Was darf auf den Kompost? Die klare Ja-, nur-in-Maßen- und Nein-Liste

Auf einen Gartenkompost gehören vor allem pflanzliche Küchenabfälle und gut gemischte Gartenreste. Obst- und Gemüseschalen, Kaffeesatz, Eierschalen, verwelkte Blumen, zerkleinerte Zweige und gesunde Pflanzenreste lassen sich problemlos kompostieren. Schwieriger sind große Mengen feuchten Materials, gekochte Speisen, kranke Pflanzen, samentragendes Unkraut und tierische Abfälle.

Kurzantwort: Gut geeignet sind rohe Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz mit Papierfilter, zerkleinerte Eierschalen, Schnittblumen, gesunde Pflanzenreste, Laub, angetrockneter Rasenschnitt sowie klein geschnittener Strauch- und Baumschnitt. Nur in kleinen Mengen oder gut vorbereitet gehören Zitrusschalen, Bananenschalen, Brot, unbeschichtetes Papier, Kleintiermist und Holzasche hinein. Fleisch, Fisch, Knochen, Fette, Katzenstreu, Hunde- und Katzenkot, Grillkohleasche, behandeltes Holz, Kunststoffe und Staubsaugerinhalt bleiben draußen.

Nicht alles, was über die Biotonne verwertet werden kann, eignet sich für den eigenen Komposthaufen. Professionelle Anlagen erreichen kontrolliertere Bedingungen und können beispielsweise Speisereste oder problematische Pflanzenabfälle verarbeiten, die im Hausgarten Gerüche, Schädlinge oder eine Verbreitung von Krankheitserregern verursachen könnten.

Holzkomposter mit Obst- und Gemüseschalen, Kaffeesatz, Eierschalen, Laub, Rasenschnitt, Pflanzenresten und kleinen Zweigen.
Was darf auf den Kompost?
Inhalt
  1. Schneller Überblick: Was darf hinein?
  2. Küchenabfälle richtig kompostieren
  3. Gartenabfälle passend vorbereiten
  4. Unkraut und kranke Pflanzen nur nach Prüfung kompostieren
  5. Papier, Pappe und kompostierbare Verpackungen
  6. Asche, Tierkot und Einstreu richtig einordnen
  7. Was auf keinen Fall auf den Kompost gehört

Schneller Überblick: Was darf hinein?

Die folgende Einteilung gilt für einen gewöhnlichen Gartenkompost oder Kompostbehälter. Bei der Biotonne können andere Regeln gelten, weil Städte und Landkreise selbst festlegen, welche Bioabfälle angenommen werden. Im Zweifel ist deshalb die Sortieranleitung des örtlichen Entsorgers maßgeblich.

MaterialEntscheidungSo kommt es hinein
Obst- und GemüseresteJaklein schneiden, mit trockenem Material mischen
Kaffeesatz und PapierfilterJalocker verteilen
Teesatz und plastikfreie BeutelJaMetall und Kunststoff entfernen
EierschalenJazerdrücken
Zitrus- und BananenschalenIn Maßenklein schneiden und gut mischen
Brot und gekochte ResteEher nichthöchstens wenig, pflanzlich und ungewürzt
Fleisch, Fisch und KnochenNeinBiotonne nach örtlicher Vorgabe
Laub und RasenschnittBedingtnie als dicke nasse Schicht
Unkraut und kranke PflanzenBedingtArt und Zustand prüfen
Papier und PappeWenignur sauber, unbeschichtet und zerkleinert
Naturbelassene HolzascheHöchstens sehr wenigbesser getrennt entsorgen
Grillkohle- und BrikettascheNeinnicht in Kompost oder Beet
KleintiermistBedingtnur Pflanzenfresser, natürliche Einstreu
Katzenstreu und FleischfresserkotNeinhygienisch ungeeignet
Alte BlumenerdeJanur aus gesunden Pflanzenbeständen
Bioplastik und KompostbeutelNeinnicht auf den Hauskompost

Die Bundesgütegemeinschaft Kompost unterscheidet ebenfalls zwischen gut geeigneten, bedingt geeigneten und ungeeigneten Materialien. Entscheidend ist nicht allein, ob ein Stoff grundsätzlich verrotten kann, sondern auch, ob er die Rotte behindert, Schadstoffe einträgt oder Tiere anlockt.


