkorb sollte deshalb nicht als Gerät für seltenes Mähen gekauft werden.
Wenn du Schnittgut regelmäßig auf dem Rasen belassen möchtest, erklärt ➡️ Rasen richtig mulchen, wann das sinnvoll ist und wann die Halme zu lang dafür sind.
LawnMaster MEH1836-01: 36 Zentimeter und großer Fangbehälter
Der LawnMaster MEH1836-01 kombiniert 36 Zentimeter Schnittbreite mit einem Fangbehälter. Der 1.800-Watt-Mäher besitzt eine einstellbare Schnitthöhe und wird mit einem längeren Anschlusskabel angeboten. Auf Amazon.de liegt die Bewertung derzeit bei ungefähr 4,0 von 5 Sternen bei mehr als 200 Rezensionen.
Das Modell ist deshalb interessant, wenn dir die 27 oder 33 Zentimeter der kleineren Flymo-Geräte zu wenig sind, du aber trotzdem nicht auf eine Grasaufnahme verzichten möchtest.
Der breitere Aufbau hat allerdings eine Kehrseite. Auf einer engen Böschung oder zwischen zahlreichen Hindernissen ist ein kleiner Hovermäher leichter zu führen.
Breitere Luftkissenmäher
BLACK+DECKER BEMWH551: besonders leicht und günstig
Der BLACK+DECKER BEMWH551 ist eine einfache Variante für kleinere Flächen. Er arbeitet kabelgebunden, besitzt 30 Zentimeter Schnittbreite und wiegt nur ungefähr 4,5 Kilogramm. Amazon.de zeigt aktuell eine Bewertung von rund 3,9 Sternen bei mehr als 600 Rezensionen.
Das geringe Gewicht macht ihn besonders wendig. Ein Fangkorb fehlt allerdings, und auch die Verarbeitung und Ausstattung liegen unterhalb der aufwendigeren Flymo-Modelle.
Interessant ist der BLACK+DECKER daher vor allem, wenn:
- wenig Geld ausgegeben werden soll,
- die Rasenfläche klein ist,
- geringes Gewicht besonders wichtig ist,
- Schnittgut auf dem Rasen bleiben darf,
- keine Komfortfunktionen erwartet werden.
Leichter Luftkissenmäher für kleine Flächen
STIGA Aero 132e: Akku statt Stromkabel
Die meisten Luftkissenmäher für Privatgärten hängen am Stromkabel. Genau an Böschungen und zwischen Hindernissen kann dieses Kabel aber besonders störend sein.
Der STIGA Aero 132e löst das mit zwei 20-Volt-Akkus. Er besitzt 30 Zentimeter Schnittbreite und ist für kleine Rasenflächen bis ungefähr 100 Quadratmeter vorgesehen. Amazon bietet das Set einschließlich zweier 4-Ah-Akkus und Ladegerät an.
Das Konzept ist interessant, die derzeitigen Kundenbewertungen überzeugen allerdings weniger: Das Amazon-Angebot liegt nur bei ungefähr 3,0 von 5 Sternen. Deshalb würde ich den STIGA nicht vor die bewährten kabelgebundenen Modelle setzen.
Ein Akku-Luftkissenmäher ist vor allem dann sinnvoll, wenn das Stromkabel in deinem Garten tatsächlich ein wesentliches Problem darstellt. Auf einem normalen ebenen Rasen bekommst du für dasselbe Geld meist einen vielseitigeren klassischen Akku-Rasenmäher.
Wann ein Luftkissenmäher besser als ein normaler Rasenmäher ist
Am Hang kann das fehlende Fahrwerk ein Vorteil sein
Ein gewöhnlicher Rasenmäher rollt auf vier Rädern. Dadurch möchte er vor allem vorwärts und rückwärts bewegt werden. Seitliche Bewegungen am Hang sind mühsamer.
Ein Luftkissenmäher gleitet dagegen auf seinem Luftpolster und kann leichter seitlich geführt werden. Genau deshalb werden Hovermäher seit Jahrzehnten an Böschungen und schwierigen Rasenflächen eingesetzt.
Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder günstige Elektro-Hovermäher für jeden Steilhang geeignet ist.
Professionelle Geräte zeigen, wie groß der Unterschied sein kann: Husqvarna gibt den benzinbetriebenen GX 560 beispielsweise für Hanglagen bis 45 Grad frei. Das ist ein spezieller Profi-Luftkissenmäher mit 51 Zentimetern Arbeitsbreite und darf nicht mit einem leichten 100-Euro-Hovermäher gleichgesetzt werden.
Bei einem Hang musst du zusätzlich berücksichtigen:
- tatsächliche Steigung,
- festen Stand des Bedieners,
- Feuchtigkeit des Rasens,
- Gefälle zu Mauern oder Straßen,
- Stromkabel bei Elektromodellen,
- Gewicht des Mähers,
- Herstellerfreigabe des konkreten Geräts.
An einem sehr steilen oder absturzgefährdeten Hang kann eine Motorsense oder dafür zugelassene Spezialtechnik sicherer sein.
Verwinkelte Flächen sind eine weitere Stärke
Um einen Baum herum, zwischen zwei Beeten oder an einer geschwungenen Rasenkante muss ein normaler Rasenmäher immer wieder gelenkt und zurückgesetzt werden.
Der Luftkissenmäher lässt sich seitlich schwenken. Besonders kleine Modelle können beinahe pendelartig über die Fläche geführt werden.
Dadurch lohnt sich das Konzept für Gärten, in denen nicht die Quadratmeterzahl, sondern die komplizierte Form das Mähen mühsam macht.
Leichte Unebenheiten sind weniger störend
Ohne vier Laufräder muss der Mäher nicht jede kleine Bodenwelle mit seinem Fahrwerk nachvollziehen. Das kann auf leicht unebenem Untergrund angenehmer sein.
Tiefe Löcher, ausgeprägte Mulden, Wurzeln oder Maulwurfshügel bleiben trotzdem problematisch. Das Mähdeck schwebt nur wenige Zentimeter über dem Boden. Trifft das Messer auf Erde oder einen Stein, kann es beschädigt werden.
Ein Luftkissenmäher macht deshalb aus einer schlechten Rasenoberfläche keine ebene Fläche.
Die Nachteile eines Luftkissenmähers solltest du vor dem Kauf kennen
Viele Modelle schneiden nur bis ungefähr 30 Millimeter hoch
Das ist wahrscheinlich der wichtigste Punkt.
Flymo EasiGlide, SimpliGlide und Hover Vac arbeiten je nach Modell ungefähr im Bereich von 10 oder 11 bis 30 beziehungsweise 31 Millimetern.
Für einen sehr gepflegten kurzen Rasen kann das passen.
Ein normaler Gebrauchsrasen wird jedoch häufig höher gehalten. Besonders bei Hitze und Trockenheit ist ein längerer Halm vorteilhaft, weil mehr Blattfläche erhalten bleibt und der Boden stärker beschattet wird.
Wer seinen Rasen regelmäßig bei 45 oder 50 Millimetern halten möchte, sollte deshalb genau auf die maximale Schnitthöhe schauen. Ein normaler Rasenmäher bietet meist erheblich mehr Verstellbereich.
Wie hoch dein Rasen sinnvollerweise bleiben sollte, findest du unter ➡️ richtige Schnitthöhe für Rasen.
Das Stromkabel schränkt die Bewegungsfreiheit ein
Ein Hovermäher kann sich zwar hervorragend seitlich bewegen – das Anschlusskabel kann genau diese Bewegungsfreiheit wieder einschränken.
Besonders ungünstig sind:
- viele Bäume,
- Gartenmöbel,
- schmale Durchgänge,
- mehrere getrennte Rasenbereiche,
- Böschungen,
- lange Wege zur Steckdose.
Plane beim Mähen immer vom Stromanschluss weg. So liegt das Kabel möglichst auf der bereits gemähten Fläche und nicht vor dem Gerät.
Fahre niemals über das Kabel.
Wer einen komplizierten Garten besitzt und ständig über die Leitung steigen oder sie um Hindernisse führen müsste, sollte die vermeintliche Wendigkeit des Hovermähers nicht überschätzen.
Das Schnittgut bleibt bei vielen Geräten liegen
SimpliGlide und viele einfache Hovermäher besitzen keinen Fangbehälter.
Bei häufigem Mähen ist das kein grundsätzliches Problem. Kurze Halmstücke fallen zwischen die Gräser und werden dort zersetzt.
Schneidest du dagegen mehrere Zentimeter auf einmal ab, entsteht zu viel Material. Dann bleiben sichtbare Schwaden oder Klumpen auf dem Rasen liegen.
Modelle wie der EasiGlide 330V, Hover Vac 270 oder LawnMaster sind vielseitiger, weil sie das Gras direkt sammeln können.
Große Flächen sind nicht ihre Stärke
36 Zentimeter wirken auf einem kleinen Garten großzügig. Für 500 oder 800 Quadratmeter ist das trotzdem wenig.
Zusätzlich muss der Bediener den Mäher während der gesamten Arbeit aktiv führen. Ein normaler breiter Akku-Rasenmäher oder ein Mähroboter erledigt größere Flächen effizienter.
Der Hovermäher ist deshalb eine Speziallösung für schwierige Flächen und kein Ersatz für jede andere Rasenmäherart.
Mit dem ➡️ Rasenmäher-Finder kannst du anhand deiner Gartengröße und Bedingungen prüfen, welche Bauart besser passt.
Luftkissenmäher richtig auswählen
Schnittbreite passend zur Fläche wählen
Für einen kleinen Vorgarten oder eine komplizierte Böschung reichen 25 bis 30 Zentimeter. Ein schmaler Mäher lässt sich leichter bewegen und zwischen Hindernissen führen.
Bei einer offenen Fläche sind 33 bis 36 Zentimeter angenehmer.
Sehr große Schnittbreiten sind bei Hovermähern für Privatgärten selten. Wer 40 oder 46 Zentimeter benötigt, ist bei einem normalen Rasenmäher meist besser aufgehoben.
Fangkorb oder Mulchen vorher festlegen
Willst du das Schnittgut vollständig entfernen, nimm ein Modell mit Grasfangbehälter.
Mähst du mehrmals pro Woche und akzeptierst feine Schnittreste im Rasen, kann ein Modell ohne Fangkorb leichter und einfacher sein.
Ungeeignet ist die Kombination aus seltenem Mähen und fehlendem Fangkorb. Dann landet zu viel langes Gras auf der Fläche.
Nicht nur auf die Wattzahl achten
1.800 Watt klingen deutlich stärker als 1.200 Watt. Die Motorleistung allein sagt trotzdem wenig darüber aus, wie angenehm der Mäher in deinem Garten arbeitet.
Wichtiger sind das Gesamtpaket aus:
- Schnittbreite,
- Messerqualität,
- Gewicht,
- Luftstrom,
- Schnitthöhenbereich,
- Fangsystem,
- Kabellänge,
- Form des Mähdecks.
Ein leichter 1.200-Watt-Mäher kann auf 80 Quadratmetern verwinkeltem Rasen passender sein als ein schwereres 1.800-Watt-Modell.
Die Art der Schnitthöhenverstellung prüfen
Bei vielen normalen Rasenmähern genügt ein zentraler Hebel.
Bei mehreren Hovermähern wird die Schnitthöhe dagegen über Distanzscheiben am Messer verändert. Dafür muss das Gerät ausgeschaltet, vom Strom getrennt und das Messer entsprechend montiert werden.
Wer die Höhe regelmäßig verändert, sollte das vor dem Kauf berücksichtigen.