Küchenabfälle richtig kompostieren

Pflanzliche Küchenabfälle liefern Feuchtigkeit und leicht verfügbare Nährstoffe. Werden sie jedoch als nasse, kompakte Masse eingefüllt, fehlt schnell Sauerstoff. Leere einen vollen Küchenbehälter deshalb nicht einfach auf die Oberfläche, sondern verteile den Inhalt und mische trockenes Laub, Häckselgut oder zerkleinerte Stängel darunter.

Obst- und Gemüsereste dürfen hinein

Schalen, Strünke, welke Blätter und verdorbenes rohes Obst oder Gemüse sind gut geeignet. Große oder feste Stücke verrotten schneller, wenn du sie zerkleinerst. Dazu zählen beispielsweise:

  • Apfelreste und Kerngehäuse
  • Kartoffel- und Möhrenschalen
  • Salatblätter
  • Gurken- und Tomatenreste
  • Kürbisschalen in kleineren Stücken
  • Kräuterstängel
  • Nussschalen in begrenzten Mengen

Sehr wasserreiches oder bereits matschiges Material wird mit trockenem Strukturmaterial vermischt. Große Mengen Fallobst können sonst gären, Fliegen anziehen und den Kompost vernässen.

Zitrusfrüchte und Bananenschalen sind erlaubt

Orangen-, Zitronen-, Mandarinen- und Bananenschalen müssen nicht grundsätzlich aussortiert werden. Sie dürfen in kleinen Mengen auf den Hauskompost. Schneide dicke Schalen klein und verteile sie zwischen anderem Material, besonders im Winter, wenn die Rotte langsamer läuft. Die Bundesgütegemeinschaft Kompost stuft Zitrusfrüchte als bedingt geeignet ein und empfiehlt eine gute Vermischung.

Problematisch wird es erst, wenn ein kleiner Komposter überwiegend mit Zitrusschalen gefüllt wird. Die festen Schalen zersetzen sich langsamer als weiche Gemüseabfälle und können eine dichte Lage bilden.

Kaffeesatz und Papierfilter sind gut geeignet

Kaffeesatz darf zusammen mit einem gewöhnlichen Papierfilter kompostiert werden. Zerbrich größere feuchte Klumpen und verteile sie, damit keine kompakte Schicht entsteht.

Kaffeekapseln gehören nicht auf den Kompost. Das gilt auch für Produkte, die mit Begriffen wie „biobasiert“ oder „biologisch abbaubar“ beworben werden. Kunststoffartige Bestandteile können unter den Bedingungen eines Hauskomposts erhalten bleiben und später im fertigen Kompost landen.

Bei Teebeuteln entscheidet das Material

Loser Teesatz ist problemlos kompostierbar. Bei Teebeuteln solltest du prüfen, ob Beutel, Faden, Etikett und Verschluss tatsächlich kunststofffrei sind. Metallklammern werden entfernt. Bestehen Zweifel, schneidest du den Beutel auf, gibst nur den Tee auf den Kompost und entsorgst die Hülle getrennt.

Selbst Teebeutel, die überwiegend wie Papier aussehen, können Kunststofffasern oder thermoplastische Versiegelungen enthalten. Für den Hauskompost ist deshalb die konservative Lösung sinnvoll: Nur eindeutig plastikfreie Beutel vollständig kompostieren. Die Bundesgütegemeinschaft nennt für die Bioabfallsammlung ausdrücklich Teebeutel ohne Kunststoffanteile und Metallklammern.

Eierschalen vorher zerdrücken

Eierschalen dürfen auf den Kompost, bauen sich aber langsam ab. Drücke sie möglichst klein, bevor du sie einfüllst. Große Schalenstücke bleiben sonst noch lange sichtbar.