Luftkissenmäher am Hang und auf unebenem Rasen richtig verwenden
Am Hang solltest du nicht wie mit einem normalen Radmäher permanent bergauf und bergab arbeiten. Ein Luftkissenmäher lässt sich je nach Gelände eher seitlich beziehungsweise in kontrollierten Bewegungen führen.
Dabei gilt: Deine eigene Standsicherheit ist wichtiger als die Beweglichkeit des Mähers.
Mähe nicht auf nassem Hang. Feuchtes Gras erhöht die Rutschgefahr und verschlechtert gleichzeitig den Schnitt.
Auf unebenem Boden solltest du vor dem ersten Mähen:
- Steine entfernen,
- Äste aufsammeln,
- tiefe Löcher auffüllen,
- lockere Maulwurfshügel verteilen,
- Bewässerungsteile markieren,
- Kabel und Gartenschläuche entfernen.
Hohes Gras solltest du nicht direkt auf die niedrigste Einstellung kürzen. Reduziere die Höhe schrittweise.
Die Grundregeln dazu findest du unter ➡️ Rasen richtig mähen.



Typische Fehlkäufe bei Luftkissenmähern
Der häufigste Fehlkauf entsteht, weil die ungewöhnliche Technik als generelle Verbesserung gegenüber einem normalen Rasenmäher verstanden wird.
Das stimmt nicht.
Luftkissenmäher für eine große ebene Fläche kaufen
Auf 600 Quadratmetern rechteckigem Rasen bringt das seitliche Schweben kaum einen Vorteil. Ein breiter Akku- oder Elektromäher arbeitet dort schneller und bietet meistens eine größere Schnitthöhenspanne.
Maximale Schnitthöhe übersehen
Ein Mäher, der maximal 30 Millimeter erreicht, passt nicht zu jedem Gebrauchsrasen.
Wer erst nach dem Kauf merkt, dass der Rasen dauerhaft länger bleiben soll, kann das Problem nicht mit einem anderen Fahrstil lösen.
Modell ohne Fangkorb trotz seltenem Mähen wählen
Bleibt der Rasen zehn Tage oder länger ungemäht, können beim nächsten Schnitt erhebliche Mengen Schnittgut entstehen. Ohne Fangkorb bleibt dieses Material auf dem Rasen liegen.
Kabel bei einer komplizierten Böschung unterschätzen
Gerade dort, wo der Luftkissenmäher wegen seiner Wendigkeit interessant erscheint, kann ein Stromkabel besonders lästig werden.
Prüfe deshalb den Weg von der Steckdose zur gesamten Mähfläche.
Akku-Luftkissenmäher nur wegen „kabellos“ kaufen
Der STIGA Aero 132e zeigt das Grundproblem: Die kabellose Technik ist interessant, aber die Auswahl ist klein und das aktuelle Amazon-Kundenurteil deutlich schwächer als bei etablierten Elektro-Hovermähern.
Wenn der Garten keinen zwingenden Grund für das Luftkissenprinzip liefert, ist ein normaler Akku-Rasenmäher häufig die bessere Wahl.
Für wen sich ein Luftkissenmäher wirklich lohnt
Ein Luftkissenmäher passt besonders gut, wenn mehrere dieser Punkte auf deinen Garten zutreffen:
- weniger als ungefähr 250 Quadratmeter Rasen,
- Böschung oder Hanglage,
- viele Kurven und Hindernisse,
- leicht unebene Fläche,
- kurzer Rasen erwünscht,
- geringer Stauraum,
- sehr wendiges Gerät gewünscht,
- häufiges Mähen möglich.
Ein klassischer Rasenmäher ist dagegen sinnvoller, wenn du eine größere, überwiegend ebene Fläche besitzt, deinen Rasen höher halten möchtest oder nur in längeren Abständen mähst.
Die ➡️ Rasenmäher-Kaufhilfe vergleicht die unterschiedlichen Bauarten, wenn du noch zwischen Luftkissen-, Akku-, Spindel- und anderen Rasenmähern entscheidest.