Eierschalen ersetzen keine gezielte Kalkung. Ob ein Gartenboden überhaupt Kalk benötigt, lässt sich nicht aus dem Pflanzenwachstum allein ableiten. Für den Kompost sind die Schalen unproblematisch, solange keine großen Mengen auf einmal anfallen.

Brot nur in kleinen Mengen

Trockene Brotreste werden von der Bundesgütegemeinschaft als grundsätzlich kompostierbar eingestuft. Auf einem offenen Gartenkompost solltest du trotzdem nur kleine Mengen verwenden, sie zerkleinern und vollständig unter anderes Material mischen. Offenes Brot kann Ratten, Mäuse und Vögel anlocken.

Verschimmeltes Brot ist nicht dasselbe wie eine kranke Gartenpflanze. Kleine Mengen können kompostiert werden, sofern sie tief eingemischt werden. Ein halber Sack Backwaren oder regelmäßig große Brotmengen gehören dagegen nicht in einen gewöhnlichen Hauskompost.

Gekochte Speisen besser in die Biotonne

Gekochte, gesalzene, stark gewürzte oder fetthaltige Speisen sind für den offenen Gartenkompost ungeeignet. Sie erhöhen das Risiko für Gerüche, vernässte Stellen und unerwünschte Tiere. Dazu zählen auch Nudeln, Reis, Saucen, Käsereste und zubereitete Mischgerichte.

Manche Übersichten stufen geringe Mengen pflanzlicher Essensreste als kompostierbar ein. Für einen typischen offenen Hauskompost ist die sichere Praxis dennoch, gekochte Mahlzeiten über die kommunale Bioabfallsammlung zu entsorgen, sofern sie dort zugelassen sind. Professionelle Anlagen können solche Abfälle kontrollierter behandeln.

Fleisch, Fisch, Knochen und Milchprodukte bleiben draußen

Tierische Lebensmittelreste ziehen Tiere an, können stark riechen und hygienische Probleme verursachen. Fleisch, Wurst, Fisch, Gräten, Knochen, Käse, Joghurt und größere Mengen eiweißreicher Lebensmittel gehören deshalb nicht auf den Gartenkompost.

Auch Fette und Speiseöle sind ungeeignet. Sie verteilen sich schlecht, behindern den Luft- und Wasserhaushalt und können die Rotte in einzelnen Bereichen stören.


Gartenabfälle passend vorbereiten

Gartenreste bilden den wichtigsten Anteil eines klassischen Komposthaufens. Die meisten gesunden Pflanzen lassen sich verwerten. Entscheidend sind Zerkleinerung, Mischung und der Entwicklungszustand der Pflanze.

Gesunde Pflanzenreste dürfen auf den Kompost

Verwelkte Stauden, Gemüsepflanzen ohne auffälligen Befall, abgeschnittene Triebe und weiche Erntereste können kompostiert werden. Lange Stängel und Ranken werden zerschnitten, damit sie sich später nicht verhaken.

Schnittblumen aus der Vase sind ebenfalls geeignet. Entferne vorher:

  • Draht und Kunststoffklammern
  • Schleifen und Folien
  • Steckschwamm
  • beschichtete Dekorationen
  • Kunststoffetiketten und Gummibänder

Auch Topfpflanzen können kompostiert werden, wenn sie gesund sind. Kunststofftöpfe, Bewässerungsdochte, Rankhilfen und große Mengen Blähton werden vorher aussortiert.

Alte Blumenerde darf hinein

Verbrauchte Blumenerde aus gesunden Pflanzgefäßen kann mit anderen Materialien vermischt werden. Sie bringt jedoch kaum lockere Struktur und sollte deshalb nicht als dicke Erdschicht eingefüllt werden. Die Bundesgütegemeinschaft führt verbrauchte Blumenerde als geeignetes Kompostmaterial.

Erde aus Töpfen mit Wurzelfäule, starkem Schädlingsbefall oder hartnäckigen Wurzelunkräutern wird nicht unkritisch auf dem eigenen Kompost verteilt. Prüfe zunächst, warum die Pflanze abgestorben ist.

Rasenschnitt nur dünn oder gemischt einfüllen

Frischer Rasenschnitt ist kompostierbar, aber wegen seines hohen Wassergehalts nur bedingt geeignet. Dicke Schichten verkleben, schließen Luft aus und beginnen zu gären. Mische das Gras sofort mit trockenem Laub, Häckselgut oder zerkleinerten Stängeln.

Größere Mengen lässt du vor dem Einfüllen kurz anwelken. Wie du Rasenschnitt ohne Fäulnis verarbeitest, erfährst du unter ➡️ Rasenschnitt richtig kompostieren.

Laub darf hinein, aber nicht als nasser Block

Herbstlaub ist grundsätzlich geeignet. Nasse Blätter können jedoch zu luftundurchlässigen Matten verkleben. Zerkleinere große Mengen mit dem Rasenmäher und mische sie mit frischem, stickstoffreicherem Material.

Einige feste Laubarten verrotten deutlich langsamer und eignen sich auch für eine getrennte Laubkompostierung. Die passende Vorbereitung erklärt ➡️ Laub richtig kompostieren.

Zweige und Häckselgut liefern Struktur

Klein geschnittener Strauch- und Baumschnitt hält den Kompost locker. Sehr dicke Äste, ganze Zweige und Wurzelstöcke benötigen dagegen zu lange und erschweren das spätere Umsetzen.

Verwende nur unbehandeltes Holz. Lackiertes, imprägniertes, verleimtes oder anderweitig behandeltes Holz darf nicht auf den Kompost. Dazu gehören auch Spanplatten, Möbelholz und Bauholz. Die Bundesgütegemeinschaft stuft zerkleinerten Strauch- und Baumschnitt als geeignet, behandeltes Holz dagegen als ungeeignet ein.


Unkraut und kranke Pflanzen nur nach Prüfung kompostieren

Bei diesen beiden Gruppen reicht eine pauschale Ja- oder Nein-Antwort nicht aus. Entscheidend ist, ob Samen, überlebensfähige Wurzeln, Krankheitserreger oder Schädlinge mit dem fertigen Kompost wieder im Garten verteilt werden könnten.

Junges Unkraut ohne Samen ist meist geeignet

Frisch gejätete Wildkräuter ohne reife Samenstände können kompostiert werden. Klopfe größere Erdmengen von den Wurzeln und lass hartnäckige Wurzelunkräuter vollständig vertrocknen.

Vorsicht ist geboten bei:

  • Quecke
  • Giersch
  • Ackerwinde
  • kriechendem Hahnenfuß
  • Ackerschachtelhalm
  • Unkraut mit bereits reifen Samenständen

Ein normaler Hauskompost erreicht nicht in allen Bereichen lange genug hohe Temperaturen. Samen und Wurzelstücke können deshalb überleben. Die sichere Einordnung einzelner Arten findest du unter ➡️ Unkraut kompostieren.

Kranke Pflanzen nicht pauschal einfüllen

Leicht geschädigte oder absterbende Pflanzen sind nicht automatisch infektiös. Bei eindeutigem Pilz-, Bakterien-, Viren- oder Schädlingsbefall ist jedoch Vorsicht nötig. Krankheitserreger und tierische Schädlinge werden im Hauskompost nicht zuverlässig vollständig zerstört.

Besonders problematisch sind beispielsweise Pflanzen mit Kohlhernie, Kraut- und Knollenfäule, Feuerbrand, ausgeprägten Welkeerkrankungen oder Weichfäule. Wie du konkrete Fälle einordnest, zeigt ➡️ Kranke Pflanzen kompostieren oder entsorgen.


Papier, Pappe und kompostierbare Verpackungen

Papier ist kein notwendiger Grundstoff für guten Kompost. Kleine Mengen können jedoch trockenes Strukturmaterial ergänzen, wenn gerade kein Laub oder Häckselgut verfügbar ist.

Sauberes, unbeschichtetes Papier nur sparsam verwenden

Geeignet sind geringe Mengen:

  • unbeschichtete Eierkartons
  • braune, saubere Wellpappe
  • unbedruckte Papiertüten
  • schlichtes Küchenpapier ohne Reinigungsmittel
  • ungefärbte Papierschnipsel

Reiße das Material klein, befeuchte es leicht und mische es unter. Ganze Kartons bilden dichte Lagen und verrotten schlecht.