Für einen typischen kleinen Garten ist der Flymo EasiGlide 330V die vielseitigste Empfehlung, weil das Schnittgut direkt aufgefangen wird. Der Flymo SimpliGlide 360 passt besser, wenn du regelmäßig kurz mähst und Schnittgut auf dem Rasen bleiben darf. Für besonders kleine Flächen ist der Hover Vac 270 handlicher.
Häufige Fragen zu Luftkissenmähern
Welcher Luftkissenmäher ist der beste?
Der Flymo EasiGlide 330V ist für kleine und mittelgroße Hausgärten eine besonders ausgewogene Wahl. Er besitzt 33 Zentimeter Schnittbreite, einen 20-Liter-Fangkorb und vier Schnitthöhen zwischen 10 und 30 Millimetern. Soll das Gras auf der Fläche bleiben, bietet der Flymo SimpliGlide 360 mit 36 Zentimetern mehr Schnittbreite.
Was ist ein Luftkissenmäher?
Ein Luftkissenmäher besitzt keine normalen Laufräder. Ein Luftstrom erzeugt unter dem Gehäuse ein Luftpolster, auf dem der Rasenmäher während des Betriebs gleitet. Dadurch kann er leichter seitlich und um Hindernisse bewegt werden.
Ist ein Luftkissenmäher für Hanglage geeignet?
Das Luftkissenprinzip eignet sich besonders gut für Böschungen und geneigte Flächen, weil keine Räder seitlich über den Hang geführt werden müssen. Wie steil der Hang sein darf, hängt jedoch vom konkreten Modell und der Herstellerfreigabe ab. Nasser Rasen und unsicherer Stand können den Einsatz bereits bei geringerer Neigung gefährlich machen.
Ist ein Luftkissenmäher gut für unebenen Rasen?
Leichte Bodenwellen kann ein Luftkissenmäher angenehmer bewältigen als ein Gerät mit vier kleinen Rädern. Tiefe Löcher, Wurzeln, Steine und starke Unebenheiten bleiben problematisch. Solche Hindernisse sollten vor dem Mähen beseitigt werden.
Gibt es Akku-Luftkissenmäher?
Ja. Der STIGA Aero 132e ist beispielsweise ein Akku-Luftkissenmäher mit zwei 20-Volt-Akkus und 30 Zentimetern Schnittbreite. Die Auswahl an Akku-Hovermähern ist jedoch deutlich kleiner als bei kabelgebundenen Geräten.
Warum haben Luftkissenmäher oft keinen Fangkorb?
Viele Modelle sind möglichst leicht konstruiert und lassen die kurzen Schnittreste direkt auf dem Rasen zurück. Das funktioniert bei häufigem Mähen ähnlich wie Mulchen. Werden längere Halme abgeschnitten, ist ein Modell mit Fangkorb praktischer.
Was ist besser: Luftkissenmäher oder normaler Rasenmäher?
Für kleine, verwinkelte oder geneigte Flächen kann ein Luftkissenmäher besser sein. Auf großen, ebenen Rasenflächen ist ein normaler Radmäher meist schneller, vielseitiger und bei der Schnitthöhe flexibler. Die Gartenform ist deshalb wichtiger als die ungewöhnliche Technik.
Wie hoch kann man mit einem Luftkissenmäher mähen?
Viele verbreitete Flymo-Modelle erreichen maximal etwa 30 bis 31 Millimeter. Das ist deutlich niedriger als bei vielen normalen Rasenmähern. Wer seinen Gebrauchsrasen bei 40 bis 50 Millimetern halten möchte, sollte deshalb vor dem Kauf besonders auf die maximale Schnitthöhe achten.
Hinweis: Werbung – * Affiliate-Links. Produktbilder teilweise über die Amazon PA-API. Preise und Verfügbarkeit werden regelmäßig aktualisiert, sind jedoch nicht live; maßgeblich sind die Angaben beim jeweiligen Händler. Versandkosten können abweichen.