Nicht auf den Kompost gehören Hochglanzpapier, beschichtete Verpackungen, Getränkekartons, Kassenzettel, Backpapier, stark bedruckte Kartons und Papier mit Klebeband oder Kunststofffenstern. Die Bundesgütegemeinschaft nennt Papier nur in kleinen Mengen als bedingt geeignet und schließt Zeitschriften sowie beschichtetes Papier aus.

Bioplastik gehört nicht auf den Hauskompost

Die Bezeichnungen „biobasiert“, „biologisch abbaubar“ und „kompostierbar“ bedeuten nicht automatisch, dass ein Produkt im Gartenkompost vollständig zerfällt. Viele Materialien benötigen industrielle Bedingungen oder hinterlassen sichtbare Kunststoffbestandteile.

Kompostbeutel, Einweggeschirr, Kaffeekapseln, Verpackungsfolien und andere Biokunststoffe gehören deshalb nicht auf den Hauskompost. Die Verbraucherzentrale weist ausdrücklich darauf hin, dass biobasierte Kunststofftüten den Kompostierungsprozess stören und den fertigen Kompost verunreinigen können.

Auch für die Biotonne gelten regionale Vorgaben. Eine Kennzeichnung allein ersetzt nicht die Freigabe durch den örtlichen Entsorgungsbetrieb.


Asche, Tierkot und Einstreu richtig einordnen

Einige organisch wirkende Materialien bringen unerwünschte Stoffe oder hygienische Risiken mit. Sie sollten deshalb nicht allein danach beurteilt werden, ob sie sichtbar verrotten können.

Holzasche höchstens in sehr kleinen Mengen

Reine Asche aus naturbelassenem, unbehandeltem Holz wird in manchen Kompostübersichten als geeignet eingestuft. Trotzdem ist Zurückhaltung sinnvoll. Asche ist stark alkalisch und enthält konzentrierte Mineralstoffe. Werden regelmäßig größere Mengen kompostiert, können sich einzelne Nähr- und Schadstoffe im Gartenboden anreichern. Die Bayerische Gartenakademie weist unter anderem auf hohe Borgehalte und das Risiko einer Überversorgung hin.

Für einen gewöhnlichen Hausgarten lautet die praktische Empfehlung deshalb: Holzasche nicht routinemäßig als Kompostzutat verwenden. Kleine Mengen sauberer Asche aus nachweislich unbehandeltem Holz sind weniger problematisch, größere Mengen werden entsprechend den örtlichen Entsorgungsregeln beseitigt.

Grillkohle- und Brikettasche gehört nicht hinein

Asche von Grillkohle, Briketts, Kohleöfen oder verbranntem behandeltem Holz ist ungeeignet. Sie kann unerwünschte Rückstände und Zusatzstoffe enthalten. Auch halb verbrannte Grillkohle wird nicht im Kompost oder Beet verteilt.

Mist pflanzenfressender Kleintiere ist bedingt geeignet

Kot und natürliche Einstreu von Kaninchen, Meerschweinchen oder anderen Pflanzenfressern können in begrenzten Mengen kompostiert werden. Stroh, Heu oder unbehandelte Holzspäne werden gut mit trockenen und feuchten Gartenmaterialien vermischt.

Nicht geeignet sind mineralische oder kunststoffhaltige Granulate. Die Bundesgütegemeinschaft empfiehlt Kleintierstreu nur in kleinen Mengen und schließt Granulate sowie Ausscheidungen fleischfressender Tiere aus.

Hunde- und Katzenkot bleibt draußen

Ausscheidungen von Hunden, Katzen und anderen Fleischfressern können Krankheitserreger und Parasiten enthalten. Sie gehören ebenso wenig auf den Hauskompost wie Katzenstreu. Das gilt auch für Produkte, die vom Hersteller als pflanzlich oder kompostierbar bezeichnet werden.


Was auf keinen Fall auf den Kompost gehört

Nicht verrottbare und schadstoffverdächtige Stoffe verschlechtern dauerhaft die Qualität des fertigen Komposts. Kleine Kunststoffteile oder Glassplitter lassen sich später kaum vollständig entfernen und gelangen beim Ausbringen in den Gartenboden.

Konsequent aussortiert werden:

  • Kunststoffe und Verpackungsfolien
  • Glas, Keramik und Metall
  • behandeltes oder verleimtes Holz
  • Windeln und Hygieneartikel
  • Staubsaugerbeutel und Staubsaugerinhalt
  • Straßenkehricht
  • Zigaretten und Aschenbecherinhalt
  • Farben, Lacke, Öle und Reinigungsmittel
  • Medikamente
  • Katzenstreu
  • Hunde- und Katzenkot
  • Grillkohle- und Brikettasche
  • Fleisch-, Fisch- und Knochenreste
  • große Mengen gekochter oder fettiger Speisen

Wenn sich zwischen Küchen- oder Gartenabfällen kleine Aufkleber, Gummibänder, Kunststoffclips oder Drähte befinden, entferne sie vor dem Einfüllen. Besonders Obstaufkleber werden leicht übersehen und verrotten nicht zuverlässig.


Häufige Fragen zu „Was darf auf den Kompost?“

Dürfen Zitrusfrüchte auf den Kompost?
Ja, Orangen-, Zitronen- und Mandarinenschalen dürfen in kleinen Mengen auf den Kompost. Schneide dicke Schalen klein und mische sie mit anderem Material. Große einseitige Mengen verrotten langsam und sind besonders im Winter ungünstig.

Dürfen Bananenschalen auf den Kompost?
Ja, Bananenschalen sind kompostierbar. Zerkleinert und gut untergemischt werden sie schneller abgebaut. Kunststoffaufkleber müssen vorher entfernt werden.

Kann Kaffeesatz mit Filter auf den Kompost?
Ja, Kaffeesatz und gewöhnliche Papierfilter sind gut geeignet. Verteile feuchte Klumpen locker, damit sie keine dichte Schicht bilden. Kaffeekapseln gehören unabhängig von Werbeaussagen nicht auf den Hauskompost.

Dürfen Eierschalen auf den Kompost?
Ja, Eierschalen können kompostiert werden. Zerdrücke sie möglichst fein, weil größere Stücke nur langsam zerfallen. Eine gezielte Kalkung des Gartenbodens ersetzen sie nicht.

Warum dürfen Fleisch und gekochte Speisen nicht auf den Kompost?
Fleisch, Fisch, Knochen sowie fettige oder stark gewürzte Speisen können Ratten und andere Tiere anlocken. Außerdem entstehen leichter Gerüche und vernässte, sauerstoffarme Bereiche. Für solche Abfälle ist die kommunale Bioabfallsammlung geeigneter, sofern sie dort zugelassen sind.

Darf Zeitungspapier auf den Kompost?
Kleine Mengen einfachen, unbeschichteten Papiers sind möglich, aber nicht notwendig. Hochglanzpapier, beschichtete Verpackungen, Kassenzettel und stark bedruckte Papiere gehören nicht hinein. Trockenes Gartenmaterial ist als Strukturgeber die bessere Wahl.

Darf Holzasche auf den Kompost?
Nur sehr kleine Mengen reiner Asche aus unbehandeltem Holz kommen überhaupt infrage. Wegen der konzentrierten Mineralstoffe und möglicher Überversorgung sollte Asche nicht regelmäßig als Kompostzutat verwendet werden. Grillkohle-, Brikett- und Kohleasche ist vollständig ungeeignet.

Dürfen kompostierbare Müllbeutel auf den eigenen Kompost?
Nein, solche Beutel bauen sich unter den Bedingungen eines Hauskomposts häufig nicht vollständig ab. Kunststoffartige Reste können im fertigen Kompost und später im Gartenboden verbleiben. Entsorge sie nach den örtlichen Vorgaben und gib Bioabfälle lose oder in Papier gesammelt auf den Kompost.